John Woo presents Stranglehold
Quelle: PC Games
Ebenfalls im Spiel: die sogenannte Tequila-Time. Wie in Max Payne 2 haben Sie die Möglichkeit, Stranglehold in Zeitlupe zu versetzen. Bei bestimmten Aktionen schaltet Stranglehold selbstständig um: Wenn Sie eine Treppe raufrennen, an einer Lampe durch den Level schwingen, über einen Tisch rutschen oder schießend von Ihren Rivalen wegspringen, verlangsamt sich das Geschehen auf dem Bildschirm, friert beinahe ein. Nun ist es ein Leichtes, Kontrahenten während einer Aktion auszuschalten. Eine Leiste unter der Lebens-energie gibt Aufschluss, wie lange sich die Umwelt im Schneckentempo bewegt. Je cooler Ihr Move und je mehr Schurken Sie damit beseitigen, desto höher ist die Zahl an Stilpunkten, die Sie erhalten. Die benötigen Sie, um Tequilas Spe-zialfähigkeiten (siehe Kasten rechts oben) zu nutzen. Per Anzeige erfahren Sie, welche Aktionen ausführbar sind und wie viele Punkte Sie bis zur nächsten benötigen.
Quelle: PC Games
Die Begabungen heben John Woo presents Stranglehold ebenfalls von der Konkurrenz aus dem Hause Remedy ab. Von der kurzfristigen ersten Hilfe über einen Präzisionsschuss und das Trommelfeuer hin zum John-Woo-typischen 360°-Drehangriff - bei dem auch die obligatorischen weißen Tauben nicht fehlen - besitzt Tequila ein tödliches Repertoire an Sonderaktionen. Die vier Fähigkeiten haben Vor- und Nachteile, sodass man sie geschickt einsetzen sollte. So ergeben Drehangriff und Trommelfeuer nur bei mehr als drei Widersachern Sinn. Dass Sie die Fertigkeiten unterschiedlich oft verwenden können, verleiht Stranglehold eine Prise Taktik, die aber schnell in alle Winde verweht, da die Fähigkeiten in keiner Spielminute essenziell sind. Ihre Spielspaß fördernde Funktion schmälert das indessen nicht. Jedoch lassen sie den Spieler durch ihre drastische Gewaltdarstellung häufig genug mit offenem Mund vor dem Rechner zurück.
Quelle: PC Games
Diesen Effekt erzielen auch die liebevoll gestalteten Levels. Der Kampf gegen die zwei Mafia-Clans startet in Hongkong und führt über Chicago in den Süden Chinas. Bis auf einen Abstecher auf eine Insel übertrumpfen sich die Stationen auf Tequilas Reise optisch und spielerisch immer wieder aufs Neue. Mit der Unreal-Engine 3 als Motor zaubert Stranglehold lebensnahe Charaktere, (bis auf wenige Ausnahmen) grandiose Texturen und zauberhafte Effekte. Vor allem für den Hauptcharakter haben die Entwickler aus Chicago einen großen Aufwand betrieben: Schauspieler Chow Yun-Fats digitales Alter Ego ist ihm wie aus dem Gesicht geschnitten - in der englischen Version tönt sogar Yun-Fats Stimme aus den Boxen. In der deutschen Fassung übernimmt die Film-Synchronstimme. Selbst die Mimik des Vorbilds gibt Tequila überzeugend wieder. Das unterstreicht den filmreifen Charakter der Schießereien und lässt Sie direkt erkennen, welche Gedanken dem Helden gerade durch den Kopf gehen. Auch die weiteren Hauptakteure wirken realitätsnah - doch die Statisten, gegen die Sie die Hauptspielzeit kämpfen, muten wie Klone an.
Ich finde Stranglehold sieht gut aus. Aber das ist mein persönlicher Geschmack. Technisch wäre sicherlich mehr möglich, gerade auf dem PC wo man vergleichsweise viel Speicher zur Verfügung hat.
Das man sowenig einstellen kann finde ich auch ärgerlich, sowas muss nicht sein, aber mal zum Spiel ansich.
Die Spielzeit ist wirklich sehr kurz, ähnlich wie beim aktuellen Medal of Honor. Das habe ich an einem Tag durchgespielt (war krank und Internet war kaputt).
Zwar waren diese paar Stunden wirklich intensiv, aber im Nachhinein waren es wirklich wenige Missionen. So auch bei Stranglehold, wobei es mir da noch negativer aufstieß, weil die Levels "langweiliger" sind. Man schießt sich durch ein paar Gassen und dann kommt ein großer Raum, der viel besser aussieht und viel "zerstörbarer" ist bei dem am Ende ein Endgegner kommt.
Die zweite Mission war noch am blödesten, langweilig und kaum zerstörbare Objekte, was meiner Meinung nach viel vom Spiel ausmacht. Der grafisch schöne Penthouse Level nervt mit seinem Laserschrott. Nach dem durchspielen hat man keine Lust nochmal neu zu spielen, viel mehr möchte man die drei - vier coolen Stellen nochmal spielen.
Im Endeffekt habe ich das Gefühl dass das Teehaus aus dem ersten Level das coolste ist. Das ist das von der E3 Präsentation. In mir keimt der Verdacht auf, dass dieses Level sehr aufwändig hergestellt und präsentiert wurde und die anderen dann drumherum "gebastelt" worden.
Noch was zur Diskussion mit dem Hi End Rechner. Wenn jemand fragt was man machen kann, weil Spiel XY ruckelt braucht man keine Kommentare ala "Weiß gar nicht was du hast, auf meiner Geforce 8800 Ultra SLI mit dem Core 2 Quad ruckelt nix." Ausser der inneren Befriedigung des Posters bringt das niemand was. genauso hier mit den Einstellungen. Es gibt halt auch Leute die wollen oder können nicht viel Geld für einen rechner ausgeben. Der grund ist auch völlig egal, es ist einfach blöd wenn man ein Spiel nicht spielen kann weil es ruckelt und man kaum möglichkeiten hat dagegen was zu tun. Ist ja auch schlecht für den Hersteller da er einen kleineren Kundenkreis anspricht. Ansonsten bin ich genau derselben Meinung wie Rabowke.
bye
Spinal