Den Erwartungen gerecht geworden? Drakensang im Test
Ein deutsches Rollenspiel, so klassisch und gut, man sollte es mit Würfel, Zettel und Stift ausliefern.
Das Schwarze Auge: Das Auswirkungen des Basis-Regelwerks
Mächtig: Der Kampfbilschirm von Drakensang: Gegnerinfo (oben mitte), Heldenporträts mit Befehlsketten (rechts) und Schnellzugriffsleiste (unten).
Wehe dem, der sich vor Statistiken fürchtet: Das DSA-Regelwerk basiert - ähnlich wie Dungeons & Dragons - auf Zahlen und Charakterwerten. Und von denen gibt's reichlich: Ein Dieb, der komplizierte Schlösser knacken will, muss nicht nur das entsprechende Talent ausbauen. Damit‘s wirklich klappt, müssen auch die Attribute "Fingerfertigkeit" und "Intelligenz" hohe Werte aufweisen - sie bestimmen die Chance auf Erfolg. Diese Abhängigkeit von Talenten und Attributen ist an farblichen Hervorhebungen erkennbar, sobald man mit dem Mauszeiger über den entsprechenden Eintrag im Charakterbogen fährt. Das ist nur eine von vielen klugen Ideen, die Radon Labs in seine Menüs steckte, um die Einstiegshürden zu mildern. An den aufgeräumten Charakterbildschirmen dürfen sich andere Entwickler ruhig ein Beispiel nehmen! Ein Rechtsklick auf jedweden Eintrag fördert zudem detaillierte Informationen zutage, die Anfänger unbedingt lesen und beherzigen sollten.
Umfangreich: Der Charakterbildschirm von Drakensang. Über mehrere Registerkarten greifen SIe auf die unterschiedlichen Aspekte der DSA-Charakterverwaltung zu.
Das übliche Schema "Erfahrungspunkte sammeln bis zum nächsten Levelaufstieg" führt in Drakensang nicht zum Erfolg, denn: Es gibt nur 16 Charakterstufen und die definieren lediglich, wie hoch man ein Talent steigern darf.
Charakterentwicklung läuft anders ab: Für Kämpfe gibt es wenig, für Quests hingegen viele Steigerungspunkte. Die darf man jederzeit in Talente und Attribute investieren - ganz schön flexibel, zumal jede Spielfigur die meisten Fähigkeiten von Trainern lernen kann! Natürlich bringt es nichts, Alleskönner heranzuzüchten - spätestens bei schwierigen Bossgegnern ist man dankbar für jeden Helden, der sich auf ein Kampfgebiet spezialisiert hat. Doch Drakensang ist nicht ungerecht: Redakteur Schütz brachte seiner Spielfigur so ziemlich alles bei, darunter Bogenschießen, Zaubern, Kämpfen, Flirten, Feilschen, Klauen und Einbrechen. Trotzdem war der hemmungslos "verskillte" Held noch zu etwas zu gebrauchen.
Geschmeidig: Die Grafik von Drakensang täuscht Weitsicht vor, die wuchtigen Kampfanimationen machen die bemühten Laufanimationen wett.
Nicht nur Lob, auch Kritik verdienen die Menüs. Das Inventar etwa - fair bemessen, aber furchtbar unaufgeräumt. Wo ist der Button zum automatischen Sortieren von Gegenständen? Oder der Charakterausbau - warum gibt's keine Hilfestellung, die das Verteilen der Punkte auf Wunsch übernimmt? Einsteiger würde es sicher freuen. Und warum ist das Handwerken so umständlich? Das Brauen von Tränken etwa wird schnell zum Geduldsspiel. Und die Karte, eigentlich ein Schmuckstück, warum lässt sie keine eigenen Notizen zu? Bei der Fülle an Charakteren, Truhen und Höhleneingängen wären selbst erstellte Anmerkungen ein Segen - zumal aus dem Tagebuch nicht immer hervorgeht, wo genau man einen NPC findet.
Fazit: Ein klassisches Rollenspiel
Die Handlung ohne echte Höhepunkte, langsames Tempo, kaum Taktikeinstellungen und anspruchsvolle Charakterentwicklung - Drakensang macht es Einsteigern nicht immer leicht. Trotzdem fesselt es, eben weil es so herrlich altmodisch ist: die Spielwelt einladend, die Quests überzeugend, da gleicht schon allein die Atmosphäre die meisten Mängel aus.
Hinzu kommt erstaunliche technische Sauberkeit: Während unseres Tests traten kaum Bugs auf, damit hätten wir nach den Gothic- und The Witcher-Debakeln nicht mal im Traum gerechnet. Hut ab, Radon Labs, ihr habt Wort gehalten: Drakensang ist ein klassisches Rollenspiel im besten Sinne - und damit ein Pflichtkauf, nicht nur für Das Schwarze Auge-Fans, sondern für alle, die sich dem Genre verbunden fühlen.
