Command & Conquer 4-Test: Das Balancing, Grafik und Kampagnen-Missionen

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Der vierte Teil der Tiberium-Saga, so hofften wir noch in der Vorschau zum Titel, würde alle Story-Fäden zusammenführen und auch Taktik abseits des Tankrushs bieten. Die ernüchternde Wahrheit aber zeigt sich nun im Test. Command & Conquer 4: Tiberian Twilight ist ein Actionspektakel mit vielen guten Ansätzen, die leider nur allzu schnell im Sande verlaufen.

Wenn ein Crawler zerstört wird, ist das spektakulär animiert und tut dem Spieler fast weh. Quelle: PC Games Wenn ein Crawler zerstört wird, ist das spektakulär animiert und tut dem Spieler fast weh. Im Allgemeinen ist das Balancing zwar nicht perfekt, aber auch keine Katastrophe. Nur die Reparatureinheiten sind zu mächtig, heilen teilweise mehr Schaden, als Gegner verursachen können, und gehören in jede Truppe. Ansonsten hat jede Einheit ihre Stärken und Schwächen. Mammuts zum Beispiel versagen kläglich gegen Laserangriffe. Diese Balance ist besonders wichtig, da Command & Conquer 4: Tiberian Twilight ein Spielerprofil führt, in dem Sie sowohl im Gefechts-Modus als auch in Einzel- und Mehrspieler-Partien Erfahrungspunkte ansammeln und Einheiten freischalten. Da auch später freigeschaltete Einheiten Schwachstellen haben, hat ein fortgeschrittener Spieler keine Vorteile gegenüber einem Profi - jedenfalls in Mehrspieler-Partien. Für die Kampagne stellt dieses System aber ein Problem dar. Mit fortgeschrittenen Einheiten kommen Sie in den geskripteten Events der Einzelspieler-Missionen tatsächlich besser vo­ran. Ganz böser Fehler dabei: Sie können im Gefechts-Modus auch einfach ein Match starten, in dem vier starke KI-Spieler auf Ihrer Seite gegen einen schwachen KI-Gegner kämpfen. So bekommen Sie etwa 200 Erfahrungspunkte, ohne auch nur die Maus anzurühren. Aber auch wer nicht trickst, hat die 20 Levels des Profils (pro Fraktion) und damit alle Einheiten und Spezialaktionen in etwas mehr als einer Woche freigespielt. Langzeitmotivation bringt das nicht.

Positive und negative Effekte werden mit farbenfrohen Kringeln unter den Einheiten gezeigt. Quelle: PC Games Positive und negative Effekte werden mit farbenfrohen Kringeln unter den Einheiten gezeigt. Grafisch hinkt der vierte Teil der Serie den Genrekollegen hinterher. Die in die Jahre gekommene Engine läuft zwar flüssig und zaubert tolle Explosionen auf den Bildschirm, gerade Texturen für Bodenbeläge und Gebäude sind aber extrem matschig. Zudem steht die karge Landschaft in krassem Kontrast zu den knallbunten Hilfseinblendungen des Spiels. Für fast alles bekommen Ihre Einheiten zusätzliche Umrandungen oder Effekte. So werden zum Beispiel die positiven und negativen Effekte (Buffs und Debuffs), die einige Vehikel den umstehenden Kollegen verpassen, mit farbigen Kreisen angezeigt und wenn eine Einheit sich besonders gut gegen einen Gegnertypus eignet, sehen Sie das an violetten Feuerstößen. Wo Ihr Crawler landen kann, kommen noch bunte Hexagon-Felder hinzu. All das wirkt überladen und auf den ersten Blick verwirrend. Auch die geskripteten Events, die innerhalb der Spielgrafik ablaufen und von Mini-Videos am oberen Bildschirmrand begleitet werden, wirken eher lächerlich. Die Audio-Abteilung fügt dem Spiel nichts sonderlich Tolles hinzu. Die nur auf Englisch verfügbare Sprachausgabe ist unspektakulär und die Musik kommt über düdeligen Genrestandard nicht hinaus.

