Wie kostenlos ist Japan? All diese Dinge sind gratis - wir waren selbst überrascht

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Wie kostenlos ist Japan? All diese Dinge sind gratis - wir waren selbst überrascht
Quelle: buffed (Matthias Brückle)

Japan kann nicht nur günstiger sein, als ihr denkt - es ist teilweise sogar gratis! Matze verrät euch all die kostenlosen Vergnügen, die eine Reise bietet.

Erst vor Kurzem hatte ich euch erzählt, wie man Geld spart, wenn man sich den Traum der Japanreise erfüllt. Schließlich müssen wir bestimmt alle auf unseren Geldbeutel achten, vor allem wenn die Flugkosten selbst schon nicht zu verachten sind. Seit diesem Artikel bin ich noch einmal in mich gegangen und habe gemerkt, dass noch mehr möglich ist: Japan kann an vielen Ecken auch einfach gratis sein!

Damit ist natürlich nicht der gesamte Urlaub gemeint, das wäre ja ein unmögliches Hexenwerk. Doch bestimmt ist manch einem gar nicht bewusst, wie viel das Land von Samurai, Gaming, Anime & Co. euch kostenlos zur Verfügung stellt! Entsprechend schnallt euch an: Wir gehen jetzt auf eine Tour der Gratis-Highlights in Japan.

Weitere Japan-Specials im Überblick:

Dafür zahlt ihr im Restaurant gar nichts.

Und fangen wir doch mit einem grundsätzlichen wie simplen Genuss an: Trinken im Restaurant! Während es in Deutschland leider gängig ist, dass man bei der Frage nach Leitungswasser schief angeschaut wird und ein Tee etwas kostet, sieht das in Japan anders aus.

Während ihr für Sushi o.Ä. logischerweise zahlt, bieten euch viele Restaurants aber Gratis-Tee sowie eisgekühltes Leitungswasser an. Das ist besonders nach einer längeren Wanderung, Tempel-Besichtigungen oder einem Tag des Bummelns äußerst angenehm. Dabei handelt es sich natürlich nicht um etwas Japan-spezifisches - mehr um eine Erinnerung, dass es nicht so nervig wie in Deutschland ist.

Das Sushi ist günstig, der Tee ist kostenlos: 'Fließband Sushi' in Japan ist ein Highlight für Sparfüchse Quelle: buffed (Matthias Brückle) Das Sushi ist günstig, der Tee ist kostenlos: "Fließband Sushi" in Japan ist ein Highlight für Sparfüchse Und als Sahnehäubchen: Ihr zahlt auch keinerlei Trinkgeld. Das ist in Japan nicht einmal optional - euch würden Kellner eher hinterherrennen, um das Rückgeld zu bringen, als es anzunehmen. Das ist stark mit der Service-Kultur verbunden, die natürlich immer beste Leistungen vorsieht, ohne dass es eine Extra-Kompensierung dafür gibt.

Atemberaubende Altstädte und Tempel* bis zum Umfallen

Sämtliche beeindruckende Ecken, Viertel und Wahrzeichen von Städten wie Tokyo, Kyoto, Osaka, Nara aufzuzählen, die euch kostenlos zur Verfügung stehen, sprengt natürlich den Rahmen. Aber hier ein paar Beispiele, die allein zum Flanieren, Fotografieren und Staunen ohne Extrakosten einladen:

  • Der Heian-Jingu-Schrein in Kyoto ist auch von außen betrachtet bereits spektakulär zu Begutachten. Wer dann noch seinen prächtigen Garten sehen will, kann optional Eintritt zahlen.

Wunderschöne Tempel wie den Heian-jingū gibt es zuhauf in Kyoto - und ihr dürft viele von ihnen gratis besuchen, solange ihr nicht die innersten Räume oder Gärten besuchen wollt. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Wunderschöne Tempel wie den Heian-jingū gibt es zuhauf in Kyoto - und ihr dürft viele von ihnen gratis besuchen, solange ihr nicht die innersten Räume oder Gärten besuchen wollt.

  • "Gion", der Geisha"-Distrikt von Kyoto bietet Architektur, als ob man in die Zeit zurückreist. Dasselbe gilt für die schönen Pflasterstraßen der Viertel Ninenzaka und Sannenzaka.
  • Der Schrein "Fushimi Inari-Taisha" in Kyoto, der für seine quasi endlosen roten "Tori"-Holztore bekannt ist

Ikonisch wie sonstwas: Die sogenannten 'Tori' (Japanisch für Tor, kein Witz) zieren den Hügel des Schreins Fushimi Inari-Taisha in Kyoto Quelle: buffed (Matthias Brückle) Ikonisch wie sonstwas: Die sogenannten "Tori" (Japanisch für Tor, kein Witz) zieren den Hügel des Schreins Fushimi Inari-Taisha in Kyoto

Der Kaiserpalast in Kyoto war eine Zeit lang sogar das Zuhause der kaiserlichen Familie. Ihr dürft ihn gratis besuchen. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Der Kaiserpalast in Kyoto war eine Zeit lang sogar das Zuhause der kaiserlichen Familie. Ihr dürft ihn gratis besuchen.

  • Der idyllische Philosophenweg Tetsugaku No Michi ist ohnehin schön anzuschauen, erwischt man ihn aber sogar während der Kirschblütenzeit in März/April, wird er unironisch zu einem Märchenland, das im pinkfarbenen Blütenschnee versinkt.
  • Der imposante Tempel Senso-ji im Viertel Asakusa in Tokyo

Der Tempeldistrikt Asakusa ist eines der Highlights von Tokyo. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Der Tempeldistrikt Asakusa ist eines der Highlights von Tokyo.

Boop! Die Rehe in Nara sind Menschen völlig gewohnt und verneigen sich sogar, wenn ihr euch verneigt - eigentlich erwarten sie aber einen der käuflichen Reh-Kekse. Diese enthalten nur Inhaltsstoffe, die für die Tierchen in Ordnung sind. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Boop! Die Rehe in Nara sind Menschen völlig gewohnt und verneigen sich sogar, wenn ihr euch verneigt - eigentlich erwarten sie aber einen der käuflichen Reh-Kekse. Diese enthalten nur Inhaltsstoffe, die für die Tierchen in Ordnung sind.

  • Der Schrein Sumiyoshi Taisha in Osaka
  • Das "schwebende" Tor auf Miyajima, einer Insel in der Nähe von Hiroshima. Die Fährenfahrt kostet natürlich etwas, aber auch für Wanderungen lohnt sich die Insel.

Das 'schwebende' Tor auf dem Wasser vor Hiroshima Quelle: buffed (Matthias Brückle) Das "schwebende" Tor auf dem Wasser vor Hiroshima Warum ich übrigens das Wort "Tempel" mit einem Sternchen versehen habe? Oft sind zwar die Tempelgründe selbst kostenlos zu besuchen, sodass ihr Gebäude sogar aus nächster Nähe anschauen könnt. Wer aber das Innere vieler Tempelbauten sehen will, muss dann doch noch zahlen.

Kostenloses Großstadt-Spektakel

Ob Fukuoka im Westen Japans, Tokyo selbst oder auch Kyoto: Viele japanische Städte setzen auf visuelle Schmankerl, die vor allem am Abend für großartiges Spektakel sorgen. Etwa die Brunnen-Lichter-Show in Fukuokas Canal City, die projizierte Disney-Charaktere oder Anime-Action-Szenen mit synchronisiertem Wasserspiel und Lichtern kombiniert.

Imposante Mechas in Japans Großstädten

Oder auch lebensechte Mechs, die dank Lichtershow mit Sound quasi zum Leben erwachen - etwa der Unicorn Gundam in Odaiba. Selbst ein von Ghibli-Maestro Hayao Miyazaki gestaltetes Glockenspiel begeistert mit beweglichen Figürchen und ertönenden Melodien.

Diese Uhr samt beweglichen Figuren und Glockenspiel zu vollen Stunden hat niemand Geringeres als Hayao Miyazaki designt - der Vater von Animes wie Totoro, Mononoke und Chihiros Reise ins Zauberland. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Diese Uhr samt beweglichen Figuren und Glockenspiel zu vollen Stunden hat niemand Geringeres als Hayao Miyazaki designt - der Vater von Animes wie Totoro, Mononoke und Chihiros Reise ins Zauberland. Wer hingegen eine umwerfende Aussicht will, muss in Tokyo nicht einmal die Tickets für den Skytree oder Tokyo Tower zahlen: Das Gebäude der Stadtverwaltung in Tokyo hat zwei Plattformen mit Gratis-Aussicht auf die größte Stadt der Welt.

Regionale Festivals

Japan ist stolz auf seine unterschiedlichen Bräuche und Traditionen, die ihr in unterschiedlichsten Städten und Dörfern findet. Erwischt ihr mit eurem Urlaub so eines, ist das ein wahres - sorry - Fest. Besucht ihr zum Beispiel im März die Stadt Kumamoto könnt ihr unzähligen Tanzgruppen aus ganz Kyushu (die westlichste Hauptinsel Japans) zusehen, wie sie alles beim Hinokuni Yosakoi geben, um ihre Universtät, Schule oder einfach Stadt zu präsentieren.

Das<a href='maps.app.goo.gl/xZACsnukbdAUTiMt8'> Lichterfest in Matsue</a> ist ein wunderschönes Event, wenn es euch in diese Gegend Japans verschlägt. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Das Lichterfest in Matsue ist ein wunderschönes Event, wenn es euch in diese Gegend Japans verschlägt. Oder gebt euch beim Lichterfest in Matsue eine in goldenem Licht versinkende Stadt, deren Burg - mit all den Papierlampen umringt - noch spektakulärer aussieht. Der 3. Mai in Kyoto lässt euch wiederum berittene Bogenschützen bei Yabusame Shinji bestaunen.

Gratis-Museen in Japan - sie lohnen sich echt

Eines vorweg: Museen in Japan sind sehr preiswert, teilweise nicht einmal 4 €! Das Nationalmuseum in Ueno, Tokyo könnte euch einen ganzen Tag beschäftigen, ohne den Preis eines Döners zu haben. Während ihr aber für viele Museen etwas zahlen müsst, gibt es auch einige ohne verbundene Kosten:

Einige Museen haben auch feste freie Tage, so könnt ihr zum Beispiel das Museum of Western Art in Tokyo an jedem 2. Sonntag des Monats (außer September) kostenlos besuchen und euch Monet & Co. anschauen. Der "Tag der Kultur" am 3. November wirkt sich auf die meisten Museen in Japan aus - sie dann kostenfrei zu besuchen. Der 18. Mai bringt als "Internationaler Museumstag" ebenfalls Gratis-Besuche.

Rumalbern mit solchen Aufstellfiguren? Kostenlos in fast jeder größeren Stadt, die irgendeine Art von Maskottchen oder 'Gimmick' hat. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Rumalbern mit solchen Aufstellfiguren? Kostenlos in fast jeder größeren Stadt, die irgendeine Art von Maskottchen oder "Gimmick" hat.

Toiletten! Für Deutsche definitiv ein Vergnügen

Okay, für den Schluss hab ich mir einen Spaß erlaubt. Fakt ist aber: Ihr werdet in Japan nicht auf Sanifair-Toiletten wie an deutschen Tankstellen oder kostenpflichtigen Einrichtungen in Innenstädten treffen. Wer einmal ein urmenschliches Bedürfnis hat, kann diesem in Gratis-Einrichtungen an Bahn-Stationen, in Malls oder dedizierten Toiletten für die Öffentlichkeit nachgehen. Fallen euch noch tolle Aktivitäten ein, die gar nichts kosten? Schreibt sie mir gerne in den Kommentaren!

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