Dune Awakening geht derzeit bei Steam durch die Decke, aber verstehen kann ich das nicht!
Fast 200.000 gleichzeitige Spieler in Dune Awakening sollten eigentlich für sich sprechen, mich macht der Grind im Survival-MMO aber wahnsinnig!
Survival ist eigentlich mein Ding - MMOs dagegen eher weniger. Deswegen war ich ziemlich gespannt, wie mir Dune Awakening in der fertigen Version gefällt. Und naja, was soll ich schreiben: Ich kann den Ansturm auf das Spiel gerade nicht wirklich nachvollziehen.
Die Welt von Arrakis ist faszinierend und bildgewaltig, das bewiesen zuletzt die beiden Kinofilme aus der Feder von Denis Villeneuve. Warum also nicht ein vielversprechendes Spiel drumherum bauen, die Hauptfigur Paul Atreides gar nicht existieren lassen und Fans in ein neues Dune-Universum werfen? Das dachte sich Funcom und entwickelte nun Awakening.
Zunächst einmal halte ich das sogar für eine gute Idee. Obwohl ich kein Experte in Sachen MMOs bin, kann ich den Gedanken verstehen. Schließlich hat es etwas, mit Freunden auf dem Wüstenplaneten sein Unwesen zu treiben und immer tiefer in die Geheimnisse der unterschiedlichen Völker und Häuser einzutauchen.
Allein im Multiplayer-Spiel
Nur leider funktionieren bestimmte Aspekte dieser Idee nicht so, wie sich das die Entwickler vorstellten. In etlichen Stunden auf meinem Server ist mir beispielsweise noch kein anderer Spieler begegnet. Da kommt nicht gerade MMO-Feeling rüber. Zwar sehe ich an allen Ecken und Enden die mal mehr, mal weniger hübschen Hütten meiner Mitstreiter, aber ansonsten herrscht gähnende Leere in meiner Welt.
Woran das liegt, kann ich nicht genau sagen. Vielleicht ist die Open World zu groß für 40 Leute pro Server, eventuell überschneiden sich meine Zeiten nicht mit denen der anderen oder der Zufall möchte es einfach nicht. Am Standort liegt es nicht, denn die Bauten der restlichen Überlebenden tummeln sich um mein bescheidenes, kleines Zuhause.
Insgesamt wirkt es für mich so, als wüssten auch die Entwickler von Funcom nicht so richtig, in welche Richtung Dune Awakening (jetzt kaufen 49,99 € ) abbiegen möchte. Für ein MMO fehlen mir einige Funktionen und in meinem Fall zunächst einmal andere Spieler. Ein richtiges Survival-Spiel sieht aber auch anders aus.
Klar, ich muss mich um meinen Durst in der Hitze kümmern, sollte mich vor dem Sandwurm in Acht nehmen und darf mich nicht zu lange auf der kargen Wüsten-Oberfläche bzw. in der Sonne aufhalten, aber so richtig Survival-Stimmung setzt bei mir trotzdem nicht ein. Der Basisbau macht schon Spaß, aber der Spaß hört direkt bei der Erkundung wieder auf.
Von Wüsten und Würmern
Arrakis besteht - vorlagengetreu - größtenteils aus Wüste, Geröll und Felsen, da ist es schwierig, viel Abwechslung in die Spielwelt zu pflanzen. Aber die meisten Ausflüge laufen schon sehr identisch ab. Ich durchsuche alte Laboratorien, Wracks oder Höhlen, töte ein paar böse Buben und Mädels und finde hin und wieder wertvolle Gegenstände - das war's auch schon.
Eine echte Langzeitmotivation entwickelt sich bei mir bislang noch nicht. Da hilft auch die interessante Story nicht, denn zwischendurch muss ich zu Fuß oder mit gecrafteten Fortbewegungsmitteln weite Wege durch riesige Wüstenareale zurücklegen, was dann wieder ordentlich Fahrt herausnimmt.

