Kaufberatung Hexacores: Lohnen sich sechs Kerne für Gamer?
Hexacores, also Prozessoren mit sechs Kernen, spielen bei Kaufberatungen mehr und mehr eine Rolle. Ist die Zeit schon reif, sich einen Hexacore wie einen AMD X6 1055T anzuschaffen? Dies klären wir in unserem Hardware-Special.
Seit einigen Monaten sind von AMD die ersten Hexacore-CPUs für den Sockel AM3 erhältlich. Auch Intel bietet solche CPUs für den Sockel 1366 an. In unserem Special beantworten wir Ihnen die Frage, ob sich der Kauf einer Hexacore-CPU bereits lohnt, egal ob Sie gerade ohnehin ein neues System zusammenstellen oder nur überlegen, die vorhandene CPU zu ersetzen.
Viele User denken: mehr Kerne = mehr Leistung! Doch so einfach ist es nicht. Spiele oder Anwendungen nutzen nicht immer automatisch alle verfügbaren Kerne. Als vor etwa drei bis vier Jahren Quadcores (Vierkern-CPUs) erschwinglich wurden, griffen bereits viele bei einem Neukauf zu eben einer solchen CPU. Doch lange Zeit hatte man keinerlei Vorteile, da Spiele und Anwendungen die zusätzlichen zwei Kerne nicht oder nur mäßig unterstützen - im Gegenteil: mit einem Dualcore zum gleichen Budget, der dafür aber einen höheren Takt hatte, wäre man lange Zeit besser bedient gewesen - man hätte sich also ebenso gut erst später einen Quadcore kaufen können, mit einem höherem Takt als die Pioniere unter Quadcores.
Inzwischen bringen Quadcores bei vielen Spielen spürbar mehr Performance als Dualcores, eine gute Grafikkarte vorausgesetzt. Grand Theft Auto 4 (Ende 2008) war im Grunde das erste Spiel, bei dem ein Quadcore wirklich sehr hilfreich war. Doch was ist mit den neuen Hexacores? Eines ist klar: bei gleichem Takt pro Kern sind die Hexacores nicht schlechter als Quadcores, aber sie kosten nun einmal spürbar mehr - lohnt sich also schon jetzt ein Kauf beziehungsweise ein Umstieg, wenn man Preis und Leistung gegenüberstellt?
