Humble Bundle Special: Erfolgreiche Beispiele und Gewinnverteilung

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Special Torsten Lukassen Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Das Humble Bundle drängt mittlerweile massiv auf den Markt und lockt Spieler nicht nur mit guten Angeboten, sondern auch mit guten Taten. Wer gehört zu den Wohltätern, wer kassiert die Kohle und welche Kritik gibt es an dem System? Unser Special zu den bekannten Spiele-Bundles mit Wohltätigkeitsbonus.

Wer soll was bekommen?

Natürlich ist dies aber auch eine Erwägung grundsätzlicher Natur: Einen gewissen Teil sollte der Publisher schon erhalten, denn er hat ja nicht nur eine Leistung erbracht, sondern soll ja auch seitens der Konsumenten animiert werden, solche Deals erneut auszuhandeln. Und auch das Humble Bundle darf ja nicht ganz leer ausgehen, denn warum sollten die sonst ihre Webseite in Zukunft weiter betreiben und solche Deals aushecken? Nicht zuletzt möchte man aber gerne auch, quasi nebenbei, etwas Gutes für die Menschheit tun – den Kaufbetrag den eigenen Wertemaßstäben nach gerecht zu verteilen artet deshalb auch schon mal in eine kleine Grübelei aus.

Schluss mit Bescheiden?

Das namensgebende "bescheiden" hat das Humble Bundle jedoch mittlerweile abgelegt, sehr zum Profit der Nutznießer des Angebots – wie wir noch sehen werden, betrifft das alle Nutznießer, und nicht etwa nur die Spieler. Denn zum Jahresanfang 2013 tat das Humble Bundle mit dem THQ Bundle einen Paukenschlag: Das Management des schwer angeschlagenen Publishers THQ nutzte das Humble Bundle, um im Zuge eines Insolvenzverfahrens dringend benötigte finanzielle Mittel zu akquirieren. Also heckte das Management einen Deal mit Humble Bundle aus und schnürte ein Paket, frei nach dem Motto: Profit ist Profit, der Rest ist egal. In diesem Paket gab es Titel aus hervorragenden Serien, nämlich Saints Row: The Third, Darksiders, drei Titel der Company of Heroes-Serie, Red Faction: Armageddon und Metro 2033 für einen fast schon bescheuert niedrigen Preis zu erwerben.

Das Dumping-Preis-Kalkül ging voll auf. Innerhalb von nur knapp 14 Tagen verkaufte sich das THQ Bundle sage und schreibe 800.000 Mal mit einem Gesamterlös von rund fünf Millionen Dollar. Natürlich ging der ganze Schotter nicht ausschließlich an die Insolvenzverwaltung von THQ, auch die wohltätigen Organisationen und das Humble Bundle selbst bekamen ein gutes Stück vom Kuchen ab.

Über die exakte Verteilung schweigen sich die Beteiligten zwar aus, aber THQ konnte buchstäblich jeden Dollar gebrauchen. Und da diese Spiele via Steam zur Verfügung gestellt wurden, fielen seitens THQ keine Kosten für Verpackung, Lagerung oder Distribution an – durch das Humble Bundle wird praktisch ohne zusätzliche Kosten eine Menge zusätzlicher Einnahmen generiert. Sämtliche Erlöse kamen also "on top". Langfristig kann und wird das auch nicht ohne Effekt auf den Markt bleiben – aber dazu kommen wir später noch.

Das Origin-Bundle

Battlefield 3 gab es zum Spottpreis im Humble Pundle. Quelle: Electronic Arts Battlefield 3 gab es zum Spottpreis im Humble Pundle. Erst mal nämlich erreichte uns im August 2013 der nächste Hammer, in Form einer Kooperation zwischen dem in Spieleraugen nicht immer hervorragend beleumundeten Branchenriesen Electronic Arts und den Humble-Jungs.
Das mittlerweile dreizehnte Bundle war trotz der Nummer 13 alles andere als vom Pech gezeichnet: Mit Titeln wie Dead Space, Dead Space 3, Burnout Paradise: The Ultimate Box, Crysis 2: Maximum Edition, Medal of Honor, Battlefield 3, Die Sims 3, Populus und Command & Conquer: Red Alert 3 – Uprising sorgte das Origin Bundle reihenweise für offene Münder. EA konnte zusätzliche Pluspunkte sammeln, indem das Unternehmen auf eine Beteiligung am Erlös vollständig verzichtete.

Abgesehen von dem gelungenen PR-Coup hatte das natürlich auch noch andere Vorteile für EA: Battlefield 3 spitzte viele der Spieler auf Battlefield 4 an, und einige der Titel setzten exklusiv die hauseigene Distributionsplattform Origin voraus – womit natürlich auch Kunden generiert und gebunden wurden. Aber es sei Electronic Arts gegönnt, denn insgesamt wurden über 2,1 Millionen (!) Bundles mit einem Gesamtvolumen von mehr als 10,5 Millionen Dollar veräußert. Und wie bereits erwähnt, floss alles in die Taschen von Humble Bundle und wohltätigen Organisationen. Kudos, EA, zu einem gelungenen PR-Schachzug!

