Gebrauchte Grafikkarten: So haben wir analysiert

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Gebrauchte Grafikkarten: So haben wir analysiert
Quelle: PC Games Hardware

Eine fabrikneue, lieferbare Grafikkarte zu finden, ist aktuell schwer. Wen man eine findet, bezahlt man deutlich mehr als die eigentliche Preisempfehlung beziehungsweise als noch vor wenigen Monaten. Kann eine gebrauchte Karte eine Alternative sein? Wir haben zu diesem Zweck 22 ältere Grafikkartenserien mit Gebrauchtpreisen von 200 ins 1000 Euro bezüglich ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses analysiert.

Wir haben für euch eine große Analyse erstellt, deren Ergebnis wir in einer Tabelle zusammenfassen und danach noch detailierter erklären werden. Der Kernpunkt sind die Durchschnittspreise von 22 Grafikkartenserien sowie auch eine Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Unsere Methode, um die Preise für gebrauchte Gaming-Grafikkarten einzuschätzen, war wie folgt: Wir haben bei eBay nachgesehen, wie teuer diese 22 Grafikkartenserien in den letzten Wochen waren. Neben eBay gibt es freilich noch andere Portale - auch beispielsweise bei Amazon lassen sich gebrauchte Grafikkarten finden. eBay bietet für uns aber den neben dem sehr großen Markplatz, durch den wir sehr viele Treffer für Stichproben bekommen haben, den Vorteil, dass wir rückblickend nachvollziehen können, welche Grafikkarte auch wirklich verkauft wurde und zu welchem Preis dies dann stattfand.

Gebrauchte Boliden: So sind wir vorgegangen

Denn bei der eBay-Suche kann man sich auch die in den letzten Tagen oder Wochen verkauften Produkte anzeigen lassen. Die Preise zum Beispiel beim Amazon-Marketplace sind wiederum aktuell aktive Direktkauf-Angebote, also eher die Preise, die private oder gar gewerbliche Verkäufer gerne haben würden, aber nicht unbedingt dem Marktpreis entsprechen.

Eine Nvidia GeForce RTX 2060 Super, hier von KFA² - gebraucht ein Kauftipp? Wir klären es. Quelle: KFA2 Eine Nvidia GeForce RTX 2060 Super, hier von KFA² - gebraucht ein Kauftipp? Wir klären es. Genau das trifft auch auf die Sofort-Kauf-Angebote von eBay zu. Daher haben wir bei eBay wiederum nur Auktionen in die Analyse hineingenommen. Natürlich ging es uns dabei nur um als funktionsfähig angebotene Grafikkarten, die gebraucht verkauft wurden. Wir haben zum Teil vorzeitig beendete Auktionen oder Auktionen mit hohen Portokosten entdeckt, die wir natürlich nicht mit in unsere Rechnung miteinbezogen haben. Insgesamt haben wir die letzten 10 Auktionen pro Grafikkartenserie beachtet, wobei wir neben den genannten Ausnahmen auch den ein oder anderen Ausreißerwert außen vorließen, sofern er sich als unüblich entpuppte, er also in der noch weiter zurückliegenden Vergangenheit nicht in ähnlicher Weise bereits ab und an aufgetreten war.

Wer aufmerksam gelesen, hat sicher verstanden: Es gab also durchaus in manchen Grafikkarten-Serien recht große Preis-Spannweiten. Wir haben deswegen neben dem Durchschnittspreis pro Grafikkartenserie auch noch den Minimal- und Maximal-Preis in unserer Tabelle verzeichnet, dazu noch die Preis-Spannweite. Für die folgenden älteren Grafikkartenserien haben wir jeweils die letzten 10 von uns als regulär eingestufte Auktionen herausgepickt und die Preise ermittelt:

  • Nvidia GeForce GTX 970 bis 980 Ti sowie GTX 1060 bis 1080 Ti
  • Nvidia GeForce RTX 2060 bis 2080 Ti
  • AMD Radeon RX 570 und 580, RX Vega 56 und 56 und RX 5500 XT bis 5700 XT

