CPU-Kühler und Lüftung: Temperaturen messen und deuten

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CPU-Kühler und Lüftung: Temperaturen messen und deuten
Quelle: Thermaltake

Das warme Pfingstwochenende bringt sicher auch den ein oder anderen PC ins Schwitzen - wir bieten Tipps zur Kühlung eures PCs sowie eine Marktübersicht mit 72 CPU-Kühlern

Temperaturen messen und deuten
Für die CPU könnt ihr ein Utility des Mainboardherstellers nehmen oder auch ein Fremd-Tool wie das beliebte Speedfan. Man muss aber gerade bei solchem Tools aufpassen: eine extrem hohe Temperatur könnte auch ein Messfehler oder eine Fehldeutung der Messwerte sein. Vor allem Mainboards mit aktuellen Chipsätzen oder auch noch deren Vorgeneration würden nämlich den PC zur Sicherheit abschalten, wenn der Prozessor wirklich zu heiß wird. Wenn also ein Tool ungewöhnliche Werte anzeigt - auch unrealistisch niedrige Werte - solltet ihr lieber dem Tool des Mainboardhersteller vertrauen oder auch im Board-BIOS (beziehungsweise UEFI) nachsehen, wie die Temperatur dort aussieht. Letzteres ist zwar nicht die Temperatur bei Last, aber bei einem echten Kühlungsproblem sind die Werte auch ohne Last im BIOS bereits erhöht. Raijintek Aidos mit Montagematerial Quelle: Raijintek Raijintek Aidos mit Montagematerial
Eine schwierige Frage ist aber, welche Temperaturen für einen modernen Prozessor noch okay ist. Denn dies hängt sehr vom CPU-Typ ab, allerdings schaltet das Mainboard wie erwähnt früh genug ab. CPUs, die eindeutig durch Hitze einen Defekt erleiden, sind daher zur absoluten Seltenheit geworden und finden sich wenn überhaupt nur in Übertakterkreisen, die auch bewusst an Temperaturgrenzen herangehen, oder bei Nutzern, die wirklich alle Warnungen ignorieren und sogar die Abschalt-Temperatur im BIOS deaktivieren.

Für Grafikkarten gibt es ebenfalls passende Tools wie zum Beispiel auch den MSI-Afterburner. Allerdings ist es auch hier bei der Frage, ab wann es zu heiß wird, nicht ganz so einfach: manche Grafikkarten sollten nicht über 70 Grad warm werden, für andere wie zum Beispiel die AMD R9 290X im Referenzdesign wird erst ab einem Wert von 94 Grad der Takt heruntergeregelt, das heißt: erst ab diesem Wert wird es selbst AMD zu heiß. Diese Temperatur hört sich extrem an, wobei auch ein wenig Psychologie dabei ist, da die magische 100 mehr weit weg ist. Allerdings wird nur ein winziger Bereich des Grafikkerns so heiß, was für diesen Grafikchip noch nicht zu gefährlich ist - ansonsten würde AMD sich ja auch Garantiefälle ins Haus holen. Custom-Kühler (dazu mehr auf der nächsten Seite) halten zudem selbst die AMD R9 290X deutlich kühler. Man kann für die meisten Gamer-Grafikkarten sagen, dass etwa 70 Grad als normaler Wert bei voller Last mit einem Custom-Kühler zu sehen ist. Je nach Mainboard wird euch zudem noch eine Art Gehäuse- oder System-Temperatur angezeigt. Diese sollte man nicht überbewerten. Je nach dem, wo der Sensor sitzt, können je nach Mainboard-Modell völlig unterschiedliche Werte auftreten, obwohl CPU und Grafikkarte die gleichen Werte wie immer erreichen. Man müsste also ganz genau wissen, welche Temperatur für genau dieses Mainboard normal ist, um zu beurteilen: ist es schon zu warm? In den meisten Fällen entpuppen sich die Sorgen vieler Nutzer, auch was die CPU und Grafikkarte angeht, nämlich als unbegründet.

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  5. Seite 5 CPU-Kühler und Lüftung: Marktübersicht mit 72 CPU-Kühlern (22 Top-Blow-Kühler)
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