Humble Bundle Special: Die Wohltäter-Konkurrenz
Das Humble Bundle drängt mittlerweile massiv auf den Markt und lockt Spieler nicht nur mit guten Angeboten, sondern auch mit guten Taten. Wer gehört zu den Wohltätern, wer kassiert die Kohle und welche Kritik gibt es an dem System? Unser Special zu den bekannten Spiele-Bundles mit Wohltätigkeitsbonus.
Steam schläft nicht
Just im selben Zeitraum nämlich, in welchem der Humble Store Shadow Warrior anbot, wurde auch bei Steam der Preis für das Spiel gesenkt. Ein Zufall? Nie im Leben! Denn der Erfolg des Humble Bundles wird von der Konkurrenz genau beobachtet, so viel ist mal sicher. Wir werden noch sehen, ob Steam die Sales weiter ausbaut und wie dicht sie der Konkurrenz auf den Fersen bleiben.
GoG.com
Vermutlich im Zuge dessen hat sich auch gog.com, ehemals Good Old Games, zur Änderung seines Konzepts entschlossen. Ursprünglich wurde diese Plattform gegründet, um alte Klassiker der Computerspielgeschichte anzubieten, die in einer modernen Rechner-Umgebung – sprich: unter aktuellen Betriebssystemen und mit aktueller Hardware-Konfiguration – funktionieren. Dies wird entweder über Modifikation des Quelltextes der Programme realisiert oder, wo es zu aufwendig wäre, über Emulation per DOSBox oder Virtualisation per ScummVM mehr oder weniger elegant umschifft. Ein (englischsprachiger) Support hilft bei verbleibenden Kompatibilitätsproblemen. Die angebotenen Spiele sind zudem, wenn überhaupt, nur noch sehr selten im Handel zu erwerben gewesen, allenfalls auf den bekannten Auktionsplattformen. Im Gegensatz zu anderen Distributoren setzt gog.com nicht auf DRM, sondern hat es zur Firmenphilosophie erhoben, dem Kunden völlige Freiheit bei der Verwendung der Spiele zu lassen.
Nun auch Aktuelles
Angesichts der Retrowelle ging das Konzept in gewissem Rahmen durchaus auf, niedrige Preise und legendäre Spiele lockten Zocker erfolgreich auf die Plattform, das Angebot hat die 500-Titel-Marke bereits geknackt.
Quelle: Mythic/EA
Ultima Forever ist eine Neuauflage: Die Ultima-Reihe gibt's im Original auf GoG.com
Die Beschränkung auf Retrotitel verwehrte gog.com bislang jedoch einen durchschlagenden Erfolg wie Steam oder neuerdings auch dem Humble Bundle. Dies scheint man dort mittlerweile allerdings begriffen zu haben, und so setzt gog.com zunehmend auch auf jüngere Titel – mit Trine, The Whipered World und Legend of Grimrock sind die ersten Schritte in diese Richtung bereits getan worden. Und wie Steam es erfolgreich vorgemacht hat, sind nun auch bei gog.com laufend irgendwelche Angebote zu finden: beispielsweise der Origin Sale im Oktober, der mit radikal reduzierten Preisen für einige der besten klassischen PC-Spiele lockte. Der Origin Sale ist jedoch nicht mit dem Origin Bundle zu verwechseln: Origin Systems war Ende der 80er bis in den 90er hinein ein höchst erfolgreicher Entwickler und Publisher, der für Top-Titel und -Serien wie Ultima und Wing Commander verantwortlich zeichnete.
Bundle Stars
Auch die Webseite www.bundlestars.com ist auf den Zug von Gaming für Wohltätigkeit aufgesprungen. Dort ist jede Woche ein neues Steam-Bundle erhältlich, ein Teil der Erlöse geht an www.specialeffect.org.uk, ein Projekt zur Unterstützung von Menschen mit Handicap. Noch sind die Spiele zwar nicht so hochwertig wie die des Humble Bundles, aber auch dieses fing ja nun zunächst bescheiden an. Bundle Stars ruft Indie-Entwickler direkt auf, an ihrem Projekt teilzunehmen. Aber auch hier muss man bemängeln, dass die Verteilung der Mittel nicht offengelegt wird, was für kritische Käufer einen schalen Nachgeschmack zur Folge hat.
