Ausblick auf 2026: Gaming-Hardware, Auswirkung der Speicherkrise und mögliche Trends
2026 werden neue CPUs und wohl auch Grafikkarten erscheinen. Wir blicken voraus inklusive weiteren möglichen Trends und die Auswirkungen der Speicherkrise.
Vielleicht habt ihr bereits unser Special mit einer Rückschau zu Neuheiten rund um Gaming-Hardware aus dem Jahr 2025 gelesen. An dieser Stelle wollen wir wiederum, in etwas kürzerer Form als bei der Rückschau, eine Vorschau auf das Jahr 2026 wagen. Ein Thema, das vor allem diejenigen unter euch betrifft, die eigentlich 2026 gerne ihren PC aufrüsten oder einen PC neu anschaffen wollten, sind dabei die RAM-Preise, die wir auch in unserem Rückblick unter die Lupe genommen haben.
Durch den Boom auf dem KI-Markt werden nämlich riesige Mengen an Speicher benötigt - die Hersteller der entsprechenden Chips für RAM, aber auch Festspeicher-Chips haben aber zu wenig Produktionskapazitäten. Daher übersteigt die Nachfrage das Angebot bei Weitem, und die Preise steigen. DDR4-RAM kostet daher deutlich mehr als doppelt so viel wie noch im Sommer 2025, bei DDR5-RAM ist es sogar mindestens das Dreifache. SSDs sind bisher hingegen "nur" etwa ein Drittel teurer geworden, wenn es um 2TB oder 4TB als Kapazität geht - 1000GB-Modelle sind wiederum bereits doppelt so teuer geworden.
Quelle: Corsair
Kauft ihr aktuell ein Mainboard für bis zu 300 Euro und dazu zwei 16GB-DDR5-RAM-Riegel, dann ist das RAM teurer als das Mainboard.
Speicherkrise: Hohe Preise bleiben vermutlich
Für 2026 erwarten die Speicherhersteller leider keine Entspannung. Spezialisierte Speicherhersteller wie SK Hynix sprechen sogar von weiterhin hohen Preisen bis ins Jahr 2028 hinein. Man muss bei diesen Aussagen natürlich vorsichtig sein, denn sie können auch dazu dienen, Panik unter den Großkunden zu schüren, damit diese wiederum schon jetzt Verträgen mit relativ hohen Preisen zustimmen, um langfristig die Speicherversorgung zu sichern. Allerdings liegen die Prioritäten bei der Produktion dabei, die wirklich großen Fische als erste zu beliefern, sodass selbst dann, wenn die Produktionskapazitäten steigen, die normalen Endkunden erst am Ende der Nahrungskette davon etwas mitbekommen.
In jedem Fall wird ein Gaming-PC 2026 mit Sicherheit teurer sein als es ein vergleichbarer PC noch vor einem halben Jahr war. Wer 32GB DDR5-RAM haben möchte, bezahlt aktuell über 300 Euro statt noch unter 100 Euro im September 2025, also über 200 Euro mehr. Bei 64GB sind es entsprechend sogar über 400 Euro Aufpreis. Kommt noch eine SDD mit 4TB dazu, sind es weitere 50 bis 70 Euro mehr als noch vor einigen Monaten. Die Aufpreise für RAM und SSDs könnten sogar noch steigen - eventuell sind unsere hier formulierten Preise, die von unserem vorweihnachtlichen Redaktionsschluss stammen, sogar schon überholt, wenn ihr unser Special erstmals lest.
Quelle: G.Skill
Goldfarbener G.Skill Trident Z5 Royal-RAM - wären die Riegel aus echtem Gold, würde dies den Kaufpreis aktuell vermutlich nur geringfügig teurer machen...
Natürlich sind von den erhöhten Preisen auch Fertig-PCs und Laptops betroffen - einen Gaming-Laptop mit einer mobilen GeForce RTX 5070, 32GB RAM und einer 1000GB-SSD gab es vor Weihnachten noch ab 1300 Euro. 2026 könnte es gut sein, dass man zu diesem Preis mit 16GB auskommen muss und erst ab 1500 bis 1600 Euro oder mehr 32GB geboten werden. Die steigenden Speicherpreise könnten sich zudem auch auf Grafikkarten auswirken. Hier sehen wir gleich drei Einflüsse des KI-Booms. Zum einen wird der RAM für Grafikkarten definitiv teurer. Zum anderen könnten AMD und Nvidia ihre Produktion verringern, da wegen der hohen Speicherpreise weniger Leute einen neuen Gaming-PC kaufen oder aufrüsten werden. Außerdem kann der KI-Boom auch die GPU-Preise beeinflussen, da die Produktion von GPUs der von speziellen KI-Prozessoren ähnelt und es auch auf diesem Sektor eine sehr hohe Nachfragesteigerung gibt. Wenn es aus Gamersicht besonders schlecht läuft, könnten auch die geplanten neuen Grafikkarten für 2026 zumindest teilweise über den Haufen geworfen werden - was bisher noch geplant ist, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.
