Gebrauchte Grafikkarten: Große Analyse mit Preis-Leistungs-Siegern ab 200 Euro
Eine fabrikneue, lieferbare Grafikkarte zu finden, ist aktuell schwer. Wen man eine findet, bezahlt man deutlich mehr als die eigentliche Preisempfehlung beziehungsweise als noch vor wenigen Monaten. Kann eine gebrauchte Karte eine Alternative sein? Wir haben zu diesem Zweck 22 ältere Grafikkartenserien mit Gebrauchtpreisen von 200 ins 1000 Euro bezüglich ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses analysiert.
Wer in den letzten Monaten eine neue Grafikkarte gesucht hat, der wird wissen: Es ist aktuell nicht leicht und dazu auch noch sehr teuer. Denn aus diversen Gründen ist der Grafikkarten-Markt für spielefähige Boliden massiv unterversorgt, so dass viele Grafikkarten nur vereinzelt und dann zu sehr hohen Preisen zu haben sind. Eine mögliche Alternative sind gebrauchte Grafikkarten - wir haben uns daher vor allem bei eBay umgesehen, wie die Preise für gebrauchte, aber immer noch relativ starke Gaming-Grafikkarten aussehen.
In diesem Artikel
Gebrauchte Grafikkarten
Als Mindestleistung setzen wir die Nvidia GeForce GTX 1650 als Messlatte. Hier sind als alte, vergleichbar leistungsfähige Modelle die Nvidia GeForce GTX 970, 1060 oder AMD Radeon RX 580 zu nennen. Halbwegs sorgenfrei, was die FPS-Werte auch für modernste Games angeht, geht es eher bei der GTX 1660 Super los. Letztere kostete im Herbst 2020 noch gut 200 Euro - inzwischen bezahlt man 500 Euro und mehr. Vergleichbar stark sind dabei die älteren Grafikkarten die Nvidia GeForce GTX 980 Ti, GTX 1070 (Ti) und AMD RX Vega 56. Zuerst aber bieten wir eine Zusammenfassung dessen, was auf dem Grafikkartenmarkt los ist.
Grafikkartenmarkt: Aktuelle Situation
Seit dem Spätsommer 2020 ging es abwärts, was die Verfügbarkeit von Gaming-Grafikkarten auf dem Hardware-Markt angeht. Zuerst traf es nur die stärkeren Modelle, die für Spiele auch in WQHD (2560 mal 1440 Pixel) für zwei bis drei Jahre problemlos ausreichen sollten.
Die ab September von AMD und Nvidia neu veröffentlichten Modellserien siedeln sich ganz klar mindestens in dem genannten Leistungsbereich an - doch jede einzelne Grafikkartenserie, egal ob die Nvidia GeForce RTX 3000er-Reihe oder AMDs RX 6000er-Familie, war quasi am Tag des Releases schon ausverkauft. Diese Grafikkarten sind zwar seitdem immer wieder mal in regulären Shops vereinzelt lieferbar, kosten dann aber weit mehr als zum Release. Auch älteren, starken Grafikkarten ging es so. Wir sprechen hier von der AMD RX 5700-Serie sowie den RTX 2000er-Reihen von Nvidia. Inzwischen werden die meisten der betreffenden älteren Grafikkarten gar nicht mehr hergestellt. Nur die AMD Radeon RX 5700 XT und die quasi wiederbelebte Nvidia RTX 2060 (ja, korrekt: die normale 2060, nicht die 2060 Super) sind hier noch ab und an fabrikneu verfügbar, aber auch dann für sehr hohe Preise. Ansonsten stehen für anspruchsvollere Gamer die ebenfalls nur vereinzelt und dann enorm teuer angebotenen seit September 2020 veröffentlichten neuen Grafikkartenserien Nvidia RTX 3060, 3060 Ti, 3070, 3080 und 3090 sowie AMD RX 6700 XT, 6800, 6800 XT und 6900 XT zur Wahl.
