Codename: Panzers - Phase Two
Stormregion hat mit Absicht Missionen eingebaut, in denen Sie auf vom Missionsdesign vorgefertigte Truppen zurückgreifen müssen. Diese sind freilich schlechter zusammengestellt und weniger erfahren. Lästige Pausenfüller, denken Sie? Auf keinen Fall: Die widrigen Umstände fordern gerade das Können von Hobbygeneralen.
Ein gutes Beispiel ist die Tempest-Mission der Achsenmächte. Mit nur einer Hand voll italienischer Fußsoldaten und einem Artilleriegeschütz belagern Sie ein Wüstenfort, das von Freien Franzosen gehalten wird. Plötzlich kommen den Belagerten britische Panzer zu Hilfe. Der sichere Tod? Nein, denn ein paar Tanks des Afrikakorps erscheinen in letzter Sekunde und so entwickelt sich ein spannendes Szenario.
Schere, Stein, Papier
Was ist besser: eine reine Panzerarmee oder kombinierte Truppen? Im Gegensatz zu anderen Strategiespielen kommen Sie bei Phase 2 mit einer Monokultur nicht allzu weit. Panzer, Artillerie und Unterstützungsfahrzeuge müssen hier im ausgewogenen Verhältnis zusammengestellt werden.
Vier bis acht Panzer als Angriffsspitze, dahinter Reparaturfahrzeuge sowie Munitionstransporter und in der hinteren Schlachtreihe zwei bis vier Selbstfahrlafetten (Artillerie): Mit dieser Zusammenstellung rollen Sie wie beim Vorgänger Phase 1 jede Stellung langsam, aber sicher auf. Infanterie wird in den seltensten Fällen benötigt.
Und wenn sie mal für eine Mission dringend erforderlich ist, wird sie als Unterstützungstruppe automatisch gestellt. Damit ist die Schere-Stein-Papier-Taktik in vielen Missionen das Nonplusultra. Die Kombination funktioniert vor allem deshalb hervorragend, weil KI-Einheiten das Feuer meist nicht konzentrieren und selten Reparaturfahrzeuge ins Visier nehmen. Allerdings nimmt diese Power-Kombination den Reiz, Varianten auszutesten.
KI: Künstlich ja, aber auch intelligent?
Betrachtet man das komplette Spiel, ist die Panzers-KI nur Durchschnitt. Feuerkonzentration ist Glückssache und Reaktionen auf Feindbeschuss gibt es nur in ausgewählten Momenten. Lassen Sie beispielsweise ein paar Scharfschützen außerhalb des gegnerischen Sichtradius auf ein feindliches Artilleriegeschütz schießen, reagieren weder die Besatzung noch die umliegenden Einheiten auf die Bedrohung.
So können Sie ungepanzerte Ziele nach und nach ausschalten, ohne Verluste zu erleiden. Wenigstens bei Artilleriebeschuss zeigt sich eine gewisse Wirkung. Getroffene Panzer bewegen sich meist ein Stück weit auf den Ausgangspunkt des Angriffs zu.
Befindet sich der Angreifer jedoch auf einer erhöhten Position oder etwas weiter entfernt, dreht der Getroffene um und begibt sich wieder in die Ausgangsstellung. Die Defizite der Gegnerintelligenz sind bei Entwicklern und Publisher bekannt.
Es wurde zwar versucht, die KI-Einheiten unter Feuer besser reagieren zu lassen, indem sie sich in einem gewissen Radius bewegen und nach dem Angreifer suchen. Allerdings führte dies bei kombinierten Attacken von Infanterie, Artillerie und Panzern, die aus verschiedenen Richtungen angreifen, zu unkontrolliertem Hin- und Herlaufen. Um die KI-Schwächen auszugleichen, hat Stormregion die vom Computer gesteuerten Einheiten mit leicht besseren Fähigkeiten wie einem größeren Sichtradius ausgestattet.

Ich brauch nen Basisbau und so für ein Strategiespiel.
Und selbst wenn, ich würde immer noch den Vorgänger nehmen!
Der is zwar etwas schlechter, aber billiger!
Aber des Spiel is sowieso :-$ :-$