Dead Island 2: Es lebt! (und kommt vielleicht trotzdem nicht nach Deutschland)

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Special Carlo Siebenhüner - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 14,99 €
Dead Island 2: Es lebt! (und kommt vielleicht trotzdem nicht nach Deutschland)
Quelle: Deep Silver

Dead Island 2 lebt und wir durften sogar schon Probe spielen! Während eines Anspielevents haben wir uns mit haufenweise Waffen durch den zombieverseuchten Santa-Monica-Pier geprügelt. Dabei konnten wir den neuen Style des Zombiekloppers begutachten und fragten uns am Ende, ob wir dieses Spiel so überhaupt in Deutschland sehen werden.

Es gibt Spiele, die sind so lange in Entwicklung, dass man gar nicht mehr wirklich daran glaubt, sie wirklich eines Tages spielen zu dürfen. Nach mittlerweile acht Jahren, die seit der Ankündigung vergangen sind, gehört Dead Island 2 definitiv zu dieser Riege. Umso aufgeregter waren wir, als Mitte Juli eine Einladung von Deep Silver in unserem Postfach eintrudelte. Dead Island 2 lebt! Und man möchte uns nicht nur ein kleines Lebenszeichen des Spiels zeigen, sondern uns sogar selbst spielen lassen. Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen und so stürzten wir uns kopfüber in eine fortgeschrittene Demoversion des Spiels. Dabei stießen wir auf abgefahrene Waffen, fiese Zombies und eine Menge Blut & Gedärme.

Leider dürfen wir davon genau nichts zeigen. Zwar konnten wir einen ganzen Level des Spiels ausführlich spielen und werden darüber auch berichten, jedoch waren keinerlei Screenshots oder Videos vom Spiel erlaubt.

Alles auf Anfang

Entwicklerwechsel sind nie ein gutes Zeichen für ein Spiel. Meist übernimmt das neue Studio ein halb fertiges Produkt, das noch schnell fertig gemacht werden muss. Dead Island 2 (jetzt kaufen 14,90 € / 14,99 € ) wird bei Release sogar durch drei Entwicklerstudios gegangen sein und wäre dadurch prädestiniert, ein Flickwerk à la Frankensteins Monster zu werden. Doch hatte Deep Silver als Publisher hier wohl das richtige Gespür. Im Interview mit den Entwicklern der Dambuster Studios erklärte man uns nämlich, dass nichts aus den vorherigen Entwicklungszyklen übernommen wurde und man komplett von vorn beginnen durfte.

Das merkt man dem Projekt auch an. Zwar wurde mit L.A. ein Setting gewählt, das bereits im Ankündigungstrailer Die englischen Stimmen sind top, eine deutsche Vertonung gibt's aber nicht. Quelle: Deep Silver Die Geschichte in Dead Island 2 richtet sich an der Pulp-Stilrichtung aus, die auf dem Grat zwischen Todernst und Trash wandelt.  von 2014 angedeutet wurde, doch fühlt sich das Spiel selbst wie aus einem Guss an. Die Stadt der Engel ist schwer vom Ausbruch des Zombievirus getroffen. Die öffentliche Ordnung ist zusammengebrochen und das Militär hat sich zurückgezogen. Alle verbliebenen und noch lebendigen Einwohner wurden sich selbst überlassen.

Für diesen Überlebenskampf wählt ihr euch einen von sechs Charakteren aus, den ihr aus der Ego-Sicht steuert. Jeder davon ist infiziert, aber immun. Das hat trotzdem Auswirkungen auf die Protagonisten, doch dazu kommen wir gleich. Wer will, kann auch mit bis zu zwei Freunden im Koop die verwaisten Straßen von Los Angeles durchstreifen. Dabei setzt Dead Island 2 aber nicht auf eine Open World. Wie im Vorgänger bereist ihr eher größere, aber abgetrennte Areale, die ihr mit fortschreitender Story freischaltet. Dead Island 2 lässt trotz seines Namens das Inselsetting hinter sich und schickt euch nach Los Angeles. Quelle: Deep Silver Dead Island 2 lässt trotz seines Namens das Inselsetting hinter sich und schickt euch nach Los Angeles.

Hallo Horrorclown

Ihr werdet dabei aber nicht in die Haut eines frischen Opfers der Zombieapokalypse gesteckt. Alle Charaktere haben bereits Erfahrung, um sich in der neuen Ordnung durchzuschlagen und sind mehr oder weniger harte Hunde. Dead Island 2 verschiebt seinen Ton nämlich eher in Richtung von Pulp-Romanen und 80er-Action-Streifen. Statt loszuheulen werden hier also eher zynische Sprüche geklopft, wenn vor einem die nächste Zombiehorde auftaucht. Wir sitzen eher in einer leicht gruseligen Zombie-Geisterbahn mit einem One-Liner auf den Lippen und nicht im nackten Überlebenskampf.
Das passt dann auch sehr zum Setting unserer Demo. Unser Auftrag besteht darin, einen Laptop zu beschaffen. Dafür schickt uns das Spiel an den berühmten Santa-Monica-Pier. Wir schlagen uns also wortwörtlich durch einen bunten Vergnügungspark, während links und rechts die Zombies auf uns zumarschieren und am Ende wartet sogar noch ein fieser Zombie-Clown auf uns. Einen abgedrehten Titel im Stile von Dead Rising 4 sollte man aber definitiv nicht erwarten. Wir würden nach dem Anspieltermin eher auf Left 4 Dead als Vorlage für die angestrebte Stimmung im Spiel tippen.

