Den Erwartungen gerecht geworden? Drakensang im Test
Ein deutsches Rollenspiel, so klassisch und gut, man sollte es mit Würfel, Zettel und Stift ausliefern.
Ferdok und die weitere Spielwelt
Arbeitskleidung: Im Rahmen der Drakensang-Hauptquest erhält der Spieler fortwährend Teile dieser Flammenrüstung. Die sieht schick aus, passt auch einem Zauberer und ist eine schöne, stetig sichtbare Belohnung.
Ferdok, eine große Stadt, markiert den Punkt im Spiel, an dem Anspruch und Spielspaß deutlich steigen. Neue Gruppenmitglieder, viele Quests, jede Menge Händler - das gilt es zu verwalten, während die Handlung langsam an Fahrt gewinnt. So beginnt man die Erkundung der Stadt damit, den Mord an einem Freund aufzuklären. Wie beinahe jede der schönen Quests verläuft auch diese linear - die Möglichkeit, auch mal böse zu sein, bietet Drakensang kaum. Begründung: Das DSA-Regelwerk lässt nur freundliche Spielweisen zu, ein Gesinnungssystem wie in Knights of the Old Republic kommt nicht zum Einsatz. Entscheidungsmöglichkeiten sind selten, kein Vergleich zu The Witcher. Zusammen mit der in Zonen eingeteilten Welt und der linear verlaufenden Handlung bietet Drakensang weniger Wiederspielbarkeit als etwa Oblivion (zum Test).
Wer der Hauptquest eine Weile folgt, darf es sich im eigenen Heim gemütlich machen: Ein prächtiges Anwesen steht inmitten der Stadt bereit. Es erfüllt kaum einen spielerischen Sinn, der nicht auch in ein schlankes Menü gepasst hätte, ist aber der Atmosphäre zuträglich. So "parkt" man in dem Haus beispielsweise Teammitglieder, die nicht mehr in die Party passen - maximal vierköpfig darf die Gruppe sein. Um einen Kameraden auszutauschen, muss man also ins Haus zurück, das wäre per Menü sicherlich schneller gegangen. Wer mag, darf im prächtigen Garten von Zeit zu Zeit wertvolle Kräuter abernten, die man sonst nur in der freien Natur findet. Außerdem hängt in der Eingangshalle eine Karte. Auf der - und nur auf der - geht's per Schnellreise in neue Zonen.
Betrüger: Vor allem in Ferdok trifft man auf allerlei lustiges Volk. Dieser Zwerg etwa versucht, uns mit einem Minispiel übers Ohr zu hauen. Dank hohen Menschenkenntnis-Wertes überführen wir den kleinen Gauner.
Wälder und Sümpfe, Burgen, Dörfer und Kerker - insgesamt zwölf große Gebiete gibt's abzugrasen, die meisten mit mehreren Abschnitten, Dungeons oder Unterzonen versehen. Ferdok selbst gliedert sich in mehrere Stadtteile, die Sie erst nach und nach betreten. Pro Gebiet kann man locker drei bis fünf Stunden Spielzeit einplanen, für Ferdok selbstredend mehr. An Umfang mangelt es Drakensang wahrlich nicht. Ein kleines Ärgernis: Hat man ein neues Gebiet erforscht, die Quests gelöst und Aufgaben erfüllt, so muss man sich für immer verabschieden - die meisten Zonen darf man später nicht noch einmal betreten. Wer im Brückenmoor-Sumpf etwa die verwirrende Suche nach einem verschollenen Schatz - eine belanglose Nebenquest - nicht zu lösen vermag und weiterzieht, muss sich mit einem "Gescheitert"-Eintrag im Tagebuch abfinden.
Wenn ja, dürfte der Einstieg nicht so schwer fallen. Desweiteren kann man den Levelaufstieg der einzelnen Charaktere automatisch vornehmen lassen, in die Spielmechanik selbst muss man sich aber auch erst reinfuchsen ... mit den ganzen Talenten, Fertigkeiten und so . :D
hab da ma ne frage: überleg mir schon lang ob ich mir drakensng kaufe, aaber: ich kenne dsa nich, is es die einarbeitungszeit wert?
