Doom 3 Kampf gegen Höllenkreaturen

Die meisten Kreaturen in Doom 3 sind Ihnen als id-Kenner bestimmt schon über den Weg geschlurft. Da sind beispielsweise die Imps, die sich mit roten Blitzen ankündigen und dann Feuerbälle auf den Spieler schmeißen. Auch die Pinkys, mutierte Bullen, die auf den Spieler zuhüpfen und mit ihren Klauen umherfuchteln, dass man unfreiwillig den Kopf einzieht, kommen ursprünglich aus Teil 1. Neu sind die Trites, Spinnen mit einem umgedrehten Glatzkopf als Körper. Wenn Sie ein kaltes Klicken auf den polierten Metallböden der Marsstation vernehmen, dann trippeln die fiesen Insekten in rauen Mengen auf Sie zu - zuerst in aller Seelenruhe, nur um Sie gleich darauf keifend anzuspringen. Ein besonders grauenvolles Geschöpf dreht den Angstschweiß-Hahn ganz weit auf: Cherubs sind eine Kreuzung aus überdimensionaler Wespe und Säugling. Die Viecher krabbeln unbeholfen, schauen böse aus leuchtenden Augen und geben ein teuflisches Kreischkonzert. Zu den optischen Highlights gehören die Zwischengegner, deren Größe von Kleinbus-Niveau bis Leuchtturm-Format reicht.

Auch das Waffenarsenal übernahm id Software größtenteils aus den Vorgängern. Pistole, Schrotflinte und Raketenwerfer bedürfen ebenso wenig einer Erklärung wie die Kettensäge, die Mini- und die Plasma-Gun. Für jede Situation im Spiel existiert die passende Kanone: Wenn Ihnen ein Schwarm Trites-Spinnen entgegenkommt, ist die niedrige Schussfrequenz der Schrotflinte ein sicheres Todesurteil, während die vollautomatische Mini-Gun kurzen Prozess mit den Sechsbeinern macht. Neu sind Granaten, eine gewöhnliche Schnellfeuerwaffe und der ganz und gar ungewöhnliche Soul Cube. Nach jedem fünften Gegner bestätigt der Seelenwürfel seine Bereitschaft, indem er Ihnen "Benutze uns" zuflüstert. Dann werfen Sie das Artefakt ins Scharmützel und saugen auf diese Art das Leben der Widersacher ab. Sehr praktisch, um vermeintlich aussichtslose Situationen umzukrempeln. In solchen Augenblicken bietet sich auch der Druck auf die Sprint-Taste an, bis sich der Ausdauerbalken am unteren Bildschirmrand dem Ende zuneigt. Angeschlagene Rambos heilen sich mittels Erste-Hilfe-Kästen, die unter Treppengeländern, hinter Schränken oder in Regalen liegen; gelegentlich stoßen Sie auch auf fest installierte Energie-Konsolen, die genauso funktionieren wie die in Half-Life (dt.).

Dämonische Schauplätze

Vereinzelt gelangen Sie ins Freie hinaus, wo Marsstürme wüten und roter Sand durch die Luft wirbelt. Draußen hetzen Sie unter Zeitdruck und mit schwindendem Sauerstoff zum Eingang der gegenüberliegenden Schleuse; deshalb dauert ein Freiluft-Aufenthalt nie mehr als ein paar Minuten. Die meiste Zeit kämpfen Sie auf der UAC-Station ums Überleben: Computerkonsolen werfen ein blasses Licht, Schläuche und Kabel führen durch die Zimmer, in den Gängen stehen explosive Fässer und Kisten herum. Die Umgebung hat den beklemmenden Charme einer dunklen und von der Menschheit abgeschotteten Fabrik. Manche Areale zollen dem Filmklassiker Aliens Tribut: Dort sickert das Böse in Form von glänzendem Schleim bereits blubbernd und dampfend durch den Raum, überzieht Wände und verstopft Türen. Aufgemalte Pentagramme deuten die Herkunft der unappetitlichen Masse an: die Hölle.
Und genau dort landen Sie später im Spiel. Dieser Abschnitt könnte locker zum Musterbeispiel für spannende, atmosphärisch dichte Levels in Ego-Shootern werden. Lava windet sich in der Unterwelt durch eine fantastische Architektur, die mit diabolischen Verzierungen gespickt ist. Totenköpfe liegen gestapelt in Ecken, Hörner ragen aus Wänden, Fegefeuer leckt aus Mulden empor. Sie stolpern von einer grotesken Situation in die nächste, finden sich beispielsweise in einem Eisenkäfig gefangen wieder, der in flirrender Luft unter apokalyptischen Wolken schwebt; Sie balancieren über fliegende Steine, die eine Brücke bilden, während von allen Seiten flehende Klagerufe, irres Gelächter, verzweifeltes Weinen und ein Monstergrunzen ertönt, das Ihnen durch Mark und Bein geht. Grafik und Sound gehen an diesem Ort eine perfekte Symbiose ein und schaffen einen schaurig-schönen Alptraum.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Hoschie-San NPC
        Meinereins ist begeister von dem Game.
        Des is der Wahnsinn. Lich aus, Kopfhörer auf und die lautstärke voll aufgedreht. Ballervergnügen mit Wau und Ui Garantie.
        Je weiter man vordringt umso beklemmender wirds.

        Also was will man mehr.

        Und wies nach einer gelungenen Entseuchung so schön aus den Boxen tönt

        Have a Nice Day :-D
      • Von Hoschie-San NPC
        Meinereins ist begeister von dem Game.
        Des is der Wahnsinn. Lich aus, Kopfhörer auf und die lautstärke voll aufgedreht. Ballervergnügen mit Wau und Ui Garantie.
        Je weiter man vordringt umso beklemmender wirds.

        Also was will man mehr.

        Und wies nach einer gelungenen Entseuchung so schön aus den Boxen tönt

        Have a Nice Day :-D
      • Von Denny5 NPC
        Super habe die Prewiev im Heft gelesen und freue mich total auf Doom 3 :-) :-)
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