Das Mittelfeld der besten Battlefields aller Zeiten
Auf Seite 2 der besten Battlefields treten wir ins Mittelfeld ein und hier stecken auch schon einige Perlen und All-Time-Favorites.
Platz 6: Battlefield 1942
Auf Platz sechs eurer liebsten Battlefield-Spiele hat es das Original geschafft - das Unikat, der Erstling: Battlefield 1942.
Die Geschichte von Battlefield 1942 beginnt schon zehn Jahre vor dem eigentlichen Release. 1993 starten die beiden schwedischen Softwareentwickler Johan Persson und Patrick Söderlund in Stockholm mit der Arbeit an ihrer eigenen Spiele-Engine. Die ersten Projekte der beiden überzeugen das Studio DICE, das sie kurzerhand aufkauft. Auf Basis dieser Technik entsteht schließlich ein Multiplayer-Shooter im Zweiten Weltkrieg - und damit der Grundstein für eine ganze Shooter-Legende.
Quelle: PC Games
Mit dem Flugzeug wird man Herr der Lüfte in Battlefield 1942.
Schon damals wurden die Grundlagen gelegt, die die Serie bis heute prägen - mehr oder weniger unverändert.
Zum Start enthielt das Spiel ganze 16 Karten, die vor allem eines waren: groß und weitläufig. Zwar war die Grafik 2002 nicht mehr ganz taufrisch, aber die schiere Größe der Maps war beeindruckend. Und dass man sich dort nicht nur zu Fuß bewegen, sondern auch Panzer fahren, Flugzeuge fliegen oder Schiffchen fahren konnte - und das mit bis zu 64 Spielern auf einem Server - war damals schlicht revolutionär. In keinem anderen Shooter dieser Zeit war so etwas möglich.
Auch das bekannte Klassensystem war schon mit an Bord. Als Scout, Assault, Anti-Tank, Medic oder Engineer hattet ihr unterschiedliche Aufgaben. Der Medic heilte, der Engineer reparierte Fahrzeuge - und so weiter. Dieses System förderte das Teamplay, das bis heute einen zentralen Bestandteil des typischen Battlefield-Gefühls ausmacht.
Allerdings war das Balancing damals noch nicht perfekt. Der Anti-Tank-Soldat hatte zum Beispiel nur seine Bazooka und eine Pistole - in Infanteriegefechten also eher chancenlos. Gespielt wurde entweder lokal über LAN - oder über dieses damals noch recht neue Ding namens Internet. Und was wurde Battlefield 1942 gespielt!
DICE gelang mit dem Spiel aus dem Stand ein Hit: über vier Millionen verkaufte Exemplare und der Beginn einer der größten Shooter-Serien der Gaming-Geschichte.
Quelle: PC Games
Die Schlacht in den Ardennen ist natürlich auch mit im Paket von Battlefield 1942
Platz 5: Battlefield 1
Das elfte Spiel der Serie "Battlefield 1" zu nennen... na ja - das war vielleicht nicht unbedingt die klügste Entscheidung. Für das Setting den Ersten Weltkrieg zu wählen, war es dagegen umso mehr.
Nach fast einem Jahrzehnt moderner Kriegsschauplätze wurde es 2016 endlich Zeit für einen Tapetenwechsel. Doch anstatt einfach nur nach Vietnam oder in den Zweiten Weltkrieg zurückzukehren, entschied sich DICE für ein bis dahin nahezu unverbrauchtes Szenario: den Ersten Weltkrieg.
Der gigantische Konflikt der Menschheitsgeschichte bot dabei völlig neue Möglichkeiten für das Gameplay. Da automatische Waffen damals noch experimentell waren, griff man hauptsächlich auf Karabiner und Schrotflinten zurück. Das machte das Spieltempo deutlich langsamer, als man es von Battlefield gewohnt war - und der Trefferskill rückte umso stärker in den Vordergrund. Zu den bekannten vier Klassen kamen außerdem neue Fahrzeugklassen hinzu: Panzerfahrer, Pilot und Kavallerie.
Quelle: DICE
Flammenwerfer und Gasgranaten gehörten zum Arsenal der Spieler in Battlefield 1.
Die vielleicht größte Stärke des Spiels lag aber in seiner Atmosphäre. Der Erste Weltkrieg wurde hier erbarmungslos und schmutzig dargestellt. Überall krachte und explodierte es, Matsch und Blut flogen einem gefühlt ins Gesicht, und gefallene Soldaten schrien um ihr Leben - das war intensiv, beklemmend und gnadenlos authentisch.
Diese dichte Stimmung zog sich auch durch den Singleplayer. Statt einer großen, zusammenhängenden Kampagne erzählte Battlefield 1 mehrere kleine, persönliche Geschichten, die unterschiedliche Perspektiven des Krieges zeigten.
Der sehr filmische Ansatz mit viel Atmosphäre setzte sich auch im neuen Operationsmodus fort. Dieser Modus erstreckte sich über mehrere Karten und passte sich dynamisch dem Spielgeschehen an.
Quelle: EA
Die Schlachtfelder in Battlefield 1 waren dreckig und düster. Ein großer Pluspunkt für die Atmosphäre.
Im Kern steckte hier der neue Modus Durchbruch - eine Mischung aus Eroberung und Rush. Dabei mussten verschiedene Sektoren erobert werden, dieses Mal jedoch über zwei Flaggenpunkte statt zerstörbarer Kisten. Das gab dem verteidigenden Team die Möglichkeit, verlorene Punkte zurückzuerobern. Hatte man einen Sektor vollständig eingenommen, rückte man zum nächsten vor. Und wer die gesamte Karte eroberte, zog weiter - auf die nächste.
