Lara Croft and the Temple of Osiris im Test: Fazit und Wertung
Im Test zu Lara Croft an the Temple of Osiris fluchen wir fast so oft wie wir lachen: Der neue Koop-Modus für vier Spieler sorgt für herrlich chaotische Szenen, macht so manche Geschicklichkeits- und Rätselpassage aber auch zum Geduldsspiel. Zum Glück lässt sich das Action-Adventure aber auch genauso wie den Vorgänger Guardian of Light bestreiten - im Zweispielermodus macht's einfach wieder am meisten Spaß.
Quelle: PC Games
Lara Croft and the Temple of Osiris im PC-Test
Bewährtes Design, kaum frische Ideen
Quelle: PC Games
Lara Croft and the Temple of Osiris im PC-Test
Natürlich steht der namensgebende Tempel von Osiris im Zentrum der Ereignisse, denn von hier aus steuern wir verschiedene, schön designte Gruften und Ruinen an: Lara und ihre Freunde hüpfen und klettern auf riesige Zahnräder, kraxeln über Feuerbecken und Stachelgruben, tauchen durch einen Krokodilverseuchten Wassertempel oder heizen einem gigantischen Mistkäfer ein, während sie auf seiner riesigen Dungkugel balancieren. Die unterschiedlichen Levels sind über eine neue "Oberwelt" verbunden, ein kleines, offenes Areal, in dem wir zum Teil selbst entscheiden, welche Zone wir als nächstes ansteuern. Eine der wenigen spielerischen Neuerungen: Nach einigen Spielstunden dürfen wir auch die Tageszeiten verändern und zwischen drei Wetterzuständen wählen. Bei Schnee uns Eis gefriert beispielsweise ein Fluss, wodurch sich ein zuvor unerreichbarer Bereich erkunden lässt. Auf den ersten Blick ein spannendes Konzept, das letztendlich aber kaum Spieltiefe bietet - bis zum Abspann haben wir das Wetter- und Tageszeitenfeature kaum genutzt.
Die übrigen Puzzles setzen auf bewährte Mechaniken und machen durchweg Spaß, bieten aber keine neuen Ideen: Wie im Vorgänger befördern wir große Kugeln mit gezielten Explosionen auf Schalterplätze, betätigen Hebel und bedienen Apparate. Mit dem neuen magischen Stab lassen wir Lichtstrahlen an Spiegeln reflektieren, außerdem kann Lara Fackeln und Gasquellen anzünden - da waren bereits die wesentlichen Neuerungen. Hier hätten die Entwickler ruhig etwas kreativer werden dürfen.
Arcadige Action
Quelle: PC Games
Lara Croft and the Temple of Osiris im PC-Test
Genau wie im Vorgänger wird zwischen den Rätseln und Geschicklichkeitspassagen kräftig geballert. Regelmäßig finden wir neue Pistolen, Gewehre, Schrotflinten und MGs, außerdem gibt's Granat-, Raketen- und Flammenwerfer in unterschiedlichen Qualitätsstufen. Gefeuert wird wie in einem Twin-Stick-Shooter; am PC bewegen die WASD-Tasten unsere Helden, gezielt wird bequem mit der Maus. Hinzu kommt die Möglichkeit, mit schnellen Ausweichrollen zwischen Gegnern hinwegzuhuschen und Bomben zu legen. Das spielt sich ähnlich flott wie im Vorgänger, lässt aber frische Ideen vermissen: Die Waffen sind größtenteils bekannt, neue Manöver haben wir nicht dazugelernt und weil sich auch die Gegnertypen schnell wiederholen, verlieren die launigen Ballereien auf Dauer etwas an Reiz. Daran ändern auch die schön inszenierten Bosskämpfe wenig, denn die meisten großen Brocken lassen sich schon mit einer simplen Taktik und ein paar gut platzierten Treffern besiegen - die Erfolgserlebnisse halten sich da in Grenzen.