Übrigens hatten die ursprünglichen Konsolenversionen von Cyberpunk hier auch nur eine 6/10 und nur die PC Version erhielt 10 von 10, also in der Hinsicht aus meiner Sicht alles richtig gemacht.
Wenn ich eine Gamingseite besuche, dann tatsächlich vor allem, um aktuelle Tests zu lesen oder um auf neue Spiele aufmerksam zu werden, die ich nicht auf dem Schirm hatte. Ich finde es aber auch in Ordnung, wenn ich auch anderen Nerdkram hier finde. Aber wie gesagt, wenn ich die Seite aufrufe, dann hauptsächlich wegen Tests, Previews u.ä. Und imo sollte da deswegen in dem Bereich nicht gespart werden. Was ich bei der Gamestar gut finde und wo man da ja auch die Leserschaft miteinbezieht, was ja auch zur Bindung beiträgt, ist, dass da die Leser mitentscheiden können, welche Spiele außer den Blockbustern, die sowieso getestet werden, auch einen Test bekommen. In dieser Hinsicht könnte man sich da was abgucken.
Ansonsten finde ich das Forum hier auch richtig gut und da, wo ich meine Meinung nicht äußern und nicht in Dialog treten also partizipieren kann, da schaue ich auch selten rein.
Faktisch sind wir nun eben da, daß die Spiele immer mehr werden und ich mir schon mal nicht mehr alles kaufen kann und das was man kauft immer teurer wird. Klar schau ich auch bei Steam die Wertung etc. bzw. auch immer "Lets Plays". Aber handfester sind dann die Tests (und vor allem wo noch n Print hintersteckt). Zudem wäre ich auf viele Titel gar nicht aufmerksam geworden, wenn man das nicht auf der "PC Games", "Gamestar" etc. darauf aufmerksam gemacht wird. Diese ganzen Youtube.- und Twitchpenner, von wenigen Ausnahmen abgesehen, die wissen was se tun, kannst in der Pfeife rauchen.
Und dann die Story und die Stadt. Nach dem Jackie Teil baut das Spiel ziemlich ab, es ist nicht schlecht und gibt weiterhin großartige Elemente/Geschichten aber das zuvor großartige Pacing legt eine Vollbremsung ein und man wacht mit einem Mal in einem klassischen GTA auf bei dem ein großer Teil des Spiels über schnöde Anrufmissionen abläuft. Es ist fast als wäre dieses erste Viertel des Spiels für Magazine gedacht um einen "wow"-Effekt zu kreieren. Und wenn man sich die Stadt dann genau anschaut, ist sie gar nicht so besonders. Da gibt es Geschäfte die dann reinen Müll verkaufen also wirklich nichts was irgendeinen Zweck hätte und das eigene Appartment hat zwar einen Hof aber der ist nur kosmetisch, will man da runter, stirbt man. Von der Vertikalität die man damals anpries ist wenig zu spüren und selbst die Bahn war nichts mit dem man fahren konnte und damals in Mafia konnte ich noch in Straßenbahnen steigen und das war dann auch keine Sequenz, ich konte da durchlaufen und bei Bedarf raus auf die Cops schießen, wobei dann Scheiben zu Bruch gingen.
Cyberpunk 2077 war sicherlich kein schlechtes Spiel aber es war weit durchschnittlicher als wie man es verkauft hatte und das in Verbindung mit dem Releasestatus hätte sich deutlich in den Wertungen negativ wiederspiegeln müssen. Das Ergebnis daraus, dass es dazu nicht gekommen ist, war dann für einige Leser wohl wie ein anfassen der heißen Herdplatte. Ein Vertrauensverlust.
Das ist hier kein Schnellschuss, der morgen wieder anders läuft. Da steckt schon ein größerer Plan dahinter. Du darfst also bald weitere Geschenke.
Das ist hier kein Schnellschuss, der morgen wieder anders läuft. Da steckt schon ein größerer Plan dahinter. Du darfst also bald weitere Geschenke auspacken.