CPU-Kühler und Lüftung: Kühlkörper
Das warme Pfingstwochenende bringt sicher auch den ein oder anderen PC ins Schwitzen - wir bieten Tipps zur Kühlung eures PCs sowie eine Marktübersicht mit 72 CPU-Kühlern
Kühlkörper
Das A und O für die Kühlung ist der Kühlkörper der Bauteile, die besonders heiß werden können. Wichtig sind hierbei der Prozessor und der Grafikkartenchip, aber auch auf einigen Stellen des Mainboards sitzen Kühlkörper. Beim Arbeitsspeicher kommen viele Riegel ebenfalls in Kühlkörper eingekleidet daher, allerdings sind diese eher als optisches Schmankerl zu sehen. Allgemein gilt: ein Kühlkörper besteht aus Metall, welches die Wärme des entsprechenden Bauteils aufnimmt und an die Luft weiterleitet. Dabei nimmt der Kühlkörper die Wärme über eine sehr kleine Fläche auf und gibt sie wiederum über eine deutlich größere Fläche an die Luft ab - aus diesem Grunde sind Kühlkörper, wie man sie
Quelle: Thermalright
Thermalrigh Macho HR-02
für CPUs und Grafikkarten nutzt, auch deutlich größer als das zu kühlende Bauteil. Zudem werden fast immer Heatpipes eingesetzt - dies sind Rohre, die die Wärme schneller zu anderen Bereichen des Kühlkörpers transportieren, um das Material des Kühlkörpers voll zu nutzen. Um die Fläche des Kühlkörpers zu vergrößern, ohne dessen Ausmaße zu erhöhen, sind zudem Kühl-Rippen und -Lamellen im Einsatz. Denn die Luft in den Freiräumen zwischen den Lamellen nimmt die Wärme auf, ein Luftstrom führt diese Luft dann ab. Auch um den Kühlkörper herum sammelt sich Wärme an, die vom Luftstrom abgeführt wird. Den Luftstrom - auch für frische neue Luft - übernehmen dann wiederum die Lüfter, und zwar die des CPU-Kühlers beziehungsweist der Grafikkarte und die des PC-Gehäuses.
Beim Kühlkörper für die Grafikkarte gilt: die Referenzkühlungen von AMD und Nvidia reichen zwar aus, aber eigene Kühllösungen der eigentlichen Grafikkarten-Hersteller wie Asus, Sapphire, HIS, Gainward, MSI und so weiter sind meistens effektiver. Diese so genannten Custom-Kühler können die Wärme besser und schneller an die Luft abgeben und setzen (zumindest bei stärkeren Grafikkarten) auf zwei oder drei Lüfter, die die warme Luft mit langsamer Drehzahl und somit auch leiser wegbewegen können als die Referenzkühler, die nur einen einzigen Kühler besitzen. Ihr kauft bei der Wahl der Grafikkarte also die Kühlung gleich mit. Separate, nachträglich zu montierende Kühler gibt es zwar auch im Handel - doch nicht zuletzt, da die Custom-Lösungen inzwischen sehr leise arbeiten, sind diese separat erhältlichen Grafikkartenkühler eher ein Nischenprodukt. Ganz anders sieht es bei CPU-Kühlern aus: die Standardkühler von AMD und Intel reichen zwar aus, doch es gibt leisere und leicht zu montierende Kühler schon ab etwa 15 Euro. Aber auch wahre Monster-Kühler, die mit Zusatzplatten verschraubt werden müssen und nur in extrabreite Gehäuse passen, sind auf dem Markt. Generell kann man sagen: je größer der Kühlkörper, desto effektiver kann die Hitze abgeleitet werden, so dass ein langsam drehender und somit leiser Lüfter ausreicht. Doch man muss es nicht übertreiben: sehr große CPU-Kühler sind nur dann sinnvoll, wenn man auch die CPU stark übertaktet, wobei bekanntermaßen deutlich mehr Hitze entsteht als mit dem Standardtakt.
In diesem Artikel
- Seite 1 CPU-Kühler und Lüftung: PC-Hardware kühlen
- Seite 2 CPU-Kühler und Lüftung: Temperaturen messen und deuten
- Seite 3 CPU-Kühler und Lüftung: Kühlkörper
- Seite 4 CPU-Kühler und Lüftung: Tipps zum CPU-Kühler-Kauf
- Seite 5 CPU-Kühler und Lüftung: Marktübersicht mit 72 CPU-Kühlern (22 Top-Blow-Kühler)
- Seite 6 CPU-Kühler und Lüftung: Marktübersicht 50 Tower-Kühler
- Seite 7 Bildergalerie
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