Ghostwire Tokyo im Test mit Video: Seite 3 - Leveln und Langweilen

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Test Stefan Wilhelm - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 53,99 €
Ghostwire Tokyo im Test mit Video: Seite 3 - Leveln und Langweilen
Quelle: PC Games

Das vielleicht letzte Bethesda-Spiel auf PS5 ist da! Im Test mit Video erfahrt ihr, ob Ghostwire Tokyo ein gelungenes Abschiedsgeschenk ist.

Effektiv erfüllen die Zauber nur die Rollen einer Pistole, eines Schwerts und eines Raketenwerfers, die ihr für mehr Schaden und einen größeren Explosionsradius immerhin aufladen könnt. Kreativ und vielfältig sieht aber anders aus. Schaden und Radius dann auch das einzige, worauf es in den Gefechten ankommt, da die Gegner keine besonderen Schwachstellen haben, die es mit bestimmten Angriffen auszunutzen gäbe. Manche tragen lediglich Regenschirme, an denen ihr vorbeischießen müsst. Auf Wunsch dürft ihr noch Schleichen, um Gegner lautlos mit dem Bogen oder einem Nahkampf-Takedown von hinten zu eliminieren.

Außerdem könnt ihr eine Handvoll verbrauchbarer Talismane einsetzen, um etwa ein Blitzfeld oder einen Busch zum Verstecken erscheinen zu lassen, was ganz nett, aber kaum nötig ist. An sehr wenigen Stellen werdet ihr schließlich mit Bossgegnern konfrontiert, die aber auch keine andere Herangehensweise erfordern, außer dass sie euch ab und zu über eine Schockwelle hüpfen lassen. Und das war's. Gerade mit einem Combat-Designer an Bord, der auch am Doom-Reboot beteiligt war, hätte hier deutlich mehr drin sein müssen.

Maskenpflicht gilt auch für Geister! Die Feinde sind cool designt und haben gerade genug Angriffsmuster, um euch trotz eurer arg beschränkten Waffenauswahl einigermaßen bei der Stange zu halten. Quelle: PC Games Maskenpflicht gilt auch für Geister! Die Feinde sind cool designt und haben gerade genug Angriffsmuster, um euch trotz eurer arg beschränkten Waffenauswahl einigermaßen bei der Stange zu halten.

Fortschritts-Gerippe

Auch die Charakterprogression gestaltet sich reichlich unspektakulär: Mit eingefangenen Geistern und abgeschlossenen Missionen steigt ihr im Level auf und kauft simple Upgrades. Die verschaffen euch etwa einen größeren Köcher für den Bogen, einen höheren Explosionsradius für den Feuerzauber, oder schnellere Exekutionen in mehreren Stufen.

All das funktioniert zwar und motiviert zu einem gewissen Grad, aber auch bei seinem Fortschrittssystem gibt sich das Spiel mit dem absoluten Minimum zufrieden. Gleiches gilt für die marginalen Buffs, die ihr durch Nahrungsmittel erhaltet und die paar freischaltbaren Klamotten, die ihr nur in Zwischensequenzen und im Fotomodus zu Gesicht bekommt.

Nun wäre es aber unfair zu behaupten, Ghostwire Tokyo würde nach den interessanten ersten Stunden nur noch langweilen. Die Erkundung der stimmungsvollen, aufwändig gestalteten Spielwelt macht bis zum Schluss Spaß, weil euch die Entwickler mit Greifhaken und Schwebefähigkeit coole Movement-Tools an die Hand geben und euch zutrauen, dass ihr eigene Wege zu den oft gut versteckten Zielen findet.

Die Story reißt keine Bäume aus und ist mit etwa zehn Stunden relativ kurz, sie ist aber dennoch unterhaltsam, kurzweilig, und schafft es zum Ende hin auch, ein paar emotionale Töne zu treffen. Und weil die Gegner ordentlich Schaden austeilen und das Kampfsystem prinzipiell ordentlich funktioniert, werden auch die Gefechte nie vollends zum Selbstläufer.

Letztendlich ist es aber trotzdem einfach schade, wie wenig Ghostwire Tokyo aus seiner Kulisse macht, wie wenig es mit seinen Geschichten und Spielsystemen in die Tiefe geht und wie heruntergekurbelt sich das Ganze oft anfühlt.

Euch hängt diese Art Spiel noch nicht völlig zum Hals raus und ihr begeistert euch für das gelungen eingefangene Japan-Feeling? Dann könnt ihr ein paar seichte, aber unterhaltsame Stunden mit Ghostwire Tokyo verbringen. Alle anderen finden hier aber nur eine weitere, mit Symbolen zugemüllte Weltkarte, bei der sich lediglich das Setting von den Genre-Kollegen abhebt.