Quelle: Asus
Ende Januar als Alternative von uns getestet: Die Asus GeForce GTX 1050 Ti Cerberus Abdvanced
Es gibt jedoch viele Grafikkarten unterhalb der genannten Reihen, die vielen Gamern, vor allem wenn sie nur in Full-HD (1920 mal 1080 Pixel) spielen, völlig ausreichen. Diese waren vor Jahreswechsel noch zu halbwegs normalen Preisen zu haben - doch im Laufe des Winters traf die Welle der mangelnden Verfügbarkeit und hohen Preise auch Grafikkarten ab der Einsteigerklasse. Die Rede ist von den Modellreihen Nvidia GeForce GTX 1650, 1650 Super, 1660 und 1660 Super sowie bei AMD von der AMD Radeon RX 5500 XT und 5600 XT. Auch hier sind im Vergleich zum Herbst 2020 Preisaufschläge von 70, 100 oder noch mehr Prozent zu bezahlen, wenn man sie neu im Handel kaufen will. Eine Alternative unter 200 Euro, die über sechs Jahre Nvidia GeForce GTX 1050 Ti, hatten wir Ende Januar noch als Notlösung bereits getestet - unser Fazit war, dass sie gerade noch so für moderne Games tauglich ist, aber wegen der Aufpreise, die man für stärkere Karten zahlen muss, durchaus noch eine Alternative darstellen kann. Wer maximal 200 Euro ausgeben will, hat ansonsten derzeit keine andere Wahl als die GTX 1050 Ti, da die anderen Modelle unter 200 Euro deutlich schwächer sind. Und euch die Situationvor Augen zu führen: Für die im Vergleich zur GTX 1050 Ti nächstbessere, lieferbare Grafikkarte, das Einsteigermodell Nvidia GeForce GTX 1650, werden Preise ab 270 Euro verlangt. Im Herbst 2020 lag sie bei unter 150 Euro.

Ich habe die nicht zur Spekulation gekauft, aber auf den Gewinn muss Ich ja auch nicht verzichten.
Wenn die ein Miner zum Geld verdienen haben will, soll der ruhig die 600 oder evtl. 550 bis 500 zahlen.
In der Situation kann Ich also entweder meine Vega 56 verkaufen und dann nicht mehr PC-VR nutzen (onboard-Grafik, Quest), oder Ich kaufe dann eine z.B. 2060.
Oder gibt es eine Karte die auch ein guter Ersatz für die Vega 56 ist, aber in Sachen Preis/Leistung besser als die 2060?
Auch wenn es die gleiche Geschwindigkeit oder sogar etwas drunter ist. Damit kann Ich auch noch PC-VR nutzen. An die Grenze stieß ich bisher eigentlich nicht.
Ich würde auch bis zur Normalisierung der Preise wieder in Sachen Leistung runter gehen.
Vorher hatte ich eine 980Ti, davor glaube Ich eine 960. Meist ist es eh Rec Room, das geht auch auf der Quest, aber nicht alle Spiele (kein Isle of the Lost Skulls, kein Crescendo of the Blood Moon, kein Battle Royale...). Und so etwas wie Brookhaven Experiment ginge wohl auch noch mit einer schwächeren Karte.
Irgendetwas dass von den Preissteigerungen wegen weniger guter Nutzung zum Mining evtl. nicht so betroffen ist.
Ich hatte jetzt Ich glaube ein paar Monate nur ein MK3 Toughbook (und für VR die Quest), weil Ich mir mit einem Lüfterkauf für den aufgerüsteten PC Zeit ließ...
Die Karte läuft 24h auf Volllast. Nicht das Spielen.
Jetzt werden die auf Ebay Kleinanzeigen für 650 VB oder €600 Festpreis angeboten.
"Versuchen kann man ja"-Preise ;) . Ich setze üblicherweise auch erst mal den höchsten Ebay-Auktions-Endpreis an...
Auf Ebay Endpreise von €210 bis €600. Daher wohl "€650 VB" damit er evtl. einen dummen findet der das bezahlt.
Muss sich ja auch lohnen (Stromkosten)...
Anfang letztes Jahr war ich noch scharf auf eine Vega 64, war auch gebraucht bezahlbar, aber bei einer Vega gebraucht ist eben das Problem das es eine Top Miner Karte ist und da habe ich dann gebraucht erstmal zurückgesteckt. Und Neu war die leider nirgendwo mehr zu bekommen. Schade.
Und das was du ansprichst wegen den Stromkosten, wird m.M.n. viel zu Hoch gespielt. Lass es im Jahr 10-15€ mehr sein als vergleichbare nVidia Karten. Aber dann musst du schon sehr viel spielen auf Vollast. Da verbrauchen deine ganzen Haushaltsgeräte und alles zusammen mehr an Strom wenn sie das ganze Jahr über auf Standby stehen.