Divinity: Original Sin im Test: Koop-Modus und die Quests + Fazit
Ja, sowas gibt es heutzutage auch noch: Larian Studios wirft mit Divinity: Original Sin PC-exklusive Rollenspielunterhaltung alter Schule auf den Markt. Zur Freude vieler RPG-Fans mit wohligen Erinnerungen an Baldur's Gate, Ultima 7 & Co. Unserer umfangreicher Langzeit-Test inklusive Video-Review stellt Rundenkämpfe und Oldschool-Gameplay vor. Update: Jetzt auch mit Wertung!
In diesem Artikel
- Seite 1 Divinity: Original Sin im Test: Authentische Spielwelt und viel Witz
- Seite 2 Divinity: Original Sin im Test: Bewährte Konzepte und ermüdende Dialoge
- Seite 3 Divinity: Original Sin im Test: Rundengefechte und Charaktersytem
- Seite 4 Divinity: Original Sin im Test: Koop-Modus und die Quests + Fazit
- Seite 5 Bildergalerie
Divinity: Original Sin lässt sich prima alleine spielen. Wer es geselliger mag, absolviert das Abenteuer zu zweit im Koop-Modus: online oder per LAN. Komfortabel: Auch bereits begonnene Solopartien lassen sich ruck, zuck für andere Spieler öffnen. Dabei dürft ihr entscheiden, ob lediglich Freunde Zugang haben sollen oder beliebige Spieler aus aller Welt. Am meisten Spaß macht der Mehrspielermodus jedoch, wenn ihr ihn mit einem zuverlässigen Koop-Partner spielt, der idealerweise im selben Raum wie ihr sitzt. Dann könnt ihr euch bereits bei der Charaktererstellung absprechen, denn wer einer Partie beitritt, besitzt keinen eigenen Helden, sondern spielt mit der Gruppe des Hosts. Per Menü könnt ihr die Kontrolle über Gruppenmitglieder an die beiden Spieler verteilen. So kann der eine gefundene Gegenstände in der Stadt beim Händler verkaufen, während sein Partner mit den restlichen drei Figuren bereits den nächsten Kampf bestreitet.
Das Stein-Schere-Papier-Spiel, mit dem ihr Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Hauptcharakteren beilegt und das in der Solo-Kampagne aufgesetzt wirkt, gewinnt im Mehrspielermodus an Unterhaltungswert, da euch nicht nur eine KI-Persönlichkeit gegenübersitzt. Dialoge mit NPCs dagegen leiden unter einer fragwürdigen Design-Entscheidung: Wenn ihr ein Gespräch beginnt, bekommt euer Partner das nur mit, sofern er direkt danebensteht oder die Texte im optional einblendbaren Logbuch nachliest. Steht dann jedoch eine Stein-Schere-Papier-Auseinandersetzung zwischen den Haupthelden an, bekommt das auch der Koop-Partner angezeigt – unter Umständen ohne zu wissen, auf welchen Dialog sich die Entscheidung bezieht.
Quelle: PC Games
Der Editor erlaubt euch, eigene Levels, Quests und Kampagnen zu erstellen.
Trotzdem: Im Koop-Modus macht Divinity: Original Sin noch einen Tick mehr Laune als alleine. Etwa weil man sich per Voice- oder Textchat über die Vorgehensweise in den Kämpfen absprechen kann. Oder weil es unheimlich unterhaltsam ist, sich gegenseitig auf gefundende Schätze oder absonderliche Quests aufmerksam zu machen, Gegenstände untereinander zu tauschen und darüber zu streiten, wie man das gemeinsam gesammelte Gold ausgibt.
Mach's dir selber!
Wer nach dem vorherhsehbaren Ende der Kampagne nach weiteren Inhalten giert, der kann eigene Levels, Aufträge und sogar Kampagnen erschaffen - der Editor macht es möglich. Das Toolkit (auf Steam unter "Tools -> The Divinity Engine" zu finden) ist dasselbe, mit dem Entwickler Larian das Spiel erstellt hat. Ihr habt also Zugriff auf alle Gegenstände und Levelbausteine, ähnlich wie einst in Neverwinter Nights. Mods lassen sich ganz simpel per Steam Workshop austauschen - findige Spieler haben etwa bereits einen Weg gefunden, den Koop-Modus auf vier Spieler auszuweiten.
