Hellraid-Kommentar - Der dunkle Messias
PC Games-Redakteur Peter Bathge hat Hellraid damals auf der E3 2014 gesehen - und sich prompt ins mittelalterliche Metzelspiel von Techland verliebt. Nach der Hiobsbotschaft, Techland habe die Entwicklung auf Eis gelegt, fragt er sich, ob wohl jemals ein würdiger Nachfolger zu Dark Messiah of Might & Magic erscheinen wird.
Im Stil eines Klassikers
Im Oktober 2006 erschien ein Spiel, an das ich bei der Hellraid-Präsentation sofort denken musste: Dark Messiah of Might & Magic. Entwickler Arkane Studios nutzte diesen Ausflug in die damals gerade runderneuerte Might & Magic-Welt Ashan für einen Dishonored-Problelauf. Ego-Perspektive und Schwertkampf, das sind die Schlüsselbegriffe, die Hellraid, Dark Messiah of Might & Magic und Dishonored über die Jahre hinweg miteinander verbinden. Dark Messiah war aber etwas Besonderes: Es hatte den Tritt. Per Tastendruck durfte ich Orks in die Weichteile treten und sie über den Rand von Klippen befördern. G-e-n-i-a-l!
Quelle: Techland
Interaktive Levelobjekte wie dieser Kronleuchter hätten zur Gegnerbeseitigung verwendet werden können.
Die Levels waren rund um diese fiese Schubsmechanik herum aufgebaut: Neben scheinbar endlosen Abgründen gab's am Wegesrand auch immer wieder Dornenfallen und scharfkantige Folterinstrumente, in die ich Goblins und andere Viecher treten durfte. Physikspielereien waren nach Half-Life 2 gerade schwer angesagt und so durfte ich etwa Baumstämme ins Rollen bringen und meine Feinde darunter zerquetschen. Warum das so herrlich war? Weil es mir die Freiheit gab, meine ganz eigene Lösung für jede Konfliktsituation zu finden. Während Arkanes späterer Hit Dishonored viel Bewegungsfreiheit bot, konzentrierte sich Dark Messiah auf die Möglichkeiten des kreativen Tötens. Und genau hier setzte Techland mit Hellraid an.
So sollte man etwa Kronleuchter auf Widersacher krachen lassen können, indem man die Befestigungskette durchschlug. Und die Treten-Funktion aus Dark Messiah of Might & Magic? Natürlich auch dabei! Dazu versprach Hellraid, die Kämpfe gegen das Höllengesocks mit einer ähnlichen Intensivität zu inszenieren wie das Arkane-Vorbild. Monster verloren in bedenklicher Frequenz Gliedmaßen, Köpfe platzten, Hektoliter Blut wurden vergossen und ein spezieller Zombie-Typ warf gar mit eigenen Organen nach dem Spieler! Das alles zeigte die Präsentation auf der E3.
Quelle: Techland
Der Effekt von Zaubersprüchen sollte je nach verwendetem Magierstab variieren.
Dazu kam das vielversprechende Kampfsystem: Neben vertikalen und horizontalen Schlägen sind auch diagonale Hiebe möglich, zudem könnt ihr mit der Waffe Angriffe parieren oder euren Schild heben, um zu blocken beziehungsweise Feinde damit wegzustoßen. Die linke Maustaste löst leichte, aber schnelle Schläge aus, mit der rechten Maustaste holt ihr Schwung für schwere Angriffe. Wenn es mal brenzlig wird, bewegt ihr euch mit einem behänden Ausfallschritt aus der Gefahrenzone. Angreifen, blocken und ausweichen verbraucht Ausdauer, die sich automatisch regeneriert. So jedenfalls der Plan.
In diesem Artikel
Jetzt, ein Jahr später, nach der niederschmetternden Neuigkeit bezüglich der Quasi-Einstellung von Hellraid darüber zu schreiben, macht mich traurig. Das (nunmehr wohl vergeudete) Potenzial war nämlich riesig und das Warten auf einen Dark Messiah-Nachfolger geht weiter!

Weil erst:
http://www.pcgames.de/Hel...
dann:
http://www.pcgames.de/Hel...
und jetzt doch wieder?
Also ich warte erstmal bis es ein Defenetives aus gibt...
Das Thema war schon mit Dead Island durch.
Waaaruuuum?! D:
Ist seit der ersten offiziellen Ankündigung in meiner Steam Wishlist. Hatte große Hoffnungen als Mount and Blade Veteran... Och menno!