Gothic 3: Götterdämmerung - Es dämmert wirklich...
Noch in diesem Jahr will Spellbound mit Arcania: Gothic 4, dem offiziellen neuen Titel der Rollenspielserie Gothic, an den Start gehen. Aber erinnern Sie sich eigentlich noch an die Anfänge der Serie? Wir haben für Sie die Historie der Gothic-Reihe in Worten und Bildern aufgerollt und geben Ihnen auch gleich einen Vorgeschmack auf das kommende Abenteuer in Arcania.
Gothic 3: Götterdämmerung
Quelle: PC Games
In dem Add-on Götterdämmerung kehrt der Held nach einem Zerwüfnis mit dem Zauberer Xardas ins lauschige Myrtana zurück. Trotzdem war das Add-on nicht erfolgreicher, als Gothic 3.
Götterdämmerung ist ein Addon. Eines, das ohne das Hauptspiel lauffähig ist. Es setzt einige Jahre nach den Ereignissen von Gothic 3 ein: Der Namenlose Held kehrt zu Beginn nach einem Streit mit Zauberer Xardas ins lauschige Myrtana zurück. Die Länderei ist von feindseliger Stimmung erfüllt, der Held - ungewöhnlich genervt und arrogant - bürdet sich ihre Rettung auf. Dabei hat er sich nicht viel vorgenommen: Als Spielzeit peilen die Entwickler Trine Games etwa 20 Stunden an. Die Welt ist deutlich kompakter geraten: Nordmar und Varant fallen als Spielzonen weg, die Wege in diese Gebiete haben die Leveldesigner unelegant mit Geröll versperrt. Im Grunde ändert sich nichts. Gothic 3: Götterdämmerung spult die gleiche Formel wie das Hauptspiel ab, steigert aber das Tempo. Der Held startet auf einer hohen Levelstufe und beherrscht bereits Talente wie Schwertkampf oder Schlösserknacken. Sofort wird man zugeschüttet mit Tonnen an Erfahrungspunkten - sodass schnell die ersten Levelaufstiege folgen - und mit Gegenständen, die verschwenderisch verteilt sind. Quests und Dialoge folgen dem vertrauten Gothic-Schema, erreichen auch meist eine ordentliche Qualität, aber eben nicht die des Hauptspiels oder gar die der Vorgänger. Der Held, kaum aus dem Bett gekrabbelt, bekommt sofort eine Quest übertragen: "Erledige Aufträge im Dorf Silden und sammle fünf Empfehlungsschreiben." Eine lieblose, weil kaum in die Story eingebettete Kette an Botengängen ist die Folge; man arbeitet sie mechanisch und oft auch ziellos ab. Götterdämmerung ignoriert nämlich die vielen Komfort-Funktionen moderner Rollenspiele:
Das Questlog ist undurchsichtig, die Karte nutzlos und der Kompass zeigt zwar brav den Norden, aber eben kein Questziel an. Am Ende schwingt sich der Held selbst zum neuen Regenten auf und verleiht sich den Namen König Rhobar III. Vor allem die zahlreichen Bugs brachten Gothic 3 zu Fall und auch Götterdämmerung taumelt. Texturen flackern, die Performance leidet unter Nachladerucklern, NPCs wählten absurde Laufwege oder reagierten nicht, wenn man ihnen ihr Hab und Gut buchstäblich vor der Nase wegklaute. Da die technischen Mängel immer noch nerven und auch die Inhalte kaum mehr als Standard sind, drängt sich die Frage auf: Hätte Jowood das Geld nicht besser in den Nachfolger Arcania stecken sollen?

Ok nicht schwimmen können ist öhm "sch****" sry^^ aber der rest hört sich doch mal ganz vernünftig an^^
Mud!!! XD Haha oh Gott. Diese alten Zeiten. Ich habe dieses Spiel geliebt. Wenn ich jetzt den Artikel lese fühle ich diese alte Liebe wieder :D
Das waren noch Zeiten.
Nochmal zu Mud. Bin mit dem immer von dem Abhang gesprungen (in der Burg im alten Lager), durch blocken hat man es dann überlebt...Mud jedoch war tod...eine Plage weniger :)
"Also so hab ich mich in Gothic schon des öfteren gefühlt, hab gerne Bauern im alten Lager verprügelt, wenn sie mich genervt haben; allen voran MUD "
hehe, naja den hab ich meistens direkt umgebracht, weil der einem ja sonst dauernt auf den Keks geht^^
Einer der nicht zwischen gut und böse unterscheidet.
Ein "Mensch", der seine Macht ausspielt und Spaß daran findet, andere leiden zu lassen.
Klar wird unser Held andere verprügeln, je heftiger desto besser :-D
Aber er ist deswegen mit Sicherheit kein schlechter Mensch.
Deswegen finde ich den Begriff Tyrann fehl am Platz!
JMR
Also so hab ich mich in Gothic schon des öfteren gefühlt, hab gerne Bauern im alten Lager verprügelt, wenn sie mich genervt haben; allen voran MUD :-D
Btw: Vllt sieht nur das Volk in Rhobar III. (SPOILER :P) einen Tyrannen und es steckt, wie so oft, mehr dahinter...
Eine tiefere Motivation, was nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist. Wünschenswert wär das imo doch.
Für mich ist Gothic gestorben.
Das einzig wahre Gothic ist der erste und der zweite Teil (+Addon). Alles was danach kommt ist einfach kein Gothic mehr. Egal was da jetzt mit Arcania kommt, mit Gothic hat es nichts mehr zutun.
Das beknackte Questsystem, die übertrieben vielen Bugs, das veränderte Fraktionensystem und vor allem dieses total billige Kampfsystem hat mir bei Gothic 3 schon völlig gereicht.