Google Stadia: Nachteile von Cloudgaming und die Zukunft von Stadia
Google hat nun auch offiziell die ersten Details wie Preise und Abomodelle zu seinem Cloudgamingdienst Stadia bekanntgegeben, der für Frühbucher im November 2019 startet. Wir fassen für euch zusammen, was Google Stadia bietet, was man dafür benötigt und welche Abos und Spiele es gibt. Außerdem erklären wir auch allgemein, was es mit Cloudgaming auf sich hat, und welche Vor- und Nachteile es dabei gibt.
Cloudgaming - Nachteile
Es gibt auch Nachteile beim Cloudgaming. Der größte davon hat mit dem Internetzugang zu tun. Denn selbst dann, wenn Euer Zugang eine hohe Bandbreite hat, kann es passieren, dass trotz bester Bemühungen durch den Gaminganbieter eine spürbar Latenz, also eine Verzögerung entsteht. Dies kann auch dadurch zustande kommen, dass in Eurem Haushalt andere Geräte oder Apps auf das Internet zugreifen während ihr per Cloudgaming spielen wollt.
Ein Beispiel für eine solche Latenz: Ihr drückt den Button Eures Controllers, mit dem ihr bei einem Action-RPG mit der Waffe zuschlagt, doch auf Eurem Display schwingt Euer Avatar wegen einer starken Latenz vielleicht erst nach einer Sekunde sein Schwert.
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Somit wäre das Spiel quasi unspielbar, vor allem bei einem Multiplayertitel, da ihr auch die Aktionen Eurer Gegner mit einer ähnlichen Verzögerung übermittelt bekommt. In Multiplayerspielen kennt ihr sicher den Fall, dass ihr einen schlechten Ping habt - dies ist die Latenz zwischen Eurem PC und dem Spieleserver. Beim Cloudgaming kommt aber noch der Weg zum Cloudcomputer hinzu, das heißt: Es gibt eine Latenz von Eurem PC zum Cloudgamingserver, von dort zum Spieleserver, von letzterem zurück zum Cloudgamingserver und von dort wiederum zu Euch.
Trotzdem ist dies nur ein möglicher, aber kein zwingender Nachteil. Wenn ihr eine gut geeignete Internetleitung habt, dann kann per Cloudgaming in der Summe durchaus eine geringere Gesamtlatenz entstehen als bei manch einem Spieler, der mit einem Gaming-PC bei sich zu Hause online spielt und einen mäßigen, aber akzeptablen Ping hat. Bei vielen Singleplayergames, vor allem bei solchen, bei denen es nicht auf 30 oder 40 Millisekunden mehr oder weniger ankommt wie beispielweise das für Stadia angekündigte Baldur's Gate 3, reicht auch eine ordentliche, aber nicht perfekte Internetleitung völlig aus. Eine höhere Latenz durch den zusätzlichen Datenweg zum Cloudgaming-PC entsteht aber in jedem Falle - die Frage ist am Ende nur, ob sie zu merken ist oder nicht.
Quelle: Google Playstore Stadia
Google Stadia Controller und Chromecast Ultimate
Ein weiterer Nachteil von Cloudgaming kann je nach dem, wie ihr persönlich es seht, die Tatsache sein, dass einige Spiele nur so lange spielbar sind, bis ihr das Abo kündigt. Ebenso kann es theoretisch passieren, dass ihr ein längeres Abo abschließt und danach der ein oder andere von Euch favorisierte Titel aus dem Sortiment verschwindet. Diese Punkte haben allerdings nicht direkt etwas mit dem Prinzip von Cloudgaming zu tun, sondern mit dem Prinzip, Spielelizenzen zu mieten wie beim Xbox Game Pass von Microsoft. Auch die Möglichkeit, dass ihr auf Titel, die ihr "gekauft" habt, verzichten müsst, wenn der Cloudgamingdienst eingestellt wird, kann euch auch mit einem normalem Spieleclient wie Steam theoretisch passieren.
Die Kosten, die wir als Vorteil nannten, können je nach Einzelfall zum Nachteil werden. Denn je nach dem, wie oft und welche Spiele man spielt, ist man Ende möglicherweise doch mit einem stationären PC oder eine Konsole besser bedient. Vor allem die Spieleauswahl könnte für echte Spielefans ein Hemmschuh sein, wenn sie für ihre Wunschtitel am Ende vielleicht gleich mehrere Abos in Kauf nehmen müssen, oder wenn ein Spiel nur als Cloudgaming-Kauf und nicht als Abo zur Verfügung steht und man nicht die Katze im Sack kaufen will.
Cloudgaming und Stadia - die Zukunft?
