Blades of Fire ist im Test so viel mehr als ein Dark Souls-Klon - aber ist es auch gut?

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Test Benjamin Braun - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Blades of Fire ist im Test so viel mehr als ein Dark Souls-Klon - aber ist es auch gut?
Quelle: 505 Games

Märchenhafte Fantasy-Action mit Waffenfokus: Blades of Fire erweist sich im Test als überraschend gut und ist dank vieler eigener Ideen alles andere als ein weiterer Souls-Klon.

Otto von Bismarck war überzeugt, dass die großen Fragen seiner Zeit durch "Blut und Eisen" entschieden werden. In dem Action-Adventure Blades of Fire der Macher von Castlevania: Lords of Shadow, dem spanischen Entwicklerstudio MercurySteam, ist das tatsächlich so: Ihr lasst den Stahl sprechen, um die gleichermaßen düstere wie märchenhafte Fantasy-Welt vor dem Untergang zu bewahren und die böse Königin Nerea zur Strecke zu bringen.

Dieses Ziel ist gar nicht so leicht zu erreichen. Denn mit ihrer Magie gelingt es Nerea, den Stahl ihrer Feinde in Stein zu verwandeln und so nutzlos zu machen.

Glücklicherweise erhält die Hauptfigur Aran de Lira zu Beginn einen der sieben Schmiedehämmer der sogenannten Schöpfer, die einst den Grundstein für den Aufstieg der Menschheit legten. Zudem hat er durch den Mord der Königstruppen an einem Freund ausreichend Motivation, im Königspalast aufzuräumen.

Action-Adventure mit Waffenfokus

Blades of Fire (jetzt kaufen 34,99 € / 35,99 € ) wirkt zunächst von Dark Souls inspiriert, da nach jeder Rast nahezu sämtliche Feinde in der Welt respawnen. Abgesehen von der Third-Person-Perspektive gibt es aber letztlich nur diese eine größere Parallele, denn ihr könnt von Beginn an zwischen drei Schwierigkeitsgraden wählen und auch jederzeit auf einen anderen wechseln. Im Kampf mit Menschen und Monstern ist vor allem eines entscheidend: die Wahl der richtigen Waffe!

Jeder der über 50 Gegnertypen verfügt neben einem einzigartigen Kampfstil vor allem über ausgeprägte Vor- und Nachteile gegenüber bestimmten Waffengattungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr Skelettkriegern mit einem Schwert oder Speer gar nichts anhaben könnt. Stumpfe Waffen wie Keule oder Kriegshammer sind gegen sie jedoch erheblich wirksamer.

Bei den später auftretenden Gegnern ist die Wahl der Waffe deutlich entscheidender, da ihr nur mit einer bestimmten Gattung überhaupt Schaden anrichten könnt. Das Spiel zeigt euch beim Aufschalten durch eine farbliche Umrandung an, ob und wie effektiv die aktuell ausgerüstete Waffe ist. Grün bedeutet maximalen Schaden. Gelb bedeutet mittelmäßig und rot bedeutet völlig nutzlos.

Die Umrandung ist jedoch nicht immer einheitlich. Manchmal leuchten nur der Kopf, die Seiten oder der Unterleib grün oder gelb. Ihr müsst dann also mit den vier Aktionstasten entsprechend Angriffe aus der passenden Richtung ausführen, was mit dem Gamepad entsprechend intuitiv möglich ist.

Figur wirkt Magie Quelle: Medienagentur plassma Für das richtige Timing von Ausweichsprüngen und Paraden, durch die sich eure Ausdauerleiste kurzzeitig erhöht, gilt das allerdings bei Weitem nicht immer. Das liegt allerdings eben auch daran, dass sich hier schon die normalen Gegner in ihrem Kampfverhalten stark voneinander unterscheiden.

Ganz generell, und auch, weil die Feindtypen, genauso wie Aran, nicht immer dieselbe Waffe führen und zwischendrin den Kampfstil ändern, also etwa von Stich- zu Hiebangriffen wechseln. In Blades of Fire sorgt das dafür, dass sich nicht so schnell Routinen im Kampf entwickeln, wodurch Langeweile vorgebeugt wird.

