PC Aufrüsten: Grafikkarte aufrüsten? Kauftipps zu Grafikkarten
Egal ob ihr demnächst erscheinende grafische Knaller wie Assassins Creed: Unity, Battlefield Hardline oder The Witcher 3 auf hohen Details spielen wollt oder ob es euch nur darum geht, euren PC für das neue World of Warcraft-Addon Warlords of Draenor fitzumachen: wir geben euch die passenden Aufrüst-Tipps!
Grafikkarten-Kauftipps
Als das absolute Minimum, was moderne Games betrifft, sehen wir die AMD R7 260X, die es in der empfehlenswerten Variante mit zwei Gigabyte ab etwa 100 Euro gibt (zum Beispiel von den Herstellern HIS, XFX oder Sapphire). Nvidia-Fans nehmen die GTX 750 Ti, die allerdings bei ähnlicher Leistung 20 Euro mehr kostet (zum Beispiel von Palit, Gainward oder Inno3D). Diese Modelle bieten aber vor allem bei neueren Titeln wirklich nur eine ausreichende Grundleistung, mehr nicht.
In diesem Artikel
- Seite 1 PC Aufrüsten: Einleitung; Beispiel World of Warcraft
- Seite 2 PC Aufrüsten: Prozessor aufrüsten oder nicht?
- Seite 3 PC Aufrüsten: CPU- und Mainboard-Kauftipps
- Seite 4 PC Aufrüsten: Grafikkarte aufrüsten? Kauftipps zu Grafikkarten
- Seite 5 PC Aufrüsten: Netzteil und Arbeitsspeicher
- Seite 6 Bildergalerie
Wer keine argen Geldsorgen hat, der sollte daher ohnehin lieber mindestens zu der gut 50 Prozent schnelleren AMD R9 270X greifen, die ab 150 Euro zu haben ist - diese reicht mit einer modernen CPU zusammen auch für höhere Detailstufen bei neuesten Spielen noch gut aus - für ein Spiel wie World of Warcraft: Warlords of Draenor wird die Leistung auch für maximale Details sehr gut ausreichen. Nvidia verlangt übrigens für die gleichstarke GTX 760 gleich 40 Euro mehr. Um Besitzern von älteren Grafikkarten einen Anhaltspunkt zu geben, ob ihr aktueller Grafikbolide derzeit noch gut genug ist oder lieber ersetzt werden sollte, haben wir versucht, euch vor allem zu älteren Grafikkarten und Modellserien eine Einschätzung zu geben. Wie auch bei CPUs hängt die Einschätzung natürlich auch immer vom eigenen Anspruch ab - es gibt keine absolut objektive Sichtweise, ab wann man aufrüsten sollte, außer natürlich für den Fall, dass ein Spiel selbst auf minimalen Details eher einer Diashow gleicht.
| Grafikkarten-Modelle | Empfehlung |
|---|---|
| Nvidia älter als GTX 400er-Serie | unbedingt aufrüsten |
| Nvidia 400er Serie unterhalb GTX 460 | unbedingt aufrüsten |
| Nvidia 500er-Serie unterhalb GTX 560 Ti | unbedingt aufrüsten |
| Nvidia 600er-Serie unterhalb GTX 650 Ti | unbedingt aufrüsten |
| Nvidia 700er-Serie unterhalb GTX 750 | unbedingt aufrüsten |
| Nvidia GTX 460, GTX 470, GTX 480 | aufrüsten lohnt sich |
| Nvidia GTX 560 Ti, GTX 570 | aufrüsten lohnt sich |
| Nvidia GTX 650 Ti, GTX 660 | aufrüsten lohnt sich |
| Nvidia GTX 580, GTX 670, GTX 760 | aufrüsten nicht nötig |
| AMD älter als Radeon 5000er-Serie | unbedingt aufrüsten |
| AMD 5000er-Serie unterhalb 5870 | unbedingt aufrüsten |
| AMD 6000er-Serie unterhalb 6870 | unbedingt aufrüsten |
| AMD 7000er-Serie unterhalb 7850 | unbedingt aufrüsten |
| AMD 5870, 6870, 6950 | aufrüsten lohnt sich |
| AMD 7850, 7870 | aufrüsten lohnt sich |
| AMD 7950, 7970 | aufrüsten nicht nötig |
Natürlich ist es je nach dem, was ihr ausgeben wollt und welche Leistung ihr erwartet, auch durchaus noch sinnvoll, mehr als die 150 Euro für eine AMD R9 270X zu investieren. Für 180 Euro bekommt ihr die AMD R9 280, die etwa 15 Prozent schneller als die AMD R9 270X ist.