Viele Analysten sehen in Services wie Stadia und dem bereits existierenden Streamingdienst Playstation Now die Zukunft des Gamings. Auch Nvidia und Microsoft arbeiten derzeit an eigenen Spielestreaming-Diensten. Wir denken, dass Cloudgaming in jedem Falle in der Zukunft ein sehr wichtiger Punkt in Sachen Gaming sein wird, ähnlich wie Netflix und Co bei Filmen und Serien. Allerdings wird Cloudgaming auf absehbare Zeit nur eine von mehreren Optionen sein. Viele eingefleischte Gamer werden mit Sicherheit weiterhin bei stationären Geräten bleiben. Durch Cloudgaming können aber sehr viele Gamer dazukommen, die zuvor den Kauf einer Konsole oder gar eines Spiele-PCs scheuten, vor allem wenn die Preise erschwinglich sind.
Quelle: Google Playstore Stadia
Google Stadia: die Abomodelle
Im Fokus dürften vor allem bei Abomodellen Gelegenheitsspieler stehen, die nicht unbedingt auf spezielle Gametitel aus sind, sondern einfach aus einem Pool an Games auswählen und stets etwas finden, was sie gut unterhält - ähnlich wie bei Netflix, was viele Leute abonniert haben, ohne dass sie dies (einzig und allein) wegen irgendeiner speziellen Serie getan haben. Gruppen, zum Beispiel eine Familie oder eine WG, könnten sich somit auch günstig den Zugang zu Spielen gemeinsam teilen. Und möglicherweise wird auch der ein oder andere Oldschool-Gamer Cloudgaming austesten und das ein oder andere Game über den Weg eines Abos durchspielen, wenn es auf technischer Seite akzeptabel funktioniert und man sich somit den Kauf des Spiels spart.
Insofern wird Cloudgaming - vor allem was den Blickwinkel der Spieleanbieter angeht - ein wichtiger Faktor werden, auf dem man vertreten sein sollte, wenn man im Geschäft bleiben will, vor allem da man erwarten kann, dass immer mehr Leute einen schnellen Internetzugang haben werden. Bis aber selbst echte Gaming-Fans einen Cloudservice einem stationären System vorziehen, wird es unserer Ansicht noch eine ganze Weile dauern - Voraussetzung dafür wären weit verbreitete, schnelle und vor allem quasi latenzfreie Internetzugänge. Selbst dann wird es aber eine Gruppe von Gamern geben, die weiterhin ihre Spiele lieber "zu Hause" berechnet haben möchten, und sei es nur wegen des Gefühls, das Spiel wirklich zu besitzen und nicht nur eine Nutzungsgenehmigung zu haben. Kurz zusammengefasst: Wir sehen in Cloudgaming nicht DIE eine und vor allem nicht einzige Zukunft des Gamings, aber Cloudgaming wird für die Firmen, die sich dabei erfolgreich engagieren, ein wichitger Einnahmefaktor werden.

Zum ernsthaften Arbeiten absolut nicht geeignet - vor allem schon aus Sicherheitsgründen einschließlich Industriespionage.
Ist Internet weg, geht gar nichts mehr. Das kommt vielleicht nur alle paar Monate mal vor aber dumm, wenn man genau dann zocken will oder eine wichtige Arbeit erledigen muss.
Ne, sorry, Cloud ist gut und praktisch für Datenaustausch und zur Datensicherung (natürlich sollte man die Daten vorher verschlüsseln, bevor man sie hochlädt).
Aber alles andere ist viel zu unsicher.
Den man gar nicht braucht. Diverse Komponenten kann man ja weiter verwenden. Ich komme ~alle 5 Jahre mit einem ~400 Euro Upgrade aus, bei dem ich das Paket Mainboard, CPU, Graka, Speicher aufrüste. Ab und zu kommt natürlich was dazwischen wie eine neue Festplatte, aber im Großen und Ganzen mache ich das seit 30 Jahren so.
Gut, dafür bekomme ich natürlich nicht die Top Leistung für die aktuellsten Grafikkracher und muß so gut wie immer Effekte wie Motion Blur ausschalten, aber damit kann ich gut leben.
Außerdem mußt du ja trotzdem irgendwann mal einen neuen PC haben, denn irgendwann verschleißen gewisse Teile nun mal doch oder man will irgendeine neue Technologie wie 3D oder VR haben ...