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Wenn ja, dürfte der Einstieg nicht so schwer fallen. Desweiteren kann man den Levelaufstieg der einzelnen Charaktere automatisch vornehmen lassen, in die Spielmechanik selbst muss man sich aber auch erst reinfuchsen ... mit den ganzen Talenten, Fertigkeiten und so . :D
hab da ma ne frage: überleg mir schon lang ob ich mir drakensng kaufe, aaber: ich kenne dsa nich, is es die einarbeitungszeit wert?
Oblivion ist sicher ein hervorragendes Spiel, ein überragendes Rollenspiel ist es mit Sicherheit nicht, sondern nur ein recht nettes. Das die MAcher dort schon den Kern eines RPGs ignoriert haben erkennt man an dem grottigen LEvel Scaling für das ich Bethesda noch heute hasse. Obwohl, sie haben es wenigstens zugegeben.
Für viele andere angeblich überragende Rollenspiele gilt das eben auch. Gute Spiele, aber weniger gute Rollenspiele. Nur haben sich viele, gerade die jüngeren Spieler so an diese modernen, krampfhaft auf Action getrimmte Spiele gewöhnt das dann so ein Quatsch erzählt wird, wie von Shinizm. Bei den hochgelobten Kotors geht diese Vereinfachung doch schon so weit das man im Grunde nur ein Autoaufsteigen machen muss. Knopf drücken und fertig, schon kann es mit der Action weitergehen. Dann sollte man solche Spiele aber auch konsequenter Weise Buttonevolution Games nennen, oder so.
Die meisten Rollenspiele sind heute nur noch Actionrollenspiele in 3D mit etwas umfangreicheren Texten, bzw. Sprachausgabe.
Es geht mir nicht darum diese Spiele schlecht zu machen, das sind sie nicht. ICh mag Action Rollenspiele schon, aber bei einem richtigen Rollenspiel erwarte ich etwas mehr Komplexität. Würde irgend jemand auf die Idee kommen und Hawxs als Simulation bezeichnen ? Amen, Bruder.
Und Spiele à la KotOR Buttonevolutiongames zu nennen - die Idee finde ich grandios :-D ; RPGs ohne viele Ausbaumöglichkeiten (Jade Empire... aber da war's zu verzeihen, da die Geschichte schön erzählt wurde ^^ ) sind mir generell suspekt. Aber gut, ich gehöre halt zu den Freaks, denen ein RPG umso besser gefällt, je länger man sich wegen der Komplexität mit der Charakterentwicklung auseinandersetzen muss :-X - ist aber nunmal nicht jedermanns Sache.
Und wenn ein Spiel es schafft, trotz veralteter Technik und einigen fehlenden Schmankerln Menschen den ganzen Tag am Bildschirm zu fesseln, ist das der beste Beweis dafür, dass ein rundum gelungenes, waschechtes RPG vorliegt :-)
Oblivion ist sicher ein hervorragendes Spiel, ein überragendes Rollenspiel ist es mit Sicherheit nicht, sondern nur ein recht nettes. Das die MAcher dort schon den Kern eines RPGs ignoriert haben erkennt man an dem grottigen LEvel Scaling für das ich Bethesda noch heute hasse. Obwohl, sie haben es wenigstens zugegeben.
Für viele andere angeblich überragende Rollenspiele gilt das eben auch. Gute Spiele, aber weniger gute Rollenspiele. Nur haben sich viele, gerade die jüngeren Spieler so an diese modernen, krampfhaft auf Action getrimmte Spiele gewöhnt das dann so ein Quatsch erzählt wird, wie von Shinizm. Bei den hochgelobten Kotors geht diese Vereinfachung doch schon so weit das man im Grunde nur ein Autoaufsteigen machen muss. Knopf drücken und fertig, schon kann es mit der Action weitergehen. Dann sollte man solche Spiele aber auch konsequenter Weise Buttonevolution Games nennen, oder so.
Die meisten Rollenspiele sind heute nur noch Actionrollenspiele in 3D mit etwas umfangreicheren Texten, bzw. Sprachausgabe.
Es geht mir nicht darum diese Spiele schlecht zu machen, das sind sie nicht. ICh mag Action Rollenspiele schon, aber bei einem richtigen Rollenspiel erwarte ich etwas mehr Komplexität. Würde irgend jemand auf die Idee kommen und Hawxs als Simulation bezeichnen ?
naja ich war vll. etwas aufbrausend ;)
Und das mit dem Char is mir erst nach absenden eingefallen.
Es ist ja nicht das schlechteste Spiel, aber ich wollte die negativen Merkmale (meines Erachtens) einfach mal kund tun.
Ich finde einfach das es etwas zu verschönt wurde und keine 80er Wertung verdient, aber jeder hat ja schliesslich nen eigenen Geschmack.
Nich´ persönlich nehmen ;)