Divinity: Original Sin im Test: Rundengefechte und Charaktersytem
Ja, sowas gibt es heutzutage auch noch: Larian Studios wirft mit Divinity: Original Sin PC-exklusive Rollenspielunterhaltung alter Schule auf den Markt. Zur Freude vieler RPG-Fans mit wohligen Erinnerungen an Baldur's Gate, Ultima 7 & Co. Unserer umfangreicher Langzeit-Test inklusive Video-Review stellt Rundenkämpfe und Oldschool-Gameplay vor. Update: Jetzt auch mit Wertung!
In diesem Artikel
- Seite 1 Divinity: Original Sin im Test: Authentische Spielwelt und viel Witz
- Seite 2 Divinity: Original Sin im Test: Bewährte Konzepte und ermüdende Dialoge
- Seite 3 Divinity: Original Sin im Test: Rundengefechte und Charaktersytem
- Seite 4 Divinity: Original Sin im Test: Koop-Modus und die Quests + Fazit
- Seite 5 Bildergalerie
Während Larian Inszenierung, Handlung und Gespräche also etwas lockerer handhabt als man sich das eventuell von einem komplexen Party-Rollenspiel wünscht, richtet sich der Gameplay-Kern von Divinity: Original Sin klar an Experten und solche, die es werden wollen. An Tüftler, die Spaß daran haben, Crafting-Rezepte aus verstreuten Büchern oder durch eigenes Kombinieren vielversprechender Zutaten zu erlernen. An Könner, die sich über den saftigen Schwierigkeitsgrad freuen. Der lässt sich in drei Stufen jederzeit ändern, ist aber selbst auf der mittleren Einstellung eine Herausforderung.
Divinity: Original Sin ist sich nicht zu schade, auch mal unfair zu sein und seine Spieler mit plötzlichen Toden durch nicht aufgedeckte Fallen in den Wahnsinn und zur häufigen Verwendung der F5-Taste zu treiben. Die Schnellspeicherfunktion ist euer bester Freund, auch weil es eben so viele Gelegenheiten gibt, Ungewöhnliches auszuprobieren. Divinity: Original Sin hält euch nicht bei der Hand, gibt euch nur das absolute Minimum an Hilfestellungen und erwartet, dass ihr den Rest selbst herausfindet.
Quelle: PC Games
Blitzzauber setzen Wolken aus Wasserdampf oder Pfützen unter Strom; wer reinläuft, wird gelähmt.
Da ist es eine Erleichterung, dass das Kampfsystem intuitiv und leicht verständlich daherkommt. Trefft ihr beim Wandern durch die Spielwelt auf Gegner, schaltet Divinity: Original Sin von der Echtzeit-Darstellung in einen Rundenmodus. Gefechte finden nicht in separaten Kampfarenen statt wie bei Das Schwarze Auge: Blackguards oder The Banner Saga, sondern an Ort und Stelle. Hexfelder oder Schachbrettmuster sucht ihr dabei vergebens, dafür besitzt jede Figur ganz klassisch ein Kontingent an Aktionspunkten, die für Bewegungen, Zauber und Angriffe benutzt werden. Die Zugreihenfolge wird über den Initiative-Wert der Helden und Widersacher bestimmt.
Aus diesem simplen Konzept entwickeln sich hochspannende und enorm komplexe Taktikschlachten, in denen Sichtlinien, Flankenangriffe, Zauber-Buffs sowie das Aufsparen von Aktionspunkten eine Rolle spielen. Ebenso wichtig ist die Kombination der Elemente. Durch einen Regenzauber durchnässte Kampfteilnehmer sind etwa besonders empfindlich gegen Eis- und Blitzstrahlen. Und aus Bodengittern austretendes Giftgas oder herumstehende Fässer mit Öl lassen sich mit einem Feuerpfeil prima entzünden. Die folgende Explosion reißt gleich mehrere Gegner in den Tod und setzt den Boden in Brand, woraufhin alle Figuren in Reichweite beständig Feuerschaden nehmen.
Quelle: PC Games
Zauber benötigen kein Mana, sind aber erst nach einer Abklingzeit erneut einsetzbar.
Die Widersacher machen sich diese Elementarkombos ebenfalls zunutze, haben aber zuweilen mit KI-Aussetzern zu kämpfen. So kümmert es feindliche Magier wenig, wenn sie mit ihren Feuerbällen neben den vier Helden auch eigene Verbündete grillen. Dann wieder vergessen Gegner, einer unserer angeschlagenen Figuren den Todesstoß zu versetzen und beharken lieber deren unverletzten Kollegen. Und ganz selten kam es im Test vor, dass Monster mehrmals hintereinander auf ihren Zug verzichteten.