Wichtig ist, dass eine Stichprobe von 10 Auktionen natürlich nur einen Trend wiedergeben kann. Bei vielen Grafikkartenserien waren aber die Preise auch über zeitlich gesehen 10 letzten Auktionen hinweg sehr ähnlich. Bei anderen gab es aber auch stärkere Abweichungen bereits innerhalb dieser 10 Auktionen. Solche Abweichungen kennt man aber auch wegen der verschiedenen Modellvarianten bei den Neukauf-Preisen und vor Beginn der aktuellen Grafikkarten-Krise. Eine Nvidia GeForce RTX 2060 Super kostete zum Beispiel Ende 2019 ab etwa 400 Euro - es gab aber auch Varianten der RTX 2060 Super für 500 Euro oder mehr. Auch bei Gebrauchtkarten gibt es daher Modelle, die per Se teurer gehandelt werden als andere. Auf der nächsten Seite findet ihr unsere Analyse-Tabelle und ein erstes Fazit. Auf der letzten Seite stellen wir dann die Grafikkartenserien vor, die beim Preis-Leistungs-Verhältnis vergleichsweise gut dastehen, und ziehen ein Gesamtfazit. Außerdem haben wir ein paar allgemeine Tipps zum Gebrauchtkauf aufgelistet.

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  1. Seite 1 Gebrauchte Grafikkarten: Einleitung und aktueller Grafikkartenmarkt
  2. Seite 2 Gebrauchte Grafikkarten: So haben wir analysiert
  3. Seite 3 Gebrauchte Grafikkarten: Unsere Analyse
  4. Seite 4 Gebrauchte Grafikkarten: Preis-Leistung der Gebrauchten und Kauftipps
    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von TobiasClaren Anwärter/in
        Naja, wenn Ich zu lange warte wird meine vorhandene Vega 56 wieder billiger.
        Ich habe die nicht zur Spekulation gekauft, aber auf den Gewinn muss Ich ja auch nicht verzichten.
        Wenn die ein Miner zum Geld verdienen haben will, soll der ruhig die 600 oder evtl. 550 bis 500 zahlen.
        In der Situation kann Ich also entweder meine Vega 56 verkaufen und dann nicht mehr PC-VR nutzen (onboard-Grafik, Quest), oder Ich kaufe dann eine z.B. 2060.
        Oder gibt es eine Karte die auch ein guter Ersatz für die Vega 56 ist, aber in Sachen Preis/Leistung besser als die 2060?
        Auch wenn es die gleiche Geschwindigkeit oder sogar etwas drunter ist. Damit kann Ich auch noch PC-VR nutzen. An die Grenze stieß ich bisher eigentlich nicht.
        Ich würde auch bis zur Normalisierung der Preise wieder in Sachen Leistung runter gehen.
        Vorher hatte ich eine 980Ti, davor glaube Ich eine 960. Meist ist es eh Rec Room, das geht auch auf der Quest, aber nicht alle Spiele (kein Isle of the Lost Skulls, kein Crescendo of the Blood Moon, kein Battle Royale...). Und so etwas wie Brookhaven Experiment ginge wohl auch noch mit einer schwächeren Karte.
        Irgendetwas dass von den Preissteigerungen wegen weniger guter Nutzung zum Mining evtl. nicht so betroffen ist.
        Ich hatte jetzt Ich glaube ein paar Monate nur ein MK3 Toughbook (und für VR die Quest), weil Ich mir mit einem Lüfterkauf für den aufgerüsteten PC Zeit ließ...
      • Von TobiasClaren Anwärter/in
        Naja, wenn Ich zu lange warte wird meine vorhandene Vega 56 wieder billiger.
        Ich habe die nicht zur Spekulation gekauft, aber auf den Gewinn muss Ich ja auch nicht verzichten.
        Wenn die ein Miner zum Geld verdienen haben will, soll der ruhig die 600 oder evtl. 550 bis 500 zahlen.
