Grafik-RAM: Grafik-RAM und Texturen; MODs und Downsampling
Zwei Gigabyte Grafik-RAM waren bislang völlig ausreichend auch für anspruchsvolle Spiele. Doch nun werden für manche Spiele bereits vier Gigabyte Video-RAM empfohlen - beim Texturenpack zum Spiel Mittelerde: Mordors Schatten sogar sechs Gigabyte. Wie wollen einiges zum Thema Grafik-RAM und Texturen erklären und uns diese Entwicklung näher ansehen.
Grafik-RAM und Texturen
Der Zusammenhang zwischen Grafik-RAM und Texturen dürfte eigentlich nun klar sein: damit die Objekte realistisch aussehen, müssen viele und auch möglichst qualitativ hochwertige Texturen mit hoher Auflösung verwendet werden. Eine höhere Auflösung bedeutet wiederum, dass die Textur auch mehr Speicherplatz benötigt als eine Textur mit geringerer Auflösung. Da die Textur für ein flüssiges Spielen am besten bereits im Grafik-RAM vorhanden sein sollte, spielt es natürlich auch eine Rolle, wie viel Grafik-RAM die Grafikkarte besitzt.
In diesem Artikel
Wenn zu wenig Grafik-RAM zur Verfügung steht, müssen die Texturen immer wieder von der Festplatte nachgeladen werden - dies kann zu einer Art Datenstau und einem ruckeligen Spiel führen. Die Grafikkarte könnte ja an sich schon längst das neue Bild berechnen, muss aber auf das Laden der Textur in den Grafik-RAM warten, so dass die Spielegrafik stockt. Aus diesem Grunde zahlt es sich aus, wenn die Grafikkarte möglichst viel Grafik-RAM besitzt - vor allem mit Blick auf die Zukunft. Zudem setzen manche Grafik-Detailmodi daher auch eine Mindestmenge an Grafik-RAM voraus, um diesen Modus spielen zu können.
Bei unseren zwei Vergleich-Screenshots zu Call of Duty - Black OPs 2 war unsere Grafikkarte bei geringer Texturqualität mit ungefähr 700 Megabyte belegt - bei bestmöglicher Qualität mit der doppelten Menge. Es kursiert auch eine Theorie, warum gegebenenfalls der Bedarf an Grafik-RAM unnötig wächst: wie unsere Kollegen der PC Games Hardware berichten, könnte es sein, dass durch schlechte technische Umsetzung der Konsolen-Version eines Spiels auf den PC das Video-RAM für Dinge benutzt wird, die an sich dort nicht hingehören. Dies habe damit zu tun, dass die Konsolen keine dedizierten Grafikkarten mit eigenem RAM haben, sondern den Arbeitsspeicher der Konsole als Grafik-RAM nutzen.
Mods und Downsampling
Vor allem für Spiele, die Modifikationen der Spielinhalte erlauben, sind besonders die Mods beliebt, welche die grafische Qualität verbessern. Hier kann es passieren, dass ihr deutlich mehr Grafik-RAM benötigt als zuvor. Aber auch, wer für seinen PC höhere Auflösung als das normale Full-HD (1920 mal 1080 Pixel) nutzt oder Downsampling betreibt, muss mit einem höherem Bedarf an Grafik-RAM rechnen.
Quelle: PC Games Hardware
Downsampling bei The elder Scrolls Online
Beim Downsampling wird das Bild von der Grafikkarte in einer Auflösung berechnet, die deutlich höher als die Auflösung des Monitors ist. Danach wird das hochauflösende Bild auf die Auflösung herunter gerechnet, die zum Monitor passt - bei den allermeisten Spielern also Full-HD. Vorteil: durch die zunächst höhere Auflösung können mehr Details berechnet werden, die durch das geschickte herunterrechnen des Bildes auf normale Full-HD-Auflösung zu einem insgesamt ein wenig besseren Bild führen, als wenn die Grafikkarte direkt nur in Full-HD berechnet. Die Unterschiede sind nicht groß, aber je nach Spiel durchaus sichtbar. Allerdings wird für Downsampling natürlich deutlich mehr Grafik-Rechenpower und Grafik-RAM benötigt. Einiges zum Thema Downsampling findet ihr auch im Artikel unserer Kollegen der PC Games Hardware vom letzen Jahr, der immer noch aktuell ist und in dem ihr auch einige Beispielbilder findet.

Eben wegen dem Vorteil, dass man aufrüsten kann.
Speziell Grafikkarten, welche heute eine recht grosse Relevanz haben, ist der Aus- und Einbau eine schnelle Sache.
Wenn man keine Mobilität wünscht sind "Gaming-Laptops" komplett sinnlos.
Leute die sich einen Laptop kaufen und damit wirklich NUR an einem Platz "spielen" verstehe ich überhaupt nicht.
Hat nur Nachteile von A bis Z.
