CPU-Upgrade-Analyse: Ryzen 5 3600 statt Core i7-4770 ohne Grafikkarten-Wechsel
In der Regel rüstet man zuerst die Grafikkarte aus, wenn der PC in die Jahre kommt. Doch was wäre, wenn man eine fünf Jahre alte Radeon R9 290 behält und lediglich einen Prozessor wie den Core i7-4700 durch einen modernen AMD Ryzen 5 3600 ersetzt? Lohnt es sich für Gaming? Dies haben wir getestet und präsentieren euch unsere Erfahrungen.
Nur die CPU wechseln - lohnt es sich?
Sicher kennen einige unter euch die Situation: Sowohl CPU als auch Grafikkarte scheinen noch ordentlich genug zu sein, um aktuelle Spiele zu spielen - doch das System arbeitet bei hohen Details klar spürbar an seiner Grenze. Ihr wünscht ihr euch daher ein wenig mehr Power, habt aber vielleicht maximal 400 bis 500 Euro auf der hohen Kante.
Daher fragen sich viel in einer solchen Situation: Was lohnt sich eher? Ein CPU- oder ein Grafikkartenwechsel?
In diesem Artikel
In der Regel ist erfahrungsgemäß bei alten PCs viel eher die Grafikkarte das, was mehr FPS (Bilder pro Sekunde) bei Games verhindert. Aber auf der anderen Seite zeigen Tests von modernen CPUs wie einem Ryzen 7 3800X oder Core i7-8700 , dass auch sie allein einen spürbaren Leistungsschub im Vergleich zu einem mehrere Jahre alten Prozessor bringen können. Vor allem der neue AMD Ryzen 5 3600 gilt derzeit als Preis-Leistungs-Tipp für Gamer - wir analysierten ja die neuen Ryzen-CPUs der Zen 2-Familie ein einem Special vom 20. Juli. Allerdings werden Spieletests bei Prozessoren oft in geringeren Grafikeinstellungen durchgeführt, um den Einfluss der Grafikkarte zu minimieren.
Quelle: Asus
Unsere alte Hauptplatine: Asus H97M-E für den Sockel 1155
Zudem wird in der Regel eine starke moderne Grafikkarte genutzt, um zu verhindern, dass alle Test-CPUs von der Grafikkarte gleichermaßen ausgebremst werden und scheinbar identisch stark sind. Dieses Vorgehen bei Tests ist natürlich korrekt, wenn man die Leistung der CPU isolieren will - auf der anderen Seite interessiert es den einzelnen Gamer in der Praxis und vor allem dann, wenn er an einen CPU-Wechsel denkt, freilich eher, ob auch bei den Grafikeinstellungen, die er an seinem heimischen PC verwendet, ein Unterschied zu merken ist.
Wir wollen bei unserem Test daher eher wissen, was ein CPU-Wechsel von einem älteren Intel-Prozessor auf einen neuen Ryzen 5 3600 bringt, wenn wir eine nicht mehr ganz taufrische Grafikkarte nutzen und auch schon vor dem Wechsel am PC eher in höheren Detaileinstellungen spielten, die der alte PC noch ordentlich packte. Verhindert unsere Bildberechnungskomponente komplett, dass der neue Prozessor seine Leistung in Games, die er in zahlreichen bereits veröffentlichten Tests ja bewiesen hat, ausspielen kann? Wir wagen wir uns dabei trotz unseres mittlerweile gut fünf Jahre alten Basis-Systems an die Auflösung WQHD (2560 mal 1440 Pixel) heran, testen aber auch in Full-HD (1920 mal 1080 Pixel) und je nach Game mit mittleren bis maximalen Details. Unser - was CPU und Grafikkarte betrifft - mehr als fünf Jahre alter PC sieht vor dem Upgrade wie folgt aus:
- CPU: Intel Xeon E3-1230 v3 (Sockel 1151), Release zweites Quartal 2013
- Mainboard und RAM: Asus H97M-E mit 2x8 GB DDR3-1600 (Kingston HyperX)
- Asus Radeon R9 290 OC-Version, ebenfalls Release Herbst 2013
- Laufwerke: M.2 -SSD von Samsung, SATA-SSD von Toshiba, Western Digital Blue-Festplatte (3000GB)
Ihr merkt: Wir haben in der Überschrift ein wenig gemogelt und nehmen gar nicht einen Intel Core i7-4770, sondern einen Intel Xeon E3-1230 v3 als Basis - diese Flunkerei geschah mit voller Absicht.
