Gaming-PC zusammenstellen: PC-Format wählen und unser 800 Euro-PC
Welches Gehäuseformat und Mainboard solltet ihr wählen? Unser 800 Euro PC.
Gehäuse- und Mainboard-Formate wählen
Unsere PCs werden allesamt ATX-Gehäuse nutzen, wobei wir innerhalb der ATX-Familie keine extragroßen Modelle verwenden. Für einen Gaming-PC benötigt man nämlich bereits nicht mehr zwingend ein Gehäuse mit extrem viel Platz im Inneren. Wichtig ist nur, dass die Grafikkarte von der Länge her ausreichend Raum hat und man beim CPU-Kühler nicht gezwungen ist, einen vergleichsweise flachen Kühler zu verwenden.
Solltet ihr eine AiO-Wasserkühlung verwenden wollen (AiO = All in One), dann achtet darauf, dass es im Gehäuse einen passenden Einbauplatz für die Radiatorgröße der AiO-Wasserkühlung gibt. Gängige Größen sind 120, 240 und 360, was sich auf die Gesamtbreite des Radiators bezieht. Bei den drei Beispielgrößen sitzen ein, zwei oder drei 120mm-Lüfter auf dem Radiator. Beim Mainboard gibt das Gehäuse die maximal mögliche Größe vor - in ein ATX-Gehäuse passen ATX-Mainboard, aber auch die kleineren Formate µATX und Mini-IXT. Ein Mainboard mit dem großen E-ATX-Format würde aber nicht in ein ATX-Gehäuse passen.
Ein E-ATX-Gehäuse solltet ihr nur wählen, wenn ihr aus irgendeinem Grund unbedingt ein Mainboard kaufen wollt, das das E-ATX-Format hat. Solche Mainboards sind eher im Bereich der Sockel und Mainboards für Server-CPUs zu finden. Bei den Mainboards für die Mainstream-Sockel findet ihr E-ATX-Mainboards hingegen selten, zudem sind sie kostspielig: Für den AMD Sockel AM5 haben nur 10 von über 300 Mainboard-Modellen auf dem Markt das E-ATX-Format, wobei das günstigste Modell 380 Euro kostet. Bei Intels Sockel 1851 bieten acht der derzeit über 140 Mainboard-Modelle das E-ATX-Format, das günstigste kostet 600 Euro. In unseren vier PCs werden alle Mainboards deutlich unter 200 Euro kosten. Das besonders kleine Mini-ITX-Format solltet ihr beim Mainboard nur dann wählen, falls ihr unbedingt einen Mini-PC in einem Mini-ITX-Gehäuse verwirklichen wollt. Ansonsten raten wir euch zu einem ATX-Gehäuse plus ATX-Mainboard oder auch dem preislich oft attraktiven µATX-Format.
Quelle: MSI
Das ATX-Format hat Maße von bis zu 305x244 Millimetern - als Beispiel hier ein MSI B850 Gaming Plus WIFI6E.
Einsteiger-PC für 800 Euro
Wir starten nun mit dem ersten unserer vier PCs, einem "Budget"-PC, der wegen der hohen Speicherpreise leider trotzdem nicht wenig Geld kostet. Da wir auf DDR4-RAM setzen, sind die Aufpreise für das RAM aber zumindest noch erträglich. Wir nehmen nur 16GB DDR4-3200-RAM, und zwar einen einzelnen Riegel, sodass ihr bei Gelegenheit einen zweiten Riegel nachrüsten könnt. Als CPU wählen wir einen AMD Ryzen 5 5600 (6 Kerne, 12 Threads - bis zu 4,2 GHz) und dazu passend ein Sockel AM4-Mainboard mit B550-Chipsatz. Hinzu kommt eine Intel Arc B580-Grafikkarte, die im Gegensatz zu anderen GPUs in dieser Preisklasse 12GB und nicht nur 8GB VRAM hat. Diese Komponenten wählen wir:
- CPU: AMD Ryzen 5 5500 Boxed inklusive Standardkühler - bei Galaxus für 89,89 Euro
- Mainboard: ASRock B550M Phantom Gaming 4 - bei Amazon für 78,90 Euro
- RAM: 1 Riegel 16GB DDR4-RAM G.Skill Aegis 3200 MHz, CL16 - bei Galaxus für 129,89 Euro
