Hitman-Update: Das bietet Episode 2 - Sapienza
Hitman ging mit seinem bei den Fans umstrittenen Episodenformat am 11. März 2016 an den Start. Inzwischen ist Episode 6 und damit das Finale der kompletten ersten Staffel verfügbar. Im Test mit abschließender Wertung erfahrt ihr, ob sich die sechs einzelnen Episoden nun zu einem einheitlichen Spiel verbinden und wo die Stärken und Schwächen in Hitman: The Complete First Season liegen.
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In diesem Artikel
- Seite 1 Hitman im Test: Steuerung, Sandbox-Setting, Schwierigkeitsgrad, Story, Live-Modi
- Seite 2 Hitman im Test: Technik, Kosten, Fazit zum Intro-Pack
- Seite 3 Hitman-Update: Das bietet Episode 2 - Sapienza
- Seite 4 Hitman-Update: Das bietet Episode 3 - Marrakesch
- Seite 5 Hitman-Update: The Complete First Season mit Wertung
- Seite 6 Bildergalerie
Bella Italia ruft - so spielt sich Episode 2: Sapienza
Hitman-Spieler, die sich im März schon für das Intro-Pack entschieden haben, dürften nach über einem Monat Prolog und Episode 1 in- und auswendig kennen. Seit dem 26. April ist endlich Episode 2 verfügbar. Agent 47 reist für seine nächste Mission nach Italien, ins Küstenstädtchen Sapienza. Außer der für Hitman obligatorischen Neutralisierung von Zielpersonen gilt es bei diesem Auftrag, auch ein tödliches Virus zu beseitigen. Um das zu bewerkstelligen, müsst ihr den Zugang zu einem unterirdischen Forschungslabor finden.
Mehr Platz zum Spielen - Sapienza punktet mit vielen Optionen für den Hitman
Bot schon die erste Episode mit seinem Pariser Schlosslevel eine wahre Fundgrube an kreativen Meuchelmordvarianten, legen die Entwickler in Sapienza gleich eine ganze Schippe drauf. Der Blick in die Missionsherausforderungen zeigt schon, dass es äußerst interessante und auch makaber wirkende Varianten für den Hitman gibt. Etwa, wenn ihr eine Zielperson mit dem Gartenhäcksler entsorgen sollt, sie mit einem Cannabis-Joint ruhig stellt oder das Ziel durch eine hübsche Kaminexplosion hochgehen lasst. Insgesamt sieben Ebenen umfasst das Sapienza-Gebiet. Bis ihr darin alle Winkel vom tiefsten Katakombenpunkt bis zur Sternwartenspitze erkundet habt, vergeht ordentlich viel Zeit.
Quelle: PC Games
Hitman: Sapienza - Das idyllisch wirkende Fleckchen Erde ist Schauplatz der zweiten Hitman-Episode.
Der Sapienza-Ausflug lädt förmlich zum Erkunden der verschlafenen Urlaubsstadt ein. Wer sich die Zeit nimmt, entdeckt neue Verkleidungsmöglichkeiten, etwa als Blumenbote, Pfarrer oder Harlekin. Auch zahlreiche Secrets und Items sind in der ganzen Stadt und in der herrlich designten Villa versteckt. Dadurch fällt der Wiederspielwert der Mission gewohnt hoch aus. Generell bietet der Schauplatz Sapienza zahlreiche Hingucker. Dazu zählen etwa die luxuriöse Villa, der verwinkelte Altstadt, Kirche, Katakomben, Badestrand - man hat förmlich das Gefühl, sich in einem Urlaubsparadies aufzuhalten. Abseits der eigentlichen Hauptmission gibt es auch wieder Nebenaufgaben, die ihr optional erfüllen könnt. Dabei beweisen die Entwickler auch typischen Hitman-Humor, etwa wenn es um die Beseitigung "gefährlicher" Krokodile geht.
Quelle: PC Games
Hitman: Sapienza - Lästige Gegner lassen sich prima mit einer Schaufel aus den Latschen hauen.
Unklar bleibt allerdings, wie die zweite Episode im Story-Kontext zu sehen ist. Was die Zielpersonen Silvio Caruso und Francesca de Santis etwa mit den Geschehnissen und Charakteren in Paris zu tun haben könnten, bleibt unklar.
