Hellraid-Kommtar: Plötzliche Probleme
PC Games-Redakteur Peter Bathge hat Hellraid damals auf der E3 2014 gesehen - und sich prompt ins mittelalterliche Metzelspiel von Techland verliebt. Nach der Hiobsbotschaft, Techland habe die Entwicklung auf Eis gelegt, fragt er sich, ob wohl jemals ein würdiger Nachfolger zu Dark Messiah of Might & Magic erscheinen wird.
Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt
November 2014. Auf dem offiziellen Hellraid-Blog verkündet Techland gute Neuigkeiten: Hellraid und das Team dahinter wachsen.
"In den letzten Wochen haben wir nicht viel über unser Spiel geredet. Wir hatten einen guten Grund dafür: der Umfang von Hellraid wächst rasant. Dank des posivitven Feedbakcs zu Hellraid können wir deutlich mehr Ressourcen in das Spiel stecken und ambitioniertere Ziele als bisher verfolgen.
Die ursprüngliche Größe des Teams zu Beginn der Entwicklung wurde bereits verdreifacht und ist nun vergleichbar mit dem Team von Dying Light. Dadurch sind wir in der Lage, ein deutlich umfangreicheres Spiel von höchster Qualität zu erschaffen, das Techlands nächstes großer Release nach Dying Light wird. Was auch immer ihr glaubt, über Hellraid zu wissen: Es wird größer, besser und schöner." (Übersetzung von uns)
Quelle: Techland
Hellraid sollte hautpsächlich in düsteren Festungsanlagen und Kerkern spielen. Aber auch Abstecher an die Oberwelt waren geplant.
Mit dem Ausbau von Team und Spiel zusammen fiel der Umstieg auf eine neue Grafik-Engine. Alles sah nach einem weiteren Ego-Metzler-Hit aus dem Hause Techland aus. Die USK, so stelle ich es mir gerne vor, rieb sich schon die Hände aus Vorfreude beim Gedanken an das Prüfverfahren. Denn: Eine eventuelle deutsche Version von Hellraid wäre aufgrund des hohen Gewaltgrades unweigerlich bei der USK durchgefallen und genau wie bei Dead Island und Dying Light hätte wenig später die Indizierung gedroht.
Quelle: Techland
Der düstere Stil von Hellraid sorgte für passende Weltuntergangs-Stimmung.
Das war im November. Ein halbes Jahr später jetzt also der Tiefschlag: Hellraid liegt auf Eis, das Spiel erfüllte Techlands Qualitätsansprüche nicht. Was ist passiert? Darüber lässt sich nur spekulieren, doch es klingt so, als hätte Hellraid als kleines Nebenprojekt besser funktioniert. Kaum hatte Techland massiv in die Entwicklung des Spiels investiert, da stellte sich auch schon heraus, dass das Spiel die nunmehr daran geknüpften Erwartungen aus Entwicklersicht nicht erfüllen konnte. Oder hatte bei der Entscheidung am Ende gar ein Publisher seine Finger im Spiel? Hellraid war immer als eigenständiges Projekt von Techland geplant, einen Publishing-Partner hatte man zumindest auf der E3 2014 nicht in Aussicht.
Doch die gestiegenen Kosten wie der Unterhalt für das dreimal so große Entwicklerteam mag Techland dazu gezwungen haben, in der Hoffnung auf einen Invenstor als Bittsteller von einem Publisher zum nächsten zu ziehen. Wer sich in der Branche auskennt, der weiß aber: Techland ist nicht der einfachste Partner, hat in der Vergangenheit schon mit mehreren Publishern (Ubisoft, Deep Silver, Warner Bros. Interactive) zusammengearbeitet und stets für Irritationen gesorgt. Unter anderem wird den Polen nachgesagt, dass sie sich nicht um Deadlines scheren, die Folge waren oftmals verbuggte Spiele bei Release.
In diesem Artikel
Aber egal, ob die Absage eines Publishers das Aus für Hellraid besiegelte oder Techlands eigene Fehlplanung: Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen. Hätte Hellraid nicht den Sprung vom sympathischen Early-Access-Titel zum großen AAA-Titel gemacht, wir würden es vielleicht jetzt schon spielen. Oder zumindest ich, bei einem Techland-Termin auf der E3, in einer dunklen Kabine irgendwo fernab vom Schuss. Wie schön das wäre ...

Weil erst:
http://www.pcgames.de/Hel...
dann:
http://www.pcgames.de/Hel...
und jetzt doch wieder?
Also ich warte erstmal bis es ein Defenetives aus gibt...
Das Thema war schon mit Dead Island durch.
Waaaruuuum?! D:
Ist seit der ersten offiziellen Ankündigung in meiner Steam Wishlist. Hatte große Hoffnungen als Mount and Blade Veteran... Och menno!