Serienkritik zu Batman: Caped Crusader - Ein würdiges Erbe für Kevin Conroy!

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Special Christopher Holler - Autor Michael Grünwald - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Serienkritik zu Batman: Caped Crusader - Ein würdiges Erbe für Kevin Conroy!
Quelle: Warner - Collage von PC Games

In unserer Kritik zu Batman: Caped Crusader gehen wir auf das Setting, die Charaktere und den groben Plot ein. Seit dem 01. August ist die Serie auf Prime Video verfügbar.

Schließlich sind die bekannten Versionen der Bösewichte bereits in anderen Produktionen gut genug umgesetzt. Caped Crusader bietet einen Remix bekannter Figuren anstatt einer Adaption des Comic-Materials.

Die neuen Ideen sorgen auch für ordentlich frischen Wind. So ist eine Harley Quinn ohne einen Bezug zum Joker viel interessanter und bedrohlicher. Auch die weibliche Alternative vom Pinguin wirkt noch skrupelloser als der sonst männliche Mafia-Boss.

Batman betritt einen dunklen Raum Quelle: DC Während Batman: The Animated Series zwar oft erwachsene Themen behandelte, war die Serie dennoch mehr an Kinder gerichtet. Das zeigte sich auch in den eher kuriosen und manchmal sogar albernen Bösewichten.

In Caped Crusader sind hingegen sowohl die menschlichen als auch die übermenschlichen Kriminellen ernst und düster. Ein Beispiel dafür findet sich in der achten Folge: Hier hält Batman die Energie-Vampirin Nocturna auf, bevor sie ein paar Waisenkindern das Licht ausknipst.

Sie sollte bereits in der ursprünglichen Batman-Animationsserie vorkommen, wurde aber wegen der Korrelation von Vampiren und Blut entfernt, um die jüngere Zielgruppe nicht zu verstören. In Caped Crusader passt sie dagegen viel besser zum dunkleren Ton der Serie.

Batman in der Nahaufnahme Quelle: DC

Unter der Maske

Obwohl uns die Serie gut gefallen hat, gibt's ebenfalls ein paar Kritikpunkte. So ist die Animation der Figuren größtenteils erstklassig umgesetzt, doch manchmal wirken Gesichter bei Dialogen etwas regungslos. Ein wenig mehr Bewegung der Augen wäre schöner anzusehen gewesen.

Zusätzlich hat die Serie ein hohes Pacing, das bedeutet, es passieren sehr schnell hintereinander sehr viele Dinge. Das liegt unter anderem an der Kürze der Folgen, wodurch wir nicht gerade häufig Zeit zum Durchatmen haben.

Weil für jede Episode ein anderer Schurke zum Einsatz kommt, fühlt sich dessen Geschichte nicht immer auserzählt an. Durch die Bestätigung der zweiten Staffel ist die Rückkehr mancher Bösewichte aber mehr als wahrscheinlich.

Was uns beim Schauen am meisten verwirrte, war die Frage nach der Zielgruppe der Serie. So sind die Folgen zwar düster, brutal und an manchen Stellen sogar tiefgründig, aber dennoch ab zwölf Jahren freigegeben.

Harvey Dent auf seiner Wahlkampfveranstaltung. Quelle: DC

Es werden zwar keine sexuellen Inhalte oder Gore gezeigt, dafür aber Politik und Korruption. Das sind Elemente, die auch zu The Batman und der Dark-Knight-Trilogie gehören, doch die hatten jeweils eine höhere Alterseinstufung. Daher stellt sich die Frage, ob Kinder ab zwölf auch Spaß an Caped Crusader haben wie mit der ursprünglichen Animationsserie, die ebenfalls ab zwölf freigegeben ist. Eventuell hätte die Serie mit noch mehr erwachsenen Elementen zwar eine höhere Einstufung, aber auch mehr Tiefe bekommen.

Fazit

Wer bereit ist, sich auf ein paar frische Ideen aus dem Batman-Universum einzulassen, wird mit Batman: Caped Crusader gut, wenn auch kurzfristig unterhalten. Wir hatten mit dem Noir-Mafia-Krimi unseren Spaß, obwohl wir nicht sicher sind, wen die Serie genau ansprechen soll. Caped Crusader erinnert an alte Zeiten, aber reproduziert das Batman-Universum nicht.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sirpopp Mitglied
        Früher hätte ich ja frech gesagt der Kunde (Fan) hat immer Recht und wer konsequent die Wünsche der Kunden ignoriert ruiniert sein eigenes Geschäft. Aber nach Allem was Disney so mit seinen erfolgreichsten Franchises veranstaltet wundere ich mich eigentlich über nichts mehr 😂 Soviel zur Überschrift 😉, zur Serie selbst kann ich nicht viel sagen. Hab mir ein paar Folgen angeschaut aber hat mich jetzt nicht wirklich abgeholt. Kann aber selbst nicht so genau sagen warum. Da find ich X-Men 97 einfach deutlich unterhaltsamer zu schauen.
      • Von Sirpopp Mitglied
        Früher hätte ich ja frech gesagt der Kunde (Fan) hat immer Recht und wer konsequent die Wünsche der Kunden ignoriert ruiniert sein eigenes Geschäft. Aber nach Allem was Disney so mit seinen erfolgreichsten Franchises veranstaltet wundere ich mich eigentlich über nichts mehr 😂 Soviel zur Überschrift 😉, zur Serie selbst kann ich nicht viel sagen. Hab mir ein paar Folgen angeschaut aber hat mich jetzt nicht wirklich abgeholt. Kann aber selbst nicht so genau sagen warum. Da find ich X-Men 97 einfach deutlich unterhaltsamer zu schauen.
      • Von Thomas_128 Anwärter/in
        Mir gefällt die Serie ebenfalls richtig gut.
        Als großer Fan der Batman: The Animated Series war ich anfangs noch skeptisch, ob es die Serie schafft, an das Niveau der 90er Serie anzuknüpfen.
        Und ich muss bzw. darf erfreulicherweise sagen, ja aus meiner Sicht schafft sie das definitiv.
        Die Serie erzählt spannende und interessante Geschichten im gewohnten und sehr gelungenem Noir-1940er-Look.
        Mit dem ein oder anderen Charakter musste ich anfänglich noch etwas warm werden, wie beispielsweise die Darstellung eines Bösewichtes im anderen Geschlecht. Jedoch konnte ich mich ziemlich schnell daran gewöhnen und finde, den Serienmacher haben dies sehr interessant und erfolgreich umgesetzt.
        Die Synchronsprecher leisten ebenfalls sehr gute Arbeit und sind super gelungen.
        Auch das Batman eigentlich gar nicht im Mittelpunkt der Serie steht, sondern die Charaktere um ihn herum, gefällt mir sehr gut.
        Ich werde mir die Folgen demnächst nochmal anschauen und kann die zweite Staffel kaum abwarten.
      Direkt zum Diskussionsende
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