Alleinstellungsmerkmal
Trotz der am Horizont dräuenden Konkurrenz hat das Humble Bundle aber derzeit noch die Nase vorn. Wenngleich billige Bundles Schule gemacht haben, so bleiben Humble Bundle dennoch Allein¬stellungsmerkmale: Das Pay-what-you-want-Prinzip bleibt bislang ausschließlich den Humble-Jungs vorbehalten. Mal sehen, wie lange noch, und ob Steam nachzieht.
Was wird sich verändern?
Das Aufkommen und rasante Wachstum der verschiedenen Bundles wird, wie bereits kurz an¬gesprochen, Einfluss auf den Markt für Computerspiele nehmen.
Schon jetzt zeichnet sich ab, dass parallel zu dieser Entwicklung der Datenträger als Mittel zur Distribution immer mehr an Bedeutung verliert. Die Bundles leisten dieser Entwicklung schon heute Vorschub. Herstellung, Verpackung, Lagerung und Transport von Medien kosten vergleichsweise viel Geld und erfordern eine aufwendige Infrastruktur für Hersteller, Zwischen- und Einzelhändler. Und nicht zuletzt muss sich auch der Konsument auf die Socken machen, um im Laden ein Spiel zu kaufen – oder der Einzelhändler übernimmt diesen Part durch Logistikunternehmen. Aber wer genau sich nun auf die Socken macht, ist dabei relativ egal, denn die Kosten trägt in jedem Falle der Konsument.
In Downloadform ist die Distribution deutlich billiger, und das können die Unternehmen an den Kunden weitergeben. Zwar ist auch hier Infrastruktur wichtig, letztlich geht es um nicht viel mehr als Server-Kapazitäten und die Kapazität des heimischen Internetzugangs. Und auch hier stehen die Zeichen in Richtung Zukunft, denn hohe Durchgangsraten bei Privatanwendern sind bereits heute schon der Standard. All diese Variablen bedingen sich gegenseitig in einem recht komplizierten Geflecht, doch die Richtung ist klar: Spiele werden in Zukunft billiger und die klassische Distribution via Datenträger wird weiterhin an Bedeutung verlieren.

Es generiert Aufmerksamkeit. Der Grund für die Aktion war das Erscheinen von Steam für MacOS, und ein kostenloses Portal sorgte für kostenlose Werbung und Neukunden für die gesamte Plattform.
Es lassen sich Spieler anlocken, die sich sonst nie dafür interessiert hätten aber dadurch Fans und potentielle Käufer des Nachfolgers werden.
Mundpropaganda sorgt dafür, dass sich das Spiel auch nach Ende der Aktion besser verkauft.
Bei normaleren Angeboten, also der 50-75% Reduzierung, bringt zum einen die Werbung und zum anderen die Stückzahlen die Umsatzsteigerung. Beispiele von 2012:
Bei Torchlight steigerten sich die Verkaufszahlen während des Specials (drei Jahre nach Erstveröffentlichung) um mehrere tausend Prozent. Und selbst danach verkaufte es sich noch wochenlang doppelt so oft wie vorher. Als es "The Bindig of Isaac" für die Hälfte gab verfünffachten sich die Stückzahlen. Als Flash Sale mit 75% Rabatt verkauften sie 60x so viel wie vorher.
Laut Valve ist es nicht ungewöhnlich, dass sich die Einnahmen durch die Sonderangebote 10- bis 20-fach steigern. Bei manchen Titeln sogar 70-80x.
Gamasutra - Steam sales: How deep discounts really affect your games
Ist halt ein schwammiges Terrain. Mit den Sonderangeboten verdienen die Hersteller weniger pro Stück, und so einige Spieler warten sicher auch darauf und verzichten lieber auf den Vollpreistitel. Dafür gewinnen sie Käufer die sich das Spiel sonst überhaupt nicht gekauft hätten. Der Erfolg scheint Valve recht zu geben, aber wahrscheinlich hilft es kleineren Entwicklern mehr als den großen der Branche. Aber selbst die können mit einem billigen (oder kostenlosem) Vorgängerspiel die Vorbestellzahlen für den nächsten Titel steigern.
