7500: Filmkritik zum spannungsgeladenen Flugzeug-Thriller
Vor drei Jahren wurde der deutsche Regisseur Patrick Vollrath mit seinem Kurzfilm "Alles wird gut" für einen Academy Award nominiert. Nun folgt mit "7500" sein erster Spielfilm, der Joseph-Gordon Levitt in der Hauptrolle als Co-Piloten Tobias Ellis zeigt. Der Film ist ab dem 26. Dezember in den deutschen Kinos zu sehen.
Die Zahlenkombination 7500 dient im Flugverkehr als internationaler Notfallcode. Im danach benannten deutsch-österreichischen Thriller tritt der Ernstfall ein, als drei Islamisten das Cockpit einer Airbus-Maschine stürmen, die von Berlin nach Paris unterwegs ist. Der Pilot wird niedergestochen, doch dem Co-Piloten Tobias Ellis (stark: Joseph Gordon-Levitt) gelingt es, die Kabinentür zu verriegeln. Das Cockpit darf auf keinen Fall aufgegeben werden, was aber bedeutet, dass die Passagiere den Terroristen ausgeliefert sind ...
Nach der Einleitung mit Überwachungsbildern spielt der Thriller durchgängig im Cockpit, wo Tobias inmitten nervlicher Hochbelastung harte Entscheidungen treffen muss. Der Regisseur Patrick Vollrath erhielt für den Kurzfilm "Alles wird gut" eine Oscar-Nominierung und wendet sich mit seinem englischsprachigen Langfilmdebüt erneut an ein internationales Publikum. Das Ergebnis bietet trotz kleiner Ungereimtheiten und der arg konstruierten Schlusswendung viel nervenzehrender Spannung in klaustrophobischem Setting.
Fazit: Das Skript setzt ein paar unbeholfene Spitzen, doch insgesamt überzeugt "7500" als realistisch-erschreckendes Hochspannungskino.