Quelle: MSI
MSI R9 270X Gaming
Weitere 15 Prozent mehr Leistung liefern zwei sehr gute Grafikkarten der gehobenen Mittelklasse: die AMD R9 280X (ab 220 Euro) und die Nvidia GTX 770 (ab 240 Euro). Wegen der von Nvidia kürzlich veröffentlichten neuen GTX 970 bekommt ihr eine absolute Top-Grafikkarte von AMD inzwischen bereits ab 260 Euro: die AMD R9 290 setzt auf die Leistung der R9 280X und Nvidia GTX 770 weitere etwa 25 Prozent drauf und kostete vor kurzem noch über 300 Euro. Die neue Nvidia GTX 970 wiederum gab es bei Release für 300 Euro - sie ist ein bisschen schneller als die AMD R9 290, was ihr auch in unserem zwei Wochen alten Special zu den neuen Nvidia-Grafikkarten nachlesen könnt.
Quelle: PC Games Hardware
Palit GTX 970 Jetstream
Allerdings ist die GTX 970 aktuell nur sehr schwer aufzutreiben, so dass die Preise deutlich angezogen haben. Sollten die Preise wieder bei 300 Euro liegen, ist die GTX 970 aber ein klarer Kauftipp, auch da sie vergleichsweise wenig Strom verbraucht. 300 Euro kostet inzwischen auch die Nvidia GTX 780, die allerdings etwas schwächer als die günstigere AMD R9 290 ist. Noch teurere Grafikkarten sind nur für absolute Hardwarefreaks zu empfehlen, da sie nur wenig Mehrleistung bringen oder - wie bei der Nvidia GTX 980 - einen enormen Aufpreis für 15 bis 20 Prozent Leistungsplus verlangen. Übrigens: von welchem Hersteller eure Grafikkarte kommt, ist Nebensache. Die Hersteller wie Asus, MSI, Palit, Gigabyte und so weiter unterscheiden sich vor allem bei der Kühlung, die aber bei Versionen mit zwei bis drei Lüftern stets eher leise ist. Ansonsten ist eine Grafikkartenserie wie beispielsweise die Nvidia GTX 970 immer gleich schnell, egal ob sie von zum Beispiel Gainward oder EVGA angeboten wird.
Geh mal in 25er Raid, alles auf Max aufgedreht und dann ab nach Malkorok mit aktiviertem Recount. Da wirst du sehen wie deine i5 CPU samt guter Graka ins schwimmen kommt.
WoW läuft schon lange nicht mehr auf einem Rechner der zu Classic WoW noch ausreichte, wenn man auf Max. spielt.
Weiterhin - gerade da sich der Artikel ja an technische Laien richten soll - ist es in der Praxis für die heute üblichen Spiele eben gerade (noch) kein Vorteil, mehr als zwei CPU-Kerne zu haben, da die ersten Spiele überhaupt erst einen zweiten CPU-Kern zu verwenden beginnen, und die meisten noch single-threaded sind (es mag wenige Ausnahmen geben, die mir noch nicht bekannt sind).
Insoweit müsste eine Kaufempfehlung meiner Meinung nach darauf lauten, eher eine höher getaktete CPU (gleicher Architektur) mit weniger Kernen zu wählen.
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Bzgl. der "Watt-Zahl" (und verwandten Scheußlichkeiten), finde ihc nicht, dass das Argument stichhaltig ist. Es wird ja auch an anderer Stelle nicht von der Euro-Zahl gesprochen, wenn es um die Preise der einzelnen Komponenten geht.
Eine letzte Anmerkung hätte ich übrigens noch zur Mainboard-Beratung: Hier wurde letztlich die Aussage geprägt, dass es gleichgültig ist, welches MB man nimmt, solange denn der richtige CPU-Sockel drauf ist. Dem würde ich entgegenhalten, dass es sehr wohl auch leistungsmäßige Unterschiede gibt, nämilch - mindestens - abhängig vom Chipsatz (es gibt je nach Sockel durchaus mehrere unterschiedliche). Außerdem unterscheiden sich manche Boards durchaus nicht unerheblich in der Dauer der Boot-Zeiten (das mag für viele uninteressant sein), sowie in der Leerlauf-Leistungsaufnahme (das wiederum könnte dann doch wieder interessant sein).
Ich verstehe schon, dass eure Zielgruppe weder IT-Professionals noch Physiker sind. Allerdings beim folgenden Zitat musste ich dann doch erstmal durchatmen:
< quote>"Ein Thread ist vereinfacht gesagt wie eine Art eigener Prozessorkern."</quote>
Wie bitte? Das ist keine Vereinfachung, sondern in der Sache schlichtweg _falsch_. Ein Thread ist in erster Linie ein Ausführungsstrang von zusammengehördenden Anweisungen. Gemeint ist offensichtlich "Hyperthreading", d.h. die _Fähigkeit_ eines CPU-Kernes, zwei Ausführungsstränge logisch (d.h. aus Sicht bspw. des Betriebssytems) parallelisiert auszuführen.
Eine differenzierte Erörterung, wie überhaupt eine größere Anzahl logischer oder phyischer CPU-Kerne zu beurteilen sind, wäre nebenbei bemerkt durchaus angemessen gewesen.
Weiter wird später im Artikel wild mit Begriffen wie "Watt-Zahlen" hantiert. Hinweis an den geneigten Autor: hierfür gibt es einen Fachbegriff, und der nennt sich LEISTUNG!
Aber für Kritik bin ich immer dankbar - ich hoffe nur, dass du die Beweggründe hier akzeptieren kannst.
Ich verstehe schon, dass eure Zielgruppe weder IT-Professionals noch Physiker sind. Allerdings beim folgenden Zitat musste ich dann doch erstmal durchatmen:
<quote>"Ein Thread ist vereinfacht gesagt wie eine Art eigener Prozessorkern."</quote>
Wie bitte? Das ist keine Vereinfachung, sondern in der Sache schlichtweg _falsch_. Ein Thread ist in erster Linie ein Ausführungsstrang von zusammengehördenden Anweisungen. Gemeint ist offensichtlich "Hyperthreading", d.h. die _Fähigkeit_ eines CPU-Kernes, zwei Ausführungsstränge logisch (d.h. aus Sicht bspw. des Betriebssytems) parallelisiert auszuführen.
Eine differenzierte Erörterung, wie überhaupt eine größere Anzahl logischer oder phyischer CPU-Kerne zu beurteilen sind, wäre nebenbei bemerkt durchaus angemessen gewesen.
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Weiter wird später im Artikel wild mit Begriffen wie "Watt-Zahlen" hantiert. Hinweis an den geneigten Autor: hierfür gibt es einen Fachbegriff, und der nennt sich LEISTUNG!
Die R9 290 wäre dann nochmal ca 25% schneller und derzeit unter 300€ auch lieferbar - die GTX 970 ist 5-6% schneller als die R9 290, aber die gibt es derzeit kaum zu haben. Ansonsten wird die mit 300-330€ gelistet.
Aber den Phenom muss ersetzt werden für die neuen games?! Weil eigentlich klingt doch 6 cores und 3.8 GHz nicht so schlecht. Ich weiss natürlich dass der is halt schon recht alt ist.
Zu was für nem Mainboard würdet ihr raten? Ich dachte so an die CPU i7 4771.
Ein Core i3 Dualcore mit 3,2Ghz ist schon stärker in Games als ein X6, teils ist sogar ein 50-60€-Dualcore Pentium nicht schlechter als der beste Phenom. Zudem gibt es derzeit so gut wie keinen Vorteil durch die 2 Kerne mehr im Vergleich zu einem Quadcore, weil kaum ein Spiel daraufhin auch nur ansatzweise optimiert ist. Aber auch die aktuellsten 6/8-Kerner von AMD FX-8350 oder die 9000er sind denen von Intel trotz höherem Takt unterlegen, die 9000er sind dabei sogar teurer als die Core i5-Modelle von Intel..
und als CPU würde ich, wie es auch im Artikel steht, den Xeon E3-2131v3 nehmen - der ist wie ein Core i7, nur dass er keine Grafikeinheit hat, die man eh nicht braucht bei Nutzung einer Grafikkarte, und der Takt ist vlt nen Tick geringer, was du aber nur in Grenzfällen mal merken KÖNNTEST - dafür kostet der aber 40-50€ weniger als ein Core i7.