Mini-Gaming-PCs: Maße und Kühlung

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Mini-Gaming-PCs: Maße und Kühlung
Quelle: Jonbso 

Ihr sucht einen kleinen PC fürs Wohnzimmer? Wir bieten euch Tipps, was ihr beim Zusammenstellen beachten müsst, sowie Beispiel-PCs für 1375 und 1790 Euro.

Auf die Maße achten

Vor allem bei sehr kleinen Gehäusen müsst ihr sehr darauf achten, welche Maße es bei der Grafikkartenlänge sowie der zulässigen CPU-Kühler-Höhe gibt. Es gibt auch einige sehr kleine Gehäuse, die zwar für die Grafikkartelänge beispielsweise 32 Zentimeter Platz bieten, aber mit der Dicke der Grafikkarte nicht zurechtkommen. Oder Gehäuse, die nur so genannte Low-Profile-Grafikkarten unterstützen - damit ist gemeint, dass das Slotblech der Grafikkarte, das die Monitorausgänge beherbergt und an der Gehäuserückseite fixiert wird, kürzer als für den Standard üblich ist.

Low-Profile-Grafikkarten sind schmaler gebaut als normale GPUs, aber es gibt nur sehr wenige spielefähige Modelle auf dem Markt. Die derzeit schnellste Low-Profile-Grafikkarte ist die Gigabyte GeForce RTX 5060 OC Low Profile 8G, die ihr ab 300 Euro im Handel bekommt. Sie ist 18,2 Zentimeter lang und nur 6,9 Zentimeter breit, von der Höhe her benötigt sie aber trotzdem zwei Slots. Leistungsmäßig ist sie wegen ihrer nur 8GB VRAM nicht zu empfehlen. Daher raten wir euch davon ab, einen Gaming-PC in einem Gehäuse zu verwirklichen, das wegen der kompakten Maße eine Low-Profile-Grafikkarte verlangt.

Aber auch dann, wenn ein kleines Gehäuse für lange Grafikkarten mit normalem Slot-Profil genug Platz bietet und auch bei der Höhenangabe zwei oder drei Slots zulässt, muss man aufpassen. Denn manchmal passen nur dann Drei-Slot-Grafikkarten hinein, wenn man dafür komplett auf Gehäuselüfter verzichtet, was aber die Gesamtkühlung verschlechtert. Ebenso kann es sein, dass die maximal zulässige Grafikkartenlänge in der Praxis um 2,5 Zentimeter kleiner ausfällt, wenn man vorne einen Lüfter einbauen will - denn typische 120mm-Lüfter haben eine Rahmenbreite von 2,5 Zentimetern. Einige Mini-Gehäuse bieten übrigens eine Riser-Card, durch die die Grafikkarte um 90 Grad gedreht eingebaut wird, um Platz zu sparen. Hier muss man darauf achten, dass die Riser-Card PCie 4.0 oder 5.0 bietet. Das folgende Bild zeigt ein ITX-Gehäuse mit einer per Riser-Card eingebauten Grafikkarte.

Lian Li DAN Cases A4 H2O mit eingebauter Grafikkarte. Quelle: Lian Li Lian Li DAN Cases A4 H2O mit via Riser-Card eingebauter Grafikkarte.

CPU-Kühler und Radiatoren

Ein anderes Thema sind CPU-Kühler. Normalerweise benutzt man Tower-Kühler, deren Lüfter die Luft durch das Gehäuse saugt und dann nach hinten herausbläst. Bei sehr kleinen Gehäusen passen diese aber oftmals nicht mehr hinein. Die Alternative sind Top-Blow-Kühler, deren Lüfter die Luft nach unten auf die CPU blasen. Nur mit einem solchen Kühler könnt ihr auch dann euren PC verwirklichen, wenn das Gehäuse bei der Kühlerhöhe beispielsweise maximal 60 oder gar nur 40 Millimeter Platz bietet - Tower-Kühler sind wiederum eher ab mindestens 80 Millimeter hoch. All-in-One-Wasserkühler, bei denen der Kühlkörper meist eher flach ist, sind dabei auch ofrmals keine wirkliche Lösung. Denn die AiO-Wasserkühler haben einen Radiator mit einem oder mehreren Lüftern. Gehäuse, die klein sind und trotzdem Radiatoren genug Platz bieten, ohne die Grafikkarte zu behindern, sind selten.

Denn auch dann, wenn ein Radiator hineinpasst, solltet ihr aber aufpassen. Nicht selten funktioniert der Einbau nur dann, wenn man ein Laufwerk weglässt oder bei der Grafikkarte Einschränkungen akzeptiert. Oder aber der eigentliche Radiator passt zwar, aber Bauteile des Gehäuses sind so nah am Radiator, dass es unmöglich ist, an die Anschlüsse mit den nötigen Schläuchen heranzukommen. Plant daher sehr gut voraus, schaut euch Reviews eueres Wunschgehäuses an und informiert euch beim Hersteller. Und zwar vor allem dann, wenn ihr sehr darauf aus seid, ein besonders kleines Gehäuse zu verwenden. Auch das Netzteil kann ein Fallstrick sein, denn zum einen braucht man oftmals das kleinere SFX-Format, zum anderen können modulare Modelle wegen der am Netzteil eingesteckten recht starren Kabelenden schwer einzubauen sein.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Ich habe bei meinem letzten Small-Form-Factor Gehäuse die leidige Erfahrungen machen müssen, dass Platz gar nicht mehr so der entscheidende Faktor war. Man bekommt z.B. im Silvstone Milo 12 alles gut unter (https://www.silverstonete...), aber beim CPU Kühler kam ich auf keinen grünen Zweig. Nicht baulich, sondern von der Kühlleistung. Die Folge, die Temperatur war unter Last konstant über 90 Grad Celsius. :(
        Dann lieber in die breite als in die Höhe investieren, damit man einen guten CPU Kühler drauf bekommt.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Ich habe bei meinem letzten Small-Form-Factor Gehäuse die leidige Erfahrungen machen müssen, dass Platz gar nicht mehr so der entscheidende Faktor war. Man bekommt z.B. im Silvstone Milo 12 alles gut unter (https://www.silverstonete...), aber beim CPU Kühler kam ich auf keinen grünen Zweig. Nicht baulich, sondern von der Kühlleistung. Die Folge, die Temperatur war unter Last konstant über 90 Grad Celsius. :(
        Dann lieber in die breite als in die Höhe investieren, damit man einen guten CPU Kühler drauf bekommt.
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