50/50 - Freunde fürs (Über)Leben - Review
Sehenswert mitfühlende Tragikomödie, in der Tiefsinn und Humor Hand in Hand gehen. Der melancholische Soundtrack tut sein Übriges.
Gewagtes Thema, sensibel umgesetzt: Mittzwanziger Adam erhält die Horror-Nachricht, dass er Krebs hat. Während er die Diagnose zu verdauen versucht, reagiert sein Umfeld unterschiedlich: Seine Mama will ihn bemuttern, sein prolliger bester Freund noch ein paar Mal
Quelle: Universum
mit ihm Mädchen abschleppen und seine egozentrische Freundin sucht ihr Heil im Seitensprung. Während Adam von einer süßen, aber unerfahrenen Psychologin betreut wird, durchlebt er in den folgenden Wochen ein Wechselbad der Gefühle.
Quelle: Universum
Schon die TV-Serie The Big C (2010) brach mutig mit dem Tabu, Krebs in den Mittelpunkt einer humorvoll angehauchten Story zu rücken. Dieser Drahtseilakt gelingt auch Regisseur Jonathan Levine (All the Boys Love Mandy Lane). Ohne die Ernsthaftigkeit des Themas aus den Augen zu verlieren, reißt er den Zuschauer mittels verschmitztem Witz immer wieder aus den deprimierenden Momenten und gesteht ihm befreienderweise zu, seine Tränen der Trauer mit denen des Lachens zu vermischen.
(ck)
