Lies of P im Test: Ein Lügenmärchen im Soulslike-Gewand - Update: Jetzt mit Video!

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Test Annika Menzel - Redakteurin Sascha Lohmüller - Redaktionsleiter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Lies of P im Test: Ein Lügenmärchen im Soulslike-Gewand - Update: Jetzt mit Video!
Quelle: Neowiz

In unserem Test zu Lies of P klären wir, ob das eigenwillige Soulslike mit Pinocchio-Steampunk-Setting uns unterhalten kann oder ob der Spielspaß uns stattdessen eine lange Nase dreht.

Nachdem sich der Hype rund um Elden Ring langsam gelegt hat, ist es wieder an der Zeit, dass wir uns mit kleineren Titeln aus dem Spieleuniversum beschäftigen. Mit Lies of P steht erneut ein Soulslike vor der Tür, das sich wie schon Steelrising und Thymesia primär an Bloodborne orientiert, zumindest was Optik und Atmosphäre angeht. In Anlehnung an Carlo Collodis Geschichte über den verlogenen Pinocchio führt euch Lies of P in eine düstere Stadt namens Krat und verstrickt euch dort in diverse Lügengeschichten. Ein individuelles Setting ist jedoch keine Garantie für ein gutes Soulslike, denn nicht umsonst ist FromSoftware den kleineren Studios um einige Nasenlängen voraus. Der Protagonist kämpft nämlich nicht nur gegen feindliche Puppen, denen die Sicherung durchgebrannt ist, sondern auch gegen sein eigenes System. Wir erklären euch wahrheitsgemäß in unserem Test, warum sich das Spiel trotz guter Ideen ziemlich eingerostet anfühlt.

Eine Stadt wird zum Schrottplatz

Die von Gepetto erschaffene Puppe namens P kommt zu Spielbeginn gerade rechtzeitig in die Gänge: In den Straßen von Krat und der weiteren Umgebung wüten aggressive Metallhaufen, die dem Puppenwahn zum Opfer gefallen sind. Euch betrifft das zum Glück nicht, weshalb ihr euch auf den Weg macht, dieser Plage ein Ende zu setzen und euren Schöpfer wiederzufinden. Schon nach kurzer Zeit stoßt ihr im Hotel, das fortan zu eurer Basis wird, sowohl auf menschliche als auch mechanische Verbündete, die euch während eurer neuen Aufgabe zur Seite stehen.

Doch der Wahn ist nicht das Einzige, was die verbleibende Menschheit bedroht. Es breitet sich zunehmend eine hochansteckende Krankheit aus, die die Betroffenen mit der Zeit versteinert. Für euch persönlich gibt es zudem noch eine weitere Gefahr: Die Bruderschaft des schwarzen Kaninchens, die aus Stalkern - wie die Puppenjäger genannt werden - besteht, hat mit Gepetto und dadurch auch mit euch ein Hühnchen zu rupfen.

Wie es für das Soulslike-Genre typisch ist, ist die Geschichte eher ein Nebenprodukt. In Lies of P (jetzt kaufen 95,92 € ) ist diese etwas präsenter als beispielsweise in Bloodborne oder Dark Souls, rückt aber trotzdem in den Hintergrund. Das ist auch gut so, denn anscheinend hatte das Entwicklerteam verschiedene Ideen und Ansätze, die sie nicht so recht verbinden konnten. Das Ergebnis: Eine Handlung, die im Grunde aus mehreren Abschnitten besteht, die eher aneinandergereiht als organisch wirken. So hatten wir mehrmals das Gefühl, kurz vorm Ende zu stehen, wurden dann aber durch weitere Gebiete überrascht.

Der Hauptcharakter kämpft gegen ein baumartiges Wesen. Quelle: Neowiz Die Geschichte an sich ist dennoch passabel, aber eben in erster Linie Beiwerk. An einigen Stellen hätten die Entwickler manches straffen oder gar Elemente weglassen können, was auch der Spielzeit zugutegekommen wäre. Selbst als erfahrene Soulsborne-Spieler werdet ihr gut 40 Stunden mit einem Durchgang beschäftigt sein, sofern ihr auch mal einen Blick abseits des Pfades riskiert. Damit ist Lies of P deutlich länger als viele seiner Genrekollegen, was in diesem konkreten Fall nicht unbedingt positiv ist, doch dazu später mehr.

