Hardware 2020: Oktober bis Dezember - nun auch AMD

26
Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Hardware 2020: Oktober bis Dezember - nun auch AMD
Quelle: Asus

Das Jahr 2020 endete für viele Gamer in Sachen Hardware enttäuschend. Die neuen Nvidia- und AMD-Grafikkarten haben die Erwartungen zwar erfüllt, und auch die Playstation 5 und Xbox Series X sind alles andere als schlecht. Aber: All diese Produkte gibt es derzeit quasi nicht zu kaufen. Wir blicken darauf und weitere Hardware-Themen des Jahres 2020 zurück.

Oktober 2020: Nvidia legt nach

Nach dem Release der Nvidia GeForce RTX 3080 und 3090 warteten viele noch ab, was und wann AMD in Sachen Big Navi bieten wird. Doch von AMD blieb es im September und Oktober ruhig, sowohl bei Grafikkarten als auch bei CPUs. Dafür präsentierte Nvidia mi der GeForce RTX 3070 eine Grafikkarte, die mit knapp 500 Euro deutlich bezahlbarer war als die beiden ersten RTX 3000er-Modelle.

Vor allem: Sie ist ähnlich schnell wie das alte Top-Modell GeForce RTX 2080 Ti, und ihr Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei einem Preis von 500 Euro hervorragend, falls man denn so viel Grafikpower braucht. Sie übertraf in der Disziplin Preis-Leistung auch die AMD RX 5700 XT, die lange Zeit unser Preis-Leistungs-Sieger war, was Grafikkarten ab der Mittelklasse angeht.

Ryzen 5 5600X und Ryzen 7 5800X Quelle: PCGH Ryzen 5 5600X und Ryzen 7 5800X Die RTX-Modelle ab der RTX 2070 waren zwar schneller, aber für ihre Leistung zu teuer. Anders die RTX 3070: 50 Prozent Mehrleistung zur AMD RX 5700 XT bei einem Aufpreis von nur 35 Prozent standen auf dem Papier, wie auch unser Special zusammenfasst. Aber auch eben nur auf dem Papier - die Preise sind nämlich nur kurze Zeit und für einige wenige Glückliche so niedrig gewesen.

November 2020: AMDs Wintermärchen mit jähem Ende

Im November war zuerst das Thema CPU aktuell, denn AMD brachte die neuen Zen 3-CPUs auf den Markt, und zwar mit den Prozessoren Ryzen 5 5600X und Ryzen 7 5800X sowie Ryzen 9 5900X und 5950X - unser Special nahm die Leistung der beiden für Gamer interessanten preiswerteren CPUs unter die Lupe und wertete dabei gemäß der Preisempfehlungen von AMD.

Der Ryzen 5 5600X schlägt dabei den Core i7-10700K, der Ryzen 7 5800X den Core i9-10900K - bei einem jeweils geringeren Preis. Aber für die neuen AMD-CPUs gilt in Sachen Verfügbarkeit ähnliches wie das, was wir gleich noch ausführlich zu Grafikkarten erklären werden: Die CPUs sind kaum verfügbar und viel teurer als bei Release. Das gleiche Schicksal erleiden auch die ebenfalls noch im November von AMD veröffentlichten Big Navi-Grafikkarten Radeon RX 6800 und 6800 XT. In Sachen Preis-Leistung stellen beide eine gute Alternative zur Nvidia GeForce RTX 3070 und 3080 dar, wenn man die Releasepreise als Maßstab nimmt.

Dezember 2020: Nvidia RTX 3060 Ti

Anfang Dezember gab es noch ein letztes für Gamer wichtiges Produkt als Neuheit: die Nvidia GeForce RTX 3060 Ti. Unser Autor schilderte dabei seine etwas frustrierende Erfahrung, zum Release ein Exemplar zu erhaschen.