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  2. Seite 2 Dead Island 2: Waffen und ganz viel blutiger Zombiematsch
  3. Seite 3 Dead Island 2: Blut, Gedärme und das Problem mit Deutschland
    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von AzRa-eL Hobby-Spieler/in
        Exklusivität ist im Gaming eigentlich schon immer der Standard gewesen. Als Kind fand ich das schon viel blöder, da ich kein Geld hatte, um mir all die tollen Konsolen zu kaufen.
        Heute sieht die Welt für mich als Erwachsener allein geldtechnisch schon ganz anders aus ;)
        Und der Markt ist mit MS, PS und Nintendo wirklich übersichtlich geworden. Wenn ich dazu im Vergleich an die 90er denke mit Neo Geo, 3DO, Jaguar, Mega Drive, Super Nintendo etc pp., musste man reich sein, um all die tollen Games zu spielen ?
        Aber ja, lieber Exklusivität als ein Monopol und Gleichförmigkeit!
      • Von AzRa-eL Hobby-Spieler/in
        Exklusivität ist im Gaming eigentlich schon immer der Standard gewesen. Als Kind fand ich das schon viel blöder, da ich kein Geld hatte, um mir all die tollen Konsolen zu kaufen.
        Heute sieht die Welt für mich als Erwachsener allein geldtechnisch schon ganz anders aus ;)
        Und der Markt ist mit MS, PS und Nintendo wirklich übersichtlich geworden. Wenn ich dazu im Vergleich an die 90er denke mit Neo Geo, 3DO, Jaguar, Mega Drive, Super Nintendo etc pp., musste man reich sein, um all die tollen Games zu spielen ?
        Aber ja, lieber Exklusivität als ein Monopol und Gleichförmigkeit!
      • Von TheRattlesnake Spiele-Kenner/in
        Zitat von Holzkerbe
        Auf Konsolen ist das IMHO nur einfach etwas anderes, weil die Hersteller ja die zugehörige Hardware verkaufen wollen. Wobei ja auch dieses Gesetz so langsam zu bröckeln beginnt. Wir werden zwar noch lange nicht Halo auf PS und Uncharted auf Xbox sehen, aber beide Hersteller testen ja dieses Szenario gerade auf dem PC-Markt. Da die Zukunft in der Cloud liegt bzw. Games as a Service wird die Plastikbox, auf welcher man seine Games startet, zunehmend zur Nebensache und der Account sowie die damit verknüpften Abos und Käufe der Taktgeber sein.
        Die Konsole an sich mag auf lange sicht Überflüssig werden. Aber dann verlagert sich das nur auf die Digitale Distribution. Sieht man ja jetzt schon bei MS und dem Gamepass. Da haste irgendwann halt kein Spiel mehr exklusiv für die XBox sonder exklusiv für den Gamepass. Ist genau das gleiche. Dass Sony einen eigenen Launcher am PC etablieren will wird ja auch schon gemunkelt. Dass man Sony Spiele bei Steam kaufen kann kannste dann sicher auch vergessen. Und auch da wirds sicher weiterhin solche Deals mit 3rd Party Entwicklern geben.
        Alles auf einem Gerät oder in einem Abo etc. wäre schön. Wird aber nie passieren.
        Und wenn sich irgendjemand einzelne Spiele (Zeit) Exklusiv sichert finde ich das immernoch deutlich besser als wenn große Unternehmen wie MS ein Entwickler nach dem anderen aufkauft.
      • Von Gast1705533002 Mitglied
        Ja, da hast du natürlich ein Stück weit recht. Auf Konsolen ist das IMHO nur einfach etwas anderes, weil die Hersteller ja die zugehörige Hardware verkaufen wollen. Wobei ja auch dieses Gesetz so langsam zu bröckeln beginnt. Wir werden zwar noch lange nicht Halo auf PS und Uncharted auf Xbox sehen, aber beide Hersteller testen ja dieses Szenario gerade auf dem PC-Markt. Da die Zukunft in der Cloud liegt bzw. Games as a Service wird die Plastikbox, auf welcher man seine Games startet, zunehmend zur Nebensache und der Account sowie die damit verknüpften Abos und Käufe der Taktgeber sein.