- Internetverbindung weg => kein Spielen möglich
- Spiel nicht in Stadia vorhanden => kein Spielen möglich, oder doch wieder einen Spiele PC zulegen, wenn auch nur für dieses eine Spiel :B
- Spiel in Deutschland indiziert => Pech gehabt. Ich hingegen spiele dann einfach mein L4D2 (uncut) (in DE beschlagnahmt) weiter. :D
- Mods und Level erstellen außerhalb der vom Entwickler/Publisher vorgesehenen Tools unmöglich => Deutlich weniger Fankreationen
- Soundtracks aus den Spieledateien extrahieren => geht nicht, kommt man ja nicht mehr dran
- wie sich die Performance bei angesagten Spiele Releases schlägt, muß sich erstmal zeigen. Mir haben ja schon die Starts einiger WoW Addons gereicht, wo "nur" die Spieler Informationen übertragen wurden und das trotzdem geruckelt hat wie Sau - will nicht wissen, wie das aussieht, wenn statt dessen zusätzlich noch ein Full HD Video pro Spieler übertragen werden will ...
- Spiele bei Steam kann ich mir auf eine externe Festplatte sichern und schlimmstenfalls bei einer Steam Pleite irgendwie ans Laufen kriegen => Cloudgaming Spiele sind dann einfach weg.
- Wenn Spiele aufgrund neuer Hardware /Betriebssysteme nicht mehr laufen, kann ich die mit alter Hard und Software trotzdem noch spielen. Ein Spiel, was auf Cloudgaming Servern nicht mehr läuft, wird rausgeschmissen und ist nicht mehr spielbar.
- Wenn die Macher der Cloudgaming Firma keine Spiele wie zB Wolfenstein oder Hatred in ihrem Programm haben wollen, kannst du die nicht darüber spielen. Und brauchst dafür dann ebenfalls doch wieder einen Spielerechner.
Es geht darum, die menschlichen Aktivitäten zu bündeln und dann am Ende die Daten bzw. auch anders rum, die Impulse, an wenige abzugeben. Diese "Wenigen" fühlen sich berufen, weltweit zu wirken. Um es klar zu sagen, es ist parasitärer Trash, der die derzeitigen Silicon Valley Konzerne steuert und der entsorgt wird.
Die Reise wird in die andere Richtung gegen, der digitale Mensch, oder Erdenbürger, wird wieder selbst ermächtigt. Sprich, seine Daten werden ihm gehören, die digitalen Lizenzen, welche der aktuelle Naivling als sein Besitz ansieht (z.B. Steam etc.), werden wieder in Eigentum umgewandelt etc.
Sprich, meine Daten gehören mir, wenn ich ein Spiel auf Steam erwerbe, eine MP3, ein Buch etc, dann kann ich das weiterverkaufen usw.
Erst wenn mehrere wichtige Schritte auf dem Weg weg vom Parasit hin zum Menschen gemacht worden sind, und diese werden gerade gemacht, dann werden auch solch futuristische Modelle Erfolg versprechen. Bis das aber der Fall ist, muß in der analogen Welt noch allerhand Trash aus den Seilschaft gekehrt werden. Das läuft ja alles gut in die richtige Richtung.
Von dem her, entspannt abwarten und zusehen, bis das aber was wird, gibt es schon keinen Googlekonzern mehr.
Jetzt habt ihr Stadia und wollt eure Spiele spielen, tja könnt ihr aber nicht, ihr müsst es kaufen oder hoffen das es im Abo drin ist.
Wenn Du "verlangen" würdest, dass Stadia auch Games "hostet", die nicht bei Stadia mit im Boot sind, sondern die du anderweitig gekauft hast, dann müsste Stadia eben definitiv für die Nutzung der Server-PC etwas kosten. Dann würden wiederum andere Leute, denen es völlig reicht, die Spiele zu spielen, die Stadia bietet, meckern ;)
Stadia ist halt in 1080p kostenlos, das darfst Du nicht außer acht lassen. D.h. an sich geht es bei dem, was du beim Spielekauf oder dem Pro-Abo zahlst gar nicht um die Nutzung der Hardware, sondern um die Nutzung der angebotenen Games. Wenn du was suchst, mit dem Du Deine schon gekauften Games spielen kannst, dann MUSST du einen Service nehmen, bei dem Du für die Nutzung der Hardware etwas bezahlst. Das geht nicht anders.
Ok, wenn ihr ein High End PC habt, braucht ihr ja diesen Dienst nicht, aber wenn ihr keinen High End PC habt, müsst ihr Vertrauen haben, das Google sich den Arsch für euch krumm biegt, das ihr auch eure (vielleicht schon so wie ich 500 Steam, Origin usw Spiele habt) dann könnt ihr eure Spiele nicht spielen.
ps: es gab vor nem Jahr ein Special zu Clidgaming, wobei die Preise inzwischen natürlich anders aussehen können => https://www.pcgames.de/Sp...