Abwechslung ist Trumpf
Viel Lob hat sich Larian nicht für seinen ausgezeichneten Mod-Support verdient, sondern auch für das Questdesign, das nach dem schwerfälligen Beginn von Stunde zu Stunde besser wird. Einzige negative Ausnahme war eine Stelle kurz vor Schluss: Bevor wir dem Endgegner gegenüber treten durften, mussten wir noch einmal in bereits besuchte Landstriche zurückkehren und zusätzliche Sternensteine sammeln, von denen wir nicht genug eingesackt hatten. Davon abgesehen wird jedoch jede Art von uninspirierten "Sammel dies, töte das"-Quests erfolgreich vermieden. Stattdessen besorgt ihr einem einsamen Brückentroll eine menschliche Freundin, navigiert durch ein mit Fallen gespicktes Zaubereranwesen oder vereint einen Kater mit seiner großen Liebe. Und immer gibt es mehrere Lösungsmöglichkeiten und kleine Entscheidungsmomente. Die Konsequenzen sind zwar nie so persönlich wie in Mass Effect oder so dramatisch und mitreißend wie bei The Witcher 2, führen euch aber dennoch gut die Auswirkungen eurer Wahl vor Augen. Ganz ohne banales Gut-Böse-Moralsystem.
Meinung
Manche Aufgaben erfordern das Lösen von Puzzles. Die sind größtenteils fair aufgebaut; die Lösung ist in der Umgebung oder Büchern versteckt. Einige Rätsel erfordern jedoch stures Ausprobieren, etwa wenn ihr vier Schalter in der richtigen Reihenfolge betätigen sollt. Das Knacken der Kombination ist dabei weniger aufwendig als die Suche nach den Schaltern. Zwar werden euch bei gedrückter Alt-Taste herumliegende Gegenstände angezeigt; interaktive Objekte wie Truhen, Falltüren oder eben Hebel werden aber nicht markiert.
Quelle: PC Games
Die taktischen Rundengefechte von Original Sin richten sich klar an erfahrene Rollenspieler.
Eine bewusste Design-Entscheidung: Der Spieler soll die abwechslungsreich gestalteten Levels mit ihren Dungeons und Wäldern millimetergenau absuchen, um die wenige Polygone großen Mechanismen zu entdecken. Das kann nerven, passt aber zum Konzept von Original Sin: Es ist ein Spiel für geduldige Denker, für Menschen mit Lust aufs Erkunden und Ausprobieren. Wer sich von den genannten Mängeln nicht abschrecken lässt, wer viel Zeit und Muße hat, um mit Haut und Haaren in eine stimmige Fantasy-Welt abzutauchen, der ist bei Divinity: Original Sin an der richtigen Adresse.
Meinung
In diesem Artikel
- Seite 1 Divinity: Original Sin im Test: Authentische Spielwelt und viel Witz
- Seite 2 Divinity: Original Sin im Test: Bewährte Konzepte und ermüdende Dialoge
- Seite 3 Divinity: Original Sin im Test: Rundengefechte und Charaktersytem
- Seite 4 Divinity: Original Sin im Test: Koop-Modus und die Quests + Fazit
- Seite 5 Bildergalerie
Preis und Verfügbarkeit
Divinity: Original Sin gibt es als Box im Handel (Kopierschutz: Steam) und auf Steam für rund 40 Euro. Die Gog.com-Version besitzt kein DRM und kosten ebenfalls knapp 40 Euro. Die Collector's Edition gibt es nur auf Amazon.de. Preis: ca. 70 Euro.
Systemanforderungen
Minimum: Core 2 Duo E6600/Athlon 64 X2 5000, 2 GB RAM, Geforce 8800 GT/Radeon HD 4850
Empfehlenswert: Core i5 2400/AMD FX 6300, 4 GB RAM, Geforce GTX 550 Ti/Radeon HD 6670
Bildergalerie
- Seite 1 Divinity: Original Sin im Test: Authentische Spielwelt und viel Witz
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Ich kenne das Problem, denn ich bin selber so ein Spieler.
Wir haben früher doch sogar die Karten selber skizziert, auf einem Blatt Papier neben dem Computer und hatten auch längere Pausen dazwischen-
Wobei ich mich da frage, wie man so etwas vor dem Amt vertuschen kann, vermutlich nur mit Betrug wenn das folgende stimmt:
Aber wenn dies irgendwie umgehen werden kann, sollte einfach immer nur grundsätzlich an den Vermieter überwiesen werden, wüsste nicht was dagegen sprechen sollte.
;-)
Mir ging es außerdem nur darum zu verdeutlichen, dass wenn jemandem etwas geschenkt wird obwohl er es überhaupt nicht nötig hat, es wohl sehr wahrscheinlich dann erst recht bei jemanden vorkommt, der das Geld nicht aufbringen kann. ;-)
Aber ist sowieso kein Kurzfilm, wobei ich nicht behaupte, dass es keine guten Kurzfilme gibt, sie sind halt aber durch die kurze Spielzeit natürlich in den Handlungssträngen, Spannungsbögen, etc. stark limitiert, wenn man dies nicht versteht, hat man möglicherweise keine besonders große Ahnung von Filmen.
Und die Produktionskosten limitieren die Qualität erst ab einer gewissen Untergrenze und sind deshalb nur bedingt ein limitierender Faktor, hängt dann sowieso zudem von den Gehaltskosten der Schauspieler usw. ab, aber dies im einzelnen aufzuführen würde wohl zu weit gehen. :-B