Meinung

Wertung zu Ghostwire: Tokyo (PS5)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Hübsch gestaltete Stadt mit vielen liebevollen DetailsTolles Tokio-FeelingSympathische Hauptcharaktere mit guter deutscher VertonungMovement und Erkundung unterhaltsamViele witzige Story-Ideen für NebenquestsGelungene Dualsense-EinbindungIm Kern spaßige, anspruchsvolle Kämpfe ...
... denen es gewaltig an Tiefe und Abwechslung mangeltBelanglose FortschrittsmechanikenNebenmissionen viel zu kurz und simpelRepetitiver Spielverlauf, der schnell Routine wirdRelativ knappe SpielzeitPlatte Antagonisten und Nebencharaktere
Bei Amazon gibt es Ghostwire Tokyo exklusiv mit Metal Plate im Ghostwire-Design. Quelle: Amazom Bei Amazon gibt es Ghostwire Tokyo exklusiv mit Metal Plate im Ghostwire-Design.

Ghostwire Tokyo erscheint am 25. März 2022 konsolenexklusiv für die Playstation 5 sowie für den PC. EIne Xbox-Version dürfte in etwa einem Jahr nachgereicht werden, sobald die Zeitexklusivität ausgelaufen ist. Bei Amazon wird Ghostwire Tokyo exklusiv mit einer Metal Plate im Ghostwire-Look geliefert. Freut ihr euch auf das Horror-Abenteuer oder findet ihr das Setting eher uninteressant? Verratet es uns in den Kommentaren!

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  1. Seite 1 Ghostwire Tokyo im Test mit Video: Seite 1 - Spielwelt und Charaktere
  2. Seite 2 Ghostwire Tokyo im Test mit Video: Seite 2 - Nebenquests und Kämpfe
  3. Seite 3 Ghostwire Tokyo im Test mit Video: Seite 3 - Leveln und Langweilen
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1692738601 Mitglied
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] JA genau. Es sind idR immer schon bekannte Varianten, die ein Open World Szenario bestimmen. Selbiges kennt man von TV Shows oder auch Serien. Es werden augenscheinlich Schablonen benutzt, die dann mit eigenen Inhalten ausgeschmückt sind. Selbigfes gilt für die Mechaniken eines Spiels bzw das Gameplay. in diesem Fall ist es halt die Fuchtelei mit ein paar in der Basis schon bekannten magischen Fähigkeiten statt konventionellen Waffen.
        So kommt mir das zumindest vor. Gabs auch schon immer. Das Problem ist halt die Menge an Spielen, die heutztage raus gehauen werden. Irgendwann erkennt man die Muster auf Anhieb, und man weiß was einen in Sachen OW erwartet. Bleibt dann nur noch die Frage, ob einem das Setting, Gameplay und die Story zu sagt.
      • Von Gast1692738601 Mitglied
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] JA genau. Es sind idR immer schon bekannte Varianten, die ein Open World Szenario bestimmen. Selbiges kennt man von TV Shows oder auch Serien. Es werden augenscheinlich Schablonen benutzt, die dann mit eigenen Inhalten ausgeschmückt sind. Selbigfes gilt für die Mechaniken eines Spiels bzw das Gameplay. in diesem Fall ist es halt die Fuchtelei mit ein paar in der Basis schon bekannten magischen Fähigkeiten statt konventionellen Waffen.
        So kommt mir das zumindest vor. Gabs auch schon immer. Das Problem ist halt die Menge an Spielen, die heutztage raus gehauen werden. Irgendwann erkennt man die Muster auf Anhieb, und man weiß was einen in Sachen OW erwartet. Bleibt dann nur noch die Frage, ob einem das Setting, Gameplay und die Story zu sagt.
      • Von bide Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von Spiritogre
        Zum Glück sind Geschmäcker verschieden, ich finde BotW komplett überbewertet und die Open World belanglos, gleiches bei Elden Ring.

        Sogar beim viel gescholtenen Assassin's Creed, jedenfalls bei Origins und Odyssey, Valhalla habe ich noch nicht, gefällt mir die Open World besser.
        Mir ging es dabei eher um das Konzept als um die Gestaltung.

        Bei der einen Variante werde ich mit zig Quests auf einmal zugesch***en was in einem gefühlten Abarbeiten endet, bei der anderen Variante entdecke ich nach und nach die Welt samt Quests und bin gedanklich und spielerisch stets zu 100% bei der gegenwärtigen Aufgabe. Letzteres empfinde ich als deutlich angenehmer.

