Olden Era Gameplay-Features: Gesetze, Magie, Helden & Komfort im Detail

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Olden Era Gameplay-Features: Gesetze, Magie, Helden & Komfort im Detail
Quelle: Unfrozen

Olden Era tritt in die Fußstapfen von Heroes of Might & Magic 3 und verbindet Nostalgie mit frischen Ideen. Wir haben den Nachfolger auf der Gamescom gespielt und spannende Details zu Gameplay, Fraktionen und Modding erfahren.

Gesetze sorgen für Vielfalt

Im Endgame will Olden Era den Spielern größtmögliche Freiheit bieten - mit vielen verschiedenen Wegen zum Erfolg. Schon in der Early-Access-Version warten sechs Fraktionen und 18 Skirmish-Helden, alle mit eigenen Fähigkeiten und Spezialisierungen.

Ein zentrales neues Feature ist das Law-System: ein verzweigter Entscheidungsbaum, in dem gezielt Schwerpunkte gesetzt werden. Da nie alle Optionen gleichzeitig freigeschaltet werden können, hat jede Entscheidung spürbare Konsequenzen. Die Gesetze sind in zwei Kategorien unterteilt: Fraktionsgesetze, die Vorteile für die Stadt bringen, und Armeegesetze, die direkt auf Einheiten wirken. Viele davon lassen sich außerdem in mehreren Stufen verbessern.

Die Temple-Fraktion kann zum Beispiel Gesetze erforschen, die die Moral eines besuchenden Helden um einen Punkt erhöhen - oder sogar den Bau eines zusätzlichen Gebäudes pro Tag erlauben. Auch einmalige Boni in Form von Extramaterialien sind möglich.

Armeegesetze greifen direkt ins Kampfgeschehen ein. So kann ein Gesetz das wöchentliche Wachstum der Greifen um zwei steigern, während ein anderes den Einheiten einen zusätzlichen Gegenangriff pro Runde verleiht.

Verzweigte Magie

Magie ist seit jeher einer der wichtigsten Pfeiler in Heroes of Might & Magic - oft reicht ein einziger Spruch, um eine ganze Schlacht zu drehen. In Heroes 3 war die Auswahl der Zauber in der Magiergilde allerdings zufallsbasiert. Je nach Stadt gab es unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten, bestimmte Schlüsselzauber zu bekommen - was manchmal dazu führte, dass man entscheidende Sprüche gar nicht erhielt und damit klar im Nachteil war.

Genau an diesem Punkt setzt Olden Era an. Wird eine Magiergilde gebaut, gibt es zwar weiterhin eine kleine Grundauswahl an Sprüchen, doch alle weiteren lassen sich gezielt gegen Ressourcen freischalten. Mit jedem Upgrade der Gilde öffnet sich außerdem ein zusätzlicher Zauberbaum. Pro Stufe gibt es zudem neutrale Magie, die nicht im Kampf, sondern auf der Abenteuerkarte wirkt - etwa Stadtportale oder die Fähigkeit zu fliegen.

Neu ist auch, dass Zauber aufgewertet werden können. Mit jeder Stufe verändert sich ihre Wirkung: Manche werden schlicht stärker, andere bekommen völlig neue Effekte. So bleibt das Magiesystem flexibler, weniger glücksabhängig - und spannend bis ins Endgame.

Die richtigen Zauber können den Verlauf der Schlacht komplett drehen Quelle: Unfrozen Die richtigen Zauber können den Verlauf der Schlacht komplett drehen

Helden-Spezialisierung

Auch die Heldenentwicklung läuft in Olden Era deutlich gezielter ab als früher. Bei jedem Levelaufstieg wählen die Spieler neue Fähigkeiten, die ihren Helden ein klares Profil geben. Das System ist in Basis-, fortgeschrittene und Expertenfähigkeiten aufgeteilt. Auf der Basisebene gibt es kleinere Boni, etwa eine verringerte Anfälligkeit gegenüber Magieangriffen. Werden diese weiter ausgebaut, verzweigen sie sich und eröffnen zusätzliche Spezialisierungen.

Auf Expertenstufe lässt sich der Spielstil eines Helden noch stärker verfeinern - bis er sich zu einem echten Unikat entwickelt. Dadurch kann es passieren, dass zwei Spieler zwar mit derselben Fraktion und demselben Helden starten, im Endgame aber völlig unterschiedliche Spielweisen verfolgen. Diese Spezialisierungen wirken sich massiv darauf aus, welche Strategien am Ende erfolgreich sind.