Verstärkt wird das allerdings auch dadurch, dass später viele Kämpfe regelrecht zu Massenschlachten auswachsen und es mitunter recht unübersichtlich werden kann.

Das kann gerade im Zusammenhang mit der andersartigen Ausdauerleiste nerven. In Blades of Fire regeneriert sie sich während der Kämpfe nämlich nur sehr langsam, ganz anders als etwa in Dark Souls.

Damit es schneller geht, müsst ihr die Regeneration durch Halten des Blocks immer wieder aktiv beschleunigen, um handlungsfähig zu bleiben beziehungsweise wieder zu werden. Ein seltsames System, zumal die Entwickler das Rennen vom Ausdauerverbrauch genau deshalb ausnehmen. Aber man gewöhnt sich daran.

Selbst ist der Schmied

Wie viel Schaden ihr im Kampf anrichtet, hängt natürlich auch von der Qualität und dem Zustand eurer Waffe ab. Sehr oft auch vom Kampfstil, wobei ihr je nach Waffe etwa zwischen Stichattacken und Hieben aktiv umschalten könnt. Es kann sich daher lohnen, die ausgerüstete Waffe nachzuschärfen, da sich dadurch der Durchdringungsschaden erheblich erhöht.

Das geht allerdings zulasten der Haltbarkeit - und irgendwann ist in Blades of Fire jede Waffe dauerhaft zerstört. Das klingt ein bisschen nach The Legend of Zelda: Breath of the Wild, oder? Allerdings gehen die Waffen in Blades of Fire bei weitem nicht so schnell kaputt wie in Links vorletztem Abenteuer.

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1754039402 Mitglied
        Zitat von Grappa11
        From Software hat auch ein anderes Budget und anderen Support von den Plattform-Herstellern. Das darf und muss man bis zu einem gewissen Grad auch berücksichtigen, selbst wenn das Spiel schon etwas älter ist und auch noch für die Last-Gen-Konsolen veröffentlicht wurde.

        Und ja, natürlich darf und kann man sich auf Grundlage der Demo eine Meinung bilden und selbstverständlich auch kundtun. Ist ja die Dummheit der Entwickler, den schwächsten Teil des Spiels öffentlicht zugänglich zu machen bzw. keinen besseren Einstieg hinbekommen zu haben. Dein Eingangskommentar liest sich dennoch mehr nach "ich weiß es besser" als nach "ich sehe da anders, weil..."
        Klingt bei dir grad nicht viel anders.
        Belassen wirs dabei.
      • Von Gast1754039402 Mitglied
        Zitat von Grappa11
        From Software hat auch ein anderes Budget und anderen Support von den Plattform-Herstellern. Das darf und muss man bis zu einem gewissen Grad auch berücksichtigen, selbst wenn das Spiel schon etwas älter ist und auch noch für die Last-Gen-Konsolen veröffentlicht wurde.

        Und ja, natürlich darf und kann man sich auf Grundlage der Demo eine Meinung bilden und selbstverständlich auch kundtun. Ist ja die Dummheit der Entwickler, den schwächsten Teil des Spiels öffentlicht zugänglich zu machen bzw. keinen besseren Einstieg hinbekommen zu haben. Dein Eingangskommentar liest sich dennoch mehr nach "ich weiß es besser" als nach "ich sehe da anders, weil..."
        Klingt bei dir grad nicht viel anders.
        Belassen wirs dabei.
      • Von Grappa11 Hobby-Spieler/in
        Zitat von LaserFocus
        Das hab ich doch auch so geschrieben. Nach der Demo.
        Und das war mein Eindruck davon und dabei bleibe ich. Auch rein technisch ist es für mich nicht auf einem Niveau mit Elden Ring, was auch schon über 3 Jahre alt ist.
        Ich denke nämlich schon, dass man aus einer Demo etwas ableiten kann, wozu gibt es die denn sonst, wenn man daraus nichts entnehmen soll?
        From Software hat auch ein anderes Budget und anderen Support von den Plattform-Herstellern. Das darf und muss man bis zu einem gewissen Grad auch berücksichtigen, selbst wenn das Spiel schon etwas älter ist und auch noch für die Last-Gen-Konsolen veröffentlicht wurde.