Noch weitaus häufiger nervt aber das Verhalten der eigenen Truppe beziehungsweise die mangelnde Präzision in manchen Situationen. Viel zu leicht klicken wir mit dem winzigen Mauszeiger am Ziel vorbei, denn Charaktere wippen im Kampf unablässig hin und her, auch wenn sie sich nicht bewegen. Weil für Aktionen keine Bestätigung notwendig ist, ärgerten wir uns oftmals unnötig über verschwendete Aktionspunkte. Besser gefällt uns die Wegfindung der eigenen Truppe außerhalb der Kämpfe. So umgehen die Figuren automatisch Fallen und gefährliche Lavafelder, wenn ihr frei bestimmbarer Gruppenanführer diese Gefahren zuvor entdeckt hat. Ein simples, aber geniales Detail!
Verschenktes Potenzial
Quelle: PC Games
Bei der Charaktererstellung zu Beginn heißt es, die richtige Klassenbalance zu finden.
Nicht ganz so detailliert wie es auf den ersten Blick wirkt, fällt übrigens das Charaktersystem von Divinity: Original Sin aus. Die Heldenerstellung zu Beginn punktet noch mit elf wählbaren Klassen und frei bestimmbaren Attributen (Stärke, Konstitution etc.), Fähigkeiten (Schleichen, Überredungskunst) und Talenten (ähnlich den Traits in Fallout: New Vegas). Wer genauer hinschaut, merkt aber, dass die Klassen lediglich eine grobe Richtung vorgeben. Eine Hexe kann später auch noch den Kampf mit Schwert und Schild erlernen. Einem Räuber bringt ihr auf Wunsch Beschwörungsformeln bei, die ihr durch das Lesen von Skill-Büchern erlernt.Das lässt die Charakterentwicklung irgendwann arg beliebig wirken.
In diesem Artikel
- Seite 1 Divinity: Original Sin im Test: Authentische Spielwelt und viel Witz
- Seite 2 Divinity: Original Sin im Test: Bewährte Konzepte und ermüdende Dialoge
- Seite 3 Divinity: Original Sin im Test: Rundengefechte und Charaktersytem
- Seite 4 Divinity: Original Sin im Test: Koop-Modus und die Quests + Fazit
- Seite 5 Bildergalerie
In der Anfangsphase zählt noch jeder Attributspunkt, da hier die Balancing-Ungleichheiten zwischen auf Gewandtheit setzenden Fernkämpfern sowie Nahkämpfern und Magiern am deutlichsten zutage treten und schlechte Helden-Kombos keinen Spaß an den haarigen Einstiegskämpfen haben. Mit jedem Level-up jedoch werden die Unterschiede zwischen den Klassen geringer, bis wir am Ende mit Stufe 22 kaum noch etwas mit den Aufstiegspunkten anzufangen wussten. Dazu kommt, dass bei der Liste der einmalig auswählbaren Talente viel Schrott dabei ist. Nur höchst selten gilt es abzuwägen, in welche Richtung sich die Charaktere entwickeln sollen. Verplant ihr euch doch mal, dürft ihr per spät zugänglicher Respec-Option Punkte umverteilen.
- Seite 1 Divinity: Original Sin im Test: Authentische Spielwelt und viel Witz
- Seite 2 Divinity: Original Sin im Test: Bewährte Konzepte und ermüdende Dialoge
- Seite 3 Divinity: Original Sin im Test: Rundengefechte und Charaktersytem
- Seite 4 Divinity: Original Sin im Test: Koop-Modus und die Quests + Fazit

Ich kenne das Problem, denn ich bin selber so ein Spieler.
Wir haben früher doch sogar die Karten selber skizziert, auf einem Blatt Papier neben dem Computer und hatten auch längere Pausen dazwischen-
Wobei ich mich da frage, wie man so etwas vor dem Amt vertuschen kann, vermutlich nur mit Betrug wenn das folgende stimmt:
Aber wenn dies irgendwie umgehen werden kann, sollte einfach immer nur grundsätzlich an den Vermieter überwiesen werden, wüsste nicht was dagegen sprechen sollte.
;-)
Mir ging es außerdem nur darum zu verdeutlichen, dass wenn jemandem etwas geschenkt wird obwohl er es überhaupt nicht nötig hat, es wohl sehr wahrscheinlich dann erst recht bei jemanden vorkommt, der das Geld nicht aufbringen kann. ;-)
Aber ist sowieso kein Kurzfilm, wobei ich nicht behaupte, dass es keine guten Kurzfilme gibt, sie sind halt aber durch die kurze Spielzeit natürlich in den Handlungssträngen, Spannungsbögen, etc. stark limitiert, wenn man dies nicht versteht, hat man möglicherweise keine besonders große Ahnung von Filmen.
Und die Produktionskosten limitieren die Qualität erst ab einer gewissen Untergrenze und sind deshalb nur bedingt ein limitierender Faktor, hängt dann sowieso zudem von den Gehaltskosten der Schauspieler usw. ab, aber dies im einzelnen aufzuführen würde wohl zu weit gehen. :-B