Bescheidene Dreifaltigkeit

Mittlerweile ist das Humble Bundle groß genug geworden, um auch in anderen Teichen zu fischen. Zum Humble Bundle gesellte sich mittlerweile noch der Humble Weekly Sale, der im wöchentlichen Rhyth¬mus Bundles nach dem gewohnten Schema unters Volk bringt. Dabei handelt es sich in der Regel um ältere Titel oder Indie-Spiele, oft auch in Kombination. Und als täte das noch nicht reichen, kommt nun auch noch der sogenannte Humble Store ins Spiel: Dort werden ausgewählte, einzelne Spiele teils zu Jubelpreisen verhökert, 10 Prozent der Erlöse gehen dabei direkt an wohltätige Organisationen.

Ein Beispiel: Anfang Dezember gab es das erst Ende September veröffentlichte Shadow Warrior für knapp 10 Dollar, anstelle der regulär fälligen 40 Dollar; das ist ein echter Preisknüller. Und damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt, denn Valve schaut dem Treiben natürlich nicht tatenlos zu ...

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Humble Bundle Special: So funktioniert das Prinzip
  2. Seite 2 Humble Bundle Special: Erfolgreiche Beispiele und Gewinnverteilung
  3. Seite 3 Humble Bundle Special: Die Wohltäter-Konkurrenz
  4. Seite 4 Humble Bundle Special: Kritik und Meinungen
    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ImNEW Mitglied
        Zum Thema San Francisco: Liegt der Sitz von Humble Bundle nicht in SF wenn ich mich nicht täusche?
      • Von ImNEW Mitglied
        Zum Thema San Francisco: Liegt der Sitz von Humble Bundle nicht in SF wenn ich mich nicht täusche?
      • Von ChrisCTDKS NPC
        Zitat von Loosa
        Was Valve mit Portal probierte war natürlich ein Extrem, aber selbst das hat den Umsatzzahlen anscheinend nicht geschadet.

        Es generiert Aufmerksamkeit. Der Grund für die Aktion war das Erscheinen von Steam für MacOS, und ein kostenloses Portal sorgte für kostenlose Werbung und Neukunden für die gesamte Plattform.
        Es lassen sich Spieler anlocken, die sich sonst nie dafür interessiert hätten aber dadurch Fans und potentielle Käufer des Nachfolgers werden.
        Mundpropaganda sorgt dafür, dass sich das Spiel auch nach Ende der Aktion besser verkauft.

        Bei normaleren Angeboten, also der 50-75% Reduzierung, bringt zum einen die Werbung und zum anderen die Stückzahlen die Umsatzsteigerung. Beispiele von 2012:

        Bei Torchlight steigerten sich die Verkaufszahlen während des Specials (drei Jahre nach Erstveröffentlichung) um mehrere tausend Prozent. Und selbst danach verkaufte es sich noch wochenlang doppelt so oft wie vorher. Als es "The Bindig of Isaac" für die Hälfte gab verfünffachten sich die Stückzahlen. Als Flash Sale mit 75% Rabatt verkauften sie 60x so viel wie vorher.
        Laut Valve ist es nicht ungewöhnlich, dass sich die Einnahmen durch die Sonderangebote 10- bis 20-fach steigern. Bei manchen Titeln sogar 70-80x.
        Gamasutra - Steam sales: How deep discounts really affect your games

        Ist halt ein schwammiges Terrain. Mit den Sonderangeboten verdienen die Hersteller weniger pro Stück, und so einige Spieler warten sicher auch darauf und verzichten lieber auf den Vollpreistitel. Dafür gewinnen sie Käufer die sich das Spiel sonst überhaupt nicht gekauft hätten. Der Erfolg scheint Valve recht zu geben, aber wahrscheinlich hilft es kleineren Entwicklern mehr als den großen der Branche. Aber selbst die können mit einem billigen (oder kostenlosem) Vorgängerspiel die Vorbestellzahlen für den nächsten Titel steigern.
        Was sagt uns das? Es müssen wieder mehr DEMOS her!!
        Diese faulheit der Entwickler (naja bei so einigen AAA Titeln würde es auch das genick brechen ) zeigt dann doch wirkung in den generellen verkaufszahlen

        Gibt es sowas wie Demos noch? Ich weiss es nicht... aber früher war ich noch einiges geiler auf Demos und so und als das immer weniger wurde sank auch das generelle interesse an Spielen...
        Ein COD oder NFS will ich selbst KOSTENLOS nicht mehr zocken :-B

        Tja es gab einen guten grund warum man sich früher (ja ich muss dabei sogar sagen FRÜHER LOL...) die Spiele Illegal gezogen hat...
        Jetzt könnt ihr euren scheiss alleine zocken! Der DL lohnt sich nicht und wenn die Telekom so weiter macht ist selbst umsonst zuviel für so Games xD

        Die Sales kann man heutzutage als Demos sehn, nur das es mit einer Demo evtl mehr käufer geben würde die den Vollpreis bezahlen, was unterm strich wichtiger ist müssen die Publisher und Verkäufer entscheiden
        Ich kann mir auch gut vorstellen das nach einen Humble Bundler sich der Käufer gedacht hat, ach zahl ich mal mehr dafür!

