Forza Horizon 6 in der Vorschau: Reicht das schicke Japan-Setting, um die Reihe voranzubringen?
Fans von Arcade-Action dürfen schon bald Vollgas geben. Forza Horizon 6 startet mit Japan-Setting ab Mai durch. Wir haben die Open World inklusive Tokio bereits erkundet.
Forza Horizon ist die Rennspielmarke schlechthin, wenn es um Arcade-Action geht. Schon seit Teil eins begeistert die Reihe die Fans mit brachial schnellen Events, einer hübschen offenen Welt und einem riesigen Fuhrpark. Nach den USA, Frankreich, Italien, Australien, Großbritannien und Mexiko geht mit dem Release des neuen Ablegers für viele ein Traum in Erfüllung. Die Location in Japan passt für die Forza-Horizon-Reihe perfekt.
Das Land der aufgehenden Sonne besitzt eine ausgeprägte Autokultur und Tuning-Szene, außerdem feiern nach Teil fünf in Mexiko die Jahreszeiten ihr Comeback. Dennoch stellt sich immer noch die Frage, ob das kommende Rennspiel dem bisherigen Muster treu bleibt. Denn durch den Erfolg steigt auch die Erwartungshaltung. Alteingesessene Forza-Horizon-Fans können wir direkt beruhigen, denn die meisten Features verändern sich kaum. Genau dieser Stillstand macht sich in unserer Vorschau-Version aber definitiv auch negativ bemerkbar.
In diesem Artikel
Big in Japan
Doch fangen wir mit einer der Stärken von Forza Horizon 6 (jetzt kaufen 217,82 € / 62,99 € ) an, denn die Spielwelt liefert einmal mehr komplett ab. Japan ist seit langer Zeit ein Wunsch der Fans und die Umsetzung ein logischer Schritt für das Entwicklerteam. Es gibt dort schließlich alles, was die Reihe bislang ausgezeichnet hat - wunderschöne Gebiete, eine abwechslungsreiche Natur, plötzliche Wetterwechsel und eben die Faszination fürs Automobil.
Japaner lieben schnelle Fahrzeuge sowie Tuning und beides spielt in Forza Horizon eine große Rolle. Das Horizon Festival ist nun also zu Gast in Tokio und Umgebung. Ja, richtig gehört! Während das Hauptaugenmerk in den Vorgängern auf weitläufigen, ländlichen Arealen liegt, gibt es im sechsten Teil auch einen riesigen Abschnitt in der Metropole.
Obwohl das Stadtgebiet bei weitem das größte in der gesamten Reihe ist, stellt es nur einen winzigen Part der kompletten Karte dar. Japan fällt nochmal größer aus als Mexiko im direkten Vorgänger. Schon in unserer Preview-Version lässt Forza Horizon 6 dabei die Muskeln spielen, denn trotz der gewaltigen Map sind die verschiedenen Areale äußerst abwechslungsreich.
Quelle: PC Games
Während wir über den Highway düsen, ragen im Hintergrund sowohl die Wolkenkratzer Tokios als auch der Mount Fuji empor.
Neben der Hauptstadt gibt es noch ländliche Regionen mit gewaltigen Anbauflächen, dichte Wälder, Strände und ganz im Norden einen schneebedeckten Berg inklusive Skigebiet. Nachdem die Anspielmöglichkeit noch keine Jahreszeiten beinhaltet und lediglich Frühling zur Verfügung steht, können wir immerhin in der Nähe des Berges über Schnee und Eis düsen.
Im fertigen Spiel dürfte die Chance auf Schnee im Winter überall auf der Karte größer sein. Bis dahin nehmen wir aber auch mit den blühenden Kirschblütenbäumen Vorlieb, denn die machen die Umgebungen im Frühling direkt noch eine Ecke schöner.
Die Spielwelt wird das große Aushängeschild von Forza Horizon 6, so viel ist jetzt schon sicher. Wir müssen uns zwar daran gewöhnen, dass uns der NPC-Verkehr auf der anderen Seite entgegenkommt, schließlich fährt man in Japan links, aber das funktioniert ziemlich schnell und spielt im Titel auch eher eine untergeordnete Rolle.

Ich hab keine Röhre mehr, außer in einem Verstärker und das ist auch eine Seltenheit heutzutage.
Und man wurde von Anfang an mit Autos und sinnlosen "Social"-Items zugesch****n. Gefühlt hatte nichts einen Wert, nichts hat man sich wirklich erarbeitet oder verdient. Warum darf man sich nicht ganz oldschool von unten nach oben arbeiten? Mit nem klapprigen Honda oder VW Golf aus den 90ern anfangen und sich Schritt für Schritt, Klasse für Klasse, Liga für Liga weiterentwickeln?
Und genau das Gefühl hatte ich auch bei Teil 5: Einfach noch mehr vom gleichen Kuchen. Und Teil 6 macht genau den gleichen Eindruck. Nicht einmal die Grafik bzw. die Atmosphäre unterscheidet sich nennenswert, wenn ich mir die bisherigen Videos so anschaue.
Und über Menüs, Tuningoptionen usw. rede ich mal gar nicht erst: Das ist eines Japansettings unwürdig. Da hätte man doch z. B. mal auf Need for Speed Underground 2 oder auch Need for Speed 2015 schauen können. Da konnte man noch kreativ werden und richtig wilde Sachen bauen (Geschmack ist wieder ne andere Frage).
Von daher holt mich Forza Horizon 6 leider gar nicht ab, auch wenn ich schon seit vielen Jahren auf ein Japan-Setting hoffe. Ist einfach immer wieder das gleiche Spiel mit ner neuen Map und neuen Autos. Lediglich die Scheunenfunde haben mir immer Spaß gemacht, aber dafür lohnt es sich nicht das Spiel zu kaufen.
Vielleicht werde ich aber auch langsam zu alt für sowas. Vor 20 oder 25 Jahren, als ich noch Anfang 30 war, hätte mich das mit Sicherheit begeistert. Heute zucke ich da eher mit einer seltsamen Mischung als Langeweile und Genervtheit mit der Schulter.
Alternativen sehe ich aber auch nicht wirklich, außer auf ältere Spiele zurückzugreifen.