Mini-Gaming-PC: Tipps zum Zusammenstellen - Zwei Beispiel-PCs für 1375 und 1790 Euro
Ihr sucht einen kleinen PC fürs Wohnzimmer? Wir bieten euch Tipps, was ihr beim Zusammenstellen beachten müsst, sowie Beispiel-PCs für 1375 und 1790 Euro.
Vor allem fürs Wohnzimmer ist es nicht verkehrt, wenn ein Gaming-PC eher kompakte Maße hat. Wir schildern euch daher heute, was ihr beachten müsst, wenn ihr euch einen besonders kompakten Gaming-PC anschaffen wollt. Wir haben auch zwei kleine Beispiel-PCs für 1375 und 1790 Euro zusammengestellt, deren endgültige Gamingleistung ihr durch die konkrete Auswahl von CPU und Grafikkarte noch anpassen könnt. Gaminghardware in einem kleinen Gehäuse unterzubringen ist prinzipiell nämlich kein wirkliches Problem mehr.
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Lediglich für eine Top-Gaming-Leistung und/oder für den Fall, dass ihr die CPU übertakten wollt, wird es kompliziert. Zudem muss es auch in der Einsteigerklasse weiterhin ein Mindestmaß an Gehäusevolumen geben, da Gaminggrafikkarten ab einer für moderne Spiele ausreichenden Leistung stets mindestens zwei Slots in der Höhe benötigen. Dies betrifft auch Einsteigerserien wie die Nvidia GeForce RTX 5050, AMD Radeon RX 7600 oder Intels Arc B570/B580. Spätestens ab der unteren Mittelklasse (Nvidia GeForce RTX 5060 Ti und AMD Radeon RX 9060 XT) sind außerdem kaum Modelle unter 22 Zentimetern Länge zu haben, und selbst die kürzesten Modelle messen mindestens 20 Zentimeter.
Top-Hardware auch in kleinen Gehäusen
Von den riesigen Gehäuse-Größen, die manch alter Gaming-Hasen vielleicht noch aus den Zeiten kennt, als PCs ihre Metamorphose vom reinen Rechenknecht zur Gaming-Maschine machten, sind wir heute allerdings weit entfernt. Heutzutage sind gute Grafikkarten- und CPU-Kühler verfügbar, und man nutzt statt mehreren großen Festplatten eher M.2-SSDs sowie bei Bedarf noch eine kleine SATA-SSD. Optische Laufwerke sind zudem fast ausgestorben, so dass man sich auch den nötigen Einbauplatz bei einem Gehäuse sparen kann - ein Gehäuse kann somit deutlich leichter so entwickelt werden, dass es weniger hoch ist. Selbst High-End-Gaming-Hardware kann aus all diesen Gründen in einem recht kleinen Gehäuse eingebaut werden. Den Start für unsere Tipps machen wir damit, euch die Größenstandards für Gehäuse und Mainboards näherzubringen.
Quelle: Silentware
Silentware Air 10, µATX-Gehäuse
Formfaktoren: ATX und Co
Bei Mainboards gibt es genormte Bauformate für die Länge und Breite der Hauptplatinen. Die wichtigsten Bauformate, auch Formfaktoren genannt, sind (von klein nach groß): Mini-ITX, µATX, ATX und E-ATX. Durch die Maße der Mainboards ergeben sich automatisch auch Mindestmaße innerhalb von Gehäusen, so dass die Hersteller ihre Gehäuse so entwickeln, dass ein bestimmter maximaler Mainboard-Formfaktor hineinpasst. Hat ein Gehäuse also den ATX-Standard, passen maximal ATX-Mainboards, aber auch alle kleineren Mainboards hinein. Denn die Mainboards sind, egal welche Größe sie haben, im oberen linken Bereich immer sehr ähnlich beschaffen, da es Vorgaben für die Position des CPUs Sockels sowie für das Anschlusspanel gibt, das nach dem Einbau des Mainboards hinten am Gehäuse zugänglich ist.
Bei PC-Gehäusen für Gaming-Hardware ist der ATX-Standard meist die beste Wahl. Selbst die kleineren der ATX-Gehäuse bieten genug Raum für starke Hardware. Wer es aber noch kleiner haben möchte, nimmt den µATX-Standard sowie ein µATX-Mainboard. Für besonders kleine PCs ist dann noch die Mini-ITX-Größe gedacht, die aber einige Komplikationen mit sich bringen kann. Es gibt viele ITX-Gehäuse, in die rein auf dem Papier auch High-End-Hardware hineinpasst, was aber am Ende dann doch oftmals scheitert. Zudem sind Mini-ITX-Mainboards rar gesät und bezogen auf ihre Ausstattung relativ teuer. Trotzdem wird einer unserer PCs den Mini-ITX-Standard bieten. Wenn ihr euch ein eigenes Gehäuse aussucht, dann könnt ihr anhand des Volumens, das es bietet, in etwa auf die Größe schließen. Auf der nächsten Seite schildern wir die möglichen Probleme beim Hardwareinbau in kleine Gehäusen, die naturgemäß beim Mini-ITX-Standard deutlich eher auftreten können.

Dann lieber in die breite als in die Höhe investieren, damit man einen guten CPU Kühler drauf bekommt.