Diese faulheit der Entwickler (naja bei so einigen AAA Titeln würde es auch das genick brechen ) zeigt dann doch wirkung in den generellen verkaufszahlen
Gibt es sowas wie Demos noch? Ich weiss es nicht... aber früher war ich noch einiges geiler auf Demos und so und als das immer weniger wurde sank auch das generelle interesse an Spielen...
Ein COD oder NFS will ich selbst KOSTENLOS nicht mehr zocken :-B
Tja es gab einen guten grund warum man sich früher (ja ich muss dabei sogar sagen FRÜHER LOL...) die Spiele Illegal gezogen hat...
Jetzt könnt ihr euren scheiss alleine zocken! Der DL lohnt sich nicht und wenn die Telekom so weiter macht ist selbst umsonst zuviel für so Games xD
Die Sales kann man heutzutage als Demos sehn, nur das es mit einer Demo evtl mehr käufer geben würde die den Vollpreis bezahlen, was unterm strich wichtiger ist müssen die Publisher und Verkäufer entscheiden
Ich kann mir auch gut vorstellen das nach einen Humble Bundler sich der Käufer gedacht hat, ach zahl ich mal mehr dafür!
"tausendste edit" Ich als Baphomets Fluch Fan wäre sicher nach einer Demo richtig Geil auf das gesammte Spiel, nein es gibt keine Demo, mein interesse ist nicht so hoch (Teil 3+4 hab ich nur gezockt weil die ersten teile so gut waren), bei der PS1 hab ich mir für dieses Spiel nach ner Demo das Spiel und eine Maus gekauft xD
Fazit: Nein nicht nur die Entwickler wollen sparen sondern wir alle, gibt es zu einen Spiel keine Demo ist klar das dieses Spiel warscheinlich schlecht ist oder nix neues bietet oder das die einfach kein Bock drauf haben = Das Spiel ist Schrott und die Entwickler schlecht
Natürlich bekommt man keinen Überweisungsbeleg, aber einstellen kann man die gewünschte Aufteilung schon. Der Standard ist immer gleichmäßig auf alle zutreffenden Organisationen.
Was Valve mit Portal probierte war natürlich ein Extrem, aber selbst das hat den Umsatzzahlen anscheinend nicht geschadet.
Es generiert Aufmerksamkeit. Der Grund für die Aktion war das Erscheinen von Steam für MacOS, und ein kostenloses Portal sorgte für kostenlose Werbung und Neukunden für die gesamte Plattform.
Es lassen sich Spieler anlocken, die sich sonst nie dafür interessiert hätten aber dadurch Fans und potentielle Käufer des Nachfolgers werden.
Mundpropaganda sorgt dafür, dass sich das Spiel auch nach Ende der Aktion besser verkauft.
Bei normaleren Angeboten, also der 50-75% Reduzierung, bringt zum einen die Werbung und zum anderen die Stückzahlen die Umsatzsteigerung. Beispiele von 2012:
Bei Torchlight steigerten sich die Verkaufszahlen während des Specials (drei Jahre nach Erstveröffentlichung) um mehrere tausend Prozent. Und selbst danach verkaufte es sich noch wochenlang doppelt so oft wie vorher. Als es "The Bindig of Isaac" für die Hälfte gab verfünffachten sich die Stückzahlen. Als Flash Sale mit 75% Rabatt verkauften sie 60x so viel wie vorher.
Laut Valve ist es nicht ungewöhnlich, dass sich die Einnahmen durch die Sonderangebote 10- bis 20-fach steigern. Bei manchen Titeln sogar 70-80x.
Gamasutra - Steam sales: How deep discounts really affect your games
Ist halt ein schwammiges Terrain. Mit den Sonderangeboten verdienen die Hersteller weniger pro Stück, und so einige Spieler warten sicher auch darauf und verzichten lieber auf den Vollpreistitel. Dafür gewinnen sie Käufer die sich das Spiel sonst überhaupt nicht gekauft hätten. Der Erfolg scheint Valve recht zu geben, aber wahrscheinlich hilft es kleineren Entwicklern mehr als den großen der Branche. Aber selbst die können mit einem billigen (oder kostenlosem) Vorgängerspiel die Vorbestellzahlen für den nächsten Titel steigern.
Publisher - 1$
Humble - 1$
Charity - 4$
Sofern der Durchschnitt tatsächlich mal über 6$ liegt, landen diese ebenfalls bei der Charity.
Ja ich bin schon ein mieser Typ.