Asus ROG Strix GeForce RTX 3060 Ti OC Quelle: PC Games Hardware Asus ROG Strix GeForce RTX 3060 Ti OC Nach nur einer Minute war die Founders Edition der Grafikkarte in Deutschland ausverkauft, weitere Varianten waren auch nicht viel länger bestellbar. Eine Leistungsanalyse hatten wir aber trotz der Lieferprobleme als Special für euch aufbereitet. Darin erfahrt ihr, dass die Nvidia GeForce RTX 3060 Ti für ihren Releasepreis von knapp 400 Euro ein Knaller wäre, da sie sogar schneller als die GeForce RTX 2080 Super ist, die noch im Oktober um die 600 Euro kostete. Zur AMD-Konkurrenz RX 5700 XT beträgt der Abstand 25 bis 30 Prozent, wobei die RX 5700 XT damals für 350 Euro zu haben war. Die Betonung liegt auf "war", ein Wort, das man mittlerweile für alle spielefähigen Grafikkarten verwenden kann, wenn es um deren Preise geht. Und Entgegen der Logik sind die Preise nun nicht geringer, sondern deutlich höher - darum und um die Verfügbarkeit geht es auf der nächsten und gleichzeitig letzten Seite unseres Jahresrückblicks.

26
  1. Seite 1 Hardware 2020: Vorwort; Januar bis Februar
  2. Seite 2 Hardware 2020: März bis September - RTX 3000 ist da
  3. Seite 3 Hardware 2020: Oktober bis Dezember - nun auch AMD
  4. Seite 4 Hardware 2020: Das vierte Quartal zeigt Magelware
    • Kommentare (26)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von Batze
        Deshalb sind auch diverse Autobandarbeiter in Deutschland ja auch so arm wie eine Kirchenmaus. Weil sie nichts verdienen und die Firma praktisch Pleite ist. Sorry, aber die Qualität entscheidet immer noch. Und ja, die Abgaben sind sehr Hoch in Deutschland, aber das ist doch meckern auf ganz Hohem Niveau. Deutschland ist immer noch eine Wirtschaftsmacht, und das trotz der Extremen abgaben.
        Schau dir doch Europa an wie der fast ganze Kontinent von Deutschland bezahlt wird. Das ist Jammern von möchtegern Unternehmer die Ihre Mitarbeiter ganz kurz halten weil sie ihre miesen Produkte loswerden wollen (dich im speziellen meine ich da natürlich nicht, weiß ja nicht was du so speziell machst).
        Du als selbstständiger Unternehmer solltest das eigentlich besser wissen als ich. Es entscheidet immer noch die Qualität, wofür man auch bereit ist dann etwas Höhere Preise zu bezahlen und dann ist man auch in der Lage seine Mitarbeiter ordentlich zu bezahlen, auch Brutto.
        Dieses Gejammer alles wäre zu teuer für Unternehmer kann ich nicht mehr hören. Dann sollen sie mal die ein oder andere Wirtschaftsschulung absolvieren, damit sie etwas mehr durchblick bekommen wie der Hase läuft.
        Wir leben immer noch in einem Luxus Staat. Ja, es könnte hier und da wirklich besser sein, aber hey, uns geht es doch noch wirklich sehr gut.
        Nicht jeder arbeitet bei VW, ein Großteil in der Autoindustrie ist bei den Zulieferern beschäftigt, VW setzt den Krempel letztlich nur zusammen. Und diese Zulieferer bluten, da wird teils mit Minus gearbeitet, bloß damit ein Konkurrent das nicht machen kann. Dann stellen Firmen wie VW Verträge mit Bedingungen auf a la wir zahlen nur 1 Millionen wenn ihr Qualitätsstandard 1ATriplePlus erreicht sonst gibt es Abzüge. In genau dem Wissen, dass KEIN Hersteller auf der Welt in der Lage ist 1ATriplePlus überhaupt zu erreichen, auch VW selbst nicht. Die Zulieferer beten und hoffen dann immer aber natürlich kriegen sie am Ende dann doch nur Brotkrumen bezahlt. Genau deswegen können Firmen wie VW eben ihren eigenen Angestellten gute Löhne zahlen während eben der Großteil um seinen Job bangen darf.