Konnte das Angreiferteam die Karte nicht halten, standen ihm bis zu zwei zusätzliche Bataillone zur Verfügung. Besonders cool: Das unterlegene Team bekam Unterstützung durch die sogenannten Behemoths - riesige Kriegsmaschinen wie Schlachtschiffe, Zeppeline oder gepanzerte Züge. Die konnten so manche Schlacht noch einmal komplett drehen.
Battlefield 1 war ein voller Erfolg - und stieg zum bis dahin erfolgreichsten Battlefield aller Zeiten auf. Kein Wunder also, dass es sich Platz 5 in eurer Top 10 sichert.
Quelle: EA
In Battlefield 1 war man auch auf bekannten Schlachtfeldern unterwegs, wie Amiens.
Platz 4: Battlefield Bad Company 2
Battlefield: Bad Company 2 hat vor allem eine ganz wichtige Sache geschafft: Es hat die PC-Spieler wieder ins Spiel gebracht! Nachdem Bad Company 1 noch exklusiv für Konsolen erschien, durften diesmal endlich wieder alle ran - und das mit einem ordentlichen Knall.
Der zweite Teil war eine konsequente Weiterentwicklung, auch wenn sie nicht in jeder Hinsicht ins Schwarze traf. Die Story drehte sich erneut um die namensgebende Bad Company. Doch dieses Mal suchte die Truppe nicht nach Gold, sondern nach einer geheimen Superwaffe der Japaner aus dem Zweiten Weltkrieg.
Man versuchte zwar, den typischen Humor der Reihe beizubehalten, doch die Handlung war insgesamt deutlich ernster - und das kam nicht bei allen Spielern gut an.
Quelle: EA
Der Support in Bad Company 2 mit dem markanten roten Barett.
Der Multiplayer hingegen war ein echter Volltreffer - auch wenn er auf dem Papier erstaunlich eingeschränkt war. Die Karten waren vergleichsweise klein, in der Luft flogen nur Hubschrauber, keine Jets, und pro Match waren maximal 32 Spieler erlaubt - statt 64 wie sonst.
Und aus irgendeinem Grund hatte DICE sogar die Möglichkeit gestrichen, sich hinzulegen. In die Hocke gehen - das war das Höchste der Gefühle.
Und trotzdem: Der Multiplayer war ein Riesenerfolg. Die vier Klassen waren gut ausbalanciert, und vor allem die Karten waren hervorragend designt. Ein echtes Highlight bis heute ist Arica Harbour - ein kleiner Küstenort, der zwar nur aus wenigen zweistöckigen Häusern besteht, aber trotzdem das Gefühl einer Kleinstadt vermittelt.
Dazu kam die beeindruckende Zerstörungsmechanik. Wirklich jedes Haus konnte man in Schutt und Asche legen - was Bad Company 2 bis heute den Ruf eingebracht hat, das zerstörungsfreudigste Battlefield überhaupt zu sein.
Außerdem verfeinerte Bad Company 2 den legendären Rush-Modus. Ein Angreiferteam mit begrenzten Respawn-Tickets musste mehrere Sektoren einer Karte erobern, indem es jeweils zwei Kommunikations-Server zerstörte. Die Verteidiger mussten das natürlich verhindern.
Dadurch entstand eine klare Frontlinie, an der sich intensive, spannende Gefechte entwickelten - genau das, was Battlefield ausmacht.
Quelle: EA
Battlefield Bad Compnay 2 Vietnam führte ein komplett neues Setting per DLC ein.
Doch Bad Company 2 hat sich nicht nur durch seinen Multiplayer in die Herzen der Fans gespielt - sondern auch durch das, was danach kam.
DICE lieferte mit Bad Company 2: Vietnam den wohl besten und umfangreichsten DLC der Seriengeschichte. Der Zusatzinhalt brachte ein komplett neues Setting, 15 neue Waffen - darunter Klassiker wie die AK-47 und den Flammenwerfer - sowie sechs neue Fahrzeuge und fünf neue Karten. Und wie schon beim früheren Vietnam-Ableger durfte natürlich auch die passende Musik nicht fehlen.
Bad Company 2 war ein echter Höhepunkt der Serie - ein Spiel, an das Fans bis heute gern zurückdenken. Für das Treppchen hat es mit 13,98 % der Stimmen aber ganz knapp nicht gereicht. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, welche Serienteile es mit einem wirklich hauchdünnen Vorsprung auf die Plätze 3 und 2 der besten Battlefields aller Zeiten geschafft haben.

Ansonsten hab ich bis heute sehr schöne Erinnerungen an Vietnam.
Insgesamt bin ich aber offen gestanden einfach zu schlecht im Zielen für BF, ich spiele wenn denn komplett zielorientiert und mit LMGs als Support. Soll heißen, ich erobere und verteidige und hinterlaufe vor allen Dingen Stellungen um überraschend Ziele zu capturen. Wegen meiner mangelnden Zielfähigkeiten segne ich dabei leider oft das Zeitliche, so dass meine K/D nicht top ist. Das ändert sich in dem Moment, wo ich Unterstützung bekomme von einer festen Gruppe.
Leider kann das nicht mehr stattfinden inzwischen, da mein Assault-battle boo verstorben ist, der Sniper ein rassistischer Incel geworden ist und damit nur meine Medic-Verlobte und ich übrig sind.
Insgesamt sogar um die 750h dort gespielt.
BF6 beta "fühlte" sich wieder seht gut an und morgen sind wir dann alle schlauer als heute :)
Wenn EA da uns keine negative Überraschung eingepflanzt hat, dann wird BF6 denke ich mein neuer Grindplatz :)