- Grafikkarte: ASRock Arc B580 Challenger, 12GB VRAM - bei Amazon für 294,25 Euro
- SSD: PNY CS900, SATA, 1000GB - bei Galaxus für 113 Euro
- Gehäuse: Sharkoon VS8 RGB inkl. 3 Lüftern - bei Amazon für 39,90 Euro
- Netzteil: Xilence XP550R10, 550 Watt - bei Amazon für 43,99 Euro
Mit diesen Bauteilen kommen wir aufgerundet auf 800 Euro. Optionen für mehr Power sind eine AMD Radeon RX 9060 XT als Grafikkarte (ab 340 Euro), die euch gute 20 Prozent mehr Leistung bringen kann. Bei der CPU könnt ihr auch einen AMD Ryzen 5 5600 oder 5600X nehmen, oder aber einen Intel Core i5-12400F, wobei ihr dann ein Sockel 1700-Mainboard benötigt, am besten mit B760-Chipsatz. Bei der SSD solltet ihr je nach Verfügbarkeit und Preis lieber ein Modell im M.2-Format wählen - aus Kostengründen belassen wir es hier bei einer SATA-SSD. Eine SSD mit 2000GB ist pro Gigabyte etwas günstiger, macht den PC aber trotzdem um 100 Euro teurer.

Kommt drauf an. Ich bin nach etwa 20 Jahren PC only Gaming dann irgendwann mal vor 10 Jahren zu Konsolen gewechselt und ganz ehrlich, ich vermisse den PC kein bißchen.
Weder im Spielebereich, noch beim arbeiten. Wobei ich von Windows-PC‘s spreche. Ich hatte von Windows irgendwann so dermaßen die Faxen dicke, dass ich außer was Gaming betrifft, auf Apple umgestiegen bin und würde da auch nicnt wieder weg wollen.
Ja, ich bin faul und bequem geworden, so what?
Was hast du denn heute im wesentlichen?
Board-CPU-Speichereinheit, die GPU und bissl Peripherie.
Da hast du früher deutlich mehr Fragmentierung gehabt.
Wenn du einzelne Sachen noch mehr vereinheitlichen willst, dann bist du wieder bei Konsolen.
Es gab damals ebenso die Möglichkeit, jedes Jahr massiv in neue und schnellere Hardware zu investieren.
War es nötig? Nein, war es nicht. Genau wie heute.
Mit einer einzigen Ausnahme oder besser gesagt zwei Ausnahmen.
Die eine war der Einzug von CD-ROM‘s und die andere war der Release der ersten 3D Beschleuniger Karten.
Und ich komme aus einer Zeit, in der 4 MByte RAM (ja, richtig gelesen) 250 D-Mark kosteten.
Soll ich mal fix umrechnen?
Das wäre so, als würden heute 32 Gbyte RAM knapp über EINE MILLION Euro kosten und da ist die Inflation noch nicht mal berücksichtigt.
Ich weiß, dass der Vergleich hinkt, weil man damals keine 32 Gybyte brauchte.
Aber für eine Aufrüstung um 8 Megabyte damals habe ich gute 500 DMark investieren müssen. Inflationsbereinigt wären das heute auch knapp 500 Euro.
Eigentlich ist der Speicher nicht generell teurer geworden, hatten wir alles schonmal, er ist nur nicht mehr so billig.
Ich persönlich sehe, neben dem Ärgernis, auch Verbesserungen. Generell braucht es nicht alle 1,5 bis 2 Jahre ne neue Hardware, das Modell hat ausgedient. Das gibt grafisch keinen Sinn mehr.
Kostet zuviel Ressourcen bei zuwenig Mehrwert. Dann muß es sich halt auch einbürgern, daß da die Komponenten länger nutzbar sind. Für eine neue CPU Generation jetzt n neues Motherboard oder neuen RAM kaufen müßen ist halt echt von vorgestern. Da muß sich was bewegen. Das hat modularer zu werden.
Jetzt schauen wir mal wohin die Reise geht. Ist ja nicht nur bei uns Gamern so im Elektroschrottbereich. Der Sumpf ist allerorts (Bereichen des Lebens) und will nun trocken gelegt werden.