        Die Chinesen und Spanier sind da, im Gegensatz zu den Deutschen, die eben Qualität liefern wollen, konsequent. Die packen VW einfach das halbfertige Produkt vor die Tür und sagen: "hier habt ihr", im vollen Wissen, dass sie eben nicht 1ATriplePlus liefern können und verzichten eben auf einen Großteil der Zahlungen aber stecken da entsprechend eben wenig Arbeit rein.
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von Batze
        Deshalb sind auch diverse Autobandarbeiter in Deutschland ja auch so arm wie eine Kirchenmaus. Weil sie nichts verdienen und die Firma praktisch Pleite ist. Sorry, aber die Qualität entscheidet immer noch. Und ja, die Abgaben sind sehr Hoch in Deutschland, aber das ist doch meckern auf ganz Hohem Niveau. Deutschland ist immer noch eine Wirtschaftsmacht, und das trotz der Extremen abgaben.
        Schau dir doch Europa an wie der fast ganze Kontinent von Deutschland bezahlt wird. Das ist Jammern von möchtegern Unternehmer die Ihre Mitarbeiter ganz kurz halten weil sie ihre miesen Produkte loswerden wollen (dich im speziellen meine ich da natürlich nicht, weiß ja nicht was du so speziell machst).
        Du als selbstständiger Unternehmer solltest das eigentlich besser wissen als ich. Es entscheidet immer noch die Qualität, wofür man auch bereit ist dann etwas Höhere Preise zu bezahlen und dann ist man auch in der Lage seine Mitarbeiter ordentlich zu bezahlen, auch Brutto.
        Dieses Gejammer alles wäre zu teuer für Unternehmer kann ich nicht mehr hören. Dann sollen sie mal die ein oder andere Wirtschaftsschulung absolvieren, damit sie etwas mehr durchblick bekommen wie der Hase läuft.
        Wir leben immer noch in einem Luxus Staat. Ja, es könnte hier und da wirklich besser sein, aber hey, uns geht es doch noch wirklich sehr gut.
        Nicht jeder arbeitet bei VW, ein Großteil in der Autoindustrie ist bei den Zulieferern beschäftigt, VW setzt den Krempel letztlich nur zusammen. Und diese Zulieferer bluten, da wird teils mit Minus gearbeitet, bloß damit ein Konkurrent das nicht machen kann. Dann stellen Firmen wie VW Verträge mit Bedingungen auf a la wir zahlen nur 1 Millionen wenn ihr Qualitätsstandard 1ATriplePlus erreicht sonst gibt es Abzüge. In genau dem Wissen, dass KEIN Hersteller auf der Welt in der Lage ist 1ATriplePlus überhaupt zu erreichen, auch VW selbst nicht. Die Zulieferer beten und hoffen dann immer aber natürlich kriegen sie am Ende dann doch nur Brotkrumen bezahlt. Genau deswegen können Firmen wie VW eben ihren eigenen Angestellten gute Löhne zahlen während eben der Großteil um seinen Job bangen darf.