Das ist mir VÖLLIG neu, denn spielefähige Notebooks sind sehr teuer, im Schnitt ca doppelt so teuer wie ein PC, zudem nicht erweiterbar UND selbst das beste Notebook ist eher nur auf dem Niveau eines PCs "obere Mittelklasse". Vlt hast Du rel. viele Freunde, bei denen das so ist, aber die weitaus meisten, die Gaming betreiben, setzen allein aus Geldgründen viel eher auf einen PC. Selbst wer beruflich oder für Schule/UNI ein Notebook braucht, ist idR besser damit bedient, wenn er ein Officenotebook + einen Spiele-PC kauft anstatt ein "Gamingnotebook"
Ich vermute mal, du hast das hier? Schenker W504-8EN Preisvergleich | Geizhals Deutschland oder das MSI GT70-2PC8H11B (001763-SKU84) Preisvergleich | Geizhals Deutschland ? Für den Preis würdest Du ein Notebook bekommen, mit dem Du auf niedrigen Details so gut wie alles noch spielen kannst, falls Du unbedingt auch unterwegs spielen können willst, PLUS noch einen PC, der stärker als das Notebook mit der 870m ist ;)
Durch den größeren Grafiksspeicher erhoffe ich mir eher, die Texturen auch noch in 1-2 Jahren auf ein erträgliches Niveau stellen zu können, sodass das Spielen mit der Zeit nicht in Augenkrebs mutiert.
Mir ist natürlich bereits das ein oder andere Spiel untergekommen, bei dem das Notebook mit vollen Details kräftig ins schwitzen kam, aber dass war mir von vorn herein an klar ;-)
Mir ging es schlussendlich lediglich darum, dass auch Notebooks erwähnt werden sollen. Klar spielt der Großteil der Gamer auf Desktops, aber allein wenn man mal schaut, wie viele verschiedene Notebooks es gibt die allein für das Spielen ausgelegt sind, ist der Markt und somit das Interesse doch nicht zu verachten.
Erstens stimmt das ja gar nicht, dass die Anforderungen explodieren - vlt hast Du den Artikel ja gar nicht gelesen? An sich wird da nämlich eher gesagt, dass es zwar ansteigt, aber eher moderat und dass die EINZELFÄLLE von sehr hohem RAM-Bedarf eher was für Hardwarefreaks sind. Das hat nix mit den "Mindestanforderungen" zu tun, das sind nur spezielle Modi, die als absolute Ultra-Modi noch dazukommen.
und ansonsten:; Klar gibt es da andere Erklärungen als schlampige Konvertierung. Grad für die PC-Version gibt es ja oft auch Detailstufen, die viel besser als für die Konsolen sind. Und es sind ja nicht nur die Texturen schuld, sondern die Games werden immer aufwendiger, es gibt da oft auch einfach nur viel MEHR Objekte und daher auch mehr Texturen, die die Grafikkarte vorhalten muss. NOCH reichen ja 1-2 GB aus, aber die Spiele werden ja - selbst bei niedrigen Detailstufen - von Jahr zu Jahr trotzdem aufwendiger. Auch das Thema Open World spielt eine Rolle: bei Open World brauchst Du mehr Texturen als bei einem "Schlauchlevel"-Spiel UND man akzeptiert im Gegensatz zu einem nicht-OpenWorld-Titel auch keine Ladezeiten. Bei einem nicht-OpenWorld-Spiel kann man einfach das Level laden, für das vlt 2GB locker reichen, und dann kommt halt kurz ein Ladescreen, wenn es ins nächste Level geht.
Früher waren 512Mb viel, dann 1Gb, dann 2GB - und jetzt sind halt 4GB "viel" . Ein Game von vor 5-6 Jahren sieht halt schon schwächer aus als ein moderner Titel, dafür reichten damals 1GB dicke, heute müssen es eher 2GB sein für ein flüssiges Gaming. Ein Game von vor 4-5 Jahren lief mit ner Grafikkarte für damals 200€ wie zb AMD 6870 ordentlich - heute ist die 6870 nur noch auf Niveau einer Karte für 90€ (R9 260X), und wenn du nicht nur niedrige Details haben willst, brauchst Du mindestens eine R9 270X für 150€, die schon 60% mehr Leistung als die 6870 hat. Dann hast Du eine schönere Grafik, die halt sicher auch mehr/bessere Texturen als der niedrige Detailmodus hat.
Schau Dir doch mal den Screenshot im Artikel an von BlackOPs2 http://www.pcgames.de/Har... : die Textur bei geringeren Details ist viel viel schlechter als die bei maximalen Details und somit auch von der Dateigröße viel kleiner. Und die Texturen bei BlackOPs2 auf max sind wiederum im Vergleich zu aktuelleren Titeln wiederum auch eher schwach und klein.
ganze Weile dauern. Ansonsten hast Du mit 3-4GB Grafik-RAM halt Vorteile, und bei weniger RAM KANN es sein, dass Du halt wegen des Nachladens von Texturen&co halt maximal 40 FPS schaffst statt 50-60 FPS, die bei der gleichen Karte, wenn sie 3-4Gb hätte, drin wären.