Komplex und zugänglich zugleich

Am Anfang sieht das alles nach ziemlich viel aus. Doch die Entwickler haben dafür gesorgt, dass sich Olden Era trotzdem deutlich leichter bedienen lässt als seine Vorgänger. Viele Abläufe gehen schneller und intuitiver von der Hand. Mit nur einem Klick lässt sich etwa die komplette Armee einer Stadt rekrutieren - natürlich nur, wenn das Gold reicht. Auch Begegnungen zwischen Helden sind gestrafft: Einheiten können mit einem Knopfdruck vom Versorgungshelden zum Haupthelden verschoben werden, nur die schwächste Truppe bleibt als Alibi zurück. Genauso unkompliziert funktioniert auch der Artefakthandel.

Neben dem geringeren Klickaufwand sorgt das Interface für eine bessere Übersicht. Da jede Einheit in Olden Era über eine aktive Fähigkeit verfügt, blendet das Spiel im Kampf deutlich mehr Informationen ein. So behalten die Spieler auch bei wachsender Komplexität jederzeit die volle Kontrolle.

Am Ende will Olden Era mehr sein als nur eine nostalgische Hommage. Das Spiel versucht, die vertraute Magie der Reihe in ein neues Zeitalter zu führen - mit sechs Fraktionen, einem flexiblen Magie- und Gesetzessystem, klarer Übersicht und spürbar komfortablerem Handling. Veteranen dürften sofort den Geist von Heroes 2 und 3 wiedererkennen, während neue Spieler einen einfachen Zugang zu all den Stärken finden könnten, die die Serie unvergesslich gemacht haben.

Sollte es den Entwicklern gelingen, ihren Plan umzusetzen, könnte Olden Era genau das bieten, was sich viele seit Jahren erhoffen: ein modernes Heroes, das sich für Veteranen wie ein vertrautes Zuhause anfühlen könnte - und für Neulinge wie eine spannende Entdeckung.

Meinung

Heroes of Might and Magic: Olden Era erscheint 2025 für PC. Entwickelt von Unfrozen und veröffentlicht von Hooded Horse in Zusammenarbeit mit Ubisoft, bietet der Titel sechs Fraktionen, Einzel- und Mehrspielermodi, taktische Schlachten, ein Gesetzes-System, Karteneditor und Musik von Serienkomponist Paul Romero.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MaxFaxDax Anfänger/in
        Also dieser erste Eindruck macht mir echte Hoffnungen. Hauptsache das Spiel läuft vernünftig und stürzt nicht ständig ab. Das kann besonders bei HoMM frustrierend werden, da man geniale Schachzüge selten perfekt nachahmen kann.
      • Von MaxFaxDax Anfänger/in
        Also dieser erste Eindruck macht mir echte Hoffnungen. Hauptsache das Spiel läuft vernünftig und stürzt nicht ständig ab. Das kann besonders bei HoMM frustrierend werden, da man geniale Schachzüge selten perfekt nachahmen kann.
      • Von shaboo Spiele-Enthusiast/in
        "Neu ist auch, dass Zauber aufgewertet werden können. Mit jeder Stufe verändert sich ihre Wirkung: Manche werden schlicht stärker, andere bekommen völlig neue Effekte. So bleibt das Magiesystem flexibler, weniger glücksabhängig - und spannend bis ins Endgame."

        Macht Magie aus meiner Sicht nur unnötig kompliziert. In Heroes 3 hingen Wirkung und Stärke eines Spruchs - wie in einem Rollenspiel - von den Skills und den Attributwerten des Helden ab, der ihn einsetzt. Auf ein manuelles Aufwerten von Sprüchen konnte so verzichtet werden, was der Einfachheit des Spiels sehr zuträglich war.

        Heroes 3 ist eines meiner absoluten Lieblingsspiele (und eines der wenigen, von denen ich die Originalkartons noch im Schrank stehen habe). Für eine überzeugende Neuauflage wird es vor allem wichtig sein, die verschiedenen Aspekte des Spiels (Strategie, Taktik, Exploration, Logistik, Ressourcenverwaltung, Stadtausbau, Heldenentwicklung) mit der gleichen spielerischen Leichtigkeit zu verbinden, wie das Vorbild, ohne dass einer dieser Aspekte zu übergewichtig oder zu kompliziert wird.

        Ich habe nach Heroes 3 kein Heroes-Spiel mehr länger gespielt und bin sehr gespannt auf das fertige Spiel - übrigens auch ein Aspekt, in dem man sich ein Vorbild an Heroes 3 hätte nehmen können: ein fertiges Spiel zu präsentieren, statt diesem ewigen Early Access-Käse.
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