Was jedoch klar ist, dass kleinere Bugs aus der ersten Episode auch in Sapienza vorhanden sind. So glitchen Figuren beim Niederschlagen schon mal durch Treppenstufen und die KI verhält sich nach wie vor manchmal seltsam taub und blind. Apropos Gegner, deren Anzahl fällt in Episode 2 höher aus als in Paris. Vor allem im Forschungslabor müsst ihr höllisch aufpassen, da die dortigen Sicherheitskräfte schwer bewaffnet sind und zudem Schutzkleidung tragen.
Sapienza ist dennoch insgesamt eine wunderschön abwechslungsreich gestaltete Agentenbühne geworden, in der man sich wieder etliche Stunden austoben kann, bis man alle Herausforderungen gemeistert hat.
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Sorry, für diesen ausführlichen Bericht, aber ich musste das loswerden.
Gruß AK
wird es für den Retail Markt eine geben? (deutsche Synchro)
selbst wenn der Entwickler sicher sagt es wird keine deutsche Synchro geben, würde es mir helfen
weiß die PC Games da vielleicht was oder kann da mal nachhacken?
Viele Grüße
Stefan W.
wird es für den Retail Markt eine geben? (deutsche Synchro)
selbst wenn der Entwickler sicher sagt es wird keine deutsche Synchro geben, würde es mir helfen
weiß die PC Games da vielleicht was oder kann da mal nachhacken?
1. Umfang: Den Prolog ausgenommen, der sowieso nur eine Art Tutorial ist, sind 6 Episoden doch arg wenig. Es ist richtig, dass die Levels sehr groß sind und das ist auch sehr zu begrüßen, allerdings wird die Spielzeit in gewisser Weise durch die Implementierung verschiedener Zielmöglichkeiten bewusst "gestreckt". Die Levels bleiben unverändert und auch die Ziele verändern sich nicht (den Online-Modus natürlich ausgenommen). Einzig die Tötungsvarianten ändern sich, was zwar ausgesprochen abwechslungsreich ist, aber dennoch nichts an der Tatsache ändert, dass die Locations auf 6 Stück begrenzt sind. Meines Erachtens ist das - auch im direkten Vergleich zu anderen Hitman-Teilen - einfach für einen Vollpreis-Titel zu wenig.
2. Soundtrack: Der Soundtrack ist auf die Dauer zu eintönig. Im Vergleich zu dem grandiosen Soundtrack in Hitman: Blood Money von Jesper Kyd ist das aktuelle Hitman schon eine kleine Enttäuschung.
3. Synchronisation: Die englische Synchronisation ist zwar gut, jedoch erwarte ich für einen Vollpreis-Titel eine deutsche Vollvertonung. Auch hier ist auf die Vorgänger zu verweisen, wo die deutsche Stimme von Nummer 47 von Torsten Michaelis gesprochen wird und meines Erachtens die englische Stimme von Nummer 47 um Längen schlängt. Hinzu kommt, dass direkt im Spiel die deutschen Untertitel nur bei einigen Dialogen angezeigt werden. Außerdem werden die Untertitel erst dann eingeblendet, wenn Nummer 47 eine gewisse Entfernung zum Ziel hat, was in manchen Situationen die Vorgehens- bzw. Spielweise beeinträchtigen kann. Alles in allem befindet sich das aktuelle Hitman in einem sehr unbefriedigenden Synchronisationszustand.
4. Bedienung: Wieso gibt es nach über einen halben Jahr noch keine Möglichkeit die Autosave-Funktion abzuschalten? Warum gibt es keine Quicktaste um die Karte zu öffnen? Warum gibt es keine Quicktaste um die zusätzlichen Informationen zu den Zielen abzurufen. Warum muss man in das Optionsmenü, um das Spiel zu verlassen ? Und so weiter und so weiter. Hier müsste auch noch erheblich nachgebessert werden.