Wer einmal lügt ...

Je nachdem, wie ihr euch im Verlauf der Geschichte entscheidet, seht ihr eines von unterschiedlichen Enden. In wichtigen Momenten habt ihr die Wahl zwischen Wahrheit und Lüge; und da Puppen eigentlich nicht lügen können, P aber eine Ausnahme darstellt, ebnen eure Entscheidungen den weiteren Weg. Gepetto bittet euch, ein guter Junge zu bleiben, während Sophia, die euch für Levelaufstiege zur Seite steht, ermuntert, zu eurem eigenen Schutz auf Lügen zurückzugreifen - das letzte Wort liegt aber bei euch.

Allzu große Konsequenzen haben diese Entscheidungen im Spielverlauf allerdings nicht. Ein Beispiel dafür ist ein NPC, bei dem ihr durch Bosskämpfe erlangte Ergo-Brocken - das Pendant zu den Seelen aus Dark Souls - gegen Waffen oder Amulette eintauschen könnt. Er fragt euch nach einem sicheren Ort, woraufhin ihr ihm von dem Hotel erzählen oder ihn, sogar zwei Mal hintereinander, anlügen könnt.

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von cyberjunk-punkie NPC
        kanns sein, dass das game bei den Journalisten keinen guten Eindruck hinterlassen hat, aber bei den Gamern hat man ein ganz anderes Bild. Das Amazon Rating, in das ja nur Rezia von verifizierten Kaeufern einfliesst ist ja wirklich durchweg positiv.
        Bin jetzt langsam am ueberlegen ob ichs zocken soll. brauch neues futter, denn elden ring hab ich schon seit nem monat durch…
      • Von cyberjunk-punkie NPC
        kanns sein, dass das game bei den Journalisten keinen guten Eindruck hinterlassen hat, aber bei den Gamern hat man ein ganz anderes Bild. Das Amazon Rating, in das ja nur Rezia von verifizierten Kaeufern einfliesst ist ja wirklich durchweg positiv.
        Bin jetzt langsam am ueberlegen ob ichs zocken soll. brauch neues futter, denn elden ring hab ich schon seit nem monat durch…
      • Von Mourning-Blade Gelegenheitsspieler/in
        1. Mal darüber gelesen, Szenario wirkt sehr interessant.
        2. Erscheint im Gamepass, super!
        3. Oh, es ist schon da, viel Promo habe ich irgendwie nicht bemerkt.
        4. Am Tag des Releases installiert, ich freue mich auf morgen, wenn ich Zeit habe.
        5. Grafik gefällt, die ersten ein zwei Kämpfe gefallen.
        6. Wow, für drei Minuten sind das ganz schön viele Tasten für irgendwelche Funktionen. R?T?G? Warum nimmt dieser Balken an meinem Arm ab, obwohl ich nichts mache?
        7. Erster dickerer Gegner, der davor aus der Entfernung etwas zu hören war. Ausweichen und blocken funktioniert so semi.
        8. Tot.
        9. Respawn am Zuganfang.
        10. Deinstalliert.
        11. Danke Gamepass fürs Probieren.
      • Von tribberdibber Anfänger/in
        https://www.pcgames.de/Ma... Und Gaming hat mit Akku Bohrschrauber genau was zu tun?

        BTT:
        Das Spiel selbst verwendet zumindest in der Game Pass Version Denuvo was zu einer Anti Tamper Meldung und zum Absturz führt.
      • Von bushgegner Mitglied
        Spiele es jetzt seit 7 Stunden. Gerade die erste Waffe gebaut & bin begeistert vom Level Design in der Fabrik. Ich habe in letzter Zeit fast alles durch, was man am PC in diesem Genere zocken kann & bei aller Liebe, ich verstehe die 7/10 so gar nicht. Aber nun gut, vielleicht ist mein Anspruch ein anderer. Aber Hauptsache ich habe Spaß daran und ich wusste schon nach der Demo, dass ich diesen haben werden folglich ist mir der etwas fragwürdige Test im Vergleich zu vielen anderen Tests ziemlich Schnuppe.
      • Von IOLDB0YI Anwärter/in
        Zitat von Haehnchen81
        Also wie kommt denn da die 7/10 Wertung zu Stande?

