CES 2014: modularer PC Razer Christine
Die diesjährige Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ist vor wenigen Tagen zu Ende gegangen. Wir haben die für Gamer interessanten Neuheiten und Trends der Messe aufbereitet. Hier lest ihr, was ihr über Ultra-HD, Razer Christine, Nvidia G-Sync, Steam Machines und viele andere Technikneuigkeiten wissen müsst!
Razer Christine - modulares PC-Konzept
Für Aufsehen und Diskussionen auch in unserem Forum sorgte eine Produktidee von Razer: ein komplett modularer PC mit dem Namen Project Christine. Da immer noch viele User sich nicht trauen, einen PC selber zusammenzubauen oder auch nur zu öffnen, um ein Bauteil auszuwechseln, kam Razer auf diese Idee. Dabei kauft der Kunde dann beispielsweise keine nackte Grafikkarte, sondern ein Modul, welches die Grafikkarte bereits enthält und das er dann in den turmartigen Grundstock des PCs einsetzt. Das System erinnert ein wenig an einen Baum, bei dem an den Stamm dann die Äste, also die Module angesteckt werden. Der Vorteil bei diesem Konzept ist ganz klar, dass der Tausch von Komponenten in der Tat sehr simpel sein wird. Offenbar will Razer auch dafür sorgen, dass alle Komponenten leise und trotzdem gekühlt werden. Allerdings sind wir skeptisch, ob die Idee sich wirklich durchsetzt und auch dauerhaft auf dem Markt bleiben wird, denn die Module werden natürlich teurer sein als eine selber separate gekaufte Grafikkarte oder CPU. Nicht zuletzt, da Razer quasi ein Monopol auf diese Module haben dürfte.
Das System richtet sich ohnehin an eine sehr kleine Zielgruppe, die bereit ist, den Aufpreis zu zahlen, nur um sich die Mühe eines Bauteilwechsels bei einem normalen PC zu sparen.Oder denen das Design besonders zusagt und die den PC vielleicht auch als eine Art Skulptur sehen. Das führt aber zu einem weiteren Problem, denn bei einer so kleinen Zielgruppe fallen die Preisvorteile eines echten Massenmarktes (Kostenvorteile durch Massenproduktion und tagesaktuelle Preise durch den raschen Abverkauf auf Lager liegender Ware) auch noch weg, und zu guter Letzt dürfte auch der Verkauf eines nicht benötigten Moduls zum Glückspiel werden. Es könnte also wirklich ein sehr teurer Spaß werden, auf so ein modulares Konzept zu setzen - zumindest wenn es sich wirklich um ein Razer-Exklusives Modul-Konzept handeln wird.
Sollte es aber möglich sein, die Module auch selber zu bestücken, so könnte diese Idee deutlich fruchtbarer sein. Wenn man also zum Beispiel eine Grafikkarte doch separat kaufen und dann selber sehr einfach in ein Modul-Gehäuse einbauen kann, um dieses danach an dem PC-Turm abzubringen, wäre es aus unserer Sicht ein deutlich vielversprechenderes Konzept. Denn selber bestückbare und bezahlbare Modularität gibt es ja prinzipiell bereits seit längerer Zeit, nämlich in Form von Wechselrahmen für Festplatten, also Slots für Gehäuse, in die man sehr schnell Festplatten von außen erreichen und austauschen kann.
In diesem Artikel
- Seite 1 CES 2014: Einleitung und Ultra-HD
- Seite 2 CES 2014: modularer PC Razer Christine
- Seite 3 CES 2014: Nvidia G-Sync
- Seite 4 CES 2014: Steam-Machine von Alienware und CPU-Kühler Be Quiet Dark Rock
- Seite 5 CES 2014: Neue Corsair Vengeance K70 und schnellere SSDs
- Seite 6 CES 2014: weitere Hardwarenews der CES 2014
- Seite 7 Bildergalerie
Bildergalerie
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