        Die Gestaltung ist noch einmal ein anderes Thema.
        Ich finde die BOTW Welt auch eher karg im Vergleich zu bspw. einem AC Odyssey, an welchem ich ebenfalls viel Spaß hatte. Allerdings hätte es mir ohne Quest- und Grind Overkill noch besser gefallen, .
      • Von Gast1649365804 Mitglied
        Zitat von bide
        Also wieder mal "Open Work" statt "Open World".

        Zum Glück kam Elden Ring daher und hat - nach Breath of the Wild - erfolgreich demonstriert wie man eine offene Welt so konzipiert dass sie Spaß macht.

        Ja, ich spiele Elden Ring und hab auch BotW gespielt.
        Es gibt durchaus Parallelen, aber auch gewaltige Unterschiede.
        Mir gefallen beide sehr, hab BotW richtig gesuchtet, kann aber auch verstehen, wenn die open world dort nicht jedem gefällt. Bin aber auch ein Rätsel-Fan und verbeiße mich auch in diverse Schreine und andere Rätselaufgaben.
        Bei Elden Ring fasziniert mich die Oberwelt immens mehr als in BotW, dafür fallen die Dungeons eher ab.
        Bin jetzt nach fast 100 Stunden bei Level 85 (Samurai) und habe erst 2 Fragmentträger erledigt und mich entschlossen, erst zu erkunden, zu leveln, Ausrüstung verbessern und so weiter. Ich weiß nicht, wann mich das letzte Mal ein Spiel so fasziniert und motiviert hat.
        BotW ist mir persönlich zu leicht vom Schwierigkeitsgrad her, Elden Ring bisher recht knackig stellenweise, aber sehr viel einfacher als die Souls Reihe oder Bloodborne. Von Sekiro mal ganz zu schweigen. ^^
        Ich spiele aber auch Horizon und AC Valhalla. Ab und zu braucht man das auch mal…Spiele, die mich an die Hand nehmen, natürlich interessante Charaktere haben, eine Karte mit Fragezeichen…alles kein Problem.
        Es braucht manchmal auch etwas Abstand. Vor ein paar Tagen hab ich frustriert nach Stunden einen Boss in Elden Ring einfach nicht gepackt, obwohl ich wußte, dass es durchaus möglich ist. Also einen Tag pausiert, dann wieder den Anlauf gewagt und zack…beim ersten Versuch erledigt und mich gefragt, wo eigentlich das Problem war?
        Die Mischung machts.
        Eigentlich können wir uns alle glücklich schätzen, in einer Zeit zu leben, in der so viel Vielfalt auf dem Spielmarkt existiert, wie nie zuvor. Noch nie gab es solche Optiken, solchen Sound, soviel zu entdecken, soviel Zugänglichkeit und ja, auch viel Schrott.
        Man muss halt selektieren. Insgesamt kann sich denke ich keiner wirklich beschweren.
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von bide
        Zum Glück kam Elden Ring daher und hat - nach Breath of the Wild - erfolgreich demonstriert wie man eine offene Welt so konzipiert dass sie Spaß macht.
        Zum Glück sind Geschmäcker verschieden, ich finde BotW komplett überbewertet und die Open World belanglos, gleiches bei Elden Ring.

        Sogar beim viel gescholtenen Assassin's Creed, jedenfalls bei Origins und Odyssey, Valhalla habe ich noch nicht, gefällt mir die Open World besser.

        Die besten Open World Spielerlebnisse habe ich jedoch immer noch bei Elder Scrolls / Fallout und GTA.
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von bide
        Also wieder mal "Open Work" statt "Open World".

        Zum Glück kam Elden Ring daher und hat - nach Breath of the Wild - erfolgreich demonstriert wie man eine offene Welt so konzipiert dass sie Spaß macht.

        Dennoch haben das etliche Studios scheinbar noch immer nicht verinnerlicht und greifen hier lieber zum Schema Ubi.

        Schade. Hat trotzdem hoffentlich etwas Gutes und Tango liefert unter dem sich nun wahrscheinlich einstellenden Erfolgsdruck als nächstes Projekt ein hübsches Evil Within 3 ab.
        Viele wollen Open-World-Spiele machen, aber kaum jemand kann es bzw. weiß, was Open-World-Spiele ausmachen.

        Und hier bei diesem Spiel scheint es besonders schade zu sein. Es klingt so, als wäre das Spiel voller wunderbarer Ideen, aber die Entwickler treten das tolle Gerüst selbst mit ihrer Art der Open World und der Missionen wieder kaputt.
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