        Die Chinesen und Spanier sind da, im Gegensatz zu den Deutschen, die eben Qualität liefern wollen, konsequent. Die packen VW einfach das halbfertige Produkt vor die Tür und sagen: "hier habt ihr", im vollen Wissen, dass sie eben nicht 1ATriplePlus liefern können und verzichten eben auf einen Großteil der Zahlungen aber stecken da entsprechend eben wenig Arbeit rein.
      • Von Batze Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        Das Problem in Deutschland ist wie gesagt der Bruttolohn sowie sonstige Nebenkosten, die es einfach unmöglich machen zu konkurrieren.
        Deshalb sind auch diverse Autobandarbeiter in Deutschland ja auch so arm wie eine Kirchenmaus. Weil sie nichts verdienen und die Firma praktisch Pleite ist. Sorry, aber die Qualität entscheidet immer noch. Und ja, die Abgaben sind sehr Hoch in Deutschland, aber das ist doch meckern auf ganz Hohem Niveau. Deutschland ist immer noch eine Wirtschaftsmacht, und das trotz der Extremen abgaben.
        Schau dir doch Europa an wie der fast ganze Kontinent von Deutschland bezahlt wird. Das ist Jammern von möchtegern Unternehmer die Ihre Mitarbeiter ganz kurz halten weil sie ihre miesen Produkte loswerden wollen (dich im speziellen meine ich da natürlich nicht, weiß ja nicht was du so speziell machst).
        Du als selbstständiger Unternehmer solltest das eigentlich besser wissen als ich. Es entscheidet immer noch die Qualität, wofür man auch bereit ist dann etwas Höhere Preise zu bezahlen und dann ist man auch in der Lage seine Mitarbeiter ordentlich zu bezahlen, auch Brutto.
        Dieses Gejammer alles wäre zu teuer für Unternehmer kann ich nicht mehr hören. Dann sollen sie mal die ein oder andere Wirtschaftsschulung absolvieren, damit sie etwas mehr durchblick bekommen wie der Hase läuft.
        Wir leben immer noch in einem Luxus Staat. Ja, es könnte hier und da wirklich besser sein, aber hey, uns geht es doch noch wirklich sehr gut.
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von LesterPG
        Das ist in D nichts anderes, Ende der 80er haben bei uns auch noch Ungelernte am Maschinenverbund gearbeitet. Nannte sich dann "Maschinenbediener"(Melker, Bäcker, Kraftfahrer und sonstwas), dazu gab es noch besser bezahlte "Einrichter" die bei Umrüstungen oder Problemen ins Spiel kamen und die "Zwischenkontrolle" für maßliche Dinge.

        Mittlerweile sind es "selbstrüstende Werker" die allesamt "artverwannte Fachberufler" sind, deren Entlohnung liegt natürlich höher, auch wenn sie nicht an ehemalige Einrichter herankommen.
        China macht im Enteffekt die gleiche Entwicklung durch, haben nur später angefangen und im Techbereich im Turbodurchgang. :-D
        Richtig, als ich damals meinen Beruf gelernt habe gab es da noch einen niedrig gestellten Unterberuf, MBA - Metallbearbeiter, das waren Sonderschüler oder schlechte Hauptschüler, die dann Hilfstätigkeiten verrichteten.

        Es wird gerne vergessen, dass es hier auch Hilfstätigkeiten und Bandarbeiter gibt. Nicht mehr so viele, weil die Jobs meistens schlecht sind und noch schlechter bezahlt werden und niemand mehr sowas machen will, aber sie gibt es.
      • Von LesterPG
        Zitat von Spiritogre
        Genau wie in Deutschland haben auch in China "Bandarbeiter" ihren Job gelernt.
        Das ist in D nichts anderes, Ende der 80er haben bei uns auch noch Ungelernte am Maschinenverbund gearbeitet. Nannte sich dann "Maschinenbediener"(Melker, Bäcker, Kraftfahrer und sonstwas), dazu gab es noch besser bezahlte "Einrichter" die bei Umrüstungen oder Problemen ins Spiel kamen und die "Zwischenkontrolle" für maßliche Dinge.

        Mittlerweile sind es "selbstrüstende Werker" die allesamt "artverwannte Fachberufler" sind, deren Entlohnung liegt natürlich höher, auch wenn sie nicht an ehemalige Einrichter herankommen.
        China macht im Enteffekt die gleiche Entwicklung durch, haben nur später angefangen und im Techbereich im Turbodurchgang. :-D
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von Batze
        Was redest du da. Vergleichst wirkliche Facharbeiter mit Bandarbeitern und China Sklaven. Schlimmer geht es kaum noch. Schäm dich.

        Genau wie in Deutschland haben auch in China "Bandarbeiter" ihren Job gelernt. Ich habe zufällig ein paar chinesische Bekannte, die zugegeben alle studiert haben, deren Qualifikation ist so schlecht nicht. Die kommen zugegeben alle aus Metropolen und da sind die (Netto-) Gehälter generell auch nicht übel. Das Problem in Deutschland ist wie gesagt der Bruttolohn sowie sonstige Nebenkosten, die es einfach unmöglich machen zu konkurrieren.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk