Geld sparen bei der Reise nach Japan - so wird der Traumurlaub doch bezahlbar

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Geld sparen bei der Reise nach Japan - so wird der Traumurlaub doch bezahlbar
Quelle: buffed (Matthias Brückle)

Das lästige Thema Geld steht vielen Reisezielen im Weg. Matze weiß aber zumindest, wie man den Japanurlaub so gestaltet, dass er das Konto schont. Günstige Tickets, kostspielige Touri-Fehler, die richtigen Reisemonate und mehr - so erkundet ihr günstig Japan.

Vom Urlaub in Japan träumen bestimmt viele von euch. Ob es jetzt die Heimat von Samurai, Burgen und Kimons, ikonischen Games, einem Meer an Animes, ein kulinarisches Paradies, kunstvolles Handwerk-Eden oder einfach eines der sichersten und schönsten Länder der Welt ist - jeder hat Gründe, das beliebte Urlaubsziel auf der Wunschliste zu haben. Und ich selbst liebe es auch aus diesen und noch vielen anderen Gründen. "Doch was ist mit den Kosten? Ist das nicht zu teuer?"

Japan on a Budget: So spart ihr imTraumurlaub

Als jemand, der mehrmals privat Japan besucht hat, habe ich diese Frage öfter gehört und mir natürlich ebenfalls darum Gedanken machen müssen. Denn so gerne ich auch über die schönsten Mitbringsel, meine Highlights als Deutscher oder auch essenzielle Tipps vor dem ersten Besuch rede: Wie macht man das Ganze zu keiner Hinrichtung des eigenen Kontostands? Dazu habe ich meine Erfahrungen für euch zusammengefasst. Einige der folgenden Tipps lassen sich natürlich auch auf andere Urlaubsländer anwenden, aber lohnen sich auf jeden Fall in Japan.

Nicht jeder Spaß kostet was: Japanische Burgen und Museen setzen gerne auf Interaktivität - in der prächtigen Festung von Matsuyama dürft ihr sogar ganze Rüstungen anziehen; ohne Extra-Kosten. Der Eintritt selbst beträgt gerade einmal 3,20 €. Zum Vergleich: Neuschwanstein verlangt 23,50 €. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Nicht jeder Spaß kostet was: Japanische Burgen und Museen setzen gerne auf Interaktivität - in der prächtigen Festung von Matsuyama dürft ihr sogar ganze Rüstungen anziehen; ohne Extra-Kosten. Der Eintritt selbst beträgt gerade einmal 3,20 €. Zum Vergleich: Neuschwanstein verlangt 23,50 €.

Geldsparen in Japan: Das böse Wort mit F

Der Flug nimmt den Löwenanteil bei den Kosten eines Japanurlaubs ein. Denn abgesehen davon ist das Land nicht wirklich teurer als ein Städte-Urlaub in Deutschland. Eines vorweg: Der Flug bleibt ein Kostenfaktor, daran rüttelt nichts. Mal um die Welt, über den Polarkreis, um dann auf einer Inselkette zu landen, ist eben doch teurer als eine Fahrt nach Frankreich oder ein kurzer Flug nach Großbritannien.

An dieser Stelle brauchte ich einfach ein Beispielfoto für das Thema Fliegen. Ich hoffe, dass ihr mit meiner Wahl zufrieden seid. Quelle: buffed (Matthias Brückle) An dieser Stelle brauchte ich einfach ein Beispielfoto für das Thema Fliegen. Ich hoffe, dass ihr mit meiner Wahl zufrieden seid. Wer aber Geld sparen will, dem empfehle ich definitiv Verbindungen mit Umsteigen. Klingt offensichtlich, aber während etwa ein Flug von Frankfurt nach Tokyo verlockend ist, kostet es viel weniger, wenn ihr in Peking oder auch Shanghai umsteigt. Zu beliebten Flugzeiten macht das teilweise mehrere hundert Euro aus. Was diese beliebten Zeiten sind, dazu später mehr. Der Endflughafen kann auch viel ausmachen: Wer ohnehin Osaka oder gar Fukuoka im Westen Japans besuchen will, bekommt dafür häufig auch einen günstigeren Flug. Direkt in Tokyo aussteigen, das ist nicht das Günstigste.

Zug ist nicht gleich Zug

In Japan selbst gibt es kleine wie große Stolperfallen. So ist etwa der einst beliebte Japan Rail Pass durch eine starke Preiserhöhung inzwischen zu meiden. Ihm wird stattdessen der Rang von "Regional-Pässen" abgelaufen. Der Sanyo San'in Northern Kyushu Pass bringt euch etwa in einem Paket zu Orten, die teilweise über 800 km voneinander entfernt sind - sei es jetzt von Kyoto, Osaka, und Nara bis in den Südwesten Japans nach Kumamoto.

Shinkansen, die Hochgeschwindigkeitszüge Japans, sind als Teil eines Regional Pass gar nicht mehr so teuer. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Shinkansen, die Hochgeschwindigkeitszüge Japans, sind als Teil eines Regional Pass gar nicht mehr so teuer. Letzteres ist die wunderschöne Heimatstadt von One-Piece-Schöpfer Eiichiro Oda. Das Sahnehäubchen gegenüber dem Japan Rail Pass? Ihr dürft mit diesem Regional Pass sogar die extra-schnellen Nutsomi-Verbindungen der Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge nutzen. Das ist mit dem JR-Pass nur mit Aufpreis möglich.

Für wen die Zeit nicht der kritische Faktor ist, der spart natürlich noch mehr, wenn er statt Shinkansen auf Limited-Express-Züge zurückgreift. Die können teilweise sogar noch mehr Komfort bieten als der Shinkansen. Für echte Sparfüchse lohnen sich natürlich Busse, die euch teilweise sogar über Nacht pünktlich ans Ziel bringen.

Reist ihr in den etwas günstigeren Westen Japans, führt es euch höchstwahrscheinlich auch nach Kumamoto - die wunderschöne Stadt mit beeindruckender Burg, zeigt sich auch im Shopping-Bereich von einer sehr schönen Seite. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Reist ihr in den etwas günstigeren Westen Japans, führt es euch höchstwahrscheinlich auch nach Kumamoto - die wunderschöne Stadt mit beeindruckender Burg, zeigt sich auch im Shopping-Bereich von einer sehr schönen Seite.

Mit Yen oder Euro zahlen?

Eine kleinere, aber dennoch wichtige Empfehlung findet sich beim Urlaubsalltag mit der Kreditkarte: Immer wieder musste mich meine Frau darauf hinweisen, dass ich, sollte es der Kartenleser fragen, unbedingt in Yen zahlen muss. Ansonsten wird es nämlich teurer. Warum? Weil die Händler im Ausland es sich kosten lassen, wenn ihr "eure" Währung benutzen wollt. Euer Kreditkartenherausgeber hat dann doch die besseren Konditionen, wenn ihr es über ihn umrechnen lasst. (Quelle: Verbraucherzentrale.de)

Wer sich übrigens Reiseguides sparen will und Englisch beherrscht, dem lege ich japan-guide.com ans Herz. Wer es aber etwas Handfestes fürs persönliche Regal mag, der greift zu diesem Bestseller:

Günstige Deals durch Sonder-Eintritte

Solltet ihr etwa einen Studierenden-Ausweis haben, Rentner oder auch schwerbehindert sein, gibt es keine Garantie auf verringerte Kosten - das Fragen lohnt sich aber auch in Japan. Manchmal gibt es natürlich Angaben wie "Nur für Rentner mit japanischer Staatsbürgerschaft", aber es ist durchaus möglich, dass ihr ein Museum zum halben Preis betretet, weil ihr daran gedacht habt, einfach auf Englisch oder mit einer japanischen Übersetzungs-App einen Ausweis zu zücken, der euch als Student, Rentner oder Schwerbehinderter ausweist.

Das Nationalmuseum in Tokyo wartet mit beeindruckenden Waffen, Rüstungen und anderen Ausstellungsstücken auf. Studierende kommen beispielsweise zum halben Preis rein, auch Schwerbehinderte müssen weniger zahlen. Quelle: Matthias Brückle (Nationalmuseum Tokyo) Das Nationalmuseum in Tokyo wartet mit beeindruckenden Waffen, Rüstungen und anderen Ausstellungsstücken auf. Studierende kommen beispielsweise zum halben Preis rein, auch Schwerbehinderte müssen weniger zahlen.

Wo und wann seid ihr in Japan?

Wie in vielen beliebten von Tourismus geprägten Ländern stellt sich die Frage der Unterkunft natürlich besonders. Denn wer unbedingt in Kyoto unterkommen will, der muss tief ins Portemonnaie greifen. Wisst ihr hingegen, dass ihr ohnehin auch nach Osaka wollt, kommt ihr kostengünstig in nur 30 Minuten nach Kyoto. Und, ihr habt es vermutlich vermutet: In Osaka sind die Unterkünfte deutlich günstiger.

Dabei habt ihr generell eine angenehme Bandbreite an Möglichkeiten. Ich selbst habe bei meinem ersten Japanurlaub, als ich sehr aufs Geld geachtet habe, ein "Capsule"-Hotel genutzt. Da man ohnehin lieber unterwegs ist und erkundet, reicht es vollkommen aus, am Abend einfach nur zum Schlafen in einem der preiswerten Kapsel-Hotels mit Minimalplatz unterzukommen. Im Gegensatz zu klassischen Hostels hat man dann immer noch die nötige Privatsphäre.

