Civ 7: 25 Stunden gespielt - deshalb ist der Zeitalterwechsel gut!

5
Special Viktor Eippert - Redaktionsleiter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Civ 7: 25 Stunden gespielt - deshalb ist der Zeitalterwechsel gut!
Quelle: Firaxis Games/2K Games/PC Games

In Civilization 7 krempeln die Entwickler das langjährige Spielkonzept ziemlich um. Unser Tester Vik schildert euch seine Eindrücke aus den ersten beiden Zeitaltern und vom bisherigen KI-Verhalten.

Vieles auf Anfang

Und jetzt kommt der Clou: Die Zeitalterwechsel sind ein deutlicher Einschnitt und wirken sich in so ziemlich allen Bereichen aus. So werden etwa alle neutralen Städte komplett von der Karte gefegt und es erscheinen neue Stämme. Alle Kriege, Abkommen und Allianzen werden beendet und die Beziehungen verändern sich. Das eigene Reich kann wieder neu strukturiert werden, was Städte und Gemeinden angeht. Viele Gebäude verlieren ihre Bonuserträge und noch einiges mehr.

Außerdem kann ich hier meine Vermächtnisse wählen - also meine Vorteile, die aus den zuvor erspielten Meilensteinen resultieren. Da ich bei Wissenschaft dominiert habe, steht mir das dazugehörige Goldene Zeitalter zur Verfügung. Dadurch behalten meine Wissenschaftsgebäude der Antike ihre Boni auch im zweiten Akt bei. Damit habe ich direkt einen spürbaren Startvorteil bei der Forschung.

Eine Kampfsituation im Spiel Quelle: PC Games Beim Wechsel des Volkes habe ich nur das Ming-Reich und die Mongolei zur Auswahl - beides historische Optionen basierend auf meinem Volk der Antike und meinem Anführer. Hätte ich bestimmte Voraussetzungen erfüllt, wäre aber auch ein Wechsel zu einem Volk möglich, das geografisch völlig losgelöst ist. Ich entscheide mich fürs Ming-Reich, weil es meinen Forschungsvorsprung noch stärker ausbauen wird. Außerdem sichere ich mir einen Attributpunkt für Expansionismus.

Diese Attributpunkte kann ich im Verlauf einer Partie über verschiedene Wege sammeln und meinen Anführer dann in sechs Fähigkeitsbäumen mit Boni verbessern. Ein bisschen wie in einem Rollenspiel.

Schöne, neue Welt

In der Erkundung angekommen, beginnt der Rundenzähler wieder bei eins und alles fühlt sich plötzlich wieder frisch an. Die rübergeretteten Einheiten wurden automatisch aufgewertet. Die Forschungsbäume sind neu und plötzlich gilt es, ganz andere Dinge zu machen, um Meilensteine zu sichern.

In der Erkundung spielt Religion jetzt eine wichtige Rolle. Mit Missionaren bekehre ich eigene und fremde Städte, um idealerweise Reliquien zu erschaffen. Die werden dann in Tempeln ausgestellt, um meine Einwohner glücklicher zu machen und im Kulturweg voranzuschreiten.

Und natürlich steht jetzt die Erkundung und Besiedelung der neuen Welt an. Denn nur dort und in den kleinen Inselgebieten zwischen den Kontinenten gibt es besondere Rohstoffe wie Tee, Kaffee oder Zucker. Also mache ich mich auf, durch die Gefahren der Tiefen See, und sichere mir ein paar neue Siedlungen in neuen Gefilden. Das ist aber nicht so einfach, denn ein Teil der Spieler hat während der Antike auf der anderen Seite der Welt auch schon Reiche aufgebaut.

Trotzdem schaffe ich es, Siedlungen an der Küste zu gründen und die richtigen Güter ans Transportnetzwerk anzuschließen. Dadurch werden mit der Zeit automatisch Schatzflotten erstellt. Die eskortiere ich dann in die Heimat und tausche sie gegen Gold und Punkte für Wirtschaftsmeilensteine ein.

Eine Schatzflotte Quelle: PC Games

Die Karten werden neu gemischt

Allerdings bin ich sowohl bei Religion als auch Expansion in die neue Welt etwas spät dran gewesen. Daran und an anderen Dingen, merke ich gut, wie die Karten beim Zeitalterwechsel neu verteilt wurden. In der Antike war ich noch der Held im Zelt, jetzt in der Erkundung tue ich mich schon schwerer. Außerdem können problemlos aus alten Freunden neue Feinde werden. In der Antike war ich mit Benjamin Franklin verbündet, in der Erkundung konkurrieren wir erbittert um Land und religiöse Dominanz.

