20+ Dinge aus Japan, die mir in Deutschland nach meiner Reise sehr fehlen
Wonach sehnt man sich in Deutschland zurück, wenn man gerade noch in Japan Urlaub gemacht hatte? Nach einem Berg an Dingen! Wir verraten euch, welche Dinge Japan besonders von Deutschland abheben - und die man sich später schmerzlich zurückwünscht.
Die Städte: Man kann vom Boden essen
Ein verwirrender Punkt, aber: Kein Müll, wie geil! Ich weiß, dass ich mich über fehlende Mülleimer beschwert hatte, doch ich kann nicht bestreiten, dass das System funktioniert. Leute nehmen ihren Müll einfach mit, wenn es keine Mülleimer gibt. Und das bisschen, was an Müll anfällt, wird ratzfatz beseitigt.
Getränkeautomaten: Überall und günstig
Wenn ich in Deutschland einen Automaten nutze, um an Getränke zu kommen, dann bedeutet das automatisch: Ich gebe gerade viel zu viel Geld aus. Doch in Japan gibt es nicht nur viel, VIEL mehr Getränkeautomaten. Sie sind obendrein auch kaum teurer als ein Supermarkt. Entsprechend mussten wir uns für Ausflüge gar nicht groß eindecken - beim Erkunden der Städte war sowieso immer ein Automat in Reichweite.
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Stimmungsvoll und praktisch: In der Nacht ist so ein Getränkeautomat oft wie eine einladende Oase. Und gar nicht teuer!
Maskottchen für absolut alles
Wer es niedlich mag, der wird vor Freude quietschen. Alles, was greifbar ist, hat in Japan das Zeug dazu, ein Maskottchen zu bekommen. Von der Burg Kumamotos über die frei laufenden Hirsche in Nara bis hin zu ganzen Gebirgsketten und Städten: Alles hat ein Maskottchen! Die niedlichen Designs geben allem so viel Charakter und eignen sich als super Mitbringsel - etwa als Postkarte, Plüschtier oder Schlüsselanhänger.
Animes an jeder Ecke
Und wie könnte ich diese Kolumne stehen lassen, ohne natürlich das Offensichtliche zu nennen: Was mir in Deutschland fehlt, ist die Liebe Japans für das Medium Anime. Überall finden sich witzige Cross-Promotions - Curry-Gerichte rund um Gundam, gigantische LED-Wände mit Trailern neuer Serien, von legendären Studios animierte Werbefilme zu U-Bahnen. Hakone rühmt sich damit, Schauplatz von Neon Genesis Evangelion zu sein - somit sind dort auch viele Nachbauten und Illustrationen. In Yokohama war ich sogar vor einem lebensechten, sich bewegenden Gundam. Und die Ingenieure, die daran mitgewerkelt haben, sind unglaublich stolz drauf. Sie finden das nicht peinlich oder gar für Kinder. Ich liebe einfach Anime, entsprechend fehlt mir das besonders in Deutschland.
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Werbung für die Fahrkarten der U-Bahn in Kyōto? Natürlich von den Profis bei Kyōto Animation!
Japanische Toiletten: Bidets und sehr gepflegt
Lest ihr noch mit? Oh, dann kann ich euch einweihen: Japan hat die besten Toiletten. Zwar ist das Toilettenpapier dünner als Frischhaltefolie, aber das braucht es ja auch nicht. Schließlich setzen die japanischen Toiletten auf eine "Bidet"-Funktion. Wasser versus Papier - was wird wohl mehr bringen? Und das findet sich sogar gerne in Bahnhofstoiletten und sonstigen öffentlichen Gebäuden. Vergleicht das mal mit eurer nächsten Bahnhofstoilette. Die wird bestimmt auch Geld kosten, dafür würden sich Japaner vermutlich schämen ...
All die Kuriositäten
Und zu guter Letzt bleibt mir nur zu sagen: Mir fehlen die vielen kleinen verrückten Eigenheiten Japans. Ein Hotel hatte an seinem Empfang einen Dinosaurier und einen Ninja als Hologramm, statt echten Mitarbeitern. Oder wie wäre es mit Spielzeug-Automaten, die JEDE erdenkliche Sache enthalten? Etwa Miniatur-Desinfektionssprays? Oder Mini-Faxgeräte? An einem Tag sind wir einfach über ein Fest gestolpert, bei dem sich Tanzschulen aus allen Himmelsrichtungen offiziell einer Jury stellten und mit beeindruckenden Kostümen und Choreographien glänzten.
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Nur in Japan: Eine Lichtershow in diesem Tempel machte die Bauwerke noch schöner als ohnehin!
Tempel, die während der Kirschblütenzeit bis in die Nacht geöffnet und von Lichtershows bestrahlt sind. Rehe, die sich verbeugen, wenn man ihnen dafür spezielle Kekse anbietet. Eine Insel, die von Hasen bevölkert wird. Eine Seilbahn, die durch das nächtlich leuchtende Yokohama führt. Hotels mit mehreren Regalen voller Bücher und Mangas zum kostenlosen Schmökern. All das und mehr fehlt mir jetzt. Doch das ist vermutlich besser, als dass ich das Land nach meiner Reise satthabe. Oder?