Oblivion ist sicher ein hervorragendes Spiel, ein überragendes Rollenspiel ist es mit Sicherheit nicht, sondern nur ein recht nettes. Das die MAcher dort schon den Kern eines RPGs ignoriert haben erkennt man an dem grottigen LEvel Scaling für das ich Bethesda noch heute hasse. Obwohl, sie haben es wenigstens zugegeben.
Für viele andere angeblich überragende Rollenspiele gilt das eben auch. Gute Spiele, aber weniger gute Rollenspiele. Nur haben sich viele, gerade die jüngeren Spieler so an diese modernen, krampfhaft auf Action getrimmte Spiele gewöhnt das dann so ein Quatsch erzählt wird, wie von Shinizm. Bei den hochgelobten Kotors geht diese Vereinfachung doch schon so weit das man im Grunde nur ein Autoaufsteigen machen muss. Knopf drücken und fertig, schon kann es mit der Action weitergehen. Dann sollte man solche Spiele aber auch konsequenter Weise Buttonevolution Games nennen, oder so.
Die meisten Rollenspiele sind heute nur noch Actionrollenspiele in 3D mit etwas umfangreicheren Texten, bzw. Sprachausgabe.
Es geht mir nicht darum diese Spiele schlecht zu machen, das sind sie nicht. ICh mag Action Rollenspiele schon, aber bei einem richtigen Rollenspiel erwarte ich etwas mehr Komplexität. Würde irgend jemand auf die Idee kommen und Hawxs als Simulation bezeichnen ? Amen, Bruder.
Und Spiele à la KotOR Buttonevolutiongames zu nennen - die Idee finde ich grandios :-D ; RPGs ohne viele Ausbaumöglichkeiten (Jade Empire... aber da war's zu verzeihen, da die Geschichte schön erzählt wurde ^^ ) sind mir generell suspekt. Aber gut, ich gehöre halt zu den Freaks, denen ein RPG umso besser gefällt, je länger man sich wegen der Komplexität mit der Charakterentwicklung auseinandersetzen muss :-X - ist aber nunmal nicht jedermanns Sache.
Und wenn ein Spiel es schafft, trotz veralteter Technik und einigen fehlenden Schmankerln Menschen den ganzen Tag am Bildschirm zu fesseln, ist das der beste Beweis dafür, dass ein rundum gelungenes, waschechtes RPG vorliegt :-)
Oblivion ist sicher ein hervorragendes Spiel, ein überragendes Rollenspiel ist es mit Sicherheit nicht, sondern nur ein recht nettes. Das die MAcher dort schon den Kern eines RPGs ignoriert haben erkennt man an dem grottigen LEvel Scaling für das ich Bethesda noch heute hasse. Obwohl, sie haben es wenigstens zugegeben.
Für viele andere angeblich überragende Rollenspiele gilt das eben auch. Gute Spiele, aber weniger gute Rollenspiele. Nur haben sich viele, gerade die jüngeren Spieler so an diese modernen, krampfhaft auf Action getrimmte Spiele gewöhnt das dann so ein Quatsch erzählt wird, wie von Shinizm. Bei den hochgelobten Kotors geht diese Vereinfachung doch schon so weit das man im Grunde nur ein Autoaufsteigen machen muss. Knopf drücken und fertig, schon kann es mit der Action weitergehen. Dann sollte man solche Spiele aber auch konsequenter Weise Buttonevolution Games nennen, oder so.
Die meisten Rollenspiele sind heute nur noch Actionrollenspiele in 3D mit etwas umfangreicheren Texten, bzw. Sprachausgabe.
Es geht mir nicht darum diese Spiele schlecht zu machen, das sind sie nicht. ICh mag Action Rollenspiele schon, aber bei einem richtigen Rollenspiel erwarte ich etwas mehr Komplexität. Würde irgend jemand auf die Idee kommen und Hawxs als Simulation bezeichnen ?
naja ich war vll. etwas aufbrausend ;)
Und das mit dem Char is mir erst nach absenden eingefallen.
Es ist ja nicht das schlechteste Spiel, aber ich wollte die negativen Merkmale (meines Erachtens) einfach mal kund tun.
Ich finde einfach das es etwas zu verschönt wurde und keine 80er Wertung verdient, aber jeder hat ja schliesslich nen eigenen Geschmack.
Nich´ persönlich nehmen ;)