5
    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Waldek777 Anfänger/in
        Also, ich finde den Zeitalterwechsel zu hart. Da belagert man vielleicht gerade die gegnerische Hauptstadt, ist kurz davor, die einzunehmen und dann Zeitalterwechsel und Puff wie durch Zauberhand oder Donald Trumo ist der 300jährige Krieg in 24 Stunden vorbei, fast als wäre nichts gewesen.

        Ich denke, ich werde erstmal abwarten, wie sich das Spiel nach Release entwickelt. Civ 6 wurde für mich auch erst durch Rise and Fall interessant. Immerhin fällt schon mal das "Bezirke-Tetris" raus. Das finde ich gut.
      • Von Waldek777 Anfänger/in
        Also, ich finde den Zeitalterwechsel zu hart. Da belagert man vielleicht gerade die gegnerische Hauptstadt, ist kurz davor, die einzunehmen und dann Zeitalterwechsel und Puff wie durch Zauberhand oder Donald Trumo ist der 300jährige Krieg in 24 Stunden vorbei, fast als wäre nichts gewesen.

        Ich denke, ich werde erstmal abwarten, wie sich das Spiel nach Release entwickelt. Civ 6 wurde für mich auch erst durch Rise and Fall interessant. Immerhin fällt schon mal das "Bezirke-Tetris" raus. Das finde ich gut.
      • Von Hurshi Hobby-Spieler/in
        Völlig albern alles was da steht , nix wa sSinn ergibt , das ist doch kein richtige Civ mehr . Da wart ich auf Epic :-p und selbst dann wird es das erste Spiel sein was ich nicht mal kostenlos haben will.
      • Von xaan Spiele-Kenner/in
        Historisch passend und Civ ist auch ein kleines bisschen Oxymoron. Es geht ja gerade darum, die Geschichte anders/neu zu schreiben. Zu schauen wie die Entwicklung verläuft, wenn die Vorbedingungen anders sind und andere Entscheidungen bedingen.
      • Von ViktorEippert Leitender Redakteur Themen
        Zitat von Nevrion
        Civilization 5 habe ich über 450 Std gespielt, oft auch im Multiplayer, Civilization 6 nicht mal 20 Std. (Nein, da fehlt keine 0) Was wäre denn da die allgemeine Prognose? Würde ich nach dem enttäuschenden Vorgänger wieder mehr Spaß an der Sache mit Teil 7 haben oder sollte ich lieber die Finger davon lassen?

        Das mit dem Volkswechsel durch Zeitalter finde ich nach wie vor nicht gut. Wenn ich in der Antike Japan spiele, will ich es auch in der Moderne spielen. Wenn es hier nur um die Namensgebung des Volks geht, ist das ja noch okay, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn aus den Inka plötzlich Peruaner werden, wäre das einfach ein Dealbreaker. Hängt sicher auch davon ab, welche Völker der 7. Teil überhaupt mit bringt.
        Das hängt schwer davon ab, wieso dir der sechste Teil nicht gefallen hat. Das Bezirks-Tetris spielt kaum noch ne Rolle. Die KI macht bisher einen zumindest besseren Eindruck wie beschrieben. Civ 7 fühlt sich in vielen Belangen vor allem einfach anders an.

        Wenn dich das mit den Völkern aus dem Spiel reißt, wirst du es aber schwer haben. Zumindest erstmal. Wenn dann in 5 Jahren über 50 oder 100 oder wie viel auch immer Völker drin sind mit Add-ons und DLCs, wirds sicher leichter sein, historisch besser passende Wechsel zu machen. Aber Wechsel sind es dann immer noch. Und soweit ich das verstehe, ist das ja, was dich stört. Es gab in der Geschichte nunmal nicht so viele Gebiete auf der Welt, wo ein Volk alle Zeitalter überdauert hat. China, Indien, vielleicht noch Japan, Korea und die persischen Völker zu nem gewissen Grad und dann wirds schon schwierig.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Civilization 5 habe ich über 450 Std gespielt, oft auch im Multiplayer, Civilization 6 nicht mal 20 Std. (Nein, da fehlt keine 0) Was wäre denn da die allgemeine Prognose? Würde ich nach dem enttäuschenden Vorgänger wieder mehr Spaß an der Sache mit Teil 7 haben oder sollte ich lieber die Finger davon lassen?

        Das mit dem Volkswechsel durch Zeitalter finde ich nach wie vor nicht gut. Wenn ich in der Antike Japan spiele, will ich es auch in der Moderne spielen. Wenn es hier nur um die Namensgebung des Volks geht, ist das ja noch okay, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn aus den Inka plötzlich Peruaner werden, wäre das einfach ein Dealbreaker. Hängt sicher auch davon ab, welche Völker der 7. Teil überhaupt mit bringt.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk