20+ Dinge aus Japan, die mir in Deutschland sehr fehlen
Wonach sehnt man sich in Deutschland zurück, wenn man gerade noch in Japan Urlaub gemacht hatte? Nach einem Berg an Dingen! Wir verraten euch, welche Dinge Japan besonders von Deutschland abheben - und die man sich später schmerzlich zurückwünscht.
Nachdem ich euch in meiner letzten Kolumne über meine deutschen Sehnsüchte in Japan eingeweiht hatte - etwa vegetarischen Alternativen - und dafür teilweise verständliche Kritik geerntet hatte, kommt heute natürlich der Artikel, den ich schreiben wollte, seit ich im Flug nach Hause saß: Was vermisst man, wenn man vier Wochen Japan erkundet hat? Und ich kann euch sagen: Man vermisst EINE MENGE. Und das geht durch sämtliche Bereiche des Lebens. Also setzt euch hin - das dauert eine Weile! Hier sind die Dinge, die mir als Deutscher aus Japan fehlen!
Shinkansen: Magische, immer pünktliche Bullet Trains
Für eine vierwöchige Reise war natürlich eine Sache entscheidend: das Kommen von A nach B. Und dank des exzellent ausgebauten Fernverkehrs geht das legendär gut. Shinkansen heißen diese Hochgeschwindigkeitszüge, die ihr eigenes Gleisnetz haben und deswegen unbehindert mit bis zu 300 km/h durch die Landschaft düsen. Sie sind so pünktlich, dass es selbst für eine Minute Verzögerung eine öffentliche Entschuldigung gibt! Und innen drin hört der Spaß nicht auf. Denn selbst in der Standard-Klasse sind die Abteile komfortabler als deutsche Züge, von der ersten Klasse brauchen wir gar nicht reden: Hier habe ich nach sieben Stunden Zugfahrt statt "Endlich!" tatsächlich "Och nö!" gesagt: Ich hatte es bequem, ich hatte Snacks dabei, Mangas zum Lesen, und genoss die Landschaft. Apropos!
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Die perfekte Kombination: Aus dem Shinkansen heraus die Landschaft begutachten - wie diese Burg an einer Haltestelle!
Die malerische Landschaft
Ob krachende Brandungen an den vielen Küsten, beeindruckende Bergketten oder blühende Wälder: Japan deckt unterschiedlichste Ökozonen ab, die man gerne erkundet. Abseits der schönen Städte (dazu später mehr) gibt es grandiose Wandermöglichkeiten. Die fast tropische Insel Yakushima. Das idyllische Gebirge rund um Kōya-san. Die Strecke der alten Poststationen bei Magome. Und vieles mehr! Kommen dann noch die blühenden Kirschblüten im März und April dazu, die wie Schnee von den Bäumen rieseln, fühlt man sich endgültig wie in einem Anime, der gar nicht echt sein kann.
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Die Natur auf Yakushima war wunderschön: Kein Wunder, dass der Animationsfilm Prinzessin Mononoke von den Wäldern der Insel inspiriert war.
Tempel, Gärten, Burgen und Schreine
Wer auf uralte Bauwerke steht, die in der schönen Landschaft von Japan noch besser zur Geltung kommen, der wird gut bedient. Buchstäblich unzählbar viele Schreine, Tempel und Burgen gibt es, die den Besuch selbst kleiner Örtchen zu Highlights machen können. Vor allem Kyōto ist quasi die Hauptstadt für liebevoll gepflegte Gärten, buddhistische Schreine und Pagoden.
Ikonische Bauwerke wie der Meiji-Schrein in Tokyo, der Tōdai-ji in Nara (das größte aus Holz gebaute Gebäude der Welt!) oder der unfassbar pompöse Nikkō Tōshō-gū kratzen nur die Oberfläche. Doch auch Fans moderner Bauwerke kommen voll auf ihre Kosten.
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Meine Begleiterin zerrte mich durch unzählig viele Gärten, Tempel und Schreine - mit Recht. Die liebevoll gepflegten Orte sind einfach pure Idylle.
Die coolsten Großstädte der Welt
Wer einmal Tokyo oder Osaka von ihren Aussichtsplattformen (dem Harukas 300 bzw. dem Tokyo Skytree) aus bewundert hat, dem wird erst klar, was für Kolosse diese Städte sind. Endlos viele Wolkenkratzer, alle Farben des Regenbogens bei nächtlicher Beleuchtung sowie kreative Werbeplakate und gigantische LED-Wände. Das ist natürlich nichts für jeden (meine Begleiterin war definitiv mehr ein Fan des bescheidenen Kyōtos), doch ich hätte eigentlich konstant herumschlendern und die nächsten architektonischen Leistungen begutachten können - ob brutalistisches Bollwerk oder zierliche Glasfassade. Dabei wird man natürlich hungrig!
Das beste und günstigste Sushi
Nirgendwo auf der Welt hatte ich so gutes, günstiges und in Hülle und Fülle serviertes Sushi verspeist! Kein Wunder, schließlich rühmt sich Japan damit, die Heimat von Sushi zu sein. Somit ist der Besuch eines Sushi-Restaurants oft ein Highlight im Urlaub gewesen. Dieselben Gerichte, für die ich in Deutschland 6-7 Euro zahlen würde, gab es in Japan für etwas mehr als einen Euro. Und deutlich leckerer!