        Valve muss man dennoch zugute halten, das sie eben nicht auf den Exklusivitätsk(r)ampf von Epic eingestiegen sind, egal ob nun 20 Jahre etabliert oder nicht. Na ja, aber ich verstehe deine Argumentation. In einer perfekten Welt gäbe es einfach keine Exklusivdeals mehr. Wohl gemerkt, Deals! Was anderes ist es IMHO, wenn eigenentwickelte Software exklusiv angeboten wird, wie man ja auch bei Valve anhand HL, CS, DOTA etc. sieht - die Titel werden so schnell am PC nicht in einem anderen Store auftauchen ;)

        Update: Eben bei Valve selbst entdeckt, in deren offiziellem Booklet zur Vorstellung von Steam, SteamOS und Steam Deck in Asien, auf Seite 8:
        Zitat

        We don’t believe
        in software that locks itself to being
        used only on one device (and we don’t
        believe in trying to enforce platform
        exclusives) because those aren’t things
        that customers ask us for.
      • Von TheRattlesnake Spiele-Kenner/in
        Zitat von Holzkerbe
        Gerade am PC lege ich viel Wert auf Vielfältigkeit und Optionen - wenn jetzt aber am PC auch jeder wie Epic anfängt Exklusivdeals auszuhandeln, dann wären das ja praktisch digitale "Konsolen". Genau das will ich aber am PC gerade nicht. Stell dir vor du könntest plötzlich Super Mario, Uncharted oder Halo nicht mehr auf der Switch/PS/Xbox kaufen, sondern frühestens ein Jahr nachdem es auf ner anderen Plattform gestartet ist, wenn überhaupt.
        Natürlich kann ich Super Mario nicht auf der Playstation spielen. Oder Uncharted nicht auf der XBox. Das sind Spiele der Konsolenhersteller. Ein Anno 1800 oder Fortnite kann ich auch nicht bei Steam kaufen weil es Spiele von Ubisoft oder Epic sind die eigene Stores haben.
        Oder ein Final Fantasy als 3rd Party Titel kann man auch nicht oder nicht sofort auf XBox oder PC spielen weil sich Sony eine (Zeit) Exklusivität gesichert hat.
        Sowas ist vollkommen normal um sich von der Konkurrenz abzuheben. Und das ist bei Epic doch nichts anderes weil sie in dieses Geschäft einsteigen wollen.
        Valve hat das vielleicht (noch) nicht nötig weil Steam seit 20 Jahren etabliert ist. Aber hätten die beiden zur gleichen Zeit angefangen oder der Epic Store wäre eine relevante Größe dann würde Valve doch 100%ig genau das gleiche machen.

        Zitat von Holzkerbe
        Deine Spielstatistiken, Achievements etc. sind dann auch Essig, doch auch das ist mir wichtig, wo ich meine Freunde alle auf Steam habe.
        Gut, wenn man auf sowas wert legt dann ist das sicherlich ärgerlich.
        Mich interessiert sowas überhaupt nicht.
      • Von Gast1705533002 Mitglied
        Zitat von TheRattlesnake
        Eben. Ist wie im Konsolenbereich. Da verstehe ich das Mimimi wegen den Exklusivtiteln schon nicht. Und beim PC muss man ja einfach nur einen anderen Launcher installieren anstatt mehrere Hundert Euro für eine Konsole auszugeben.
        Ein bisschen Konkurrenz unter den Anbietern kann für den Kunden eigentlich nur von Vorteil sein.
        Ja, da würde ich dir zustimmen, wenn die Titel parallel im EGS und auf Steam erscheinen würden, tun sie aber nicht. Ich hab ja kein Problem damit, dass es verschiedene Stores/Launcher gibt und Konkurrenzdruck war schon immer gut - doch was Epic hier betreibt ist schlichtweg Ausgrenzung mit Exklusivdeals von bis zu ein Jahr oder länger.

        Gerade am PC lege ich viel Wert auf Vielfältigkeit und Optionen - wenn jetzt aber am PC auch jeder wie Epic anfängt Exklusivdeals auszuhandeln, dann wären das ja praktisch digitale "Konsolen". Genau das will ich aber am PC gerade nicht. Stell dir vor du könntest plötzlich Super Mario, Uncharted oder Halo nicht mehr auf der Switch/PS/Xbox kaufen, sondern frühestens ein Jahr nachdem es auf ner anderen Plattform gestartet ist, wenn überhaupt. Deine Spielstatistiken, Achievements etc. sind dann auch Essig, doch auch das ist mir wichtig, wo ich meine Freunde alle auf Steam habe.

        Daher: Wenn ich nunmal Steam bevorzuge, dann ist das meine persönliche Sache. Epic versucht hier aber auf maximal unsympathische Weise sich mit Gewalt reinzupressen und das stinkt mir. Im Gegenzug rechne ich es GabeN/Valve/Steam hoch an, das sie diese Kacke nicht mitmachen. Jedenfalls ist mir kein von Valve initierter Exklusivdeal eines Spieles auf Steam bekannt (außer vllt die Valve-eigenen Titel, aber die gibt es immerhin auch für Konsolen :P), auch nach Launch des EGS nicht.
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