Grafik-RAM: Texturen (mit Beispielgrafik)

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Grafik-RAM: Texturen (mit Beispielgrafik)
Quelle: PC Games Hardware

Zwei Gigabyte Grafik-RAM waren bislang völlig ausreichend auch für anspruchsvolle Spiele. Doch nun werden für manche Spiele bereits vier Gigabyte Video-RAM empfohlen - beim Texturenpack zum Spiel Mittelerde: Mordors Schatten sogar sechs Gigabyte. Wie wollen einiges zum Thema Grafik-RAM und Texturen erklären und uns diese Entwicklung näher ansehen.

Texturen

Eine Textur ist vereinfacht gesagt eine Art Aufkleber, der auf ein von der Grafikkarte berechnetes 3D-Objekt - im übertragenen Sinne - geklebt wird. Grundlage ist eine Bilddatei, die je nach dem, auf welches Objekt sie gehört, ein diffuses Muster oder auch klar definierte Formen und Farben als Bildinhalt aufweist.

Ein Beispiel für eine diffuses Muster: für einen grauen Felsen oder Stein ist eine Textur beispielsweise grau, allerdings mit mehreren Schattierungen aus verschiedenen Grautönen, dazu gegebenenfalls schwarze oder braune Flecken, oder auch dunklere und hellere Linien, die Risse simulieren sollen. Die Grafikkarte projiziert diese Textur dann auf ein 3D-Objekt, welches einen Stein darstellen soll. Ohne die Textur wäre dieses Steinobjekt nur ein glatter, einfarbiger Klumpen, der in der berechneten Grafik auf dem Boden liegt. Durch die Textur wirkt es aber wie echter Stein inklusive mit Macken, Rissen oder Furchen. Würde man den Stein bereits als 3D-Objekt wirklich mit Rissen und Dellen versehen, so würde dies deutlich mehr Rechenaufwand bedeuten - daher hilft die Textur dabei, den Stein ohne viel Rechenaufwand plastischer und realistischer aussehen zu lassen.

Ein Beispiel für eine klar definierte Textur wäre wiederum eine Häuserwand. Diese kann unter Umständen aus einer einzigen Textur bestehen. Das Haus als 3D-Objekt hat dann eventuell eine völlig ebene Front, benötigt also so gut wie keinen Rechenaufwand. Fenster, Türen, Mauerwerk usw. werden dann einfach über eine einzige Textur, die sozusagen wie ein Foto einer Häuserfront aussieht, auf diese flache Wand projiziert. Das ganze ähnelt dann einer Theaterkulisse - dies merkt man natürlich sofort, wenn man sich dem Haus im Spiel nähert. Doch für ein Haus im Hintergrund ist eine solche Textur perfekt geeignet, um Rechenpower zu sparen. Ein Haus, dem man nahe kommt, besteht dann doch auch aus deutlich mehr Flächen und Einzelobjekten. Als Texturen gibt es dann getrennte Texturen beispielsweise für die Haustüre, mehrere Mauertexturen für die Wände, eine Holztextur für die Fensterrahmen und so weiter.

Wir haben auch ein anschauliches Beispiel einer Textur für euch vorbereitet: der Screenshot unten stammt aus Call of Duty - Black OPs 2. Links und in der Mitte sind die Texturen auf geringe Qualität eingestellt - vor allem aus der Nähe ist der Strohballen ein einziger Grafikmatsch. Rechts sind die Texturen auf maximal möglicher Qualität und im gleichen Abstand wie in der Mitte. Der Strohballen sieht dadurch um ein Vielfaches realistischer und plastischer aus, auch wenn das Spiel grafisch trotzdem aktuelleren Titeln weit hinterherhinkt.
Strohballen Call of Duty: Black OPs 2 Quelle: Antonio Funes Strohballen Call of Duty: Black OPs 2