        In der Situation kann Ich also entweder meine Vega 56 verkaufen und dann nicht mehr PC-VR nutzen (onboard-Grafik, Quest), oder Ich kaufe dann eine z.B. 2060.
        Oder gibt es eine Karte die auch ein guter Ersatz für die Vega 56 ist, aber in Sachen Preis/Leistung besser als die 2060?
        Auch wenn es die gleiche Geschwindigkeit oder sogar etwas drunter ist. Damit kann Ich auch noch PC-VR nutzen. An die Grenze stieß ich bisher eigentlich nicht.
        Ich würde auch bis zur Normalisierung der Preise wieder in Sachen Leistung runter gehen.
        Vorher hatte ich eine 980Ti, davor glaube Ich eine 960. Meist ist es eh Rec Room, das geht auch auf der Quest, aber nicht alle Spiele (kein Isle of the Lost Skulls, kein Crescendo of the Blood Moon, kein Battle Royale...). Und so etwas wie Brookhaven Experiment ginge wohl auch noch mit einer schwächeren Karte.
        Irgendetwas dass von den Preissteigerungen wegen weniger guter Nutzung zum Mining evtl. nicht so betroffen ist.
        Ich hatte jetzt Ich glaube ein paar Monate nur ein MK3 Toughbook (und für VR die Quest), weil Ich mir mit einem Lüfterkauf für den aufgerüsteten PC Zeit ließ...
      • Von Gast1692738601 Mitglied
        Traurige Wahrheit das jetzt schon der Gebraucht Markt von Grafikkarten einen ganzen Artikel wert geworden ist. Die Preise sind in Relation genau so krank wie bei der Neuware. Wie schon gesagt wurde, übe man sich also in Geduld und lege die leistungshungrigen Spiele erst mal in die Schublade für später. Ich jedenfalls mach mich nicht zum Sklaven des eigenen Konsumzwangs. Ein Segen dem Spieler, der eine einigermaßen leistungsstarke Karte (oder Konsole) Sein nennen kann...oder sollte ich meine 1080 doch verkaufen???. Näää.
      • Von Batze Mitglied
        Auch so meinst du das. :-D
      • Von TobiasClaren Anwärter/in
        Mit den Stromkosten bezog Ich mich im Kontext des "lohnen" natürlich auf das Mining.
        Die Karte läuft 24h auf Volllast. Nicht das Spielen.
      • Von Batze Mitglied
        Zitat von TobiasClaren
        Ich habe eine MSI Vega 56 2019 für rund €170 bei €250 Neupreis gekauft.
        Jetzt werden die auf Ebay Kleinanzeigen für 650 VB oder €600 Festpreis angeboten.
        "Versuchen kann man ja"-Preise ;) . Ich setze üblicherweise auch erst mal den höchsten Ebay-Auktions-Endpreis an...
        Auf Ebay Endpreise von €210 bis €600. Daher wohl "€650 VB" damit er evtl. einen dummen findet der das bezahlt.
        Muss sich ja auch lohnen (Stromkosten)...
        hehe, ja ich hatte meine RX 580 damals Neu für 280€ gekauft, dann ging die ja teilweise auf >200€ runter, jetzt würde ich bei Ebay dafür auch <>450€ bekommen. Ist schon Wahnsinn.
        Anfang letztes Jahr war ich noch scharf auf eine Vega 64, war auch gebraucht bezahlbar, aber bei einer Vega gebraucht ist eben das Problem das es eine Top Miner Karte ist und da habe ich dann gebraucht erstmal zurückgesteckt. Und Neu war die leider nirgendwo mehr zu bekommen. Schade.
        Und das was du ansprichst wegen den Stromkosten, wird m.M.n. viel zu Hoch gespielt. Lass es im Jahr 10-15€ mehr sein als vergleichbare nVidia Karten. Aber dann musst du schon sehr viel spielen auf Vollast. Da verbrauchen deine ganzen Haushaltsgeräte und alles zusammen mehr an Strom wenn sie das ganze Jahr über auf Standby stehen.
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