Forza Horizon 6 in der Vorschau: Gameplay und Umfang
In unserer Vorschau auf Forza Horizon 6 blicken wir ganz genau auf Fahrzeug-Handling und Umfang. In welchen Punkten macht die Reihe einen Schritt nach vorn?
Tokyo Drift
Wenig überraschend überzeugt außerdem das Gameplay in Forza Horizon 6. Wie schon in den Vorgängern überwiegt actionreiches Fahrverhalten. Es geht nicht um die Ideallinie, die perfekte Positionierung oder gekonnte Überholmanöver wie in Simulationen, sondern um Spaß, Style und Geschwindigkeit.
Wir erhalten Erfahrungspunkte nicht nur, wenn wir Rennen gewinnen, sondern auch für Drifts, Highspeed, Schlängeln durch den Gegenverkehr und Zerstörung. Wie schon in den Vorgängern bleibt es nicht bei Wettbewerben auf Asphalt, auch Offroad-Events stellen uns auf die Probe.
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Quelle: PC Games
In den Offroad-Wettbewerben sammeln wir wieder ordentlich Airtime. Neben gewaltigen Sprüngen sind aber auch Wasserdurchfahrten in die Events integriert.
Um schneller von A nach B zu kommen, düsen wir zwischendurch buchstäblich über Stock und Stein und mähen alles um, was nicht aus dem Weg springt. Leitplanken, Schilder, Zäune und sogar Bäume sind auch im neuen Teil nicht vor uns sicher. Sogar Bäume mit dickeren Stämmen halten uns dieses Mal nicht auf, das war in Forza Horizon 5 noch anders.
Das passt auch zum restlichen, arcadigen Handling. Durch die Zerstörungsmöglichkeiten bleiben wir nur selten an Kanten hängen und können mit Volldampf durch Städte und Wälder brettern. Wie schon in den anderen Teilen steht der actionreiche Spaß im Fokus und das gelingt erneut perfekt.
Wie immer lassen sich die Autos in Forza Horizon einwandfrei mit einem Gamepad kontrollieren, aber auch Lenkräder werden wieder unterstützt. Außerdem dürfen wir sämtliche Fahrhilfen abschalten, um unser Erlebnis je nach Belieben anzupassen.
Quelle: PC Games
Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: In der japanischen Tuning-Szene stehen Drift-Rennen aber auf der Tagesordnung.
Ein Umfangmonster
In unserer Preview-Version steht uns nur ein minimaler Anteil an Fahrzeugen zur Verfügung. Während uns im fertigen Spiel ein gigantischer Fuhrpark von über 550 Vehikeln erwartet, müssen wir für die Vorschau mit einer Handvoll Vorlieb nehmen.
Zu den gewonnenen Autos kommen aber noch in der Spielwelt gefundene dazu. Wir können schließlich an bestimmten Orten Gebrauchtwagen aufspüren, die deutlich günstiger zu erhalten sind. Das Händlermenü, in dem wir Fahrzeuge kaufen, steht uns dagegen noch nicht zur Verfügung. Für einen guten Ersteindruck reichen die bereits vorhandenen Karren aber definitiv.
Neben den insgesamt 662 Straßen und etlichen Sehenswürdigkeiten, die wir im fertigen Spiel erkunden, bekommen wir zudem erneut etliche Rennen, PR-Stunts und Sammelgegenstände vorgesetzt. Die Abwechslung stimmt, der Einfallsreichtum lässt bis jetzt aber zu wünschen übrig.
Das ist Klagen auf hohem Niveau, schließlich begeistert Forza Horizon 6 dennoch, ein paar neue Features oder Nebenaufträge dürften es aber schon sein. Die PR-Stunts bestehen unter anderem wieder aus Radarkontrollen, Driftzonen und gewaltigen Sprüngen.
Quelle: PC Games
In manchen Rennen gibt es ein regelrechtes Partikelfeuerwerk um unsere Fahrzeuge. Funken, Wasserspritzer und Dreck fliegen ständig umher.
Auch die Werbeschilder, die beim Umfahren Extra-Erfahrungspunkte bringen, sind wieder im Spiel. Und genau genommen bleiben im Endeffekt eben auch die Events identisch zu den Wettbewerben der Vorgänger. Wir rasen in hohem Tempo gegen die Zeit oder gegen NPC-Konkurrenten und im fertigen Spiel auch gegen andere Spieler.
Das macht Laune, aber in einer abgedrehten Reihe wie Forza Horizon geht definitiv noch ein wenig mehr. Der Hot-Wheels-DLC aus dem direkten Vorgänger ist dafür ein gutes Beispiel. Der riesige Erfolg von Forza Horizon 5 könnte aufgrund seines immensen Umfangs für den neuen Teil ein Problem darstellen. Die Erwartungshaltung der Fans ist gewaltig und das Japan-Setting allein wird nicht ausreichen, um die meisten zufriedenzustellen.

Ich hab keine Röhre mehr, außer in einem Verstärker und das ist auch eine Seltenheit heutzutage.
Und man wurde von Anfang an mit Autos und sinnlosen "Social"-Items zugesch****n. Gefühlt hatte nichts einen Wert, nichts hat man sich wirklich erarbeitet oder verdient. Warum darf man sich nicht ganz oldschool von unten nach oben arbeiten? Mit nem klapprigen Honda oder VW Golf aus den 90ern anfangen und sich Schritt für Schritt, Klasse für Klasse, Liga für Liga weiterentwickeln?
Und genau das Gefühl hatte ich auch bei Teil 5: Einfach noch mehr vom gleichen Kuchen. Und Teil 6 macht genau den gleichen Eindruck. Nicht einmal die Grafik bzw. die Atmosphäre unterscheidet sich nennenswert, wenn ich mir die bisherigen Videos so anschaue.
Und über Menüs, Tuningoptionen usw. rede ich mal gar nicht erst: Das ist eines Japansettings unwürdig. Da hätte man doch z. B. mal auf Need for Speed Underground 2 oder auch Need for Speed 2015 schauen können. Da konnte man noch kreativ werden und richtig wilde Sachen bauen (Geschmack ist wieder ne andere Frage).
Von daher holt mich Forza Horizon 6 leider gar nicht ab, auch wenn ich schon seit vielen Jahren auf ein Japan-Setting hoffe. Ist einfach immer wieder das gleiche Spiel mit ner neuen Map und neuen Autos. Lediglich die Scheunenfunde haben mir immer Spaß gemacht, aber dafür lohnt es sich nicht das Spiel zu kaufen.
Vielleicht werde ich aber auch langsam zu alt für sowas. Vor 20 oder 25 Jahren, als ich noch Anfang 30 war, hätte mich das mit Sicherheit begeistert. Heute zucke ich da eher mit einer seltsamen Mischung als Langeweile und Genervtheit mit der Schulter.
Alternativen sehe ich aber auch nicht wirklich, außer auf ältere Spiele zurückzugreifen.