Quelle: PC Games Hardware
Der direkte Vorgänger unseres Xeon E3-1230 v3 für den Sockel 1150 war der Xeon E3-1230 v2 für den Sockel 1155.
Denn der Intel Xeon E3-1230 v3 ist im Grunde genommen beinahe identisch zu einem Core i7-4770, dürfte aber vielen unserer Leser, obgleich er eine Weile als Geheimtipp galt, bei weitem nicht so gut bekannt sein wie der Core i7. Er steht aber stellvertretend für CPUs wie den Core i7-4770 - praktisch gesehen ist die Frage also genauer gesagt: Ryzen 5 3600 statt fünf bis sechs Jahre alter Core i7 oder Xeon - lohnt es sich?
Den Xeon E3-1230 v3 schaffte sich unser Autor im Frühjahr 2014 an. Damals und für eine ganze Weile war er eine gute Wahl, denn sein Preis lag markbar unter dem eines Core i7-4770. Zudem - für eine Server-CPU wie den Xeon nicht selbstverständlich - ist er zu normalen Sockel 1150-Mainboards kompatibel, so dass auch kein teures Server-Mainboard nötig war. Der Xeon E3-1230 v3 arbeitet mit vier Kernen und einem Basistakt von 3,3 Gigahertz, der Boosttakt liegt bei 3,7 Gigahertz, was minimal unter den Werten des Core i7-4770 liegt. Durch Hyperthreading kann er acht Threads verwalten. Mit diesem Setting testeten wir 15 Games - danach wechselten wir CPU, Mainboard und RAM und testeten mit der neuen CPU-Konfiguration. Dies und weitere Hinweise findet auf der folgenden Seite.
Die Frage ist, was du denn genau spielen willst.
Letzte Frage: Ich warte dann noch, habe aber vor meinen Xeon noch zu behalten, bzw. bekomme ich von meinem Enkel demnächst seinen E3 1270 v3, da er zu Weihnachten einen neuen AMD bekam. Also der E3 1270 V3 bleibt dann sooooolllange er irgendwie geht und mein 1230 als Reserve. So die Preise fallen, Was würdest du bitte empfehlen ??? Ich habe ja keine Ahnung was der 1270er leistet und welche Karte ideal dazupasst. Bitte sag mir DEINE Meinung was du machen würdest :-)
Die Frage ist, was du denn genau spielen willst.
Letzte Frage: Ich warte dann noch, habe aber vor meinen Xeon noch zu behalten, bzw. bekomme ich von meinem Enkel demnächst seinen E3 1270 v3, da er zu Weihnachten einen neuen AMD bekam. Also der E3 1270 V3 bleibt dann sooooolllange er irgendwie geht und mein 1230 als Reserve. So die Preise fallen, Was würdest du bitte empfehlen ??? Ich habe ja keine Ahnung was der 1270er leistet und welche Karte ideal dazupasst. Bitte sag mir DEINE Meinung was du machen würdest :-)
Die Frage ist halt, wie viele FPS die CPU maximal liefern kann. Nehmen wir an, sie würde für VR-Auflösungen in dem gewünschten Spiel bis zu 80 FPS schaffen. Eine RTX 3070 schafft aber nur 60 FPS. Dann würde eine 3080, die in Tests bei Spielen im Schnitt 25% schneller ist, auf 75 FPS kommen und ihre 25% auch ausspielen.
