Jahresrückblick 2025: Steigende RAM- und SSD-Preise dank Speicherkrise

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Jahresrückblick 2025: Steigende RAM- und SSD-Preise dank Speicherkrise
Quelle: Videocardz

Eines der Aufreger-Themen am Jahresende: Die Speicherkrise und die RAM- und SSD-Preise.

Nachfrage nach Speicher treibt die Preise hoch

Das abschließende Thema hätten wir noch vor wenigen Wochen niemals auf dem Schirm gehabt: Die RAM-Preise. Zwar war Hardware-Beobachtern klar, dass durch den Boom bei der KI (Künstlichen Intelligenz) die Nachfrage nach den dadurch nötigen Servern und Computern bei KI-Dienstleistungsanbietern sowie auch bei KI-nutzenden Firmen stark ansteigen würde. Dass es aber bei Speicherchips hierbei zu nie dagewesenen Engpässen kommen könnte, ahnte kaum jemand voraus.

Vor allem die für moderne Prozessoren nötigen Chips für DDR5-Speicher sind betroffen, aber da die Nachfrage das Angebot an Kapazitäten zur Herstellung von Speicherchips ganz allgemein weit übertrifft, sind auch DDR4-RAM und SSD-Speicherchips betroffen. Die Preisanstiege durch die enorme Nachfrage sind für normale Privatnutzer vor allem bei DDR5-RAM zu bemerken - hier haben wir es mit einer irrsinnigen Erhöhung der Preise auf das Drei- bis Vierfache der Preise zu tun, die noch im August üblich waren.

Am 20. September 2025 hatten wir euch noch ein RAM-Special präsentiert, in dem wir euch zu DDR4- und DDR5-RAM Kaufempfehlungen geben. Damals war quasi noch alles gut: 16GB DDR4-RAM mit einem Takt von 3200 MHz kosteten damals etwa 40 bis 50 Euro, für 32GB waren etwa 75 bis 95 Euro fällig. Inzwischen sind es ab 110 Euro für 16GB sowie ab etwa 180 Euro für 32GB - das entspricht einem Plus von 110 bis 130 Prozent. Beim DDR5-RAM sind die Anstiege aber viel dramatischer - mindestens das Dreifache sind derzeit üblich im Vergleich zum Hochsommer oder Herbstbeginn. 32GB mit einem Takt ab 5600 MHz, was der übliche Minimaltakt für moderne CPUs ist, waren im September ab etwa 90 Euro zu haben. Mittlerweile sind es - zumindest bei zeitnaher Lieferung - ab 320 Euro, und das auch nur mit Glück als Angebot. 64GB DDR5-RAM kosteten im September deutlich unter 200 Euro, nun sind ab 600 Euro zu bezahlen.

Corsair DDR5-RAM Quelle: Corsair DDR5-RAM ist seit dem Sommer mehr als dreimal so teuer geworden.

SSDs werden ebenfalls teurer

Auch SSDs steigen im Preis, wobei die Anstiege hier zwar schmerzhaft, aber noch nicht maßlos sind. Im Sommer habt ihr eine M.2-SSD mit PCIe-4.0-Anbindung (also in der Regel mindestens 5000 MB/s Leserate) und 1000GB Speicherplatz noch für nur 60 Euro bekommen, mit 2000GB Kapazität waren es 120 Euro. Bei SATA-SSDs waren die Preise ähnlich. 4000GB im M.2-Format gab es ab etwa 230 Euro. Schaut man nun auf die Preise, wird man bei der Suche nach 1000GB sicher ein wenig die Kinnlade nach unten senken. Denn die Preise für 1000GB-SSDs sind in etwa bei gut dem Doppelten im Vergleich zum Hochsommer. Allerdings bekommt ihr Modelle mit 2000GB dafür bereits ab 160 Euro - hier beträgt der Preisanstieg also, wenn man in Ruhe nach einem passenden Modell sucht, etwa 30 bis 40 Prozent, was zwar ärgerlich, aber durchaus noch im Rahmen ist. Auch bei 4000GB-SSDs liegen die Aufpreise bei etwa 30 bis 40 Prozent, sodass ab 280 bis 300 Euro zu berappen sind.

Wie sich die Preise noch entwickeln, können wir natürlich nicht vorhersagen. Die Preise können auch seit unserem Redaktionsschluss schon merkbar anders sein, sowohl nach oben als auch nach unten betrachtet. In einem anderen Special, einem Hardware-Ausblick auf das Jahr 2026, wagen wir aber trotzdem einen Ausblick auf das, was die Speicherpreise für 2026 bedeuten könnten. Damit beenden wir unsere Rückschau auf das Jahr 2025 - haben wir etwas Wichtiges in Sachen Gaming-Hardware vergessen, das 2025 auf den Markt kam? Ihr könnt gerne einen Kommentar dazu unter unserem Special hinterlassen. Wir wünschen euch natürlich an dieser Stelle auch noch ein gutes Jahr 2026!

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