        Macht keinen Sinn.

        Es ist ein "Soulslike" die leben von folgenden Dingen... Kampfsystem und bossfights.

        BEIDES wird hier als eher schlecht angesehen. Wenn ein Spiel in seinen Kernelementen versagt, KANN es unmöglich noch "gut" sein.

        Dann versagt es auch noch in der story... und übrig bleibt... ja was eigentlich? Ein netter Versuch mit schicker Atmosphäre? Das kann nicht für eine 7/10 reichen.

        Der Test liest sich auch ganz eindeutig schlechter als die Wertung es hergibt. Das ist doch recht eindeutig eher ne 5/10 oder noch niedriger. Mir scheint es doch so zu sein als ob Ihr hier nicht ein "kleines" Studio mit einer schlechten Wertung treffen wolltet, obwohl diese Angebracht wäre.

        Und nur schon in eurem Testvideo (wie in den anderen Gameplay Videos auch) wiederholt sich das immer gleiche Kampfgeflecht immer und immer zu... langsames "bewegen" seltsames parieren das überhaupt nicht zum Geschehen passt, und dann eben die öden Schlagkombos... und das immer und immer wieder... egal gegen was für Gegner. Oder man könnte auch sagen, ödes gefuchtel mit unpassenden Animationen. Und das soll man 40 Stunden lang ertragen? Sicher nicht.

        Obendrein entpuppt sich das ganze Pinocchio Setting auch noch als "Lüge"... statt einen vor moralische Dilemma zu setzen, wo es Konsequenzen hat ob man lügt oder nicht, ist das ganze nur aufgesetzt und hat gar keine Auswirkungen, aber gerade das wurde doch so als großes und wichtiges Element des Spiels beworben, und "entpuppt" sich jetzt als Mogelpackung...

        Das alles dann echt mit ner 7/10 zu bewerten? Nein, da kommt die Wertung doch klar zu hoch raus wie mir scheint.

        Also die Demo hab ich gespielt (dafür übrigens mal einen Daumen hoch, ist ja nicht mehr üblich eine vorab-Version zu kriegen die man selber testen darf... das waren noch Zeiten als jedes Spiel ne Demo hatte, zu meist auf einer CD an euer Heft geklebt) und die war mit viel Wohlwollen allenfalls ne 5/10. Eher weniger. Und so liest sich auch der Test.
        Ich mache es mal kurz.

        Das Game ist wirklich gut!

        Nein, es ist kein Dark Souls, kein Sekiro, kein Bloodborne und auch kein Elden Ring.

        Es ist aber, zu meiner persönlichen Überraschung, ein wirklich gelungener Genre Vertreter, der das Rad nicht neu erfindet, aber deutlich runder läuft als der größte Teil der vergangenen SoulsLike Games.

        Setting, Kampfsystem und Atmosphäre gehen Hand in Hand und wissen (subjektiv) zu überzeugen.
        Die Kämpfe haben Wucht, sind präzise und gut dosiert schwer.

        Das Thema lügen,
        P hat die Gabe zu lügen, was ihm lediglich die Möglichkeit gibt Areale zu betreten, welche Puppen eigentlich unzugänglich sind.
        Da alles mechanisch überwacht ist, kann er sich als „Mensch“ rein mogeln, dass war’s.
        Ein Souls Game braucht keine komplexen Interaktionen mit NPCs und verzwickte Dialoge, es braucht große Bosse, ein gutes Kampfsystem und ein geiles Setting.
        Lies of P hat alles davon und ist genau deswegen ein würdiger Genre Vertreter.
      Direkt zum Diskussionsende
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