5. Online-Anbindung: Warum kann ich all die Herausforderungen nur im Online-Modus abschließen? Warum müssen Save-Games zwischen Online- und Offline-Modus getrennt werden? Spieltechnisch ergibt das überhaupt keinen Sinn und sollte dringend geändert werden. Interessanterweise treten im Online-Modus seit kurzem hin und wieder kleine Mini-Ruckler auf, die es vorher nicht gab. Im Offline-Modus fehlen diese Ruckler vollständig. Hinzu kommt, dass die Zeitspanne, in der die Elusive-Targets zur Verfügung stehen, viel zu kurz ist! Wer nicht ständig Hitman spielt, wird unnötigerweise für sein Spielverhalten bestraft, obwohl er eigentlich für alle Inhalte bezahlt hat. Das ist absolut unfair und gehört abgeschafft. Die Elusive-Targets sollten dauerhaft zur Verfügung stehen.
6. Humor: Der Humor ist auch im jetzigen Hitman vorhanden, allerdings nicht mehr ganz so bissig wie in den früheren Teilen; die teilweise bitterböse Gesellschaftskritik der Vorgänger fehlt. Auch die "überdrehten" Spaßeinlagen fehlen - ich erinnere nur an die gelbe Quietsche-Ente oder das Chipmunk- und Vogelkostüm.
7. Story: Die Handlung ist schlicht und ergreifend ein Witz. Wenn man alle sechs Episoden ganz zügig hintereinander spielt (2-3 Stunden) und sich alle Zwischensequenzen direkt in einem Stück anschaut, hat man am Ende streng genommen nach wie vor keine Ahnung, um was es eigentlich geht. Von der Story eines Blood Money oder Absolution ist das aktuelle Hitman meilenweit entfernt. Für ein Vollpreis-Spiel ist das definitiv zu wenig! Hinzu kommt, dass die Zerstückelung in mehrere Episoden für das Story-Telling und das Story-Verständnis alles andere als vorteilhaft ist.
8. Nummer 47: Es bleibt mir absolut unerklärlich, warum das Aussehen von Nummer 47 ändern musste. Was gab es daran auszusetzen? Neben Lara Croft dürfte Nummer 47 die wohl markanteste Videospielfigur der letzten 20 Jahre sein. Erfolgte diese optische Änderung einzig aus dem Grund, um einem aktuellen Trend zu folgen (siehe Lara Croft)? Was allerdings viel bedauernswerter ist, dass bestimmte Spielelemente der alten Hitman-Teile gestrichen wurden und unnötigerweise neue Elemente hinzugefügt wurden. Was sollen die in den Levels verstreuten Kisten, wo die ICA in Hochsicherheitsbereichen ganz "unentdeckt" Waffen und andere Tötungsutensilien für Nummer 47 platziert hat? Mal davon abgesehen, dass es die Immersion stört, ist hier die Grenze zwischen Unrealismus ist Absurdität schon fast überschritten. Und warum wurden bei den Fans extrem beliebte Elemente einfach weggelassen. Ich verweise hier nur auf den Gewehrkoffer! Ich will dieses Element wiederhaben anstatt mir ein Scharfschützengewehr aus irgendeiner Truhe zu holen.
9. Finanzierungsmodell: Gemessen an den eben angeführten Kritikpunkten empfinde ich den Preis von 50 EUR als nicht gerechtfertigt. Ich bin das Experiment das Geld im Voraus zu bezahlen ohne das Spiel zu kennen, bewusst eingegangen, um zu sehen , ob dieses Finanzierungsmodell tragbar ist. Im Nachhinein muss ich leider konstatieren, dass das Experiment auf mich bezogen, gescheitert ist. Da die Erwartungshaltung relativ hoch war, ist die anschließende Enttäuschung umso größer. Man kauft halt die Katze im Sack. Das kann gut gehen oder halt nicht. Nach der jetzigen Erfahrung würde ich jedem davon abraten. Man ärgert sich nur am Ende: nicht unbedingt, dass man das das Geld überhaupt ausgegeben hat, sondern dass nicht das geliefert wurde, was man für sein Geld erwartet hat. Da Erwartungen immer unterschiedlich sind, ist den Entwicklern hier kein Vorwurf zu machen! Fakt ist jedoch, dass man sich über ein vollständig abgeschlossen entwickeltes Spiel einen besseres Bild machen kann und die Kaufentscheidung dann logischerweise anderen Kriterien folgt.
Sorry, für diesen ausführlichen Bericht, aber ich musste das loswerden.
Gruß AK