Herbst vs. Hanami: Die Kirschblütenzeit hat mit dem bunten Laub im November einen starken Konkurrenten. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Herbst vs. Hanami: Die Kirschblütenzeit hat mit dem bunten Laub im November einen starken Konkurrenten. Wichtig ist aber nicht nur das WO, sondern auch das WANN. Denn es ist kein Geheimnis, dass zur Kirschblütenzeit "Hanami" im März und April die ganze Welt nach Japan will. Ich kann das auf jeden Fall empfehlen, doch wer Kosten sparen möchte, dem lege ich ans Herz, eher im späteren Frühling sowie Herbst und Winter nach Japan zu reisen. Der Sommer ist durch seine Hitze und Luftfeuchtigkeit ein Monster für sich. Bonus: Der Herbst in Japan ist mit seinem rot-goldenen Laub-Panorama mancherorts genauso schön wie die Kirschblütenzeit.

Shoppen will gelernt sein

Und wieder etwas, das auf viele Länder zutrifft, mich aber in Japan besonders getroffen hat: Wer gerne Bummeln, Mitbringsel kaufen und Japan-spezifische Goodies (Messer, Sammelfiguren, Bilder, Deko & Co.) sollte die Touri-Hotspots meiden. Japan ist generell sehr höflich, aber die extra-hohen Kosten in Orten, die auf Touristen ausgelegt sind, gibt es dennoch, lasst euch nicht täuschen.

Ich will nicht shamen, aber: Dieser Shop verfolgt mich in meine Albträume - ich überlasse euch die Umrechnung in Euro. Vorher solltet ihr aber sitzen ... Quelle: buffed (Matthias Brückle) Ich will nicht shamen, aber: Dieser Shop verfolgt mich in meine Albträume - ich überlasse euch die Umrechnung in Euro. Vorher solltet ihr aber sitzen ... Das Nerd-Mekka "Akihabara" in Tokyo mit seinen unzähligen Shops für Anime-Figuren ist über die letzten Jahre ein Paradebeispiel dafür geworden. Direkt vor der Bahn-Station in Akihabara warten mehrstöckige Shops auf euch, die verlockend aussehen. Und zum Bummeln sind sie schön. Und ihr findet sicher etwas, das ihr Zuhause gar nicht bekommen würdet.

Aber: Ihr zahlt euch teilweise dumm und dämlich. Denn die Betreiber wissen, dass täglich unzählige Touristen vorbeischauen. Da darf eine Dragon-Ball-Figur gerne das Fünf-Fache kosten und etwas länger auf einen Käufer warten, der sicher noch kommt. Mein Tipp stattdessen? Besucht die Retro-Mall "Nakano Broadway" in Tokyo, wo ihr geniale Secondhandshops wie Mandarake oder Lashinbang findet. Sucht in Japan auch nach Filialen von "Book Off", die ebenfalls Secondhand-Produkte verkaufen.

Der Gebrauchtwaren-Markt in Japan ist geprägt von hoher Qualität, da die ursprünglichen Besitzer generell pfleglich mit ihren Besitztümern umgehen.

Abseits der großen "Goldenen Route" mit Tokyo, Osaka, Kyoto, Nara wird es generell günstiger. Mein größer "Beutezug" im letzten Japanurlaub war etwa in Fukuoka, im Westen Japans, am oberen Ende der Insel Kyushu. So günstig wie im dortigen Lashinbang fand ich nirgends Figuren zu One Piece, Frieren und anderen Animes.

Sieht nach Verprassung von Geld aus, ist es aber nicht: Da ich hier abseits von Touri-Hotspots geshoppt habe, musste ich nicht einmal 70 Euro für sieben Figuren zahlen. Quelle: buffed (Matthias Brückle) Sieht nach Verprassung von Geld aus, ist es aber nicht: Da ich hier abseits von Touri-Hotspots geshoppt habe, musste ich nicht einmal 70 Euro für sieben Figuren zahlen.

Essen und Trinken in Japan: So spart ihr Geld

Abschließend noch die absoluten Basics des Überlebens: Essen und Trinken. Wenn ihr das erste Mal in Japan seid und ohnehin auf euer Geld achtet, dann sucht nicht nach den besten oder am meisten renommierten Restaurants. Das allgemeine Niveau der kulinarischen Services in Japan ist hoch, dass das Fließband-Sushi der großen Kette Sushiro euch ohnehin aus den Socken hauen wird.

Ob Supermarkt oder Conbini - Bentos!

Kein Bock auf Fisch? Dann zur Kette CoCo mit preiswertem wie leckerem japanischem Curry. Die hat als Bonus auch oft sehr lange Öffnungszeiten, ideal für Jetlag-geplagte Touristen. Obendrein ist kostenloses Wasser mit Eis in Restaurants gang und gäbe - ihr spart euch also den Preis von Getränken. Und selbst eine fertige Bento-Box eines Convenience Stores wie Lawson, Family Mart oder 7 Eleven ist oft ein Festmahl zu einem Preis, von dem ihr in Deutschland träumen würdet.

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