        "tausendste edit" Ich als Baphomets Fluch Fan wäre sicher nach einer Demo richtig Geil auf das gesammte Spiel, nein es gibt keine Demo, mein interesse ist nicht so hoch (Teil 3+4 hab ich nur gezockt weil die ersten teile so gut waren), bei der PS1 hab ich mir für dieses Spiel nach ner Demo das Spiel und eine Maus gekauft xD

        Fazit: Nein nicht nur die Entwickler wollen sparen sondern wir alle, gibt es zu einen Spiel keine Demo ist klar das dieses Spiel warscheinlich schlecht ist oder nix neues bietet oder das die einfach kein Bock drauf haben = Das Spiel ist Schrott und die Entwickler schlecht
      • Von ttttT87t NPC
        Nachdem das hier im Artikel und sogar im Fazit kritisiert wurde: Man kann sehr wohl sehen, wie viel Geld denn welche Organisation erhält. Bei der Zahlung auf "Customize", dann links neben "Developer" bzw. "Charity" auf den Pfeil (bzw. das kleine Dreieck) und man kann jeden einzelnen Posten einstellen...
        Natürlich bekommt man keinen Überweisungsbeleg, aber einstellen kann man die gewünschte Aufteilung schon. Der Standard ist immer gleichmäßig auf alle zutreffenden Organisationen.
      • Von Loosa Senior Community Officer
        Zitat von MichaelG
        Wenn Du mir jetzt noch erklärst, wie man bei einer kostenlosen Abgabe Umsatz generiert bist Du der goldsch.... Esel den ich mein Leben lang gesucht habe. :D Es sei denn mit Umsatz sind Stückzahlen gemeint. Aber rein davon kann ein Publisher nicht leben. Der will Geld sehen. Egal in welcher Form.

        Was Valve mit Portal probierte war natürlich ein Extrem, aber selbst das hat den Umsatzzahlen anscheinend nicht geschadet.

        Es generiert Aufmerksamkeit. Der Grund für die Aktion war das Erscheinen von Steam für MacOS, und ein kostenloses Portal sorgte für kostenlose Werbung und Neukunden für die gesamte Plattform.
        Es lassen sich Spieler anlocken, die sich sonst nie dafür interessiert hätten aber dadurch Fans und potentielle Käufer des Nachfolgers werden.
        Mundpropaganda sorgt dafür, dass sich das Spiel auch nach Ende der Aktion besser verkauft.

        Bei normaleren Angeboten, also der 50-75% Reduzierung, bringt zum einen die Werbung und zum anderen die Stückzahlen die Umsatzsteigerung. Beispiele von 2012:

        Bei Torchlight steigerten sich die Verkaufszahlen während des Specials (drei Jahre nach Erstveröffentlichung) um mehrere tausend Prozent. Und selbst danach verkaufte es sich noch wochenlang doppelt so oft wie vorher. Als es "The Bindig of Isaac" für die Hälfte gab verfünffachten sich die Stückzahlen. Als Flash Sale mit 75% Rabatt verkauften sie 60x so viel wie vorher.
        Laut Valve ist es nicht ungewöhnlich, dass sich die Einnahmen durch die Sonderangebote 10- bis 20-fach steigern. Bei manchen Titeln sogar 70-80x.
        Gamasutra - Steam sales: How deep discounts really affect your games

        Ist halt ein schwammiges Terrain. Mit den Sonderangeboten verdienen die Hersteller weniger pro Stück, und so einige Spieler warten sicher auch darauf und verzichten lieber auf den Vollpreistitel. Dafür gewinnen sie Käufer die sich das Spiel sonst überhaupt nicht gekauft hätten. Der Erfolg scheint Valve recht zu geben, aber wahrscheinlich hilft es kleineren Entwicklern mehr als den großen der Branche. Aber selbst die können mit einem billigen (oder kostenlosem) Vorgängerspiel die Vorbestellzahlen für den nächsten Titel steigern.
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von snoggo
        Meine "Spende" sieht sowieso immer gleich aus, sofern mich das Bundle interessiert:
        Publisher - 1$
        Humble - 1$
        Charity - 4$
        Sofern der Durchschnitt tatsächlich mal über 6$ liegt, landen diese ebenfalls bei der Charity.

        Ja ich bin schon ein mieser Typ.
        oller knauser. :-D
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