Doom 3 Gut, dass Doom 3 friedfertig beginnt. Sonst würden Sie wie ein Idiot verdutzt in der UAC-Forschungsstation auf dem Mars stehen und sich vom ersten Gegner niederschlagen lassen, weil Sie mit dem Staunen noch nicht fertig sind. Denn die Innenareale samt den Figuren darin sehen einfach unwerfend aus! Gesichter wirken so plastisch, dass man sie mit dem Finger auf dem Monitor fühlen zu können glaubt, und gebumpmappte Wände, Böden und Decken glänzen realistisch im frostigen Lichtschein moderner Neonlampen. Inmitten dieser Grafikpracht stehen Sie anfangs als Marine, der normalerweise wenig mehr unternimmt als nächtliche Kontrollgänge durch verlassene Zimmer. Zuerst schlendern Sie durch den Landeraum ins Innere der Basis hinein, tauschen Grüße mit den Kollegen aus und holen sich beim Vorgesetzten den ersten Befehl ab. Ein Wissenschaftler sei verschwunden, Sie mögen der Sache bitte nachgehen. Wenig später kriegen Sie auf künstlerisch beeindruckende, aber hier der Spannung zuliebe nicht näher genannte Art mit, wie jemand das Licht ausmacht und sich ein Tor zur Hölle auftut. Kreaturen strömen heraus und fast alle Insassen der Forschungsstation mutieren zu Zombies, die mit einem Gänsehaut verursachenden Stöhnen langsam durch die Gänge wandern. In den nächsten 27 Levels geht's dann im wahrsten Sinne ans Eingemachte.

Dunkles Horror-Paradies

Doom 3 ist wie eine Geisterbahnfahrt, nur länger. Die Spannung nährt sich vom Ungewissen, von der Dunkelheit und der gigantischen Sound-Kulisse. Auch die Schatten spielen eine Hauptrolle. Sie werden sich dabei ertappen, wie Sie mit dem Fadenkreuz nervös auf Silhouetten zielen, weil deren Konturen so realistisch und geschmeidig über Wände verlaufen, dass man dort flüchtig einen Zombie wähnt.
Zur Standardausrüstung gehört eine Taschenlampe, die Segen und Fluch zugleich bedeutet: Beim Leuchten erkennen Sie zwar wenigstens die Hand vor Augen, dafür müssen Sie die Waffe wegstecken. Sollte sich vor Ihnen plötzlich laut knisternd ein Dämon materialisieren - und das geschieht am laufenden Band -, wechseln Sie zwar per eigens dafür vorgesehenen Hotkey rasch zur Knarre zurück, aber ein paar Sekundenbruchteile lang bleiben Sie hilflos. Beim Schießen durchschneiden Lichtblitze die Dunkelheit, im Mündungsfeuer aufblinkende, mit Bump Mapping geschminkte Monsterfratzen sind der reinste Psychoterror.
So intensiv Grafik und Sound auch rüberkommen, bei der Musik schlug id Software eine seltsame Richtung mit ganz eigenem Charme ein: Es gibt kein Geigen-Gejaule als akustische Panikmache, kein Orchester spielt Bombaststücke, nirgendwo lässt sich auch nur ein Hauch von Melodie vernehmen. Der Soundtrack beschränkt sich auf disharmonische, quälend in die Länge gezogene Orgelklänge und auf einstimmige und monotone Synthie-Rhythmen, die minimalistischer nicht sein könnten. Dieser musikalische Kunstgriff passt optimal zum ähnlich schnörkellosen Spielprinzip, das bis auf das eine oder andere Schalterrätsel nichts als Action zelebriert.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Hoschie-San NPC
        Meinereins ist begeister von dem Game.
        Des is der Wahnsinn. Lich aus, Kopfhörer auf und die lautstärke voll aufgedreht. Ballervergnügen mit Wau und Ui Garantie.
        Je weiter man vordringt umso beklemmender wirds.

        Also was will man mehr.

        Und wies nach einer gelungenen Entseuchung so schön aus den Boxen tönt

        Have a Nice Day :-D
      • Von Hoschie-San NPC
        Meinereins ist begeister von dem Game.
        Des is der Wahnsinn. Lich aus, Kopfhörer auf und die lautstärke voll aufgedreht. Ballervergnügen mit Wau und Ui Garantie.
        Je weiter man vordringt umso beklemmender wirds.

        Also was will man mehr.

        Und wies nach einer gelungenen Entseuchung so schön aus den Boxen tönt

        Have a Nice Day :-D
      • Von Denny5 NPC
        Super habe die Prewiev im Heft gelesen und freue mich total auf Doom 3 :-) :-)
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