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  1. Seite 1 Grafik-RAM: Einleitung; Was ist Grafik-RAM
  2. Seite 2 Grafik-RAM: Texturen (mit Beispielgrafik)
  3. Seite 3 Grafik-RAM: HD-Texturen
  4. Seite 4 Grafik-RAM: Grafik-RAM und Texturen; MODs und Downsampling
  5. Seite 5 Grafik-RAM: Fazit und Grafikkarten-Kauftipps
    • Kommentare (29)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Wut-Gamer Spiele-Kenner/in
        Zitat von tomparis82
        Naja, die Auflösung ist aber auch richtig "sorry" schlecht. Da siehste ja mehr Pixel als Grafik.
        Das ist für einen 19-Zoll Monitor normal und völlig ausreichend.
      • Von Wut-Gamer Spiele-Kenner/in
        Zitat von tomparis82
        Naja, die Auflösung ist aber auch richtig "sorry" schlecht. Da siehste ja mehr Pixel als Grafik.
        Das ist für einen 19-Zoll Monitor normal und völlig ausreichend.
      • Von HanFred Spiele-Guru
        Notebooks haben halt auch einen höheren WAF, das darf nicht unterschätzt werden. :-D
      • Von AC3 Hobby-Spieler/in
        Zitat von McDrake
        Ich glaube im Gaming-Bereich haben eben die meisten einen Desktop.
        Eben wegen dem Vorteil, dass man aufrüsten kann.
        Speziell Grafikkarten, welche heute eine recht grosse Relevanz haben, ist der Aus- und Einbau eine schnelle Sache.
        Der Vorteil ist das die Hardware billiger und schneller ist.
        Wenn man keine Mobilität wünscht sind "Gaming-Laptops" komplett sinnlos.

        Leute die sich einen Laptop kaufen und damit wirklich NUR an einem Platz "spielen" verstehe ich überhaupt nicht.
        Hat nur Nachteile von A bis Z.

        Zitat
        Ich habe mir ein solches Gerät gekauft, da ich viel unterwegs bin
        Das sollte auch der Hauptgrund sein.
      • Von Ballerer Anwärter/in
        Zitat von Herbboy
        Nichts für ungut, aber da fällst Du auf die auf dem Papier tollen Werte rein, denn DIE Grafikmodi, die wirklich 3-4GB oder sogar mehr brauchen, wird die - im Vergleich zu Desktopkarten lahme - 870m eh nicht schaffen ;) die 870m ist mit Wohlwollen vlt. auf dem Niveau einer AMD R9 270X oder GTX 760, und das sind beides sicher keine Karten, die für zukünftige Ultra-Details mit HD-Texturen ausreichen werden, selbst wenn die 6 oder meinetwegen auch 12GB eigenes RAM hätten. D.h. die 6GB RAM nutzen Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit an sich rein gar nix.

        Das ist mir VÖLLIG neu, denn spielefähige Notebooks sind sehr teuer, im Schnitt ca doppelt so teuer wie ein PC, zudem nicht erweiterbar UND selbst das beste Notebook ist eher nur auf dem Niveau eines PCs "obere Mittelklasse". Vlt hast Du rel. viele Freunde, bei denen das so ist, aber die weitaus meisten, die Gaming betreiben, setzen allein aus Geldgründen viel eher auf einen PC. Selbst wer beruflich oder für Schule/UNI ein Notebook braucht, ist idR besser damit bedient, wenn er ein Officenotebook + einen Spiele-PC kauft anstatt ein "Gamingnotebook"

        Ich vermute mal, du hast das hier? Schenker W504-8EN Preisvergleich | Geizhals Deutschland oder das MSI GT70-2PC8H11B (001763-SKU84) Preisvergleich | Geizhals Deutschland ? Für den Preis würdest Du ein Notebook bekommen, mit dem Du auf niedrigen Details so gut wie alles noch spielen kannst, falls Du unbedingt auch unterwegs spielen können willst, PLUS noch einen PC, der stärker als das Notebook mit der 870m ist ;)
        Es ist letzteres Notebook. Mir ist vollkommen bewusst, dass das Gerät nicht in der Lage ist, über Jahre hinweg volle Details zu ermöglichen. Ich habe mir ein solches Gerät gekauft, da ich viel unterwegs bin, meine Daten nicht in eine Cloud legen möchte aber trotzdem immer dabei haben möchte und eben unterwegs gern auch mal spiele, gerade bei langen Aufenthalten "außer Haus". Mobilität ist bei dem Gerät so eine Sache. Vorher hatte ich ein Lenovo Thinkpad Edge E130 mit Core i3 Prozessor, für die Arbeit unterwegs war es Ideal aber eben nicht fürs spielen. Und zu Hause stand ein betagter Desktop, der nicht mal mehr für Watch Dogs ausreichte.

        Durch den größeren Grafiksspeicher erhoffe ich mir eher, die Texturen auch noch in 1-2 Jahren auf ein erträgliches Niveau stellen zu können, sodass das Spielen mit der Zeit nicht in Augenkrebs mutiert.