        Und ja, natürlich darf und kann man sich auf Grundlage der Demo eine Meinung bilden und selbstverständlich auch kundtun. Ist ja die Dummheit der Entwickler, den schwächsten Teil des Spiels öffentlicht zugänglich zu machen bzw. keinen besseren Einstieg hinbekommen zu haben. Dein Eingangskommentar liest sich dennoch mehr nach "ich weiß es besser" als nach "ich sehe da anders, weil..."
      • Von Gast1754039402 Mitglied
        Zitat von Grappa11
        Da steht "rein technisch betrachtet." Aber generell immer wieder schön, wie jemand anhand einer Demo ein ganzes Spiel besser bewerten können will als jemand, der erheblich mehr Zeit darin verbracht hat. Wer besonders weite Wege vom letzten Amboss hat, hat indes vielleicht auch nur den ein oder anderen übersehen. Natürlich ist so manches Ansichtssache. Aber wenn man etwas anders wahrnimmt, geht das sicherlich auch in einem freundlicheren Ton, der nicht nach "ich weiß alles besser" klingt, nachdem man nur die Demo kennt.
        Das hab ich doch auch so geschrieben. Nach der Demo.
        Und das war mein Eindruck davon und dabei bleibe ich. Auch rein technisch ist es für mich nicht auf einem Niveau mit Elden Ring, was auch schon über 3 Jahre alt ist.
        Ich denke nämlich schon, dass man aus einer Demo etwas ableiten kann, wozu gibt es die denn sonst, wenn man daraus nichts entnehmen soll?
      • Von Grappa11 Hobby-Spieler/in
        Zitat von LaserFocus
        Größter Witz im Test:
        Grafisch deutlich über Elden Ring.
        Schon mal was von Art-Design gehört? Davon hat Blades of Fire so gut wie nichts, so generisch, wie es nur geht, zumindest in der Demo.
        Da steht "rein technisch betrachtet." Aber generell immer wieder schön, wie jemand anhand einer Demo ein ganzes Spiel besser bewerten können will als jemand, der erheblich mehr Zeit darin verbracht hat. Wer besonders weite Wege vom letzten Amboss hat, hat indes vielleicht auch nur den ein oder anderen übersehen. Natürlich ist so manches Ansichtssache. Aber wenn man etwas anders wahrnimmt, geht das sicherlich auch in einem freundlicheren Ton, der nicht nach "ich weiß alles besser" klingt, nachdem man nur die Demo kennt.
      • Von Gast1754039402 Mitglied
        So, hab die Demo nun zu Ende gespielt und muss sagen, vielleicht hätte man ohne Demo mehr Exemplare verkaufen können.
        Optik:
        Nett, zweckmäßig, nix besonderes.
        Sound:
        Plätschert vor sich hin, nervt aber auch nicht.
        Animationen:
        Die PS3 und die XBox 360 haben angerufen und wollen ihre Charaktermodelle und Animationen zurückhaben.
        Gameplay:
        Steif und clunky, die Gegnerplatzierung ist eine Frechheit und das Weltendesign passt nicht dazu.
        Das schmieden neuer Waffen ist völlig unnötig verkompliziert, der Schmiedevorgang selbst eine Zumutung, die keiner braucht.
        Stirbt man, verliert man die zuletzt ausgerüstete, selbst hergestellte Waffe (die ja meist die beste im Inventar ist) am Ort des Ablebens. Man spawnt am letzten Speicherpunkt und muss teils einen langen Weg gehen, um die Waffe wiederzuerlangen. (zu wenige Speicherpunkte)
        Dazwischen 3 Türsteher…ohne die beste Waffe…viel Spaß.
        Dabei ist das Kampfsystem an sich gar nicht mal so schlecht, aber eben auch nicht wirklich gut.

        Da geht nicht viel zusammen bei dem Spiel, vor allem aber passen etliche Spielmechaniken absolut nicht zum Design des Spieles.
        60 Euro für sowas? Keine Chance.
        8/10 ? Kann ich nicht nachvollziehen.

        Größter Witz im Test:
        Grafisch deutlich über Elden Ring.
        Schon mal was von Art-Design gehört? Davon hat Blades of Fire so gut wie nichts, so generisch, wie es nur geht, zumindest in der Demo.
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