Wer will, kann die Kampagnen-Missionen auch kooperativ zu zweit angehen. Neue Aufgaben oder forderndere Gegner bekommen Sie dadurch aber nicht. Sie können sich lediglich von einem Kollegen durch die Mission geleiten lassen, falls sie Ihnen zu schwer ist. Die Chancen des klassenbasierten Gameplays verschenkt EALA im Einzelspieler-Part also völlig. Das neue Spielsystem kommt nur im Mehrspieler-Teil so richtig zur Geltung, in dem bis zu fünf Mann pro Team gegeneinander antreten. Hier zeigt sich auch, worauf Command & Conquer 4: Tiberian Twilight eigentlich ausgelegt ist: auf schnelle, effektreiche Online-Schlachten, in denen die Vorteile der drei Klassen gut ineinandergreifen. Eingespielte Teams können sich hier gegenseitig unterstützen und so eine Partie schon früh für sich entscheiden. Aber auch Anfänger werden nicht ausgeschlossen. In den Gefechts-Spielen gegen den Computer zeigt sich aber, dass die KI nicht sonderlich geschickt ist, sondern auf den höheren der fünf Stufen einfach nur schneller agiert.

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  1. Seite 1 Command & Conquer 4-Test: Die Geschichte, Online-Zwang, Cutscenes und mehr
  2. Seite 2 Command & Conquer 4-Test: Das Balancing, Grafik und Kampagnen-Missionen
  3. Seite 3 Command & Conquer 4-Test: Mehrspieler-Modus, Bugs, Fakten und Wertung
    • Kommentare (71)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Danox Anwärter/in
        Traurig.
      • Von Danox Anwärter/in
        Traurig.
      • Von Nova24 Anwärter/in
        @obelix23
        Na, viele Euros können das nicht gewesen sein. Die Entwicklung des Spiels hab ich vermutlich als Münzen in meinem Sparschwein.
      • Von obelix23 NPC
        Schade um jeden Euro, der in die Entwicklung dieses Schrottspiels investiert wurde. Mehr darüber zu sagen, lohnt sich einfach nicht.
      • Von skuzzlebert Anwärter/in
        Ok da ich mich grundsätzlich nicht von Kritiken abschrecken lasse und mir gerne ein eigenes Bild mache hab ich als begeisteter Spieler der C&C Serie natürlich auch zum anscheinend vorerst letzten und abschließenden Teil der Saga gegruffen.
        Nun und ich kann mich der derzeitigen Leserwertung von 28 % nur anschließen bzw. muss anmerken dass selbst diese Zahl für ein derart traurigen Abgang einer so geschätzten Serie noch übertrieben ist....
        Story: Werden wir wirklich aufgeklärt was die Motive Kanes angeht ? Erfahren wir etwas über seine identität ?
        Nein natürlich nicht denn EA wird sich in dieser Hinsicht wohl ein türchen offen halten um ihren vermurksten Versuch diverser Innovationen wieder gut zu machen...
        Nun ja die Tatsache, dass die Story solch schleierhafte Dialoge preisgibt und schlichtweg nicht tacheles reden kann lässt den Spieler weiterhin im Dunklen darüber was Kane (immerhin erfährt man seinen extraterrestischen Hintergrund) auf der Erde verloren hatte, geschweigedenn wieso weshalb warum ÜBERHAUPT irgendetwas in der C&C Welt passierte wie es nun mal passiert ist....
        Gameplay: Was man hierzu sagen kann ist, dass sich die Entwickler hierbei wohl den größten faux pas geleistet haben den man sich vorstellen kann. Anstatt auf dem jahrelang bewährten und vermutlich auch geliebten Prinzip des Basen-Bauens aufzubauen und DIESEN evtl. zu verbessern bzw. frischer oder was auch immer zu gestalten führt man ein komplett neues Kampfsystem zu lasten jeglicher strategischen Möglichkeiten ein, welches auf ganzer Linie versagt. Letztendlich führt dies dazu dass der Spieler auch durch das begrenzte Einheitenlimit schier glück haben muss ob er gerade die besten Kontereinheiten für seinen Gegner gebaut hat oder nicht...
        Ganz zu schweigen der Kopierschutz der ständigen Onlineanbindung.....

        Alles in allem ein Spiel, dass den Namen oder die Daseinsberechtigung in einer Serie dieses Namens, nämlich Command and Conquer verwirkt hat und einfach nicht verdient!
      • Von Held253 NPC
        Für mich- als Fan der C&C- Serie, der seit dem Spiel "Command & Conquer - "Der Tiberiumkonflikt" alle erschienen Spiele mit Hingabe und Begeisterung gespielt habe, und noch Spiele- endet mit dem Erscheinen dieses Titels, vor allem mit der der zugehörigen Gängelei des ständigen Online- Zwanges diese Spielära. Trotz eines 32 MBit Breindbandanschlusses kann ich die Strategie der Spielhersteller, die ehrlichen Käufer so zu verprellen nicht nachvollziehen. Mag sein, dass es von der Spielegemeinschaft so hingenommen werden wird. Dann viel Spass - aber ohne mich!
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