        Mir ist natürlich bereits das ein oder andere Spiel untergekommen, bei dem das Notebook mit vollen Details kräftig ins schwitzen kam, aber dass war mir von vorn herein an klar ;-)

        Mir ging es schlussendlich lediglich darum, dass auch Notebooks erwähnt werden sollen. Klar spielt der Großteil der Gamer auf Desktops, aber allein wenn man mal schaut, wie viele verschiedene Notebooks es gibt die allein für das Spielen ausgelegt sind, ist der Markt und somit das Interesse doch nicht zu verachten.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von shaboo
        Früher hing der bei einer Grafikkarte benötigte bzw. sinnvolle Speicher im wesentlichen von der maximalen Auflösung und der Farbtiefe ab. Wie kann es da eigentlich sein, dass 1920 x 1080 Pixel und 32 Bit Farbtiefe seit gefühlten hundert Jahren Quasi-Standard sind (auch heute noch), plötzlich aber die Anforderungen an den Grafikspeicher explodieren? Zumal es ja auch bei den Prozessoren in den letzten Jahren keine derartigen Leistungssprünge gab, dass die Grafikkarten sich da jetzt wahnsinnige Mühe geben müssten, mitzuhalten. Dass man für HD+ oder 4K-Auflösungen Texturen bereit stellt, die von 4 und mehr GB Grafikspeicher profitieren, dagegen ist ja nichts einzuwenden, aber warum für normale HD-Auflösung (gerade bei nicht-maximalen Grafikeinstellungen) plötzlich 1 oder 2 GB Speicher nicht mehr ausreichen sollen, das soll mir wirklich mal ein technisch Berufener erklären. Gibt es dafür wirklich noch andere vernünftige Erklärungen als schlampige Implementierung/Konvertierung?

        Erstens stimmt das ja gar nicht, dass die Anforderungen explodieren - vlt hast Du den Artikel ja gar nicht gelesen? An sich wird da nämlich eher gesagt, dass es zwar ansteigt, aber eher moderat und dass die EINZELFÄLLE von sehr hohem RAM-Bedarf eher was für Hardwarefreaks sind. Das hat nix mit den "Mindestanforderungen" zu tun, das sind nur spezielle Modi, die als absolute Ultra-Modi noch dazukommen.

        und ansonsten:; Klar gibt es da andere Erklärungen als schlampige Konvertierung. Grad für die PC-Version gibt es ja oft auch Detailstufen, die viel besser als für die Konsolen sind. Und es sind ja nicht nur die Texturen schuld, sondern die Games werden immer aufwendiger, es gibt da oft auch einfach nur viel MEHR Objekte und daher auch mehr Texturen, die die Grafikkarte vorhalten muss. NOCH reichen ja 1-2 GB aus, aber die Spiele werden ja - selbst bei niedrigen Detailstufen - von Jahr zu Jahr trotzdem aufwendiger. Auch das Thema Open World spielt eine Rolle: bei Open World brauchst Du mehr Texturen als bei einem "Schlauchlevel"-Spiel UND man akzeptiert im Gegensatz zu einem nicht-OpenWorld-Titel auch keine Ladezeiten. Bei einem nicht-OpenWorld-Spiel kann man einfach das Level laden, für das vlt 2GB locker reichen, und dann kommt halt kurz ein Ladescreen, wenn es ins nächste Level geht.

        Früher waren 512Mb viel, dann 1Gb, dann 2GB - und jetzt sind halt 4GB "viel" . Ein Game von vor 5-6 Jahren sieht halt schon schwächer aus als ein moderner Titel, dafür reichten damals 1GB dicke, heute müssen es eher 2GB sein für ein flüssiges Gaming. Ein Game von vor 4-5 Jahren lief mit ner Grafikkarte für damals 200€ wie zb AMD 6870 ordentlich - heute ist die 6870 nur noch auf Niveau einer Karte für 90€ (R9 260X), und wenn du nicht nur niedrige Details haben willst, brauchst Du mindestens eine R9 270X für 150€, die schon 60% mehr Leistung als die 6870 hat. Dann hast Du eine schönere Grafik, die halt sicher auch mehr/bessere Texturen als der niedrige Detailmodus hat.

        Schau Dir doch mal den Screenshot im Artikel an von BlackOPs2 http://www.pcgames.de/Har... : die Textur bei geringeren Details ist viel viel schlechter als die bei maximalen Details und somit auch von der Dateigröße viel kleiner. Und die Texturen bei BlackOPs2 auf max sind wiederum im Vergleich zu aktuelleren Titeln wiederum auch eher schwach und klein.

        ganze Weile dauern. Ansonsten hast Du mit 3-4GB Grafik-RAM halt Vorteile, und bei weniger RAM KANN es sein, dass Du halt wegen des Nachladens von Texturen&co halt maximal 40 FPS schaffst statt 50-60 FPS, die bei der gleichen Karte, wenn sie 3-4Gb hätte, drin wären.
      Direkt zum Diskussionsende
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