Lara Croft and the Temple of Osiris im Video-Review
Langzeitspaß für Belohnungsjäger
Neu hinzugekommen sind die Ringe und Amulette: Diese wenig aufregenden Klunker verleihen unseren Helden verschiedene Boni, etwa Lebenspunkteregeneration oder einen praktischen Fächerschuss. Neuen Schmuck erhalten wir in erster Linie, indem wir fleißig Edelsteine in den linearen Levels sammeln. Mit denen können wir am Ende jedes Abschnitts eine Schatzkammer aufsuchen, in der verschlossene Truhen mit neuen Upgrades für uns bereitstehen - wollen wir eine Kiste öffnen, müssen wir dazu den entsprechenden Edelsteinbetrag berappen.
Quelle: PC Games
Lara Croft and the Temple of Osiris im PC-Test
Eine weitere Möglichkeit, um an neue Ausrüstung und Statusverbesserungen zu kommen, kennen wir bereits aus dem Vorgänger: Für jeden Level gibt es mehrere Bonusziele, etwa einen bestimmten Punktestand zu erreichen, einen Kampf unbeschadet zu überstehen oder den Level binnen weniger Minuten abzuschließen. Wer diese (teils haarsträubend schweren) Herausforderungen meistert, bekommt dafür zusätzliche Waffen, Schmuck und Statusverbesserungen - Normalspieler wird das vielleicht nicht weiter kümmern, doch ambitionierte Punktejäger und Vollständigkeitsfanatiker dürften ihre helle Freude an den Herausforderungen haben. Ganz neben erhöhen sie auch die Spielzeit: Wer sich einfach nur stur zum Abspann durchkämpft, ist in sieben bis acht Stunden durch - wer jedoch auch Bonusziele schaffen und zusätzliche Schätze abräumen will, ist deutlich länger beschäftigt.
Starkes Design, bewährte Technik
Die PC-Version lässt wenig Anlass zur Kritik: Mit Maus und Tastatur hat man seine Helden meist sehr gut im Griff, nur einige Sprungpassagen sind durch oft sehr weit herausgezoomte Kamera etwas fummelig und unübersichtlich geraten. Technisch läuft das Spiel erfreulich rund, selbst bei vier Spielern und vielen Gegnern blieb die chaotische Action stets flüssig und schick anzuschauen. Optisch ist Temple of Osiris kaum von seinem Vorgänger zu unterscheiden, was aber keine Kritik ist: Die isometrische 3D-Grafik überzeugt abermals mit wunderschön ausgeleuchteten, stimmungsvoll texturierten Tempelumgebungen, sauberen Animationen und hübschen Effekten während der Kämpfe.
Einzig den Online-Koop-Modus konnten wir mit unserer PC-Testversion noch nicht ausprobieren - unsere Online-Eindrücke mit der fertigen Fassung ab Release liefern wir hier in Kürze nach.
Season Pass, Editionen und Preise
In diesem Artikel
Lara Croft and the Temple of Osiris ist für faire 20 Euro als Download über Steam erhältlich. Wer 9 Euro mehr berappt, bekommt auch einen Season Pass dazu, der das Spiel in Zukunft mit nicht näher genannten DLCs erweitern wird. Für PC und PS4 (nicht Xbox One) ist das Spiel außerdem als Gold Edition im Einzelhandel verfügbar. Diese Disc-Version kostet 35 Euro und umfasst das Hauptspiel plus Season Pass sowie ein Artbook, eine Lara-Figur und eine Karte der Oberwelt.
Hinweis: Zum Test lag uns nur die PC-Fassung vor. Die PS4- und Xbox One-Versionen schauen wir uns uns in Kürze an.

Bloß schade, dass ich mit Koop-Spielen nix anfangen kann. ( im Freundeskreis spielen alle eher am Smartphone und sich richtig für einen Abend zu verabreden hat fast nie geklappt )
Bloß schade, dass ich mit Koop-Spielen nix anfangen kann. ( im Freundeskreis spielen alle eher am Smartphone und sich richtig für einen Abend zu verabreden hat fast nie geklappt )
Naja...noch ärgerlicher ist aber, dass die Spin-Off-Reihe mehr Tomb Raider-Gefühl hat als "Gears of Lara" von 2013.
Tja Square, das habt ihr jetzt davon. :P