Würde aber schon die RTX 3070 die 80 FPS packen, oder sogar nur eine RTX 2060 oder so, DANN bringt die 3080 nichts bzw. nur wenig mehr oben drauf.
Für 400€ wäre vor ein paar Monaten halt eine RX 5700 XT oder auch ein Restposten einer RTX 2070 Super drin gewesen oder zum Release auch eine RTX 3060 Ti. Aber inzwischen sieht es übel aus. Mit Glück gibt es noch eine RTX 2060 für genau 400€, hier zb https://geizhals.de/gigab... die ist bei WQHD (2560x1440 Pixel) etwa 60% schneller als Deine GTX 1060. Das ist so gesehen also durchaus nicht verkehrt.
Aber eine AMD RX 5700 XT, die im Herbst nur 350€ kostete mit Tendenz nach unten, ist bereits 25% schneller als die RTX 2060, also effektiv doppelt so schnell wie Deine GTX 1060. Die RTX 3060 Ti wäre sogar nochmal 30% schneller, also über 150% schneller als Deine GTX 1060.
Entweder du wartest noch eine Weile oder beißt in den sauren Apfel und dir reichen 60% Leistungsplus für satte 400€, oder du wartest auf die GTX 3060 und guckst, ob du das Glück hast, eine zu bekommen.
Die Referenz-Version der 3060 Ti war allerdings nach einer Minute in D komplett ausverkauft, die Modelle der Partnerhersteller nach ca ner Stunde, wobei die sowieso dann schon eher 450-600€ kosteten. Ich erwarte für die 3060 Ähnliches.
Puhhhhh das ist schräg, ich dachte an 400.- ABER die CPU sollte die Grafikkarte nicht einbremsen, sondern OPTIMAL ausnutzen. Es gab vor zig Jahren immer Tests die das darlegten, leider seither nicht mehr. Man liest nur noch „so schnell ist die CPU“ „so schnell ist die Grafikkarte“. Ein Extrem bespiel: ich geben zu einem i3 eine 3080er rein... würde null bringen...
Die Frage ist halt, wie viele FPS die CPU maximal liefern kann. Nehmen wir an, sie würde für VR-Auflösungen in dem gewünschten Spiel bis zu 80 FPS schaffen. Eine RTX 3070 schafft aber nur 60 FPS. Dann würde eine 3080, die in Tests bei Spielen im Schnitt 25% schneller ist, auf 75 FPS kommen und ihre 25% auch ausspielen.
Würde aber schon die RTX 3070 die 80 FPS packen, oder sogar nur eine RTX 2060 oder so, DANN bringt die 3080 nichts bzw. nur wenig mehr oben drauf.
Für 400€ wäre vor ein paar Monaten halt eine RX 5700 XT oder auch ein Restposten einer RTX 2070 Super drin gewesen oder zum Release auch eine RTX 3060 Ti. Aber inzwischen sieht es übel aus. Mit Glück gibt es noch eine RTX 2060 für genau 400€, hier zb https://geizhals.de/gigab... die ist bei WQHD (2560x1440 Pixel) etwa 60% schneller als Deine GTX 1060. Das ist so gesehen also durchaus nicht verkehrt.
Aber eine AMD RX 5700 XT, die im Herbst nur 350€ kostete mit Tendenz nach unten, ist bereits 25% schneller als die RTX 2060, also effektiv doppelt so schnell wie Deine GTX 1060. Die RTX 3060 Ti wäre sogar nochmal 30% schneller, also über 150% schneller als Deine GTX 1060.
Entweder du wartest noch eine Weile oder beißt in den sauren Apfel und dir reichen 60% Leistungsplus für satte 400€, oder du wartest auf die GTX 3060 und guckst, ob du das Glück hast, eine zu bekommen.
Die Referenz-Version der 3060 Ti war allerdings nach einer Minute in D komplett ausverkauft, die Modelle der Partnerhersteller nach ca ner Stunde, wobei die sowieso dann schon eher 450-600€ kosteten. Ich erwarte für die 3060 Ähnliches.